Nachhaltigkeit

Dämmung aus Recyclingmaterial

Bauder hat mit „ECO S“ einen Dämmstoff entwickelt, der überwiegend aus Biomasse (Reststoffe aus der Landwirtschaft), aus recycelten Wertstoffresten und Muschelkalk besteht. Auf Formaldehyd, Bindemittel oder sonstige Zusatzstoffe, wie gegen Schädlinge oder Schimmel, wird verzichtet. Die Verpackung des Dämmstoffs ist ebenfalls recycelbar. ECO S erfüllt die Vorgaben des AgBB (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten). Bauder bietet den Dämmstoff zunächst für seine Aufsparrendämmung in den Dicken 80, 105 und 125 Millimeter in der Wärmeleitstufe (WLS) 025 sowie 140 und 160 Millimeter in der WLS 024 an. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit führt zu einer geringeren Aufbauhöhe und Gewichtsbelastung des Daches. ECO S ist laut Hersteller etwa zehn Prozent teurer als ein vergleichbarer PU-Dämmstoff. Bezogen auf die Gesamtleistung einer Dachsanierung, würden Mehrkosten von rund einem Prozent entstehen.

www.bauder.de

Teppichboden

cradle to cradle

Tarkett brachte 2015 mit den Teppichfliesen „AirMaster Gold“ der Marke Desso als erster Hersteller eine mit Gold zertifizierte Cradle-to-Cradle-Kollektion auf den Markt. Die kürzlich vorgestellten drei neuen Produkte – „Salina“, „Nazca“ und „Tierra“ – erreichen nun im Bereich der Materialgesundheit sogar Platin. Die Teppichfliesen weisen einen Anteil an recyceltem Material von mehr als 60 Prozent auf und sind zu 93 Prozent recycelbar. Das verwendete Garn besteht etwa aus wiederverwerteten Teppichfliesen und gebrauchten Fischernetzen aus Nylon. Der Tuftingträger wird mit einem um 95 Prozent reduzierten Antimon-Anteil hergestellt. Die Rückseite enthält ­aufbereitete Kreide, die im geschlossenen Kreislauf ohne Qualitätsverlust zu 100 Prozent recycelt werden kann. Damit Tarkett alte Teppichfliesen zurückerhält, ­wurde eigens ein Rücknahme­programm entwickelt.

https://boden.objekt.tarkett.de

Reycling-Plastik

Upcycling-Stuhl

Der „A.I. Chair“ ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Möbelhersteller Kartell, dem Designer Philippe Starck und dem Softwareunternehmen Autodesk. Bei der Entwicklung definierten Philippe Starck und das Kartell-Team Parameter wie Werkstoff, Herstellungsverfahren und Anforderungen an die Solidität des Stuhls. Darauf basierend, schlug die „Generative Design-Software“ von Autodesk Gestaltungsoptionen vor, aus denen man diejenigen auswählte, die die Anforderungen am besten erfüllten. Generatives Design ist eine Form von künstlicher Intelligenz und ein relativ neuer Ansatz, um mithilfe der Cloud innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Lösungen zu generieren und zu bewerten. Zugleich erlaubt diese neue Methode, in der Herstellung so wenig Material wie möglich einzusetzen. Neben seinem außergewöhnlichen Entstehungsprozess bringt der A.I. Chair eine weitere Besonderheit mit: Er besteht aus 100 Prozent sauberem und unbelastetem Recyclingmaterial, das Kartell vollständig aus Resten der eigenen Produktion gewinnt.

www.kartell.com

Fassade

FLACHS, BIOHARZ UND WELLPAPPE

Die Technische Universität Chemnitz, die Fiber-Tech Construction GmbH und die Richter & Heß Verpackungs-Service GmbH haben biobasierte Fassadenelemente entwickelt, die alle geltenden bautechnischen Anforderungen an Produktionsgebäude erfüllen. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe beträgt 35 Prozent; er ließe sich aber weiter steigern. Die Deckschichten des Sandwichverbundes bestehen aus Flachs- und Glasfasern, eingebettet in ein anteilig biobasiertes Epoxidharz. Den Kern bilden mit Steinwolle gedämmte Wellpappengefache, die durch eine Beschichtung mit Natriumwasserglas gegen Feuchtigkeit und Feuer geschützt sind. Dabei ist Wellpappe als biobasiertes Recyclingmaterial, das nach der Nutzung erneut recyclingfähig ist, auch ökologisch und wirtschaftlich interessant. Das Besondere der „Bio-Fassade“ sind jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten: An einem Fassadenprototyp an der TU Chemnitz wurden hinter den dreidimensional geformten, teilweise lichtdurchlässigen Elementen LEDs installiert, um Texte, Bilder oder Videos zu animieren.

