Sanierung

Glaskunstwerk als Brandschutzwand

Im Zuge einer Generalsanierung mit Teilneubau ist am Nürnberger Hauptmarkt das „Haus der Wirtschaft“ entstanden. Der Komplex besteht aus insgesamt vier Gebäuden, von denen zwei – die Häusergruppe am Hauptmarkt und der historische Saalbau – unter Denkmalschutz stehen. Das Berliner Architekturbüro Behles & Jochimsen schuf zusätzlichen Raum, indem es den bisherigen Innenhof zu einem überdachten Atrium umgestaltete, das zugleich als Verbindung zwischen dem Haupteingang und dem historischen Saalbau fungiert.

Das außen eher schlicht erscheinende Gebäude aus den 1950er-Jahren überrascht im Inneren mit einem ausladend geschwungenen Treppenlauf vor einem großformatigen Mosaik aus mundgeblasenem Echt-Antikglas. Fast sechs Meter breit und neuneinhalb Meter hoch ist das „Fenster“, das der Nürnberger Glaskünstler Dr. Gottfried Frenzel seinerzeit gefertigt hatte. Mittlerweile hatte sich jedoch der Epoxidharzkleber, mit dem das Echt-Antikglas seinerzeit auf Trägerplatten auflaminiert worden war, verfärbt und ein Großteil der Trägerplatten war gebrochen. Es erforderte die Expertise vieler Fachleute, dieses Glasfenster an der bisherigen Außenfassade, die durch die Transformation des Innenhofs zum Atrium nun innen liegend ist, nicht nur zu restaurieren, sondern auch als F30-Brandschutzwand auszubilden.

Noch in der Planungsphase war man davon ausgegangen, dass eine Brandschutzverglasung nicht geklebt werden könne. Dank des Engagements der beteiligten Firmen – allen voran der Derix Glasstudios aus Taunusstein, die mit der Restaurierung beauftragt waren, aber auch Schott Technical Glass Solutions und nicht zuletzt Schüco Stahlsysteme Jansen – ­gelang es, eine Zustimmung im Einzelfall zu erwirken, die die denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt und die brandschutztechnischen Notwendigkeiten gewährleistet.

Zunächst wurde das 5.000-teilige Glasmosaik mit einem thermischen Verfahren in aufwendiger Handarbeit feldweise von den ­Trägerscheiben gelöst, gereinigt und auf eine Brandschutzverglasung aus Verbundsicherheitsglas auflaminiert. Die montagefertig eingeglasten Scheiben wurden anschließend in eine Pfosten-­Riegel-Fassade aus dem Stahl­profilsystem VISS Fire von Schüco Stahlsysteme Jansen montiert.

www.jansen.com

Brandschutztüren

Rohe Ästhetik genau geplant

Für den neuen Standort der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch wandelte O&O Baukunst einen Altbau um, der einst als Werkstatt der Oper diente. Der optische Blickfang ist der Bühnenturm mit einem seitlich eingesteckten Café – ein Neubau, mit dem das Architekturbüro das eher unscheinbare Gebäude aus den 1950er-Jahren ergänzte. Die technischen An- und Aufbauten des Bühnenturms werden durch ein grobes Holzgatter bewusst nur notdürftig überdeckt und homogenisiert. Damit soll von außen sichtbar werden, wie Theater funktioniert, so das Entwurfsziel der Architekten.

Im Inneren setzt sich der Blick hinter die Theatervorhänge fort. Vom Foyer aus führt eine zentrale Achse durch ein Gebäude, dessen Oberflächen bestenfalls bis zur Greifhöhe bearbeitet wurden. Der Beton des Altbaus unter den heruntergerissenen Deckenverkleidungen bleibt offen sichtbar, der neue Beton sieht aus, als sei er eben erst der Schalung entkommen. Wo es ein bröseliges Mauerwerk gibt, bleibt es unbehandelt. Lediglich die stumpf einschlagenden anthrazitfarbenen Stahlblechtüren von Hörmann bilden durch ihre Flächenbündigkeit einen gewissen gestalterischen Gegenpol. Eingesetzt wurden Modelle in T30- und T90-Ausführung sowie Mehrzwecktüren – punktuell geben Lichtausschnitte den Blick in den dahinterliegenden Flur frei.

