Flachdach

KONFEKTIONIERTE GEFÄLLEDÄMMUNG

Die „Linitherm“-Gefälledämmung für Flachdächer von Linzmeier wird auftragsbezogen geplant, stückgenau kommissioniert und mit Verlegeplan auf die Baustelle geliefert. Es entsteht ein Gefälle von zwei Prozent direkt beim Verlegen, was stehendes Wasser verhindert. Mit bis zu acht verschiedenen Plattendicken lässt sich eine Dachfläche von bis zu 9,60 Metern Länge einlagig dämmen. Bei längeren Dächern oder wenn eine stärkere Dämmung gewünscht ist, werden darunter Flachdachdämmplatten verlegt. Die Wärmeleitfähigkeit der PU-Hartschaum-Elemente beträgt B 0,023 W/mK. Zum Lieferumfang zählen auch die Kehl- und Gratplatten sowie bei Bedarf die Dachreiter. Letztere werden an problematischen Stellen, wie der Attika oder an Dachöffnungen, eingesetzt. Sie sorgen für eine punktgenaue Entwässerung in die Abläufe.

www.linzmeier.de

Wärmeschutz

DÄMMUNG FÜR KELLERDECKE

Die „Premium“-Elemente von Joma für die Dämmung von Kellerdecken sind besonders schlag- und stoßfest. Dadurch lassen sich Beschädigungen der Decke vermeiden, wie sie zum Beispiel beim Transport großer Leitern und Möbel entstehen können. Verlegt werden die Platten vorzugsweise mithilfe der Befestigungsschienen des Herstellers, die unsichtbar bleiben. Auch Fugenstöße stören durch die überlappenden Kanten des umlaufenden Nut-und-FederSystems nicht das Bild. Außerdem ist die in Weiß oder Achatgrau verfügbare Oberfläche besonders glatt und lässt sich daher bei Bedarf leicht reinigen. Die Premium-Elemente sind in den Wärmeleitfähigkeitsstufen 032 (EPS Neopor 032 DI) und 034 (EPS 034 DI) sowie in Stärken von 40 bis 300 Millimeter erhältlich.

www.joma.de

Wärmedämmung

Die lange Lebensdauer war entscheidend

Bei Wohnhäusern aus den 1950er-Jahren ziehen die Eigentümer aufgrund der hohen Sanierungskosten häufig einen Abriss in Betracht. Eine Wärmedämmung aus vorgemauerten Poroton-Ziegeln konnte einen Münchner Bauherrn jedoch vom Gegenteil überzeugen.

Wohnanlagen aus den 1950er-Jahren lassen sich wegen der hohen Energiesparauagen kaum zu vertretbaren Kosten sanieren. Hinzu kommt, dass neben der schlechten Wärmedämmung und veralteter Technik der Grundrisszuschnitt meist nicht mehr heutigen Vorstellungen entspricht. Der Beamtenwohnungsverein (bwv), dem auch vier solcher Häuser mit dem Baujahr †1958 im
Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg gehören, entschied sich dennoch für eine Sanierung. Zu diesem Ergebnis gelangte der Bauherr nach intensiver Prüfung und Wirtschaftlichkeitsberechnung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekturbüro Guggenbichler + Netzer Architekten. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Dämmung der Fassade mit dem Poroton-WDF von Schlagmann. Hierbei werden perlitgefüllte Ziegel an der Bestandswand hochgemauert, verdübelt und anschließend auf herkömmliche Weise verputzt. Aufbau und Materialien gewährleisten bei diesem System eine robuste, massive Ausführung, die für Langlebigkeit steht. Axel Wirner, nebenamtlicher Vorstand im Beamtenwohnungsverein und hauptamtlicher Baudirektor bei der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Bau und Verkehr, sagt: „Innerhalb von 50  Jahren muss jedes verbaute Wärmedämmverbundsystem mindestens einmal ausgewechselt werden. Unter Berücksichtigung der Wartungsintervalle ist bei einem Betrachtungszeitraum von 50 Jahren die Wärmedämmfassade damit die eindeutig wirtschaftlichere Wahl.“ Für die Architekten ist sie daher eine besonders nachhaltige und effektive Variante des Dämmens.

