Futuristisch inspiriert

Ein System mit flexiblen Modulen bietet Vielseitigkeit in der textilen Architektur.

Der „Eye Beacon“: Dieser erste Prototyp diente auf dem „Amsterdam Light Festival“ als Ticket- und Informationsstand.

Der Leichtbau- und Großschirmspezialist MDT-tex sowie Architekt Ben van Berkel vom Architekturbüro UNStudio haben das modulare System „Cirrus“ entwickelt, dessen mit textilem Gewebe bespannte Elemente sich für Pavillons und Fassaden eignen. Ziel der Kooperation war es, mit „High-Performance- Textilien“ neue Standards hinsichtlich Ästhetik, Funktionalität und Flexibilität bei textiler Architektur zu setzen. Sein diesbezügliches Potenzial konnte Cirrus erstmals auf dem „Amsterdam Light Festival“ in Form eines temporären Ticktpavillons Ende 2016 entfalten. Dieser „Eye Beacon“ genannte Prototyp besteht aus 316 zwei- und dreidimensional in sich doppelt gekrümmten verspannten Modulen. Im Mai dieses Jahres wurde auf der Messe Techtextil in Frankfurt am Main der „Prototype II“ präsentiert. Hierbei handelt es sich um einen aus 60 Modulen zusammengesetzten Leichtbau-Pavillon.

Der „Prototyp II“: Dieser in sich geschlossene Pavillon, der auf der Messe Techtextil gezeigt wurde, macht die Vielseitigkeit des Konstruktionsprinzips deutlich.

 

Das Konstruktionsprinzip von Cirrus erlaubt jeweils individuell geformte Module. Für die Rahmen werden Aluminiumsonderprofile verwendet, deren Edelstahleckgelenke äußerst flexibel einstellbar sind. Damit der Abstand zwischen den Modulen möglichst gering ist, sind die Ecken und Profile präzise geschnitten und CNC-gebohrt. Anschließend werden die Metallrahmen mit einer von MDT-tex entwickelten und produzierten Hochleistungstextilie bespannt. Es handelt sich um ein spezielles Gewebe, das aus PTFE-Multifilamenten besteht, die aus mehreren verdrehten Endlosfasern gebildet werden. Unter anderem ist die Membran dadurch völlig unempfindlich gegenüber Faltenbildung und sehr leicht. Weitere Eigenschaften sind: niedrige Dehnbarkeit, Temperaturbeständigkeit von minus 200 bis plus 327 Grad Celsius, und eine geringe Oberflächenspannung mit Selbstreinigungseffekt. Da das PTFEMaterial nach Belieben gewoben werden kann, sind zudem Farben und Formen kaum Grenzen gesetzt.

www.mdt-tex.com

Modulbau

Wohnungen, Messebau, Gesundheit

Eine hessische Wohnungsbaugesellschaft hat für Flüchtlingsunterkünfte in Modulbauweise Grundrissvarianten entwickelt, die später auch an andere Nutzer vermietet werden können.

Die Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim mbH – kurz: gewobag – hat innerhalb eines Jahres gemeinsam mit dem Modulbau-Anbieter Alho fünf Sonderwohnbauprojekte fertiggestellt. Die Wohnanlagen dienen vorerst zur Unterbringung von Flüchtlingen und sollen später als Sozialwohnungen vermietet werden können. Für diesen Zweck hat Alho zusammen mit auf den Geschosswohnungsbau spezialisierten Architekten exemplarische Grundrisse für Wohnungstypen entwickelt – von der Mikro-Wohnung bis hin zur 4-Zimmer-Familienwohnung. Alle Grundrisse basieren auf einem wirtschaftlichen Modulraster, sind flächenoptimiert konzipiert und lassen sich an die jeweils spezifischen Wohnungsgrößen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus anpassen. Planer können nun je nach Bedarf die unterschiedlichen Wohnungstypen zu Gebäuden kombinieren.