Doch überall, wo es vielleicht doch zu prätentiös werden könnte, da wird das Unfertige zur Entwurfsmethode. Zum Beispiel hätte es die unbehandelten Sperrholzplatten der Bekleidung der seitlichen Treppenläufe sicher auch ohne ausgefranste Kanten gegeben. Und ob die Spachtelung der Gipskartonplatten in der zentralen Achse nur aus Zeitgründen nicht mit etwas Farbe überstrichen wurde oder ob das gewollt unfertig ist, bleibt offen.

www.hoermann.de

Innendämmung

Vom Stadel zum Hotel

Ein historischer Baustadel auf der vor Regensburg gelegenen Donauinsel „Unterer Wöhrd“ erhielt durch eine Komplettsanierung eine neue Nutzung. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert beherbergt jetzt das „Hotel Luis Stadl“. Erstklassig harmoniert hier Altes mit Neuem. Der Weg dahin war allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden, denn ursprünglich glich das Bauwerk einer Ruine. „Die Auflagen der Denkmalschutzbehörde waren der Erhalt der Umfassungsmauern, der Deckenstützen samt den mächtigen Holzstützen im Erdgeschoss und des Dachstuhls, soweit der Zustand es zuließ“, resümiert Architekt und Bauherr Georg Köpl aus Regensburg. Das äußere Erscheinungsbild wurde nicht verändert, jedoch überflüssige Anbauten und nicht erhaltenswerte Bauteile – wie Fenster, Innen- und Außenputz – wurden sorgfältig bis zum historischen Rohbau unter Erhalt des Dachstuhls entfernt. Danach erfolgten Unterfangungsmaßnahmen der bestehenden Außenmauern sowie die behutsame Sanierung der geschädigten Deckenbalken und des Dachstuhls. Im Anschluss wurde der Stadel mit Erdgeschoss und zwei Dachgeschossen von Grund auf neu aufgebaut: Das Gebäude erhielt eine neue Bodenplatte und Decken und das Dach wurde neu gedeckt.

Für die Sanierung und gleichzeitige Dämmung der bestehenden Umfassungsmauern suchte Köpl ein geeignetes System zur Innendämmung. Um auch das schiefe Bruchsteinmauerwerk ausgleichen zu können, entschied er sich für das massive, keramische Dämmsystem Poroton-WDF. Dabei überzeugte ihn neben der Ausführungsqualität und Wirtschaftlichkeit vor allem die robuste Stein-Oberfläche des Materials, das sich gerade bei einem viel frequentierten Hotel als mechanisch sehr widerstandsfähig erweist. Da die Wanddicken des Mauerwerks nach oben hin weit divergierten, wurde auf der Bodenplatte mit Poroton-WDF-Ziegeln der geringsten Stärke (80 mm) begonnen, dann mit Poroton-WDF-120 und zuletzt mit 180 Millimetern weitergearbeitet. Im Gegensatz zu anderen Systemen werden die Dämmziegel nicht an die bestehende Wand geklebt, sondern frei stehend davor aufgemauert. Lagenweise wurde der entstehende Spalt zwischen Bestandswand und Vormauerung im Arbeitsablauf hohlraumfrei mit Leichtmörtel LM16 hinterfüllt. Abschließend wurde der Innenputz aufgebracht.

www.poroton-wdf.de

Sanierung

Intensive Farbtöne

Die Stadt Heidelberg investierte rund 14 Millionen Euro in die Sanierung der Mark-Twain-Schule am früheren US-Standort in der Südstadt. Nach Abschluss der Arbeiten zog die Julius-Springer-Schule ein, wo etwa 600 Betriebe junge Menschen in 14 Berufen ausbilden. Die großzügigen und hellen Räume erhielten eine moderne Ausstattung und wurden – ebenso wie die neu eingerichtete Cafeteria – in kräftigen Buntfarbtönen gestaltet. Das Konzept entwickelten PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA und die Stadtplaner SRL gemeinsam mit der Stadt Heidelberg. Mit den Farbtönen Grün, Orange, Blau und Rot kommen intensive Buntfarbtöne ins Spiel, die den Räumen ein frisches Erscheinungsbild geben. Gleichzeitig erfüllt die Farbgestaltung die Funktion eines Leitsystems: Jede Etage hat ihre eigene Farbe. Realisiert wurde das Konzept mit Produkten von Brillux, die alle den Wunsch des Bauherrn nach wasserbasierten, gesundheitsschonenden Beschichtungen erfüllten. Zum Beispiel erhielten die Decken, Wände und Böden in den Klassenräumen und Treppenhäusern einen Anstrich mit der emissionsarmen Silikat-Innenfarbe „Kalisil 1909“, die ohne Lösemittel, Weichmacher und Konservierungsstoffe auskommt. Die Türen wurden mit dem mechanisch sowie chemisch sehr widerstandsfähigen „2K-Aqua Seidenmattlack 2388“ behandelt. Besondere Farberlebnisse erwarten die Nutzer in den WCs: Türen, Zargen sowie Böden, Wände und Decken sind mit kräftigen Farbtönen gestaltet, sodass der Eindruck entsteht, als sei der Raum in Farbe getaucht: Türkisblau für die Herren, Magenta für die Damen. Hierfür wurde das seidenglänzende, strapazierfähige und desinfektionsmittelbeständige „CreaGlas 2K-PU-Finish 3471“ eingesetzt.

www.brillux.de

Sanierung

Dämmen, entsalzen, trocknen

Bei einer Bestandssanierung kam im Rahmen eines Forschungsprojektes ein neues System zum Dämmen und Entsalzen der feuchten Mauerwerkswände zum Einsatz. Die über fünf Jahre gesammelten Messergebnisse bescheinigten eine trockene und salzfreie Oberfläche.

