Aufsatzkasten

Erweiterter ­Sonnenschutz

Heroal hat das Anwendungsspektrum seines Aufsatzkastensystems „IB Unique“ erweitert. Neben der Ausstattung mit Rollläden und textilem Sonnenschutz ist eine Baugruppe für den Einsatz von Raffstores verfügbar. Die Steuerung der verschiedenen Beschattungen erfolgt wie bisher funk- oder kabelgebunden mittels Rohrmotor. Neu ist die Möglichkeit, dass für die Rollläden eine Nothandkurbel und ein Gurtzug zur Verfügung stehen, um die Anforderungen an den zweiten Rettungsweg nach einer manuellen Bedienung bei einem Brand oder Stromausfall zu erfüllen. Erweitert wurde zudem das Angebot an Führungsschienen aus Aluminium und Kunststoff um eine Führungsschiene für die Innenrevision, die für den kombinierten Einsatz von Rollladen und Insektenschutz geeignet ist. IB Unique eignet sich durch Usb-Werte von bis zu 0,41 W/m²K für den Einsatz in Effizienz- und Niedrigenergiehäusern.

www.heroal.de

Jalousiekästen

Wohn- und Geschäftshaus in Friedrichshafen

Für das Immobilienunternehmen Fränkel AG haben Manuel Plösser und sein Team von Plösser Architekten aus Friedrichshafen ein fünfgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entworfen. Bei der Gestaltung legte Plösser Wert auf ein offenes und helles Erscheinungsbild. Eine Fassade mit Engadiner Laibung an den Fenstern und spitzwinkligen Ganzglasecken sollte es sein und die Verschattung musste unsichtbar in die Gebäudehülle integriert werden. Das Spiel von Licht und Schatten durfte dabei nicht auf Kosten der Wärmedämmung gehen, denn der Neubau war als KfW-55-Effizienzhaus geplant.

Um die besonderen Anforderungen realisieren zu können, arbeitete das Architektenteam eng mit dem auf Dämmstoffe spezialisierten Unternehmen Joma aus Holzgünz zusammen. Der Hersteller passte seinen „AirPor“-Jalousiekasten bereits werkseitig individuell an die Parameter an. Architekt Thomas Saile war anfangs skeptisch: „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass eine Komplettlösung bei diesen speziellen Vorgaben überhaupt realisierbar war.“ Die Jalousiekästen kamen jedoch fix und fertig mit perfekt integrierter Engadiner Laibung auf der Baustelle an, sodass sie passgenau und wärmebrückenfrei direkt in die Dämmebene des Neubaus integriert werden konnten.

Die Vorfertigung der Jalousiekästen war auch bei der Dämmung der Ganzglasecken von Vorteil. Denn auf einer Baustelle ist es nahezu unmöglich, mehrere Kästen in derart spitzen Winkeln sauber miteinander zu verbinden. In diesem Fall aber wurden sie als komplette Ecklösung angeliefert, inklusive integrierter Aussparungen für die Luftzuführungen. Rund 200 laufende Meter der Jalousiekästen der Wärmeleitstufe WLS 032 wurden bei diesem Projekt verbaut. Das für die Dämmstoffplatten von Joma verwendete Material AirPor besteht zu 98 Prozent aus Luft und ist zu 100 Prozent recyclingfähig.

www.joma.de

Weißbeton

Kirow-Werke in Leipzig

In Leipzig hat Oscar Niemeyer mit einer Kugel aus Beton und Glas ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen. Kernstück des kurz vor seinem Tod im Jahr 2012 angefertigten Entwurfs ist eine Skulptur in Form einer Kugel, die auf dem Dach der Leipziger Kirow-Werke sitzt. Der geschäftsführende Gesellschafter des Herstellers von Eisenbahnkränen Ludwig Koehne hatte sich als Bewunderer der Niemeyer-Architektur 2011 an den Altmeister per Brief gewandt und die Bauaufgabe geschildert: Es sollte ein „kurvig“ geformter Speise- und Tanzsaal auf dem Kantinengebäude entstehen. Sein Wunsch fand in Brasilien Gehör und im Juli 2020 wurde Eröffnung gefeiert. Realisiert wurde die im Durchmesser zwölf Meter große Kugel durch den Leipziger Architekten Harald Kern.