So sind bei den gewobag-Projekten „Am Kirchpfad“ und „Am Weinfass“ in übersichtliche Einheiten gegliederte zweigeschossige Wohnriegel mit insgesamt elf Wohnungen unterschiedlicher Größe und einem gemeinschaftlich genutzten Bereich am Kopfende entstanden. Die Anlagen im „Waldweg“ und „Im Hasengrund“ sind vom Grundriss her ähnlich organisiert, hier verteilen sich auf drei Etagen insgesamt 17 Wohnungen. Das Erdgeschoss im Kopfbau wird gemeinschaftlich genutzt: Ein großer, über eine Faltwand teilbarer Multifunktionsraum bietet Platz für unterschiedliche Aktionen und Bewohnerfeste. Ein weiterer Raum kann – solange das Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern dient – von Sozialarbeitern als Büro und Sprechzimmer genutzt werden. Hauswirtschaftsraum, Technikraum und der Hausmeisterbereich sind direkt von außen erschlossen. Im Gebäude „Am Sommerdamm“ werden die Wohnungen in den beiden Obergeschossen über Laubengänge erschlossen. Diese Erschließungsart bot sich hier vor allem aufgrund der Größe und Form des Grundstücks sowie der gewünschten Grundrissplanung an.

Mit Raummodulen entstehen hochwertige, dem Bedarf angepasste Wohngebäude mit optimalen bauphysikalischen Eigenschaften. Durch den zweischaligen Wand- und Deckenaufbau der Alho-Modulbauweise erreichen laut Hersteller die Geschossdecken und Zwischenwände einen besseren Schallschutz als in der DIN 4109 gefordert. Ähnliches gilt für den Wärmeschutz in Bezug auf die EnEV 2016.

Die Messecontainer bieten viel gestalterischen Spielraum, wie diese Beispiele zeigen.

Die Container von Ela werden kontinuierlich weiterentwickelt, und das seit nunmehr über 40 Jahren. Trotz ihrer standardisierten Maße bleibt die Bauweise flexibel und lässt sich auftragsbezogen individualisieren. Seit Neuestem werden in Zusammenarbeit mit Kunden, Architekten und Messebauern auch Lösungen für die Produktshow von Unternehmen in Hallen oder im Freien entworfen. Ein aktuelles Beispiel ist der Messepavillon der Firma Wiedemann enviro tec. Der Hersteller für Kanalreinigungsfahrzeuge präsentierte sich auf der Messe für Umwelttechnologie IFAT in München mit einer Lösung aus sechs Raummodulen. Die zum Teil zweistöckige Anlage bot eine Fläche von 108 Quadratmetern und zusätzlich eine 80 Quadratmeter große Dach­terrasse, von der aus Besucher einen Überblick über das weitläufige Gelände ­gewinnen konnten. Durch die beiden komplett verglasten Längsseiten konnten Interessenten zudem einen Blick von außen ins Innere des Standes werfen. Die geräumige Nutzfläche bot viel Raum für die Einrichtung mit Sitzecken, einer Theke sowie Aufsteller für die Präsentation. Zum Ausstattungspaket gehörten zudem eine Klima­anlage, ein extrabreiter Treppenaufgang zur Dachterrasse und eine doppelflügelige Glastür. Die Vielseitigkeit der Messecontainer zeigt auch die Spezialanfertigung für das Unternehmen Solarlux. Das Besondere daran ist, dass die Module ohne Front- und Seitenwände geliefert und erst von Solarlux mit deren Glasfaltwänden geschlossen wurden. Mit einer Länge von neun Metern und einer Extrabreite von drei Metern ist auch reichlich Platz für die Ausstellung ­vorhanden. Durch die Ausstattung mit Laubfanggittern und Fallrohren zur Regenentwässerung ist das Modul auch im Freien einsatztauglich. www.container.de

Der Hybrid-OP in Modulbauweise erfüllt den hohen Anspruch modernster Hightech-Medizin.