Nach Jahren des Leerstands fand sich für das nahe Potsdam gelegene Schloss Güterfelde mit dem Immobilienentwickler Terraplan ein Investor, der das Gebäude zusammen mit dem Architekten Uwe Licht aus Berlin sanierte und darin Eigentumswohnungen schuf. Im Gartengeschoss zeichnete sich im Zuge der Bestandsaufnahme jedoch ein größeres Problem ab: In einem Raum hatte aufsteigende Nässe die Wände nicht nur stark durchfeuchtet, sondern zusätzlich Salze ausgeschwemmt, die an der Innenwand auskristallisierten. Es musste also eine Lösung gefunden werden. Xella hatte damals ein neues Produkt in der Grundlagenforschung, eine sogenannte Entsalzungsplatte, als Erweiterung des mineralischen Innendämmsystems Multipor. Letzteres wurde aufgrund der denkmalgeschützten Fassade im gesamten Gebäude eingesetzt, um den Wärmeschutz zeitgemäß anzupassen. Hierfür hatten das Institut für Bauklimatik der TU Dresden, Xella und die Denkmalschutzbehörde gemeinsam ein Dämmkonzept erarbeitet.

Die im Bereich des salzbelasteten Mauerwerks eingesetzte Multiporplatte kombiniert nun die energetische Ertüchtigung mit der Entsalzung. Dabei entzieht der kapillaraktive Baustoff dem Mauerwerk Wasser und damit die gelösten Salze. Während das Wasser an der Oberfläche verdunstet, lagern sich die Salze in den zahlreichen Poren der Platte ab. Mit dem Wegführen der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk steigt zugleich die Oberflächentemperatur der Wand, sodass sich die Behaglichkeit und der Wohnkomfort im Raum verbessern. Um hierfür aber auch den Nachweis zu erbringen, war Schloss Güterfelde das ideale Versuchsfeld für verschiedene Prototypen der Platten, die sich seinerzeit in der Entwicklung befanden.

In Kooperation mit den Wissenschaftlern der TU Dresden baute Xella fünf Messstrecken mit Sensoren im Gebäude ein, drei im Gartengeschoss und je eine im Hochparterre und im Obergeschoss, um in kritischen Konstruktionsbereichen wie Ecken und Fensteranschlüssen permanent die Temperatur und Feuchtigkeit aufzuzeichnen. Anschließend erfolgten die Dämmarbeiten mit Multipor. Um dem Kristallisationsdruck der Salze und somit einer möglichen Salzsprengung standhalten zu können, wurden Platten mit höheren Rohdichten ausgewählt. Auch unterschiedliche Mörtelkleber waren Teil der Untersuchungen. Gleichzeitig mit der Montage der Platten erfolgte der Einbau von Messsensoren in die feuchten Wände. Vor allem die Temperatur- und Feuchtewerte zwischen Bestandswand und Innendämmung, aber auch in der Bestandswand interessierten die Forscher. Wie würden sich die Werte über das Jahr verändern? Wie viel Feuchtigkeit würde tatsächlich an der Oberfläche ankommen? Fast fünf Jahre wurden Messwerte gesammelt, bis die Bohrkerne 2017 aus der Bestandswand entnommen und die Daten ausgewertet wurden. Das Ergebnis: In keinem Fall wurden Nässe oder Salze in der Grenzschicht gefunden, die energetischen Vorgaben ließen sich stabil erreichen. Alle Prototypen hatten somit bestens funktioniert.

Für die Markteinführung wurde schließlich eine diffusionsoffene und kapillaraktive Multiporplatte mit einer erhöhten und speziell auf salzbelastetes Mauerwerk angepassten Druckfestigkeit von  350 kPa ausgewählt, die im ­Gegensatz zu üblichen Saniersystemen über eine deutlich bessere Wärmeleitfähigkeit verfügt. Der passende Mörtel ist mit einem hoch sulfatbeständigen Zement ausgestattet. Auf hydrophobierende, also wasserabweisende, Eigenschaften wurde in diesem Fall verzichtet. Schließlich soll das Wasser aus der Wand herausgeholt werden und dazu muss es den Mörtel passieren können. So entstand ein Spezialmörtel mit einer hohen Sulfatbeständigkeit und einer erhöhten kapillaren Wasseraufnahme durch die verminderte Hydrophobierung. Nach Abschluss aller Feldstudien und Belastungstests ist das System Multipor ExSal Therm nun seit letztem Jahr auf dem Markt. Es lässt sich schnell und unkompliziert aufbringen: Ohne das Mauerwerk vorher trockenlegen zu müssen (was bei üblichen Sanierputzen Standard ist), klebt der Verarbeiter die Entsalzungsplatte vollflächig auf die feuchte Innenseite der zu dämmenden Außenwand. Lange Trocknungs- oder Putzstandzeiten sind nicht nötig. Insgesamt ist die Sanierung von feuchtem und salzbelastetem Mauerwerk damit einfacher, langlebiger und folglich wirtschaftlicher als mit herkömmlichen Saniersystemen.