Im Zuge der Sanierung wurden auch die Balkone auf der Südseite optimiert. Sie sind jetzt energetisch vom Gebäude getrennt und erhielten verglaste Schiebe-Elemente, die als Klimapuffer dienen sowie eine ganzjährige Nutzung erlauben. Durch die Erweiterung des zweiten Obergeschosses in Form einer Aufstockung entstanden zusätzlich sechs großräumige Maisonettewohnungen. Die Haustechnik wurde komplett erneuert. Dies beinhaltete auch die Installation einer 50  Quadratmeter großen Solarthermieanlage auf dem Dach, die den Gasbrennwertkessel als neue Heizzentrale unterstützt. Alle Maßnahmen addiert, ergeben den Standard eines KfW-Effizienzhauses 100.

Die Lösung, wie mit den Fensteröffnungen verfahren wurde, ist bei diesem Sanierungsvorhaben erwähnenswert. Die bauzeitlichen doppelverglasten Holzfenster waren noch gut erhalten, sodass eine Überarbeitung durch den Schreiner genügte. Die Verbesserung von Isolierung und Schallschutz wurde durch den Vorbau zusätzlicher Isolierglas-Wendefenster erzielt, die wie Schwingfenster nach außen hin aufklappbar sind. Diese Vorsatzfenster wurden plan in die Poroton-Fassade eingefügt, sodass ein optisch bündiger Abschluss der Fassade entsteht und die Fenster praktisch wie Bilderrahmen wirken.

www.poroton-wdf.de

Wärmeschutz, Denkmalschutz

Für Wärmeschutz und Denkmalschutz

Für die Sanierung einer gründerzeitlichen Fassade war ein Putzsystem auf Naturkalkbasis die einzige Lösung.

Ein viergeschossiges Wohnhaus aus der Gründerzeit in Berlin-Mitte bot nach jahrelangem Leerstand und vernachlässigter Sanierung ein trauriges Bild. „Den Zustand konnte man getrost als marode bezeichnen“, erklärt der Projektleiter vom planenden Büro Bruno Fioretti Marquez Architekten aus Berlin. Im Zeitraum von anderthalb Jahren wurde das Gebäude entkernt und modernisiert. Eine der größten Herausforderungen lag in der denkmalgerechten Gestaltung der Fassade unter Berücksichtigung der Au‹agen der Energieeinsparverordnung. Es musste eine Lösung gefunden werden, die sowohl die Anforderungen der Energieeinsparverordnung als auch die des Denkmalschutzes erfüllte. Letzterer machte zur Aufl‹age, die Laibungen so wenig wie möglich zu vertiefen und gestalterisch Bezug zum abhandengekommenen Fassadendekor zu nehmen. Mit einem Wärmedämmverbundsystem wären jedoch die geplanten prismatischen Prägungen zur vertikalen Gliederung und Akzentuierung von Faschen nicht möglich gewesen. Da bei solchen Fassaden oft Spannungen auftreten, schieden auch herkömmliche Sanierputze wegen ihres Zementanteils aus. Die Lösung war ein rein mineralisches Sanierputzsystem auf Naturkalkbasis des Schweizer Herstellers Haga, das aus fünf Komponenten besteht: Bio-Grundputz als Spritzbewurf, bis zu fünf Zentimeter Isolierputz „Biotherm“ in einem Arbeitsgang, Einbettmörtel mit Armierungsgewebe, zwei Zentimeter Modellierputz in zwei Lagen (mit Prägungen) und Calkosit Schlussbeschichtung. Mit dem Putzaufbau konnte der erforderliche U-Wert erreicht werden. Der lag vor der Sanierung bei 1—,18—˜ W/mšK. Beim Außenmauerwerk zur Straßenseite ließ sich der UWert mit einem ›œ30 Millimeter dicken Isolierputz auf 0œ,78ž˜ W/mšK reduzieren und auf der Hofseite wurde mit Ÿœ60 Millimeter Isolierputz ein U-Wert von œ0,59 W/mšK erreicht. Die Kombination des Isolierputzes mit dem Kalk-Modellierputz ermöglichte es zudem, die typischen Fassadenprägungen mit bis zu zwei Zentimetern Tiefe herzustellen.

www.haganatur.de

Ziegelwände – Wärmeschutz

Massiv, aber schlank

Ziegelwände müssen nicht dick sein, um den Wärmeschutz zu erfüllen. Ein Projekt in Stuttgart zeigt, dass bereits 30 Zentimeter genügen.