Die innovativste Entwicklung der auf medizinische Gebäude in Modulbauweise spezialisierten Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG ist der Hybrid-OP. In den in Kooperation mit Siemens Healthcare, Maquet, Trumpf und Philips entwickelten Modulen wurde die Chirurgie mit der bildgebenden OP-Technik zusammengeführt. Kliniken, die diese Methode einführen wollen, sahen sich bisher vor schwierige bauliche und planerische Probleme gestellt, denn mit dem Einbau neuer Geräte ist es nicht getan. Die sehr präzisen Eingriffe erfordern eine hervorragende und detailgetreue Bildqualität, da der Chirurg sich ausschließlich über den Bildschirm orientieren kann. Demzufolge sind die Geräte entsprechend groß und bringen hohe Lasten mit sich. Das bedeutet, dass der Raumbedarf deutlich steigt. Klinikbetreiber erwartet dann meist eine langwierige Projektplanung, für die interdisziplinäre Teams zusammengestellt werden müssen. Mit dem Hybrid-OP verkürzt sich dieser Prozess erheblich. Bereits im Werk werden auf Grundlage der jeweiligen baulichen Gegebenheiten die technische Vorrüstung und die bauliche Ausstattung in Modulbauweise komplettiert. Der hohe Vorfertigungsgrad von bis zu 95 Prozent ermöglicht eine Bauzeit von lediglich bis zu fünf Monaten, ab Bestellung einschließlich Planung.

Während traditionelle Operationssäle zwischen 36 und 56 Quadratmeter groß sind, erfordert der Hybrid-OP Flächen von mindestens 72 bis 90 Quadratmetern. Damit entstehen Räume von neun mal zehn Metern mit entsprechend großen Spannweiten, die sich in die baulichen Raster bestehender Kliniken schwer integrieren lassen. Gleichzeitig verlangen die bildgebenden Geräte Tragkonstruktionen mit höchster Präzision und Steifigkeit bei erheblichen dynamischen Lasten. Cadolto hat deshalb zusammen mit den führenden Medizintechnikherstellern für den Boden sowie für die Decken Konstruktionen entwickelt, die auch bei Spannweiten bis zu zehn Metern diese Anforderungen erfüllen und so die einwandfreie Funktion sicherstellen. Die Gestaltung der Grundrisse bleibt flexibel, sodass die Ausstattung des Operationssaals zukünftigen Medizintechniken angepasst werden kann. Ein detaillierteres Bild dieses speziellen Modulsystems bietet der voll ausgestattete Hybrid-OP-Showroom auf dem Firmengelände des Unternehmens. www.cadolto.com

Cramo Adapteo GmbH

Holzmodule schaffen ein gutes Innenraumklima und sparen Energie

Nachhaltige Gebäude in Holzmodulbauweise von Cramo Adapteo
Temporäre Holzgebäude zur Miete

Mit dem leistungsfähigen C90 Holzmodul bietet Cramo Adapteo ein energieeffizientes Mietmodul für die Langzeitvermietung an. In Großkrotzenburg hat Cramo Adapteo eine zweigeschossige Wohnheimanlage aus C90 Holzmodulen für 60 Monate errichtet, mit der Möglichkeit die Anlage um ein zusätzliches Stockwerk zu erweitern.

Holzmodule stehen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise. Denn Holz ist ein natürlicher Baustoff. Holz weist eine ausgezeichnete Ökobilanz über den gesamten Lebenskreislauf auf, von der Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Die Holzmodule von Cramo Adapteo werden im Werk vorgefertigt, dadurch sind die Bauzeiten vor Ort kurz und planbar. Die modulare Bauweise ermöglicht eine hohe Flexibilität, denn die Gebäude lassen sich je nach aktuellem Bedarf erweitern oder aufstocken. Nach Ende der Mietzeit wird das Gebäude zurückgebaut. Die Mietmodule aus Holz sind für eine Langzeitmiete bis zu 20 Jahren ausgelegt.

Die 1.600 qm große Wohnunterkunft umfasst eine zweigeschossige Anlage mit abgeschlossenen Wohnbereichen für je 5 Einheiten pro Stockwerk. Eine Einheit wird von bis zu 10 Personen bewohnt. Die Holzmodulanlage ist so geplant, dass sie für kleine Familien, Einzelpersonen und Großfamilien nutzbar ist. Die Bewohner nutzen geräumige Doppelzimmer und teilen sich je Wohneinheit eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum. Waschautomaten und Trockner stehen für jede Wohneinheit zur Verfügung.