www.xella.de

Entwässerung

Dachrinne wieder dicht

Im Klimahaus Bremerhaven lernen jedes Jahr eine halbe Million internationale Besucher die verschiedenen Klimazonen der Erde kennen. Wie sich extreme Witterungsbedingungen auf die Gebäudehülle auswirken können, wurde für den Betreiber des wissenschaftlichen Ausstellungshauses jedoch auf eine ganz andere Art zum Thema: Die salzhaltige Nordseeluft hatte die Dachhaut angegriffen, sodass Wasser über die umlaufend begehbare, mit Aluminium ausgekleidete Dachrinne in die Dämmung eindrang und zu Schäden in den Ausstellungsräumen führte. Nach genauerer Analyse zeigten sich zudem einst unsauber ausgeführte Anschlussdetails sowie das Versagen der Dehnungsausgleicher, was zum Hinterlaufen der Dachhaut geführt hatte.

Für die Instandsetzung war ein witterungsstabiles Produkt gefragt, das auf dem Metalluntergrund gut haftet und die Bewegungen an den Übergängen der Metallbleche aufnimmt. Als passende Lösung erwies sich die Abdichtung „ProDetail“ des Flüssigkunststoff-Herstellers Triflex. Das System auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA-Spezialharz) ist vollflächig vliesarmiert. Es bleibt dadurch auch im ausgehärteten Zustand flexibel und nimmt Bewegungen aus den weiteren Funktionsschichten schadlos auf. Selbst komplizierte Details, wie Dehnungsfugen, Hochzüge und Entwässerungspunkte, werden homogen in die Abdichtung eingebunden.

Vor dem Aufbau der einzelnen Funktionsschichten wurde die Rinne gereinigt und die Aluminium-Dachhaut mit dem „Metal Primer“ grundiert, um die Haftung des Harzes auf der 418 Quadratmeter großen Fläche sicherzustellen. Dann erfolgte der Aufbau des „ProDetail“-Abdichtungssystems mit einer Lage PMMA, einer Lage selbstklebendem Spezialvlies und einer weiteren Lage Flüssigkunststoff im Bereich der Rinne sowie der 126 Meter langen Dehnungsfugen. Die abschließende Versieglung mit dem UV-beständigen „Cryl Finish 205“ erhöht die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit der Oberfläche zusätzlich.

www.triflex.com

Instandsetzung

ZÜGIG INSTAND GESETZT

Für eine wirtschaftliche und schnelle Sanierung eines Parkhauses wurde eine Sonderlösung mit Flüssigkunststoffen gewählt.

Bei älteren Parkhäusern stehen die Verantwortlichen meist vor dem gleichen Problem: Die Fugen sind im Lauf der Zeit undicht geworden, sodass eingedrungenes Wasser und Tausalze die Tragstruktur schädigten. Wirtschaftliche und schnell realisierbare Lösungen sind gefragt – so auch in Kaufbeuren. Für die Instandsetzung eines Parkhauses in zentraler Lage erarbeitete die Firma Geiger Bauwerksanierung aus Bodnegg in Absprache mit dem Ingenieurbüro Weber, Türkheim, dem Tragwerksplaner SPS GmbH, Kaufbeuren, sowie Hubert Nägele vom städtischen Hochbauamt eine Sonderlösung. Aus Kostengründen sollte die Fugenabdichtung möglichst nicht mit Profilen erfolgen. Diese wurden lediglich bei den Rampen verwendet. Über den Fugen der Fahrund Stellflächen wurde eine zweilagige Abdichtung, bestehend aus einer Flächenabdichtung und Verschleißbelag, aufgebracht. Gewählt wurde die Variante II des vollflächig vliesarmierten Abdichtungssystems „ProPark“ des Herstellers von Flüssigkunststoffen Triflex. Zum einen lässt sich damit eine separate Abdichtungslage mit hoher Rissüberbrückung herstellen, zum anderen ein Verschleißbelag mit hoher mechanischer Beanspruchbarkeit. Der durchgängig aus PMMA bestehende Schichtenaufbau verhindert Hinterläufigkeit und bildet eine dichte und verschleißfeste Barriere gegen Wasser und Tausalz. Fahrbahnen und Rampen sind in Steingrau (RAL 7030) gehalten, die Parkflächen in einem dunkleren Verkehrsgrau (RAL 7043). Parkplatzmarkierungen und Pfeile sind weiß und Stützen, Schrammborden sowie die Schrankeninsel gelb markiert.

