Perlitdämmung

Klimaneutraler Ziegel

Mit dem plangeschliffenen Hochlochziegel „Poroton-T6,5“ mit integrierter Perlitdämmung und einer Wärmeleitzahl von 0,065 hat Schlagmann Poroton sein Sortiment an klimaneutralen Ziegeln erweitert. Bisher umfasst die vor zwölf Jahren gestartete Produktpalette die Hintermauerziegel Poroton-T7, S8 und S9 sowie das Dämmsystem Poroton-WDF. Um die Produktion klimaneutraler Ziegel zu erreichen, entwickelte das Unternehmen zusammen mit anerkannten Klimaschutz-Experten eine 3-Säulen-Strategie, die sich aus Energieeinsparungen bei der Produktion, dem Einsatz erneuerbarer Energien sowie dem CO2-Ausgleich restlicher Emissionen durch Klimaschutzprojekte weltweit zusammensetzt. Der neue T6,5 ist in den Wandstärken 36,5 und 42,5 Zentimeter lieferbar (Rohdichteklasse 0,50) und eignet sich für Projekte vom Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau in KfW-40-Standard.

www.schlagmann.de

Innendämmung

Vom Stadel zum Hotel

Ein historischer Baustadel auf der vor Regensburg gelegenen Donauinsel „Unterer Wöhrd“ erhielt durch eine Komplettsanierung eine neue Nutzung. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert beherbergt jetzt das „Hotel Luis Stadl“. Erstklassig harmoniert hier Altes mit Neuem. Der Weg dahin war allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden, denn ursprünglich glich das Bauwerk einer Ruine. „Die Auflagen der Denkmalschutzbehörde waren der Erhalt der Umfassungsmauern, der Deckenstützen samt den mächtigen Holzstützen im Erdgeschoss und des Dachstuhls, soweit der Zustand es zuließ“, resümiert Architekt und Bauherr Georg Köpl aus Regensburg. Das äußere Erscheinungsbild wurde nicht verändert, jedoch überflüssige Anbauten und nicht erhaltenswerte Bauteile – wie Fenster, Innen- und Außenputz – wurden sorgfältig bis zum historischen Rohbau unter Erhalt des Dachstuhls entfernt. Danach erfolgten Unterfangungsmaßnahmen der bestehenden Außenmauern sowie die behutsame Sanierung der geschädigten Deckenbalken und des Dachstuhls. Im Anschluss wurde der Stadel mit Erdgeschoss und zwei Dachgeschossen von Grund auf neu aufgebaut: Das Gebäude erhielt eine neue Bodenplatte und Decken und das Dach wurde neu gedeckt.

Für die Sanierung und gleichzeitige Dämmung der bestehenden Umfassungsmauern suchte Köpl ein geeignetes System zur Innendämmung. Um auch das schiefe Bruchsteinmauerwerk ausgleichen zu können, entschied er sich für das massive, keramische Dämmsystem Poroton-WDF. Dabei überzeugte ihn neben der Ausführungsqualität und Wirtschaftlichkeit vor allem die robuste Stein-Oberfläche des Materials, das sich gerade bei einem viel frequentierten Hotel als mechanisch sehr widerstandsfähig erweist. Da die Wanddicken des Mauerwerks nach oben hin weit divergierten, wurde auf der Bodenplatte mit Poroton-WDF-Ziegeln der geringsten Stärke (80 mm) begonnen, dann mit Poroton-WDF-120 und zuletzt mit 180 Millimetern weitergearbeitet. Im Gegensatz zu anderen Systemen werden die Dämmziegel nicht an die bestehende Wand geklebt, sondern frei stehend davor aufgemauert. Lagenweise wurde der entstehende Spalt zwischen Bestandswand und Vormauerung im Arbeitsablauf hohlraumfrei mit Leichtmörtel LM16 hinterfüllt. Abschließend wurde der Innenputz aufgebracht.

www.poroton-wdf.de

Fassade

MIT ZIEGELN IN DIE KURVE

Der vom schwedischen Architekturbüro Wingårdhs entworfene Apartmentkomplex „Basaren“ in Stockholm ist elegant und minimalistisch – und dennoch detailreich. Seine abgerundeten Ecken mit den umlaufenden Balkonen und die ab dem vierten Geschoss auf zwei Türme verteilte Kubatur lösen die Gebäudemasse optisch auf. Bei der Wahl des Baustoffs für die Fassaden griffen die Architekten auf Ziegel zurück, da die Wohnungsbaugesellschaft SKB als Bauherr viel Wert auf eine lange Haltbarkeit des Materials legte.

