Sanitärobjekte

Flexibel in der Höhe

Viega bietet unter dem Namen „Prevista“ ein Waschtisch- und ein WC-Element an, die in der Höhe verstellbar sind. Der Waschtisch lässt sich stufen- und mühelos jederzeit um 20 Zentimeter verschieben. Ein Knopfdruck genügt und die Keramik fährt selbstständig in einem Bereich zwischen circa 70 Zentimetern und 90 Zentimetern nach oben. Die Bewegung nach unten erfolgt durch leichtes Auflehnen der Hände. Das Element ist mit verschiedenen Waschtischen kombinierbar und kommt vollständig ohne Elektronik aus. Auch bei dem WC-Element genügt ein Knopfdruck und die WC-Keramik fährt per Gasdruckfeder bis zu acht Zentimeter nach oben oder unten.

www.viega.de

Sanitärausstattung

Designaffine Spender

Hewi hat sein Sanitärsystem 900 mit manuell und berührungslos bedienbaren Spendern komplettiert, wobei der Hersteller viel Wert auf gutes Design gelegt hat. Das Sortiment umfasst Spender für Seifen und Desinfektionsmittel, Papierhandtücher, Abfallbehälter bis hin zu Hygienekombinationen in verschiedenen Größen. Zur Auswahl stehen Modelle mit Pulverbeschichtung in Schwarz, Grautönen und Weiß sowie Edelstahlvarianten. Aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit sind sie vor allem für stark frequentierte Sanitärräume geeignet. Eine Schloss-Verriegelung bietet Schutz gegen Missbrauch.

www.hewi.de

Virenschutz

Handhygiene am WC

Die neue elektronisch gesteuerte WC-Betätigungsplatte „Visign for Style 25 sensitive“ von Viega löst die Spülung komplett berührungslos aus und schafft so die nötige Distanz zu Bakterien und Viren. Einfach die Hand am jeweiligen grafisch hervorgehobenen Funktionsfeld vorbeiführen und die Spülung startet: Das größere Feld steht für eine Vollspülung, das kleinere Feld symbolisiert die wassersparende Variante, die je nach Einstellung zwei, drei oder vier Liter beträgt. Die Betätigungsplatte ist mit einem nachleuchtenden Lack ausgestattet, der sich sowohl durch Tageslicht als auch durch Kunstlicht immer wieder auflädt. Somit ist auch bei Dunkelheit die Orientierung sichergestellt.

www.viega.de

Metalldruck

3D-gedruckte Armaturen

Bauteile können mithilfe von 3D-Druck äußerst präzise und materialsparend gefertigt werden. Auch Grohe interessierte diese Technologie, zumal sie nahezu jede Geo­metrie ermöglicht und den Werkstoff neu interpretiert. Für ein optimales Zusammenspiel aus Design und Qualität hat der Armaturenhersteller nun die 3D-Technologie für die Anforderungen des Metalldrucks weiterentwickelt. „Atrio Icon 3D“ (Fotos) und „Allure Brilliant Icon 3D“ sind die ersten zwei ­Armaturen, die im 3D-Metalldruckver­fahren entstehen. Für die Fertigung der Komponenten wird Metall im Pulverbett-Laserschmelzverfahren gedruckt. Jedes Bauteil für die Armatur besteht aus etwa 4.700 Schichten von 0,06 Millimetern Dicke und verfügt über eine Festigkeit, die mit ­einem Schmiedestück vergleichbar ist. Nach dem Druck wird das Bauteil auf einer CNC-Fräsmaschine mechanisch bearbeitet. Anschließend folgen in Handarbeit das Schleifen und Feinbürsten als letzte Schritte des Oberflächenfinishs. Das aufwendige Verfahren bedingt die Exklusivität der Icon-3D-Serie: Jedes Produkt ist ein Unikat. Durch die auf das Wesentlichste reduzierten Formen tritt der eingesetzte korrosionsbeständige Stahl als roher und gleichzeitig in hohem Maße inszenierbarer Werkstoff auch beim finalen Produkt in den Vordergrund. Die Armaturen aus dem 3D-Drucker schaffen ein neues Erleben von Wasser, indem das Design auf ein absolutes Minimum reduziert und gleichzeitig die lediglich essenzielle Form betont wird. Durch die ultradünnen Wände der Atrio Icon 3D und die inneren Aussparungen der Allure-Brilliant-Silhouette wirkt die Wasserführung wie eine optische Illusion.

www.grohe.de

Sanitär

Digitales Schallschutztool

Mit dem digitalen Schallschutztool von Geberit lässt sich schnell und einfach feststellen, mit welchen Systemen und Produkten der geforderte Schallschutz eingehalten wird – PDF-Nachweis inklusive. Es lassen sich mehr als 2.000 Bausituationen online darstellen und so auch mögliche schalltechnische Gefahren bereits in der Planung erkennen. Die schalltechnischen Angaben basieren auf Messungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik (IBP) in Stuttgart, was die Erfüllung der Normen und Richtlinien sicherstellt. Werden die verschiedenen Parameter, wie das geplante Installationssystem, der Wandaufbau und der Einfluss der Masse, eingegeben, errechnet das Tool, welche Schalldruckpegel nach DIN 4109 sowie nach VDI 4100 zu erwarten sind. Das Onlinetool ist auf der Website des Herstellers abrufbar.