www.triflex.de

Leitfaden Flüssigkunststoffe

Die im November letzten Jahres vom Industrieverband der Deutschen Bauchemie herausgegebene Broschüre erläutert die Vorgaben des 2017 veröffentlichten Abdichtungs-Normenwerkes, das neben dem Einsatz von Flüssigkunststoffen für Dächer (DIN 18531) mit der DIN 18532 auch den Einsatz auf begeh- und befahrbaren Flächen regelt. Der Leitfaden gibt Hinweise zur Verarbeitung mit dem Ziel, die Planungs- und Ausführungssicherheit weiter zu erhöhen. Die 40-seitige Publikation ist als kostenloses Download-PDF sowie als Printversion verfügbar.

www.deutsche-bauchemie.de

STRAPAZIERFÄHIGER BIOBODEN

Windmöller hat das Sortiment der „Purline“- Bodenbeläge der Marke Wineo um eine Kollektion in der Nutzungsklasse 43 für den Objektbereich erweitert. Bei der Entwicklung setzte der Hersteller mit 124 Artikeln auf Vielfalt bei der Auswahl und der Kombinierfähigkeit. Neben diversen Formaten und Oberflächen werden 16 abgestimmte Grau-Töne von lightgrey bis anthrazit sowie zwei damit frei kombinierbare grafische Designs angeboten. Der Purline-Bioboden besteht bis zu 90 Prozent aus nachwachsenden Roh- und natürlichen Füllstoffen, wie Raps- oder Rizinusöl und Kreide, und ist frei von Chlor, Weichmachern und Lösungsmitteln.

www.wineo.de

Wärmedämmung

Die lange Lebensdauer war entscheidend

Bei Wohnhäusern aus den 1950er-Jahren ziehen die Eigentümer aufgrund der hohen Sanierungskosten häufig einen Abriss in Betracht. Eine Wärmedämmung aus vorgemauerten Poroton-Ziegeln konnte einen Münchner Bauherrn jedoch vom Gegenteil überzeugen.

Wohnanlagen aus den 1950er-Jahren lassen sich wegen der hohen Energiesparauagen kaum zu vertretbaren Kosten sanieren. Hinzu kommt, dass neben der schlechten Wärmedämmung und veralteter Technik der Grundrisszuschnitt meist nicht mehr heutigen Vorstellungen entspricht. Der Beamtenwohnungsverein (bwv), dem auch vier solcher Häuser mit dem Baujahr †1958 im
Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg gehören, entschied sich dennoch für eine Sanierung. Zu diesem Ergebnis gelangte der Bauherr nach intensiver Prüfung und Wirtschaftlichkeitsberechnung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekturbüro Guggenbichler + Netzer Architekten. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Dämmung der Fassade mit dem Poroton-WDF von Schlagmann. Hierbei werden perlitgefüllte Ziegel an der Bestandswand hochgemauert, verdübelt und anschließend auf herkömmliche Weise verputzt. Aufbau und Materialien gewährleisten bei diesem System eine robuste, massive Ausführung, die für Langlebigkeit steht. Axel Wirner, nebenamtlicher Vorstand im Beamtenwohnungsverein und hauptamtlicher Baudirektor bei der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Bau und Verkehr, sagt: „Innerhalb von 50  Jahren muss jedes verbaute Wärmedämmverbundsystem mindestens einmal ausgewechselt werden. Unter Berücksichtigung der Wartungsintervalle ist bei einem Betrachtungszeitraum von 50 Jahren die Wärmedämmfassade damit die eindeutig wirtschaftlichere Wahl.“ Für die Architekten ist sie daher eine besonders nachhaltige und effektive Variante des Dämmens.

Im Zuge der Sanierung wurden auch die Balkone auf der Südseite optimiert. Sie sind jetzt energetisch vom Gebäude getrennt und erhielten verglaste Schiebe-Elemente, die als Klimapuffer dienen sowie eine ganzjährige Nutzung erlauben. Durch die Erweiterung des zweiten Obergeschosses in Form einer Aufstockung entstanden zusätzlich sechs großräumige Maisonettewohnungen. Die Haustechnik wurde komplett erneuert. Dies beinhaltete auch die Installation einer 50  Quadratmeter großen Solarthermieanlage auf dem Dach, die den Gasbrennwertkessel als neue Heizzentrale unterstützt. Alle Maßnahmen addiert, ergeben den Standard eines KfW-Effizienzhauses 100.

Die Lösung, wie mit den Fensteröffnungen verfahren wurde, ist bei diesem Sanierungsvorhaben erwähnenswert. Die bauzeitlichen doppelverglasten Holzfenster waren noch gut erhalten, sodass eine Überarbeitung durch den Schreiner genügte. Die Verbesserung von Isolierung und Schallschutz wurde durch den Vorbau zusätzlicher Isolierglas-Wendefenster erzielt, die wie Schwingfenster nach außen hin aufklappbar sind. Diese Vorsatzfenster wurden plan in die Poroton-Fassade eingefügt, sodass ein optisch bündiger Abschluss der Fassade entsteht und die Fenster praktisch wie Bilderrahmen wirken.

www.poroton-wdf.de

Perfekt inszeniert

Nach dem Umbau der Oper im polnischen Stettin verleihen matt beschichtete Wände in Schwarz und Weiß den Räumen besonderes Flair.