Für die Wohnanlage wurde ein Brandschutzkonzept umgesetzt, bei dem drei Brandabschnitte mit Brandschutzmaßnahmen und einer flächendeckenden Brandmeldeanlage eingerichtet wurden. Die Sicherung der Fluchtwege hatte dabei die oberste Priorität.

Nachhaltigkeit bei der Montage

Cramo Adapteo hat sich für ein nachhaltiges Fundament entschieden, bei dem die Fläche unberührt bleibt und nicht versiegelt wird. Deshalb erfolgte bei dem Wohnheim die Gründung mit Schraubfundamenten. Aufgrund der unterschiedlichen Bodenverhältnisse auf dem Gelände
wurden Schrauben von 2 m bis zu 6 m Länge eingesetzt. Anschließend wurden Stahlträger zur Lastenverteilung verschraubt und die Holzmodule ausgerichtet. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es jederzeit um ein drittes Stockwerk erweitert werden kann. Nach der Mietzeit wird das Gebäude rückgebaut und das Gelände im Ursprungszustand an die Stadt zurückgegeben.

Schlechte Luft raus und gute Luft rein durch kontrollierte Raumlüftung
Holzmodule von Cramo Adapteo sorgen für eine effiziente Wärmerückgewinnung. Mit der Wärmerückgewinnung wird die Wärme aus der Abluft durch einen Wärmetauscher auf die frische Zuluft übertragen – ohne dass sich die Luftströme vermischen. Die moderne Lüftungstechnik in den Holzmodulen erlaubt einen Wärmebereitstellungsgrad von 77 – 80%. Zusätzlich wird das Gebäude permanent mit frischer Luft versorgt und die verbrauchte Luft abgesaugt.

Geringer Energieverbrauch durch effiziente Wärmerückgewinnung
Das Wohnheim aus Holzmodulen weist Energiewerte auf, die deutlich unter den Werten der aktuellen EnEV liegen. Die Dämmung ist mehrschichtig mit geringen U-Werten für Decke, Boden und Wand. Die Fenster sind 3-fach verglast und verfügen über einen effektiven Sonnenschutz. Bei dieser Wohnanlage wurden die Energiewerte durch die Installation einer weiteren Warmwasserheizung mit Fernwärme zusätzlich verbessert.

ÜBER CRAMO ADAPTEO

Cramo Adapteo hat sich auf die Vermietung von hochwertigen Raumlösungen aus Holz und Stahl spezialisiert. Das Unternehmen ist Marktführer in Skandinavien für Mietgebäude in Holzmodulbauweise für Büros, Schulen, Kitas und Wohnheime. Mit dem leistungsfähigen C90 Holzmodul bietet Cramo Adapteo in Deutschland ein energieeffizientes Mietmodul für die Langzeitvermietung an.

Die Cramo Adapteo GmbH in Deutschland hat den Hauptsitz in Frankfurt am Main und Standorte in Schwenningen und München. Weitere Standorte sind bundesweit geplant.

Cramo Adapteo ist Teil der finnischen Cramo Group. Die Cramo Group ist ein führender Vermieter von Baumaschinen und Baumaschinenzubehör sowie modularen Raumsystemen in Europa. Die Cramo Group ist in 15 Ländern vertreten und seit 1988 an der Börse in Helsinki gelistet.

Fotos: Cramo Adapteo GmbH

Weitere Informationen erteilt gerne:

Cramo Adapteo GmbH
Wächtersbacher Straße 63
60386 Frankfurt am Main
Telefon 069-3300900
Fax 069-303333
E-Mail info.de@cramoadapteo.com

Technik: Modulbau-Produkte

Objekte und Konzepte für Modulgebäude

Passend für jeden Anspruch: Von der Mikrowohnung bis zum Bürogebäude zum Mieten.