www.fnr.de

Aluminium

ZWEI FASSADEN, EIN SYSTEM

Mitte 2018 wurde in Prag der von DAM architekti geplante Gebäudekomplex AFI Vokovice fertiggestellt. Die Fassade wurde mit Sipral a. s. als einem der führenden Metallverarbeiter in Tschechien ausgeführt. Wie schon bei anderen Bauvorhaben, arbeitete die Investmentgesellschaft AFI Europe wieder mit dem westfälischen Anbieter von Aluminium-Systemlösungen Heroal zusammen. Der Werkstoff Aluminium bot sich hier auch mit Blick auf die LEED-Zertifizierung an: Heroal verwendet in der Fertigung des kompletten Systemportfolios, von Fenstern, Türen und Fassaden bis hin zu Rollläden, Sonnenschutz und Rolltoren, bis zu 85 Prozent recyceltes Aluminium. Mit knapp 30 Elementen des Türsystems „D 72“ und der Fassaden-Konstruktion „C 50 HI“ rund um die Einkaufspassage im Erdgeschoss sowie etwa 1.000 Sonderprofilen des Fenstersystems „W 72“ wurden beide Gebäudeteile mit hoch wärmegedämmten Produkten ausgestattet.

Die über 600 verbauten Lüftungsklappen „W 72 VF“ ermöglichen frische Luft auch in großen Höhen – und das mit einem homogenen Design der Fassade. Denn aufgrund ihrer geringen Öffnungsweite macht diese Lüftungsklappe eine Absturzsicherung überflüssig. Nicht zuletzt wurden in die Fenstermodule noch über 800 Elemente des Zip-Screen-Systems „VS Z“ integriert. Der Sonnenschutz besteht aus einem lichtdurchlässigen Gewebe, das vor dem Fenster montiert wird. Durch Reflexion des Sonnenlichts wird eine Reduzierung der Sonneneinstrahlung um bis zu 75 Prozent erzielt.

www.heroal.de

Recycling

WANDPUTZ AUS HOLZSPÄNEN

Picusa hat einen Holzputz aus umweltfreundlich aufbereiteten Holzspänen aus der Säge- und Hobelwerkproduktion auf den Markt gebracht. Das Unternehmen aus Königsee-Rottenbach in Thüringen bietet damit ein ökologisches Produkt an, das gleichzeitig neue Möglichkeiten der Raumgestaltung eröffnet – ob flächendeckend oder punktuell eingesetzt. So können Muster und verschiedene Formen als Design-Elemente ausgearbeitet oder die Optik mittels Holzfarbe oder Lasur verändert werden. Der Holzputz ist in verschiedenen Holzarten verfügbar und je nach Spanart fein bis mittelgrob strukturiert. Für den Auftrag im Spachtelverfahren ist nahezu jeder Untergrund geeignet, zur Vorbereitung ist lediglich eine Tiefengrundierung erforderlich. Soll der Holzputz wieder entfernt werden, lässt er sich nach eingewirkter Anfeuchtung mit einem Spachtel ablösen.

www.picusa.de

Ravago Building Solutions

Ravago Building Solutions stellt sich vor

Die Ravago-Gruppe wurde 1961 von Raf van Gorp gegründet, der schon damals eine zukunftsweisende Idee verwirklichte: Produktionsabfälle aus der Kunststoff-Industrie zu recyceln.

Von dort entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem der erfolgreichsten Dienstleister und Vertriebspartner für die petrochemische Industrie. Heute ist die  Ravago-Gruppe ein weltweit führender Anbieter von Kunststoffen, Kautschuk und Chemikalien.

In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen in Europa ein weiteres Standbein aufgebaut: die Produktion und den Vertrieb von Bauprodukten.

In 2018 hat Ravago den Geschäftsbereich Building Solutions Europe von DOW Chemical erworben und wurde damit zum größten XPS-Hersteller in Europa.

Ravago Building Solutions wird in Deutschland durch eine qualifizierte Vertriebsorganisation vertreten. Durch unser breites Produktsortiment sind wir in der Lage für viele Fragen im Baubereich passende Lösungen anzubieten.

DATEN UND FAKTEN

  • 500 Mil. Umsatz
  • 1550 Mitarbeiter
  • 19 Produktionsstätten

WARUM RAVAGO BUILDING SOLUTIONS?

Der Name Ravago Building Solutions steht für:

  • Qualität, Zuverlässigkeit und hohe Leistung
  • Über 75 Jahre XPS Erfahrung
  • Hoch qualifiziertes Verkaufspersonal, etabliert im gesamten deutschen Gebiet
  • Zuverlässige technische Beratung
  • Eine Logistikstruktur, die jeden Auftrag erfüllen kann

XPS WÄRMEDÄMMUNG

STYROFOAM™ Extruderschaum von Ravago Building Solutions wird seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Anwendungsbereichen wie z. B. Flachdächer, Perimeterdämmung im Wandbereich und unter Bodenplatten aber auch als lastabtragende Wärmedämmung unter Gründungsplatten eingesetzt.