Für die komplette äußere Hülle, selbst für die Rundungen und die durchbrochenen Bereiche, wurden vorgefertigte Ziegelelemente von Carlsberg Bjælker verwendet. Das zur dänischen Randers-Tegl-Gruppe gehörende Unternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Planung und Produktion von Ziegel-Fertigteilen. Zur Herstellung werden längsseitig gespaltene Ziegel nebeneinandergelegt, miteinander verbunden, die Bewehrung eingelegt und abschließend mit Beton vergossen. Der hohe Ziegelanteil von mindestens 80 Prozent gewährleistet unter anderem, dass die Fassadenkonstruktion die bauphysikalischen Effekte bei Temperaturschwankungen gut ausgleicht und so möglichen Rissen vorbeugt.

Diese Herstellungsmethode eröffnet nicht zuletzt viel architektonischen Freiraum, auch wegen der wenigen Dehnungsfugen. Letztere waren zum Beispiel innerhalb der Rundungen unerwünscht. Eine weitere Besonderheit sind die der Belüftung dienenden perforierten Bereiche aus entkernten Ziegeln. Um diese leichte und zarte Konstruktion zu realisieren, wurden die Elemente mit Stahl verstärkt. Von Weitem erscheint das Gebäude in einem lichten, sehr hellen Grau. Bis die Entscheidung für den Wasserstrichziegel des Typs „RT 542 Apollon“ von Randers Tegl getroffen war, diskutierten die Beteiligten im Vorfeld viel: Wie weiß, wie rustikal und wie natürlich soll die Fassade letztendlich erscheinen? Gegen Schmutz und Graffiti kamen im Erdgeschoss weiß glasierte Wasserstrichziegel zum Einsatz, die zugleich auch mehr Licht reflektieren.

www.randerstegl.de

Dach

DACHZIEGEL MIT TRADITION

Nelskamp fertigt seit über 90 ­Jahren in Schermbeck am Niederrhein kleinformatige Dachziegel, die eine traditionelle, im Farb­-spiel lebendige Dachgestaltung ermöglichen. Die natur­roten oder gedämpften Ziegel sind nicht nur unter Denkmalpflegern beliebt, sie entsprechen auch bei Neubauten dem typischen Bild ländlicher ­Architektur. Beim Brand des eisen­haltigen Schermbecker Tons erhalten die Dachziegel zunächst ihre leuchtend rote Farbe. Kernstück der Weiterver­arbeitung zur Erzeugung des charakteristischen Farbspiel, ist die Dämpfanlage. In zwei Haubenöfen werden die Ziegel ein zweites Mal auf circa 280 Grad erhitzt und der Sauerstoffanteil im Ofen reduziert. Je nach Reduktionsgrad können so rötliche oder leicht bräunlich changierende Farben bis hin zu Volltönen, Schwarz oder Anthrazit, erzeugt werden. Jeder Ziegel ist mit feinen Farbnuancen ein Unikat.

www.nelskamp.de

Fassadenziegel

Markante Struktur

Mit Ondo stellt Tonality einen Fassadenziegel aus Ton vor, den Wellenkämme im Abstand von 25 Millimetern gliedern. Neben einer Auswahl aus über 50 Farben sind sieben Oberflächenstrukturen, wie beispielsweise glatt, gerillt oder mit Lisene, verfügbar. Die Oberfläche ist farb- und UV-beständig sowie stark schmutzabweisend, was einer Vermoosung und Veralgung entgegenwirkt. Außerdem ist ein über die gesamte Nutzungsphase wirksamer Graffitischutz integriert. Die Fassadenziegel werden absolut maßhaltig und planeben in den Abmessungen von 150 mal 300 Millimeter bis 400 mal 1.600 Millimeter gefertigt. Eigenkreationen in Farbton oder Oberfläche sind auf Wunsch möglich.

www.tonality-facades.de

 

Dachziegelwerke Nelskamp

Die feine Unsleben Qualität

Feine Dachziegel mit edler Oberfläche – biegebruchfest und frostsicher

Drei Tonsorten – auf die Mischung kommt es an. Winterfeste Flachdachziegel mit glatter Oberfläche