Flexible Strukturen
Ein Bürogebäude wurde von Anfang an auf Erweiterung ausgelegt

Büro- und Verwaltungsgebäude sollten möglichst so konzipiert sein, dass sie jederzeit erweitert werden können. Wie prädestiniert dafür der Modulbau aufgrund seiner Flexibilität ist, demonstrierte der Generalunternehmer für Modulgebäude Säbu anhand seines eigenen Büroneubaus, eines dreigeschossigen Gebäudes mit einer Grundfläche von 2.183 Quadratmetern. Die verschiedenen Funktionsbereiche sind so angeordnet, dass sie an betriebliche Veränderungen und Bedürfnisse jederzeit angepasst werden können. Dazu gehört neben der variablen Nutzung der Räume die Option, das Gebäude später vertikal aufzustocken oder horizontal zu ergänzen. Der Bau besteht aus industriell vorgefertigten Modulen, deren Tragwerk aus einer Stahlrahmenkonstruktion besteht. Auf der Baustelle wurden sie aneinandergereiht und gestapelt und die Rahmen mit frei tragenden Wänden und Deckenelementen gefüllt. Der Vorfertigungsgrad solcher Bauten kann bis zu 90 Prozent erreichen. Auf architektonische Besonderheiten müssen Öffentlichkeit und Kunden dennoch nicht verzichten. So kennzeichnen den Verwaltungsbau Merkmale wie auskragende Kuben und ein Materialspiel aus Glas, Aluminium und Stein an der Fassade. Der Innenraum lässt sich ebenfalls variabel gestalten. In diesem Fall schaffen ein großzügiges Foyer, ein Treppenhaus mit offener Galerie und Lichtdecke, helle Büros und große Konferenz- und Schulungsräume eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
www.saebu.de

Bedarfsgerechtes Konzept
Eine Wohnanlage für Asylbewerber in modularer Holzbauweise
Cramo Adapteo ist in Skandinavien Marktführer bei temporären Holzgebäuden in Modulbauweise und bietet diese seit dem letzten Jahr auch in Deutschland an. Zu den aktuellen Projekten gehört ein Wohnheim für 100 Asylbewerber im hessischen Großkrotzenburg. Durch den hohen Vorfertigungsgrad war die zweigeschossige, 1.600 Quadratmeter große Unterkunft nach nur drei Monaten bezugsbereit. Eine Aufstockung um ein drittes Geschoss ist jederzeit möglich. Dafür wurde der Boden verdichtet und zusätzlich eine Gründung mit Schraubfundamenten vorgenommen. Das Gebäude wurde so geplant, dass es sowohl für kleine Familien als auch für Einzelpersonen und Großfamilien nutzbar ist. Die Bewohner sind in geräumigen Doppelzimmern untergebracht und teilen sich eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum. Waschautomaten und Trockner stehen in jedem Gruppenbereich zur Verfügung. Die Wohnbereiche im Erdgeschoss sind mit behindertenfreundlichen Sanitäranlagen ausgestattet. Zu den niedrigen Energiewerten, die unter denen der EnEV liegen, tragen beispielsweise dreifach verglaste Fenster, ein effizienter Sonnenschutz sowie ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung bei. Auch eine Sicherheits- und Fluchtwegbeleuchtung sowie Außenbeleuchtungen sind Teil der Ausstattung der Wohnanlage. www.cramoadapteo.de

Verhüllte Container
Große Auswahl an Farben und Bekleidungen
Die neueste Entwicklung von Ela Container ist ein Modul mit äußerst vielfältig gestaltbarem Äußeren. Neben der breiten Auswahl an Lackierungen aus der RAL-Palette mit rund 231 Farbtönen werden zahlreiche Bekleidungen angeboten, zum Beispiel Paneele aus unterschiedlichen Werkstoffen, darunter auch Aluminium-Wellprofile, die horizontal, vertikal oder diagonal an der Fassade montiert werden können. Ihr gewelltes Design löst die durch die standardisierte Containerform bedingte gradlinige Architektur auf und lässt eine Anlage aus Einzelmodulen als Einheit erscheinen. Im Trend liegt vor allem auch Holz. Derart bekleidete Container fügen sich harmonisch in die Landschaft ein, wie das im Park der Gärten in Bad Zwischenahn installierte Sanitärmodul zeigt. Design und Ausstattung entstanden in enger Abstimmung zwischen dem Container-Hersteller und den Verantwortlichen des Parks der Gärten, denn für die mit einer Ausstellungsfläche von etwa 140.000 Quadratmetern größte Gartenschau Deutschlands musste das „Stille Örtchen“ perfekt in die Umgebung passen.
www.container.de