Herausfordernd dabei war nicht nur die Planung der überaus schwierigen Schalung, sondern auch die Herstellung des Betons. Ausgeschrieben war die Ausführung in weißem Sichtbeton der Klasse SB 4. Demnach sollte die Kugel so glatt und so weiß wie möglich werden. Nach zahlreichen Versuchen und der Produktion diverser Farbmuster wurde ein reiner, eigens für das Projekt eingefärbter Weißbeton der Festigkeitsklasse C 30/37 in der Konsistenzklasse F5 mit dem Portlandzement „Face“ von Dyckerhoff Weiss eingesetzt. Bei der Herstellung des Betons durch Berger Beton aus Passau war die zielgenaue Verwendung aller Komponenten entscheidend. Darüber hinaus musste der Beton so in die 20 Zentimeter dünne Kugelschale eingebaut werden, dass keine Fehlstellen entstanden.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Fertigung und dem Einbau der kurvenförmigen Glasaugen in die Kugel. Die verwendeten Flüssigkristallfenster lieferte das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck. Die bereits bei Displays in Elektronikgeräten etablierte Technologie bewirkt in den sogenannten schaltbaren Architekturverglasungen des Herstellers einen Sonnenschutz binnen weniger Sekunden, wobei Transparenz und Farbneutralität der Gläser erhalten bleiben.

www.dyckerhoff.com

Membran

Solar-carport

Der Hersteller von Sonnenschutzsystemen und Membrankonstruktionen MDT-tex lässt mit dem neuen Solarcarport Sonnenschutz, Energiegewinnung und Regenwassermanagement in einem designorientierten Produkt verschmelzen. Die tulpenförmige Konstruktion mit einem zentralen oder asymmetrischen Mast spendet mit einer Spannweite von 5,3 Metern nicht nur viel Schatten, sondern sie produziert zugleich mithilfe von bis zu 15 Solarpaneelen Strom für die E-Mobilität. Neben der direkten Aufladung kann die Energie auch gespeichert oder ins Netz eingespeist werden. Aufgrund der quadratischen Form lassen sich die Solarcarports in einer linearen Gruppenkonfiguration nahtlos aneinanderreihen, was eine großflächige Belegung erlaubt. Die Entwässerung erfolgt durch die Masten, wobei das Regenwasser gefiltert und in einer Zisterne gesammelt wird. Alternativ ist die Einleitung in eine Drainage möglich. Neben dem Kauf wird auch Leasing angeboten.

www.mdt-tex.com

Fassadenelement

Hebefaltladen

Baier hat sein Produktsortiment um einen Hebefaltladen erweitert, der sich vielseitig einsetzen lässt – im Außenbereich als Sonnenschutz an der Fassade oder als Fassadenöffner für die Gastronomie. Ist der Hebefaltladen geschlossen, bleibt die einheitliche Wirkung der Fassade erhalten. Ein patentiertes Spezialgelenk ermöglicht das flächenbündige Schließen, ohne dass die Bänder von außen sichtbar sind. Eine Mehrfachverriegelung verhindert das Öffnen von außen und bietet so zusätzlichen Einbruchschutz. Im geöffneten Zustand steht der Flügel v-förmig vor der Außenwand, wobei der Schattenwurf der einer Markise entspricht. Der Beplankung der Flügel sind kaum Grenzen gesetzt. Die Palette reicht von HPL-Platten über Holz und Glas bis zu Metall, wie Lochblechkassetten aus Aluminium.

www.baier-gmbh.de

Sicht- und Sonnenschutz

Lamellen mit 3D-Effekt

Die neuen Vertical-Waves-Lamellen „Andrea“ des Schweizer Herstellers Silent Gliss setzen durch ihr 3D-Design Sicht- und Sonnenschutz oder Raumteiler optisch in Szene. Der dreidimensionale Effekt wird durch einen Druck sowie einen Präzisions-Lasercut erzeugt, der in dem Polyester-Trevira-CS-Gewebe gegenläufige Wellen erzeugt. Je nach Blickwinkel entsteht so ein wechselvolles Licht- und Schattenspiel. Mögliche Bedienvarianten sind per Kugelkette, Handkurbel oder elektrisch. Bei motorischem Betrieb ist zudem eine Anwendung bei bis zu 53 Grad geneigten Dachschrägen sowie die Steuerung per Smartphone, Tablet oder PC via App möglich. Das Lamellengewebe ist flammenhemmend, Ökotex-zertifiziert und in einem breiten RAL-Farben-Spektrum verfügbar.