STYROFOAM™ Polystyrol-Extruderschaum zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • dauerhaft hohe Wärmedämmfähigkeit
  • geschlossene, homogene Zellstruktur
  • feuchtigkeitsunempfindlich
  • beständig gegen Frost-Tau-Wechselbeanspruchung
  • hohe bis extrem hohe Druckbelastbarkeit
  • verrottungsbeständig

Die Dämmplatten haben ein geringes Gewicht, sind leicht zu transportieren sowie einfach und passgenau zu bearbeiten.

Aufgrund ihrer Eigenschaften kommen die Styrofoam Platten neben dem Baubereich auch in vielen weiteren Anwendungen zum Einsatz: z.B. in Wohnmobilen und Kühlfahrzeugen usw.

Dank XENERGY™, dem extrudierten Polystyrol mit verbesserter Dämmeigenschaften, wird eine höhere Leistung bei niedrigen Kosten erzielt. Die neue Generation von XPS, XENERGY™, hat eine bis zu 20 % verbesserte Dämmleistung und verwendet bei der Herstellung CO2 als Treibmittel.

XENERGY™ erfüllt die Anforderungen für den Einsatz bei DGNB zertifizierten Gebäuden.

Aufgrund der um ca. 20 % besseren Dämmungsleistung ist es mit XENERGY™ möglich die hohen Anforderungen an den Wärmeschutz bei relativ geringen Aufbauhöhen zu erfüllen.

Eine ressourcenschonende Lösung, um die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens zu unterstützen.

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Ravago Building Solutions Germany GmbH 
Value Park Y51
06258 Schkopau

info.de.rbs@ravago.com

 

 

 

Sonnenschutz

Gewebe aus PET-Flaschen

Das auf Sicht- und Sonnenschutz ausgerichtete Unternehmen Erfal aus Falkenstein hat seine Textilkollektion um 20 Stoffe erweitert, die sich durch besonders hohe Nachhaltigkeit auszeichnen. Sie bestehen zu mindestens 65 Prozent aus recyceltem PET, was bedeutet, dass pro Quadratmeter Gewebe bis zu sechs PET-Flaschen aufbereitet und wiederverwendet werden. Darüber hinaus sind die Stoffe zu 100 Prozent recycelbar, weshalb sie bei Zertifizierungen nach DGNB, BREEAM oder LEED eingesetzt werden können. Einige der Gewebe verfügen zudem über das Cradle-to-Cradle-Zertifikat in Bronze.

www.erfal.de/architektenportal

Technik

Gebaut in vier Tagen

Bei einem Bürogebäude in Modulbauweise wurde Wert auf eine umweltschonende Lösung gelegt

Nachhaltiges Denken und Handeln ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik der August Faller KG aus Waldkirch in Baden-Württemberg. Für ihr neues Bürogebäude – ­einen Modulbau von Alho – wählten die Verantwortlichen deshalb auch eine dem Firmencredo entsprechende Bauweise. Aufgrund der industriellen Fertigung lässt sich gegenüber traditionell errichteten Bauten beispielsweise der Einsatz von Rohstoffen und Energien leichter optimieren. Außerdem garantiert die flexible Struktur der Raumzellen jederzeit nutzungsbedingte Änderungen, und nicht zuletzt sind die Module nahezu vollständig recycelbar. Als erster Modulhersteller erhielt Alho deshalb von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) für verschiedene Bausysteme ein Mehrfach-Zertifikat in Silber.

Das Gebäude nach dem Entwurf des Architekten Heico F. Herz aus Emmendingen entstand aus insgesamt 30 Stahlmodulen. Weder von außen noch von innen sieht man das dem Neubau an. Gerade in der Fassadengestaltung ist alles realisierbar, was auch konventionelle Bauweisen bieten – ob großflächige Verglasungen, Putz auf Wärmedämmverbund-System oder vorgehängte, hinterlüftete Bekleidungen. Holz und Putz, unterteilt durch Fensterbänder, kennzeichnen dieses Objekt. Von den Mitarbeitern wird besonders das angenehme Raumklima geschätzt: Der behagliche Komfort wird durch die hohe Wärmedämmung, die wärmebrückenfreie Konstruktion, das begrünte Dach, die gute Schalldämmung sowie vor allem durch den Einsatz emissionsarmer, gütegeprüfter Bauprodukte erreicht. Die effektive Vorfertigung sowie das gute Zusammenspiel von Bauherr, Architekt und Alho-Fachplaner erlaubten zudem eine saubere, leise und schnelle Montage in nur vier Tagen und garantierten somit einen Baustellenbetrieb parallel zum Tagesgeschäft. Finanzielle Einbußen durch Auszeiten in Produktion oder Logistik entstanden dadurch nicht. www.alho.de