Trendige Minimal-Lösung
Konzept für Kleinstwohnungen im Mikro-Format
Ein neuer Trend im Wohnungsmarkt sind Mikrowohnungen, die Pendlern, Studenten oder für kurze Zeit an einem Ort arbeitenden Menschen ein komfortables, aber bezahlbares Zuhause bieten. Bevorzugte Standorte sind Groß- und Universitätsstädte, wo in guter Lage meist 100 bis 300 Wohnungen eine Apartmentanlage bilden. Um solche Projekte schnell und mit hoher Kostensicherheit zu errichten, hat der Modulanbieter Algeco ein passendes Konzept entwickelt. Die „Smart-Apart“-­Mikrowohnungen bieten auf einer durchschnittlichen Fläche von 20 bis 30 Quadratmetern alles, was der Mensch zum ­Leben braucht, inklusive Telekommunikation, Sicherheitstechnik und Möblierung. Nachhaltige Baustoffe wie Massivholz ­sorgen für eine ansprechende Optik und schonen die Umwelt. Das Tragwerk des Gebäudes besteht aus einzelnen quaderförmigen Stahlrahmen­konstruktionen, die Zwischenwände lassen sich frei platzieren und auch später beliebig versetzen. Bei veränderter Marktsituation verwandeln sich aufgrund der flexiblen Bauweise die Mikrowohnungen in Familienapartments oder Büroanlagen. Nicht zuletzt entsteht durch die frei gestaltbare Fassade auch ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild.
www.algeco.de

Eine Alternative
Individuell gestaltbare Bürogebäude gibt es jetzt in Modulbauweise zur Miete
Mit dem neuen Konzept „ModuLine“ bietet Kleusberg jetzt erstmals maßgeschneiderte Büro- oder Verwaltungsgebäude in Modulbauweise an, die die Unternehmen auf Mietbasis nutzen können. Es handelt sich dabei nicht um uniforme Gebäude von der Stange. Zwar folgt die Bauweise einem Grundraster, doch Architekten bleiben gestalterische Spielräume erhalten. Neben einer frei wählbaren Größe und Geschosszahl kann das äußere Erscheinungsbild aufgrund verschiedener Angebote für die Fassade dem Corporate Design angepasst werden. Um die individuellen Anforderungen der Nutzer realisieren zu können, erlaubt das Konzept zudem variable Grundrisse. Das Spektrum reicht von offenen, lichtdurchfluteten Lösungen nach dem Open-Space-Prinzip bis zu geschlossenen Strukturen mit Einzelbüros. Für die Räume wird außerdem eine stilvolle Ausstattung mit Möbeln von Vitra angeboten. Am Ende der Mietzeit kann der Mieter entscheiden, ob er das Gebäude an Kleusberg zurückgibt, es weiter mietet oder selbst übernimmt. Die Verlegung an einen anderen Standort ist ebenfalls möglich, womit der Nachfrage der Wirtschaft nach schneller und kostengünstiger Anpassung an veränderte Marktbedingungen Rechnung getragen wird.
www.kleusberg.de