Ein Gebäude, das das Stadtbild prägt: Nach sechs Jahren Umbauarbeiten wurde die Stettiner Oper im November 2015 wiedereröffnet. Der gesamte Südflügel wurde als Aufführungssaal neu konzipiert.

Fast sechs Jahre, nachdem das Stettiner Architekturbüro MXL4 den Wettbewerb zur Sanierung und Neugestaltung der Oper im Schloss der pommerschen Herzöge gewonnen hatten wurde das Haus Ende 2015 wiedereröffnet. Tomasz Maksymiuk und seine Mitarbeiter analysierten zunächst den vorgefundenen Bestand und entwickelten ein Konzept, das die historischen Reste nicht rekonstruierend ergänzt, sondern die Relikte inszeniert und diese mit erkennbar neuen Elementen kontrastiert. So stieß man im Kellergeschoss auf unverhältnismäßig große Natursteine, mit denen die meterdicken Fundamentmauern in ihrem Inneren verfüllt waren. Die Architekten inszenierten sie als Spolien in neu geschaffenen Wanddurchbrüchen, die nun aus weißen Putzflächen herausragen. In den Fluren und Foyers zeigen die Architekten bewusst die tiefen Fensterlaibungen und die abgerundeten, teilweise windschief erscheinenden Wände. Diese Raumvolumina stehen in Kontrast zu den eingehängten Treppen, zu modernen Geländern und zu runden LEDPendelleuchten.

Der Aufführungssaal: Mit seinen 594 Sitzplätzen ist er das Herzstück der Oper. Die mit einem matten schwarzen Anstrich versehenen Wände und Decken wirken nicht nur klassisch elegant, sondern sie lassen auch die bühnen- und lichttechnischen Installationen beinahe unsichtbar werden und bringen Dramatik ins Spiel.

 

Herzstück ist der große Opernsaal im Südflügel. Der Bühnenbereich verfügt über eine herausfahrbare Plattform, womit der Orchestergraben für andere Veranstaltungen abgedeckt werden kann. Die bis zu 600 Zuschauer finden Platz in einem gestuften Parkettbereich und auf einem lang gestreckten Oberrang, dessen schmale Flanken sich fast bis zur Bühne ziehen. Mit Seitenwänden aus freigelegtem Ziegelmauerwerk, gegliedert durch kämpferlose Flachbögen, erinnert der Saal subtil an Bauten der Industriekultur. Die neuen Einbauten, vor allem die Decke und die Brüstungskanten des Oberrangs, wirken durch ihren schwarzmatten Anstrich nicht nur klassisch elegant, sie lassen auch die bühnen- und lichttechnischen Installationen beinahe unsichtbar werden. Da die Wandflächen zum Teil entlang der Zuschauerabgänge verlaufen, musste die Farbe zudem wischecht sein. „Vetrolux ELF 3100“ von Brillux erfüllte diese Anforderungen. Diese Spezialinnenfarbe für matte Intensivfarbtöne verfügt über spezielle Funktionsfüllstoffe, die den sogenannten „Schreibeffekt“ weitgehend verhindern. Treten dennoch Markierungen auf, können diese mit einem Mikrofasertuch vorsichtig entfernt werden.

 

Das Foyer: Die Flächen sollten hier besonders glatt sein und eine hochwertige, matte Optik besitzen.

 

Die Malerarbeiten umfassten weiterhin die Empfangsräume, Vorstellungsräume und Treppenhäuser, insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Wandflächen. In der Eingangshalle und in den Treppenhäusern sollten die Flächen besonders glatt sein und eine hochwertige, matte Optik haben. Eine solche matte Beschichtung auf glattem Untergrund erfordert neben einer professionellen Untergrundvorbereitung auch die richtige Schlussbeschichtung. Verwendet wurde hierfür „Glemalux ELF 1000“ im Farbton RAL 9003 Signalweiß, einem leicht gebrochenen Weißton.

 

www.brillux.de

DABprodukte

Bestand aufgewertet

Energetisches Niveau eines 1970er-Jahre-Baus wurde wärmebrückenfrei zeitgemäßem Standard angepasst

Die Beuth-Hochschule für Technik in Berlin zählt zu den zehn größten Fachhochschulen Deutschlands. Noch bis etwa Ende dieses Jahres wird von den vier Gebäuden am Standort im Stadtteil Wedding die Fassade des 1977 errichteten Hauses „Bauwesen“ energetisch ertüchtigt. Die Sanierung erfolgt während des Lehrbetriebes.Da die Arbeiten auch den Ersatz der Pfosten-Riegel-Fensterkonstruktionen erfordern, können die betroffenen Räume währenddessen nicht genutzt werden. Die Bauausführung an der rund 10.000 Quadratmeter großen Außenwandfläche erfolgt daher in acht Bauabschnitten. Nach dem Rückbau der ursprünglichen Faserzementplatten und einer 40 Millimeter dicken Mineralfaserdämmung wurde auf die Stahlbetonwände eine dreidimensionale und wärmebrückenfreie Unterkonstruktion montiert („Beta Universal II“, Systea Pohl). Die Basis bilden bis zu 30 Millimeter justierbare Edelstahlstäbe, die als Fest- und Gleitpunkthalter im Stahlbeton befestigt werden, um die horizontalen und vertikalen Lasten der Fassadenbekleidung aufzunehmen.