Für Eigentumswohnungen in einem Mehrfamilienhaus in Stuttgart legte der Bauherr Wert auf einen Baustoff, der keine Zusatzdämmung benötigt und aufgrund des hochpreisigen Grundstücks in Degerloch gleichzeitig schlanke Außenwände ermöglicht. Errichtet wurde das Gebäude in monolithischer Ziegelbauweise, wobei sich der Mauerziegel „WS08 Coriso“, den die Unipor-Gruppe eigens für den mehrgeschossigen Wohnungsbau entwickelt hat, als optimale Lösung herausstellte. Aufgrund seiner mineralischen Dämmstoff- Füllung und dem ausgefeilten Lochbild beträgt die Wärmeleitfähigkeit nur 0,08 W/(m·K). Es genügte daher eine Außenwanddicke von lediglich 30 Zentimetern plus beidseitigem Verputz (Außenputz 2,0 Zentimeter, innen 1,5 Zentimeter Gipsputz), um einen U-Wert von 0,25 W/ (m²K) zu erreichen. In Verbindung mit den Luft-Wasser-Wärmepumpen, womit jede Wohnung ausgestattet ist, ließ sich leicht der angestrebte KfW Energieeffizienzhausstandard 70 erfüllen. Neben dem baulichen Wärmeschutz waren auch die hohe Tragfähigkeit und der hohe Schallschutz für die Wahl von WS08 Coriso entscheidend. Der Ziegel erreicht die Festigkeitsklasse 10 und verfügt über eine für einen Wärmedämmziegel vergleichsweise gute zulässige Druckspannung von 1,2 Meganewton pro Quadratmeter. Zusätzlich wirkt sich die Verarbeitung im Dünnbettmörtel-Verfahren, das die Verformung des Mauerwerks in Quer- und Längsrichtung reduziert, positiv auf die Tragfähigkeit aus. Außerdem führt der geringe Fugenanteil des mit Dünnbettmörtel erstellten Mauerwerks zusammen mit der Dämmstoff-Füllung und dem Lochbild zu guten schallschützenden Eigenschaften. Schallschutz-Messungen an der Hochschule für Technik in Stuttgart ergaben, dass bereits 30 Zentimeter dicke WS08-Coriso- Wände 51,3 Dezibel erreichen. Da der Ziegel in mehreren Festigkeiten und Formaten sowie mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,07 bis 0,10 W/(m·K) angeboten wird, lässt sich das Mauerwerk unterschiedlichsten Anforderungen anpassen.

www.unipor.de

Dämmung

Optimierte Dämmung

Dunkle Farbtöne auf WDVS, reduzierte Wärmeleitfähigkeiten und vielversprechender Innenputz

Effektvoller Kontrast

Durch die weißen, wie ein Passepartout gefassten Fensteröffnungen wirkt das Wohnhaus trotz der dunklen, anthrazitfarbenen Fassade frisch und modern. 

Für Brüning + Hart Architekten aus Münster standen bei der Planung des Einfamilienhauses im südlich von der Stadt gelegenen Drensteinfurt zwei Entwurfsthemen im Vordergrund: das des Farbspiels und das der Vor- und Rücksprünge. So markiert auf der Vorderseite ein großer Einschnitt den Eingang und verbindet das Haus optisch mit der Garage. Besondere Fenster, wie das der Galerie auf der Gartenseite, erhielten eine schräg nach innen zulaufende Umfassung. Realisiert werden sollte diese dreidimensionale Fassade mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), da sich die Schrägen mit verschiedenen Dämmstoffstärken am besten realisieren ließen. Brillux erhielt diesen Auftrag. Aufgrund der besonderen technischen Herausforderungen begann die Zusammenarbeit bereits in der frühen Planungsphase. Alle Fenster und Laibungen mussten vor Ort in Länge und Neigungswinkel speziell zugeschnitten beziehungsweise angefertigt werden. Auch die zahlreichen Ecken und Kanten erforderten präzise Detaillösungen. Die Dreidimensionalität der Fassade haben die Architekten aber erst durch die Farbgestaltung richtig in Szene gesetzt. Die großformatigen, schrägen Fenstereinfassungen sind in Weiß gehalten, die Fassade in einem dunklen Anthrazit. Dadurch wirken die Öffnungen wie ein Passepartout aus den Wänden herausgeschnitten.