www.geberit.de

Armatur

Hygienisch und robust

Wasserhahn von Grohe

Mit der „Essence E“ bietet Grohe eine elektronische Armatur für öffentliche, halböffentliche und gewerbliche Sanitärräume. Derart hoch frequentierte Bereiche erfordern hygienische und robuste Lösungen, die das Modell aus der Linie „Essence“ mit Eigenschaften wie einer langen Lebensdauer und der berührungslosen Betätigung erfüllt. Voreingestellte Programme für regelmäßige Spülungen und thermische Desinfektionen sowie die Möglichkeit, Nutzungsdaten abzufragen, unterstützen komfortabel den Betrieb und die Überwachung der Entnahmestellen. Für die Nachhaltigkeit stehen zudem das zeitlose Design und die integrierte „EcoJoy-Technologie“ für das Wassersparen.

www.grohe.de 

Sanitär

KOMPAKTES ­DUSCH-WC

Mit „AquaClean Sela“ hat Geberit seit April 2019 ein Dusch-WC mit zahlreichen Komfortfunktionen im mittleren Preissegment im Programm. Für das puristische Design zeichnet Christoph Behling verantwortlich. Mit seiner flachen und kompakten Form ­eignet es sich auch für kleine Bäder. Neben der bewährten Duschfunktion zur sanften Reinigung des Intimbereichs verfügt das neue Modell über eine spülrandlose WC-Keramik mit „TurboFlush“-Spültechnologie für eine gründliche und leise Ausspülung. Die Technik für die Duschfunktion sowie Strom- und Wasseranschlüsse sind verdeckt in die Keramik integriert. Weitere Neuheiten sind unter anderem: Licht für die nächtliche Orientierung, Bedienung mittels klassischer Fernbedienung oder App, Entkalkungsprogramm, leichte Montage und einfache Reinigung.

www.geberit.de

Bad-Design

Auf den Punkt gebracht

Das Sanitärunternehmen Viega hat seine Vorwandsysteme fürs Bad radikal vereinfacht –
eine Mammutaufgabe, bei der die Industriedesigner von Artefakt von Anfang an dabei waren

Von Ulrike Meywald

Die Ausgangslage war ein über Jahrzehnte gewachsenes Sortiment aus vier Vorwandsystemen mit jeweils 13 Spülkastenvarianten. Klaus Arens, Leiter Produktmanagement bei Viega: „Es galt die Technik so zu vereinheitlichen, dass eine weltweit einsetzbare Spülkasten- und Urinal-Plattform entsteht.“ Für den Geschäftsführer von Artefakt, Achim Pohl, kommt dieser Schritt dem Wechsel vom Verbrennungs- zum Elektromotor gleich. Die Industriedesigner waren mit der Entwicklung der für den Nutzer sichtbaren Betätigungsplatten beauftragt. Sie empfanden diese Aufgabe als einmalige Möglichkeit, ein straffes Designportfolio zu kreieren, das verschiedene Nutzergruppen anspricht. Dabei sollten die Betätigungsplatten Innovationen aufweisen, wie etwa berührungslose Bedienung mit Lichtleitsystem, besondere Haptik oder Formen. Artefakt war dazu bereits in die Erarbeitung der strategischen Zielsetzungen mit Marketing und Konstruktion von Viega eingebunden. Achim Pohl: „Jeder im Team hatte auf seinem Gebiet die Entscheidungsmajorität und es ging darum, gemeinsam den bestmöglichen Kompromiss zu finden.“

Weniger ist mehr

Wie aber findet man eine Technologie, die allen Normen gerecht wird? Klaus Arens: „Alle Normen auf den Tisch und dann Synergien und Abhängigkeiten aufzeigen. Durch das Denken als Plattform Produkte mit hoher Universalität kreieren und die Komplexität des Sortiments ohne Einschränkungen in der Anwendung reduzieren.“ So gibt es jetzt nur noch drei Vorwandanwendungen für den Trocken- und Nassbau und nur noch einen ­Spülkasten namens „Prevista“. Je nach gewünschter Komfortstufe wird diese technische Montageeinheit modular ausgebaut. Insbesondere die Nutzung als elektrisch gesteuerte Systemeinheit eröffnet Möglichkeiten für die digitale Zukunft im Haus.