Für einen zeitgemäßen Wärmeschutz sorgen die Steinwolleplatten „Fixrock 033 VS“ von Rockwool. Um den geforderten U-Wert zu erreichen, wurden sie für dieses Bauvorhaben in der Sonderdicke von 170 Millimetern hergestellt. Die nicht brennbaren Platten (Euroklasse A1) sind sowohl diffusionsoffen als auch äußerst witterungsbeständig und umschließen die Edelstahlstäbe der Unterkonstruktion vollständig. Auf die Unterkonstruktion wurden anschließend Aluminium-Tragprofile für die Fassadenbekleidung geschoben und verschraubt. Die Fixrock 033 VS verfügt zudem über eine Kaschierung mit schwarzem Vlies auf der Sichtseite, die im Zusammenspiel mit den Schattenfugen der hellen Faserzementplatten eine feine Struktur an die Fassade zeichnet.

Technik

Gebaut in vier Tagen

Bei einem Bürogebäude in Modulbauweise wurde Wert auf eine umweltschonende Lösung gelegt

Nachhaltiges Denken und Handeln ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik der August Faller KG aus Waldkirch in Baden-Württemberg. Für ihr neues Bürogebäude – ­einen Modulbau von Alho – wählten die Verantwortlichen deshalb auch eine dem Firmencredo entsprechende Bauweise. Aufgrund der industriellen Fertigung lässt sich gegenüber traditionell errichteten Bauten beispielsweise der Einsatz von Rohstoffen und Energien leichter optimieren. Außerdem garantiert die flexible Struktur der Raumzellen jederzeit nutzungsbedingte Änderungen, und nicht zuletzt sind die Module nahezu vollständig recycelbar. Als erster Modulhersteller erhielt Alho deshalb von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) für verschiedene Bausysteme ein Mehrfach-Zertifikat in Silber.

Das Gebäude nach dem Entwurf des Architekten Heico F. Herz aus Emmendingen entstand aus insgesamt 30 Stahlmodulen. Weder von außen noch von innen sieht man das dem Neubau an. Gerade in der Fassadengestaltung ist alles realisierbar, was auch konventionelle Bauweisen bieten – ob großflächige Verglasungen, Putz auf Wärmedämmverbund-System oder vorgehängte, hinterlüftete Bekleidungen. Holz und Putz, unterteilt durch Fensterbänder, kennzeichnen dieses Objekt. Von den Mitarbeitern wird besonders das angenehme Raumklima geschätzt: Der behagliche Komfort wird durch die hohe Wärmedämmung, die wärmebrückenfreie Konstruktion, das begrünte Dach, die gute Schalldämmung sowie vor allem durch den Einsatz emissionsarmer, gütegeprüfter Bauprodukte erreicht. Die effektive Vorfertigung sowie das gute Zusammenspiel von Bauherr, Architekt und Alho-Fachplaner erlaubten zudem eine saubere, leise und schnelle Montage in nur vier Tagen und garantierten somit einen Baustellenbetrieb parallel zum Tagesgeschäft. Finanzielle Einbußen durch Auszeiten in Produktion oder Logistik entstanden dadurch nicht. www.alho.de

Viel kreativer Freiraum
Der Büro-Neubau von Evertz Hydrotechnik macht den gestalterischen Freiraum mit vorgefertigten Raummodulen deutlich

Die Evertz Hydrotechnik GmbH & Co. KG befasst sich mit der Entwicklung, Kons­truktion, Herstellung und Wartung von Wasserhydraulik-Komponenten und Anlagen. Am neuen Firmenstandort im rheinland-pfälzischen Betzdorf wurden nun die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und ­Produktion zusammengeführt. Der aus vorgefertigten Raummodulen von Säbu errichtete Verwaltungsbau hat ein prägnantes Erscheinungsbild, das mit Materialwechseln und kontrastreichen Farben spielt. Die vorgehängte Fassade aus Aluminiumkassetten mit farbigen Glaspaneelen zwischen den Fensterelementen und großzügiger Pfosten-Riegel-Konstruktion nimmt in Teilbereichen das Orange des Evertz-Firmenlogos auf. Der Einsatz regenerativer Energien wie Photovoltaik, ­Erdwärme und Regenwassernutzung in Verbindung mit einem nahezu wärme­brückenfreien Gebäudekonzept ermöglicht es, die Anforderungen der EnEV um 25 Prozent zu unterschreiten. Eine Wärmepumpe sorgt für ein optimales Raumklima; Heizen und Kühlen entsprechend der Jahreszeit. Die Grundrisse im Inneren sind offen angelegt. Bereits im Foyer wird Besuchern ein erster Eindruck von den Produkten des Unternehmens vermittelt: Wasser perlt hier von der Decke über zwei Geschosse bis ins Zentrum des Eingangsbereichs hinab. Den Fadenbrunnen, der dieses Wasserspiel ­realisiert, hat Evertz selbst entwickelt. www.saebu.de