www.silentgliss.de

Sicherheit

Rollläden-Notfallbedienung

Schnelle und zuverlässige Hilfe bei Gefahrensituationen mit Stromausfall bietet das neue und patentierte Bauteil „MAN Rescue“ von der Rolladen Piening GmbH aus Ahlen. Das für unterschiedliche Einbausituationen geeignete Bauteil ist nur circa 23 Millimeter hoch, der Durchmesser beträgt 155 Millimeter. Es verfügt weiterhin über einen Rollladengurt, mit dem im Notfall ein bis zu 2,35 Meter langer Rollladen in weniger als zwei Sekunden hochschnellt. Dank ausgefeilter Technik sowie der intuitiven und schnellen Bedienung sind so Fenster oder Türen als zweiter Rettungsweg nutzbar. Als montagefreundliche Einheit lässt sich MAN Rescue mit verschiedenen Motoreinsätzen ausstatten, verfügt über eine Passung für Vorbaurollläden und lässt sich problemlos nachrüsten.

www.piening-rolladen.de

Jalousiekasten

Passivhauszertifiziert

Der vom Passivhaus-Institut zertifizierte Jalousiekasten von Joma wird in der Dämmebene verlegt. Alle Anschlüsse an das Mauerwerk sind von der Außenseite thermisch getrennt und auch an den Fensterrahmen ist die Dämmung genau angepasst. Wärmebrücken werden so auf ein Minimum reduziert. Mit dem Produktkonfigurator, den der Hersteller anbietet, können die maximal 3,75 Meter langen Kästen exakt auf die Fensterbreite und Dämmstärke abgestimmt und auf dieser Basis im Werk hergestellt werden. So sind auch Eck- und Sonderlösungen für schwierige bauliche Situationen möglich. Sitzt das Fenster im Mauerwerk, wird der Fensterstock auch dann überdämmt, wenn sich das Fenster in der Dämmebene befindet. Der Jalousiekasten ist wahlweise mit EPS-Dämmstoff der WLG 035 oder WLS 032 erhältlich, es werden aber auch Vakuum-Paneele mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,007 W/mK angeboten.

www.joma.de

Sonnenschutz

Zwischen den Scheiben

Iconic skin liefert mit „ISOshade“ eine Isolierglaseinheit mit werkseitig integrierter Sonnenschutzanlage im Scheibenzwischenraum. Dort ist sie geschützt vor Schmutz, Wind und Wetter und lässt sich witterungsunabhängig bewegen. Durch verstellbare Lamellen kann zudem der Licht- und Energieeintrag reguliert werden. Die Fassadenelemente werden entsprechend den vorherrschenden Bedingungen (Klima, Standort) und Performance-Anforderungen konfiguriert und seriengefertigt. Der Zwischenraum ist über eine Wartungsklappe revisionierbar, was die Lebensdauer eines Elements verlängert. ISOshade wird wie Isolierglas gehandhabt und als komplettes Produkt in Element-, Pfosten-Riegel- oder SG-Fassaden eingebaut.

www.iconic-skin.com

Sonnenschutz

Markisen im ­Metall-Look

Markilux bietet die Markisen-Modelle MX-3, MX-1 und MX-1 compact jetzt in Metallic-Optik mit neuen Farben an, der „Selection MX“. Zur Wahl stehen erdige Kupfertöne, Bronze, Messing sowie Effektlacke. Damit man schnell zur Wunschmarkise findet, bietet die „Selection MX“ zehn stimmige Empfehlungen für farbige Kombinationen von Blende, Gehäuse und Markisentuch. Die MX-3 gibt es zusätzlich in acht kräftigen Ton-in-Ton-Optionen, der „Special Architecture Edition“.

www.markilux.com

Fassade

Nachrüstbarer Sonnenschutz

Im April hat das belgische Unternehmen Renson den Vorbauscreen „Fixscreen Minimal“ auf den deutschen Markt gebracht. Diese neue Variante des Fixscreen-Textil-Sonnenschutzes wurde aufgrund der steigenden Nachfrage nach besonders schlanken nachrüstbaren Lösungen entwickelt. Eine kompakte Tuchkassette (Small 100 x 90, Medium 120 x  110 Millimeter) für Flächen bis 18 Quadratmeter sorgt hier zusammen mit einer 35 Millimeter hohen Endschiene und nur knapp 20 Millimeter breiten Seitenführungen dafür, dass der Sonnenschutz sich auch in schmale Fensternischen unauffällig integriert. Außerdem ist dank der Tiefe der Seitenführungen noch Platz für einen zusätzlichen Insektenschutz hinter dem Tuch. Für eine perfekte Verbindung zur Fensterbank sind die Fußplatten in einem Winkel von null oder fünf Grad erhältlich. Die Windbeständigkeit reicht bis zu 130 km/h und auf die Fixscreen-Technologie gibt der Hersteller sieben Jahre Garantie.

www.renson.eu