Die Unsleben Qualität zeichnet sich zum einen durch eine sehr niedrige Wasseraufnahme und daher sehr hohe Frostbeständigkeit aus, sowie durch eine engobierte glatte Oberfläche. Die niedrige Wasseraufnahme hat zwei Vorteile: sie führt zu einer sehr hohen Frostbeständigkeit, d.h. die Ziegel können auch bedenkenlos in Mittel- oder Hochgebirgslagen eingesetzt werden, wo viel Frost zu Problemen führen kann. Die glatte Oberfläche – in Verbindung mit der geringen Wasseraufnahme – führt auch dazu, daß Vermosung und Veralgung deutlich später auftreten; gänzlich ausschließen kann man das nie, aber mit der Unsleben Qualität wird dieses Problem sehr stark reduziert. Dank der ausgefeilten  Engobe, die als Finish zur Unsleben Qualität gehört, führt mit der brillianten Oberfläche auch  zu sehr ästhetischen und haltbaren Dächern.

Für die Unsleben Qualität verwendet Nelskamp  drei verschiedene Tonsorten: eine aus der eigenen Unslebener Tongrube sowie zwei zugekauften Tonsorten aus Bühringen/Oberfranken, gleich um die Ecke. Zusätzlich wird der Tonmasse noch ein Feldspat-Quarzsand als Stützkorn zugesetzt. Alle Tone werden in der Trockenaufbereitungsanlage, die sehr außergewöhnlich und einzigartig für ein Tondachziegelwerk ist, separat in Tonboxen eingelagert, sortenrein vermahlen und in Silos gespeichert. Die Mahlfeinheit der einzelnen Tonsorten ist zu 98 % feiner als 0,2 mm, also mehlfein. Der zugesetzte Feldspat-Quarzsand dient der Masse als Stützkorn. Alle diese Komponenten werden dann in einem festgelegten Verhältnis vermischt und der Masse wird anschließend wieder eine Feuchtigkeit von ca. 16 % zugesetzt.

Mit dieser feuchten Tonmasse werden über eine Vakuum-Strangpresse Tonbatzen gezogen, zum Tonbatzenrohling geschnitten und vollautomatisch über Bänder einer Revolverpresse zugeführt.

In der Revolverpresse werden die Tonbatzenrohlinge durch Unter- und Oberformen aus Gips zu Dachziegelrohlingen ausgepresst.
Denn nach 1.800 Pressungen sind trotz der feinst aufgemahlenen Masse schon die ersten Verschleißspuren an den Pressformen zu erkennen und diese würden sich natürlich wiederum auf Deckmaß und Maßhaltigkeit auswirken.

Deshalb werden die Gipsformen immer und ausnahmslos nach 1.800 Pressungen durch neue Gipsformen ausgetauscht. Das aufwändige Verfahren sichert die hohe Maßhaltigkeit jedes einzelnen Ziegels und dient der Gewährleistung dieses wichtigen Aspekts der Unsleben Qualität.

Nach der Trocknung des Ziegelrohlings erfolgt die Oberflächenveredelung, bei der auf den Ziegel eine Engobe aufgebracht wird. Sie ist eine Suspension aus feinst aufgemahlenem Ton mit färbenden Metalloxyden und Fritten, die, mit Wasser angerührt, mittels Herles-Spritzpistolen gleichmäßig auf den Ziegel aufgebracht wird. Die gleichmäßige Auftragsweise unterstützt zusätzlich die feine Oberfläche, die schon durch Feinstmahlung der Tone erreicht wird und hier zu einem qualitativ einzigartig feinem Finish führt.

Während des langen Brennens wird die Edel-Engobe bei etwa 1.050 Grad Endtemperatur fest in die Oberfläche des Ziegels eingebrannt und erhält die gewünschte Farbe.

Der Ziegel schrumpft dabei wieder um etwa 4,2 %, so daß in Summe ein Größenverlust vom Pressmaß zum Gebranntmaß von etwa 8,5 % erzielt wird.

Die feine Unsleben Qualität:

  • zum einen von Anbeginn die feinst aufgemahlenen drei Tonsorten zu 98% mit 0,2 mm Körnung,
  • die kilogenau dosiert abgewogene Masse,
  • der häufige Wechsel der Pressformen, nach maximal 1.800 Pressungen, um Verschleißspuren zu verhindern,
  • die mit dem Herles-Spritzverfahren  gleichmäßig aufgebrachte Engobe zur Oberflächenveredelung
  • und durch die Qualitätssicherung genauestens geprüfte Qualität der Ziegel.