Dunkle Farbtöne auf einem WDVS waren aufgrund des Wärmestaus an der Oberfläche, der zu Rissen im Putzsystem oder zu Verformungen des Dämmstoffs führen kann, bis vor wenigen Jahren technisch nicht umsetzbar. Brillux hatte das Problem mit der Entwicklung der TSRFormel (Total Solar Reflectance) von Sol-Reflex gelöst. SolReflex ist ein System, bei dem durch spezielle Rezepturen und gezielte Auswahl der Pigmente die Oberflächentemperatur der Fassade deutlich gesenkt werden kann. Welche Farbtöne mit den TSR-formulierten Produkten konkret möglich sind, lässt sich über die Farbtonsuche im Service Bereich auf der Website des Herstellers ermitteln. Der Anstrich erfolgte dann mit „Evocryl 200“. Diese 100-prozentige Reinacrylat-Fassadenfarbe wird mithilfe der Evoflex-Technologie hergestellt. Dabei werden die organischen Bindemittelpolymere mit anorganischen Bestandteilen ausgerüstet, die wie ein Schutzmantel die Pigmente umhüllen. Das führt wiederum zu einer flexiblen Oberflächenhärte, sodass Schmutzpartikel an der Oberfläche der Beschichtung kaum noch haften bleiben können.

www.brillux.de

 

Mineralwolle
Die Fassaden-Dämmplatte aus Glaswolle „Kontur FSP 1 Excellence“ bietet nach Angabe des Herstellers Saint Gobain Isover mit einem Lambda-Wert von 0,030 W/(m·K) die für Mineralwolle bestmögliche Wärmeleitfähigkeit. Das bedeutet im Vergleich zu dem bei Mineralwolle üblichen Lambda-Wert von 0,035 W/(m·K) eine um etwa 13 Prozent höhere Dämmleistung. Kontur FSP 1 Excellence wird bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden und zweischaligem Mauerwerk eingesetzt. Trotz ihrer hohen Stabilität ist die Platte elastisch genug, um sich auch unebenen Untergründen gut anzupassen.
Sie ist nicht brennbar (Euroklasse 2), durchgehend Wasser abweisend ausgestattet und ihre Vlieskaschierung sorgt während der Verlegung für den Witterungsschutz.

www.isover.de

 

Extruderschaum
Austrotherm hat mit XPS-Premium eine Dämmplatte mit einem Lambda-Wert von nur 0,027 W/ (m·K) entwickelt. Wie der Hersteller angibt, ist das Produkt der derzeit am besten dämmende Extruderschaum auf dem Markt. Gegenüber dem Standard XPS ließ sich damit die Dämmwirkung um etwa 23 Prozent verbessern. Die druckfesten, rosa eingefärbten Platten werden in Dicken von 40 bis 400 Millimetern angeboten. Sie sind vom DIBt in Berlin zugelassen, für alle Anwendungsbereiche gemäß DIN 4108-10 geeignet und generell ohne HFKW, FCKW und HBCD hergestellt.

www.austrotherm.de

 

Aerogel
„Aero iP“ ist ein neuer Innendämmputz der Heck Wall Systems GmbH auf Basis von Aerogel. Aerogele sind hochporöse Feststoffe auf Silikatbasis, die zu etwa 99 Prozent aus Luft bestehen, die in Mikroporen eingeschlossen ist und so die Wärme nicht weiterleitet. Durch die hohe isolierende Wirkung verringert sich auch die Wärmeleitfähigkeit des Dämmputzes, der so entsprechend dünner aufgetragen werden kann. Wie der Hersteller angibt, wird in der Regel ab einer Schichtdicke von 20 Millimetern im Innenraum bereits der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 erreicht. Unterschiede in der Anwendung im Vergleich zu herkömmlichen Putzen gibt es nicht. Der Putz wird einfach in einer dünnen Schicht per Hand oder Maschine aufgetragen und abgezogen. Neubauten erfordern in der Regel keine Vorarbeiten; im Altbau ist zuerst eine Putzträgermatte oder Vorspritzmörtel aufzubringen. Aero iP ist nicht brennbar und ein diffusionsoffenes Material, das Feuchtigkeit gut abführt. Als oberer Abschluss empfiehlt sich deshalb auch eine diffusionsoffene Silikatfarbe.

www.wall-systems.com