Gut aufgehoben
Während einer Kita-Sanierung wurde für die Kinder ein Containergebäude bereitgestellt

Temporäre Raumlösungen werden aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und Flexibilität für Kommunen immer attraktiver – das zeigt eine Kindergarten-Sanierung im nordrhein-westfälischen Hövelhof. Um die Betreuung auch während der achtmonatigen Bauarbeiten sicherzustellen, sind die Kleinen in einem Gebäude aus Raummodulen des emsländischen Familienbetriebes ELA untergebracht. Insgesamt 22 dieser Container wurden hier zu einer 400 Quadratmeter großen Nutzfläche miteinander kombiniert – genug Platz für die 40 Kinder zum Spielen und Lernen. Die Fläche teilt sich auf in zwei Gruppenräume, einen Bewegungsraum, eine Küche, Personalraum und Büro. Ergänzt werden diese durch einen Sanitärtrakt. Alle Räume sind über Flurmodule miteinander verbunden. Eine Rampe im Eingangsbereich ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Im Lieferumfang waren außerdem Elektro-Türöffner und ein Vordach zum Schutz bei Regen enthalten. Für ein angenehmes Raumklima sorgen eine auf den Einsatzbereich abgestimmte Dämmung der Container sowie isolierverglaste Kunststofffenster und Rollläden. In die Einbauküche sind bereits alle Geräte, wie Herd, Backofen, Geschirrspüler, Dunstabzugshaube und Kühlschrank, integriert. Zusätzlich wurde noch ein Platz für Waschmaschine und Trockner eingerichtet.

Bevor die schlüsselfertigen Module angeliefert wurden, besichtigte wie stets ein Außendienstmitarbeiter von ELA gemeinsam mit dem Auftraggeber den Standort. Denn nur unter Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten lässt sich ein individuelles Angebot für den Kunden erstellen. Für die Gemeinde Hövelhof endete der Besichtigungs-Termin mit einem äußerst positiven Effekt: ELA empfahl statt der geplanten Standard-Container die um einen halben Meter breiteren Premiummodule, wodurch sich aufgrund des höheren Platzangebots beim Transport, bei der Montage und der Miete bis zu 25 Prozent der veranschlagten Kosten ersparen lassen. Wird das Gebäude nicht mehr benötigt, erfolgt ein vollständiger Rückbau der Container-Anlage und die Fläche wird in ihren Ausgangszustand

Fertig zur Rechtsberatung
Massive Fertigbauweise aus Schalungssteinen erlaubt viel Spielraum bei der Gebäudeplanung

Die Anwaltskanzlei Lamadé Part GmbB in Neckargemünd in Baden-Württemberg bearbeitet fast alle Rechts- und Steuerdisziplinen mit mehreren Experten. Dabei erfordern der fachliche Austausch untereinander sowie die Betreuung der Mandanten ein Arbeitsumfeld mit entsprechend großen Büros und Räumen für die Beratung. Bedingungen, die ihr bisheriges Domizil nicht mehr erfüllte. Statt ein größeres Büro zu mieten, entschieden sich Thomas Lamadé und seine Partner für den Bau einer Anwaltskanzlei als Massivhaus in Fertigbauweise.

Das zweigeschossige Gebäude wurde mit dem „Wallfit“-Bausystem des Anbieters Öko-Domo errichtet. Die Basis des Systems bilden Holzspan-Schalungssteine, die in der firmeneigenen Produktionsanlage in Landau zu einer Wand zusammengesetzt werden. Parallel werden in die Wände Fenster und Türen sowie die Vorinstallationen für Elektro-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik integriert. Außen schließt das Bauteil mit einem Wärmedämmverbund-System ab und innen mit einer Trockenbau-Platte. Diese Art der Vorfertigung mit den kleinteiligen Steinen erlaubt eine höchst individuelle Planung der Wandabmessungen vom Einfamilienhaus bis hin zum Gewerbebau. Erst nach dem Aufstellen der einzelnen Geschosse werden die Wände mit Beton verfüllt und erhalten so ihr hohes Endgewicht. Daraus resultieren Eigenschaften wie eine gute Wärmespeicherung (Auskühlzeit 340 Stunden) und ein effektiver Schallschutz (bis 56 Dezibel). Je nach energetischen Anforderungen oder Bauherrenwunsch ist die Außendämmung als Polystyrol- oder Holzweich-faser-Platte in Dicken von zehn bis 28 Zentimetern möglich. Außerdem werden unterschiedliche Heizungsarten angeboten. www.oeko-domo.de