Der Flachdachziegel F 12 Ü-Süd im Überblick – Unsleben Qualität

„Süd“ steht für den südlichsten Produktionsstandort der Dachziegelwerke Nelskamp. Das Ü steht für „Überdecker“ – Dachziegel mit großem Verschiebebereich. Die Kopf- und Seitenverfalzung beim Flachdach-Ziegel F 12 Ü-Süd ermöglicht eine variable Höhenüberdeckung bis zu ca. 3,6 cm. Mit ca. 11,7 bis 13,0 Stück pro Quadratmeter ist er flexibel einsetzbar, vor allem in der Dach-Sanierung.

Produktvorteile – Unsleben Qualität

  • Flachdachziegel in Unsleben Qualität
  • Verfalzter Press-Dachziegel nach DIN/EN 1304
  • Wasserundurchlässig, frostbeständig, atmungsaktiv
  • Regeldachneigung 22°
  • Bedarf je m² ca. 11,7 – 13,0 Stück

Technische Daten

  • Gesamtbreite: 28,6 cm
  • Gesamtlänge: 45,7 cm
  • mittlere Deckbreite: 23,5 cm
  • mittlere Decklänge: 34,5 cm ± 18 mm
  • Bedarf pro m²: 11,7 – 13,0 Stück
  • Gewicht je Ziegel: 3,9 kg
  • Gewicht pro m²: min. 45,6 kg
  • Regeldachneigung: 22°

www.nelskamp.de

 

 

Mauerwerk

Ziegel mit Nadelholzfasern

Seit Ende letzten Jahres die Bauarbeiten an der Kinder­tagesstätte „Arche Noah“ im hessischen Hainburg beendet wurden, finden weitere 25 Kinder Platz zum Lernen und Spielen. Für die Sanierung und Erweiterung hatte die Gemeinde knapp 1,4 Millionen Euro bereitgestellt. Das mit der Planung und Bauleitung beauftragte Architekten & Ingenieurbüro Michael Kopp ergänzte den Bestandsbau in Längsrichtung und schob zwischen die beiden Pultdächer ein Obergeschoss für Personalräume ein. Zwar stellte der Anbau keine besonderen bautechnischen Anforderungen, Bauherr und Architekt waren aber umso mehr an einer anspruchsvollen Ausführung interessiert. So war auch das Konzept des „W07 Silvacor“ der Unipor-Gruppe ausschlaggebend dafür, diesen Ziegel der neuesten Generation für das Außenmauerwerk zu verwenden. Seine Hohlräume sind mit einem Dämmstoff aus sortenreinen Nadelholzfasern verfüllt, was den Mauerziegel zu einer umwelt- und ressourcenschonenden, wohngesunden sowie hoch wärmedämmenden Lösung im Hausbau macht. Hier spielt auch die regionale Herkunft des Baustoffs mit hinein, der vom Unipor-Mitgliedswerk Franz Wenzel, ebenfalls an­sässig in Hainburg, geliefert wurde. Der W07 Silvacor wird nach dem Brennen akkurat auf Maß geschliffen, was eine durchgängig gleichmäßig dünne Lagerfuge garantiert. Dadurch wird die Wärme­leitzahl von 0,07 W/(mK) nicht nur rechnerisch, sondern auch beim fertiggestellten Mauerwerk erreicht. Bei einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern beträgt der U-Wert 0,18 W/(m2K). Da auch die Innenwände komplett aus Ziegeln erstellt sowie umweltfreundliche Boden­beläge und Anstriche eingesetzt wurden, ließ sich für die Kinder ein wohngesundes Umfeld schaffen.

www.unipor.de

 