Kaffeebraun, Orange und Gold
Die Verwaltungszentrale einer Kaffeerösterei spiegelt ihre Corporate Identity wider
Die hanseatische Großrösterei J.J. Darboven erweiterte ihre Verwaltungszentrale. Mit einer Bauzeit von lediglich zwölf Wochen vor Ort war der Terminplan dafür selbst für den Modulbauer Alho, der den Auftrag dafür erhielt, sehr ambitioniert. Hinzu kamen einige Besonderheiten, die den Planungsaufwand deutlich erhöhten. Neben einem umfangreichen Raumprogramm galt es, die bauliche Anbindung an das Bestandsgebäude mit differierenden Geschosshöhen zu lösen und zwischenzeitliche Änderungswünsche des Bauherrn zu berücksichtigen. Zusätzlich erschwerten der Baugrund und Versorgungsleitungen auf dem Gelände die Arbeiten. Eine Gründung auf Bohrpfählen und eine gasdichte Bodenplatte waren nötig. Durch die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten sowie die schnell realisierbare Modulbauweise konnte der eng gesteckte Terminplan dennoch eingehalten werden. Die Modulbauweise beruht auf einer orthogonalen Rasterung, entstanden aus einzelnen Raummodulen. Entwurfsarchitekt Andreas Haus aus Herborn meint dazu: „Dennoch schränkt diese Art zu entwerfen und zu bauen den Gestalter nicht ein.“ Jedes Modul besitzt eine frei tragende, in sich statisch stabile Stahlskelettstruktur, die mit Böden, Decken und Wänden in Leichtbauweise komplettiert wird. Dadurch ist eine hohe Flexibilität gegeben. Das äußere Erscheinungsbild prägen die traditionsreichen Hausfarben Kaffeebraun, Orange und Gold von Darboven. Kaffeebraun bildet die Grundfarbe der Fassade, die mit Aluminium-Kassetten bekleidet ist. Orange markiert den Eingang, der zusätzlich durch einen vorgesetzten Portalrahmen hervorgehoben wird, und goldfarben sind die Fensterlaibungen eingefasst.
www.alho.de

Alho Systembau GmbH

Modularer Wohnungsbau

Großer Spielraum durch standardisierte, aber flexibel kombinierbare Typengrundrisse

Bisher gehörten Büro- und Verwaltungsgebäude, Bildungsbauten und Gesundheitsimmobilien zum ständigen Repertoire der Alho Systembau GmbH. Jetzt richtet das Unternehmen den Fokus aufgrund der verstärkten Nachfrage nach bezahlbaren Mieten zusätzlich auf den öffentlichen Wohnungsbau. Um bereits im Vorfeld die Planung zu erleichtern, wurden gemeinsam mit dem auf Geschosswohnungsbau spezialisierten Architekten Andreas Haus aus Herborn verschiedene Typengrundrisse entwickelt, die von der Mikro-Wohnung bis zur Vier-Zimmer-Familienwohnung ein bedarfsgerechtes Spektrum bieten. Alle Grundrisse basieren auf einem wirtschaftlichen Modulraster, sind flächenoptimiert konzipiert und können auch an die jeweils spezifischen Wohnungsgrößen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus angepasst werden. Außerdem sind sie frei kombinierbar. Daher sind von zwei- bis dreigeschossigen Laubengangtypen über Punkthäuser bis zu sechsgeschossiger Blockrandbebauung und Gebäuderiegeln ganz unterschiedliche Konfigurationen denkbar. Was das äußere Erscheinungsbild betrifft, haben die Wohnhäuser in Modulbauweise nichts mit herkömmlichen „Containern“ zu tun. Michael Lauer, Architekt und Vertriebsleiter Nord bei Alho: „Bei der Fassadengestaltung ist alles möglich, was auch der Massivbau bietet – von Auskragungen oder versetzten Anordnungen bis zu integrierten Terrassen und Balkonen.“ Zwar sind die Kosten für die Erstellung eines Modulgebäudes mit denen eines konventionell errichteten Bauwerks vergleichbar. Die Wirtschaftlichkeit liegt jedoch in der seriellen Herstellung immer wiederkehrender, gleichbleibender Einheiten. Für die Einrichtung einer solchen Serie entstehen Engineeringkosten, die je nach Komplexität des Projekts leicht variieren können. Dies hat zur Folge, dass erst mit einer bestimmten Anzahl von Einheiten und entsprechender Bruttogrundfläche eine Realisierung des Gebäudes in Modulbauweise wirtschaftlich interessant wird. Als Referenzwert kann man von einer Mindestgröße von circa 800 Quadratmetern Grundfläche ausgehen.