In die Entwicklung waren von Beginn an auch die Verarbeiter durch wiederholte Mustermontagen eingebunden. Gewohnte Abläufe wurden beibehalten oder optimiert. Zusammen mit Artefakt wurde so ein Farbleitsystem für die technische Montageeinheit geschaffen. Teile, die bei der Montage bewegt, eingestellt oder skaliert werden, sind gelb, fest stehende Elemente dunkelgrau. Das ist intuitiv und reduziert innerhalb der Handwerksunternehmen den Erklärungsbedarf sowie die Fehlerquote auf der Baustelle. Außerdem erleichtert es nicht zuletzt die Arbeit des Bauleiters.

Klein, aber fein

Die optische Schnittstelle der Vorwandsysteme zum Nutzer sind die Betätigungsplatten. Sie schrumpften durch den Technologiewechsel auf die Größe von nur noch 220 mal 130 Millimetern. Das Portfolio dieser Platten sollte so aufgebaut sein, dass jeder sein favorisiertes Produkt auf Anhieb findet. Achim Pohl: „Unsere Designphilosophie lautet ‚reduce to identity‘. Wir definieren zunächst die Lebenswelt der Nutzer. Sind sie eher design-, funktions- oder preisorientiert? Dementsprechend entwickeln wir Produkte, deren individuelle Persönlichkeit diesen Nutzerkreis optimal anspricht.“ Hilfreich ist dabei eine Visualisierung, die auf einen Blick die gestalterische Differenzierung nach Preisniveau und Designrichtung zeigt. Günstige Produkte sind eher funktionsorientiert, während Produkte des gehobenen Segmentes trenddefinierend ausgerichtet sind. Hier differenziert Artefakt zwischen emotionaler und rationaler Gestaltung.

Nachdem in den letzten Jahren rationale Produktgestaltungen den Markt dominierten, setzen die Designer jetzt ergänzend auf die emotionale Seite. Solche Produkte besitzen mehr Weichheit, eine besondere Haptik, warme Materialien und Farben oder dezent eingesetzte Lichtelemente, die etwa im Dunkeln dem Nutzer Orientierung geben, sobald er sich nähert. Dieses Konzept spiegelt sich vor allem in der Visign-for-More-Serie wider, die unter anderem Betätigungsplatten mit sanft gerundeten Ecken, beleuchteten Einbaurahmen und Oberflächen in edlen Materialien und Farbtönen enthält.

Ulrike Meywald ist freiberufliche Baufachjournalistin in Münster

Sanitär

Dusche im Industriedesign

Die Glasdusche „Philly Loft“ der Roth Werke greift in Formgebung und Bauart die Architektur von Industrielofts auf. Es werden zwei Varianten angeboten: Das Design von „Philly Loft Sky“ ist von vertikalen schwarzen Aluminiumprofilen geprägt, während diese bei „Philly Loft Horizon“ waagerecht angeordnet sind. Die Dusche ist mit 1.000 und 2.000 Millimetern Höhe und in Breiten bis zu 1.600 Millimetern erhältlich; verwendet wird sechs Millimeter starkes Einscheibensicherheitsglas mit Easy-to-Clean-Beschichtung (ETC).

www.roth-werke.de

Durchlauferhitzer

LEICHT BEDIENBAR

Der E-Komfortdurchlauferhitzer „DSX Touch“ von Clage zeichnet sich neben der neu designten Haube vor allem durch vielfältige Funktionen aus. Die Bedienung erfolgt intuitiv über das Touchdisplay aus Echtglas, das eine hohe Farbtiefe besitzt, Verläufe darstellen kann und mit benutzerfreundlichen Icons ausgestattet ist. Durch die integrierte Bluetooth- und WLAN-Funktion kann das Gerät auch mit Fernbedienung, per Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Eine elektronische Wasserstopp-Funktion sorgt für Sicherheit und einfache Wannenfüllung. Präzise Wassermengen-Sensoren gleichen auch einen niedrigen Wasserdruck aus und sind daher auch für den Einsatz von Wasserspararmaturen mit Strahlreglern prädestiniert.

www.clage.de

Armatur

Hygienisch und sparsam

Für die Warmwasserversorgung am Handwaschbecken in öffent­lichen Sanitärräumen bietet der Hersteller Clage eine energiesparende Lösung. Das System „MCX BLUE“ besteht aus einem E-Kleindurchlauferhitzer und einem speziellen Einhebelmischer. Die optimierten und isolierten Wasserwege in der Armatur sorgen für 80 Prozent weniger stehendes Wasser im Armaturenkörper im Vergleich zu herkömmlichen Einhebelmischern. Der elektronisch geregelte E-Kleindurchlauferhitzer wird direkt an die Schläuche der Armatur angeschlossen. Durch den kurzen Leitungsweg verringert sich die Gefahr der Vermehrung von Bakterien deutlich. Auch spart das Gerät bis zu 85 Prozent Energie gegenüber herkömmlichen Kleinspeichern, weil kein Wasser bevorratet und warm gehalten werden muss. Außerdem liefert die Armatur beim Öffnen sofort warmes Wasser, ohne dass der Bedienhebel nach links gedreht werden muss.

www.clage.de