Fassade

Architektur symbolisiert Bahnschienen

Nach 45 Jahren hat die Düsseldorfer Rheinbahn AG ihre Konzernzentrale Im April 2017 von Oberkassel in den Stadtteil Lierenfeld verlagert. Das architektonische Konzept des sechsgeschossigen Neubaus, entworfen vom Generalplaner agn Niederberghaus & Partner, greift im Grundriss und in der Fassadengestaltung die Corporate Identity des Mobilitätsdienstleisters auf: Während der H-förmige Baukörper das Haltestellen-Symbol aufgreift, setzt die Gebäudehülle das Bild der Schiene effektvoll in Szene. Die Glaselemente in der Fassade stehen für die Schwellen; Fensterbänke und Sonnenschutz für die Schienen, deren Verlauf die gerundeten Gebäudeecken abbilden sollen. Das Gleisbett symbolisieren auf einer Fassadenfläche von rund 3.000 Quadratmetern die dunklen Nottulner Klinker der Sortierung Alt-Berlin von Hagemeister. Die Struktur und metallische Anmutung in mannigfachen Graunuancen erinnern im Zusammenhang mit den dunklen Fugen in Anthrazit an das Farbspiel des Schotters. Außerdem strukturieren das Dünnformat sowie die Verarbeitung im wilden Verband die Flächen. Die konvexen und konkaven Linien des Baukörpers, dessen Grundriss gänzlich ohne 90-Grad-Winkel auskommt, unterstreichen diese Optik noch. Um diese Wirkung zu erzielen, hat der Hersteller vier verschiedene Formsteine entwickelt: Für die äußeren Ecken der Baukörper wurden jeweils Formsteine mit spitzem Winkel von 77 Grad und mit stumpfem Winkel von 102 Grad gefertigt.

www.hagemeister.de

Fassade

In Klinker verpackte Designgeschichte

Mit dem Schaudepot der Architekten Herzog & de Meuron hat das Vitra Design Museums seine Sammlung an Stühlen, Sesseln und Liegen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der 2016 eröffnete Neubau auf dem Vitra Campus in Weil reiht sich in das Ensemble hochkarätiger zeitgenössischer Architektur durch Zurückhaltung ein. Der fensterlose Backsteinbau ähnelt einer Skulptur aus zwölf gestapelten Giebelhäusern. Wirkt es von weitem noch wie ein gewöhnliches Gebäude mit Satteldach, ist man beim Näherkommen umso überraschter. Die leuchtend roten Fassaden bestehen aus handgebrochenen Klinkern, die mit der unregelmäßigen Seite nach außen vermauert wurden. Die Architekten legten hier größten Wert auf die Details: Das Bruchbild sollte keinesfalls glatte unnatürliche Oberflächen aufweisen, aber auch nicht unkontrolliert rau sein. Zusammen mit dem Hersteller Gima wurde ein vorgekerbter Klinker mit einer minimalen Sollbruchstelle entwickelt. Abmessungen und Position der Lochung wurden von den Architekten vorgegeben. Ebenso beim Eckstein, der an Kopf- und Läuferseite abgespalten wurde, um das entsprechende Aussehen über Eck zu erhalten. Während an der Fassade eine gewisse Ungenauigkeit durch die bruchrauen Oberflächen gewünscht war, zeichnen sich die Konturen des dem Schaudepot vorgelagerten, öffentlichen Platzes durch Kantenschärfe sowie Maßgenauigkeit in der Verarbeitung aus. Diese an eine Piazza erinnernde Fläche ist mit speziellen Pflasterklinkern des Herstellers ausgeführt.

www.gima-ziegel.de

Mauerwerk

Ziegel mit ­niedrigem U-Wert

Der Mauerziegel „W07 Silvacor“ von Unipor erfüllt auch in 42,5 Zentimetern Wandbreite höchste energetische Anforderungen. Das bestätigte jetzt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin. Mit einem Wärmeleitwert von 0,07 W/(mK) ermöglicht dieses Produkt das Errichten von Wänden, die in monolithischer Bauweise einen besonders niedrigen U-Wert von 0,16 W/(m2K) erreichen. Die Dämmstoff-Füllung besteht aus schadstoffgeprüften und vollständig biologisch abbaubaren Nadelholzfasern. Die baubiologische Qualität des Mauerziegels wurde vom Institut für Baubiologie Rosenheim (IBR) mit seinem Prüfsiegel bestätigt.

www.unipor.de

ZIEGEL FÜR FLACHE NEIGUNG

Erlus bietet im Rahmen seiner Ergoldsbacher-Dachziegel-Reihe „E 58“, deren erstes Modell vor genau 60 Jahren auf den Markt kam, mit dem „E 58 RS“ jetzt auch ein Produkt für Dächer mit einer Neigung ab zehn Grad an. Durch die besondere technische Formgebung mit einer ausgeprägten Profilhöhe der Ringverfalzung, mit dreifachem Kopf- und Seitenfalz sowie einer direkten Wasserführung auf dem Ziegel werden regensichernde Zusatzmaßnahmen überflüssig. Harmonische Proportionen, klare Kanten in der Verfalzung und eine elegant gewölbte Sichtfläche geben dem ­Ziegel eine moderne Optik.

www.erlus.com