Viel kreativer Freiraum
Der Büro-Neubau von Evertz Hydrotechnik macht den gestalterischen Freiraum mit vorgefertigten Raummodulen deutlich

Die Evertz Hydrotechnik GmbH & Co. KG befasst sich mit der Entwicklung, Kons­truktion, Herstellung und Wartung von Wasserhydraulik-Komponenten und Anlagen. Am neuen Firmenstandort im rheinland-pfälzischen Betzdorf wurden nun die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und ­Produktion zusammengeführt. Der aus vorgefertigten Raummodulen von Säbu errichtete Verwaltungsbau hat ein prägnantes Erscheinungsbild, das mit Materialwechseln und kontrastreichen Farben spielt. Die vorgehängte Fassade aus Aluminiumkassetten mit farbigen Glaspaneelen zwischen den Fensterelementen und großzügiger Pfosten-Riegel-Konstruktion nimmt in Teilbereichen das Orange des Evertz-Firmenlogos auf. Der Einsatz regenerativer Energien wie Photovoltaik, ­Erdwärme und Regenwassernutzung in Verbindung mit einem nahezu wärme­brückenfreien Gebäudekonzept ermöglicht es, die Anforderungen der EnEV um 25 Prozent zu unterschreiten. Eine Wärmepumpe sorgt für ein optimales Raumklima; Heizen und Kühlen entsprechend der Jahreszeit. Die Grundrisse im Inneren sind offen angelegt. Bereits im Foyer wird Besuchern ein erster Eindruck von den Produkten des Unternehmens vermittelt: Wasser perlt hier von der Decke über zwei Geschosse bis ins Zentrum des Eingangsbereichs hinab. Den Fadenbrunnen, der dieses Wasserspiel ­realisiert, hat Evertz selbst entwickelt. www.saebu.de

Gut aufgehoben
Während einer Kita-Sanierung wurde für die Kinder ein Containergebäude bereitgestellt

Temporäre Raumlösungen werden aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und Flexibilität für Kommunen immer attraktiver – das zeigt eine Kindergarten-Sanierung im nordrhein-westfälischen Hövelhof. Um die Betreuung auch während der achtmonatigen Bauarbeiten sicherzustellen, sind die Kleinen in einem Gebäude aus Raummodulen des emsländischen Familienbetriebes ELA untergebracht. Insgesamt 22 dieser Container wurden hier zu einer 400 Quadratmeter großen Nutzfläche miteinander kombiniert – genug Platz für die 40 Kinder zum Spielen und Lernen. Die Fläche teilt sich auf in zwei Gruppenräume, einen Bewegungsraum, eine Küche, Personalraum und Büro. Ergänzt werden diese durch einen Sanitärtrakt. Alle Räume sind über Flurmodule miteinander verbunden. Eine Rampe im Eingangsbereich ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Im Lieferumfang waren außerdem Elektro-Türöffner und ein Vordach zum Schutz bei Regen enthalten. Für ein angenehmes Raumklima sorgen eine auf den Einsatzbereich abgestimmte Dämmung der Container sowie isolierverglaste Kunststofffenster und Rollläden. In die Einbauküche sind bereits alle Geräte, wie Herd, Backofen, Geschirrspüler, Dunstabzugshaube und Kühlschrank, integriert. Zusätzlich wurde noch ein Platz für Waschmaschine und Trockner eingerichtet.

Bevor die schlüsselfertigen Module angeliefert wurden, besichtigte wie stets ein Außendienstmitarbeiter von ELA gemeinsam mit dem Auftraggeber den Standort. Denn nur unter Einbeziehung der örtlichen Gegebenheiten lässt sich ein individuelles Angebot für den Kunden erstellen. Für die Gemeinde Hövelhof endete der Besichtigungs-Termin mit einem äußerst positiven Effekt: ELA empfahl statt der geplanten Standard-Container die um einen halben Meter breiteren Premiummodule, wodurch sich aufgrund des höheren Platzangebots beim Transport, bei der Montage und der Miete bis zu 25 Prozent der veranschlagten Kosten ersparen lassen. Wird das Gebäude nicht mehr benötigt, erfolgt ein vollständiger Rückbau der Container-Anlage und die Fläche wird in ihren Ausgangszustand

Fertig zur Rechtsberatung
Massive Fertigbauweise aus Schalungssteinen erlaubt viel Spielraum bei der Gebäudeplanung

Die Anwaltskanzlei Lamadé Part GmbB in Neckargemünd in Baden-Württemberg bearbeitet fast alle Rechts- und Steuerdisziplinen mit mehreren Experten. Dabei erfordern der fachliche Austausch untereinander sowie die Betreuung der Mandanten ein Arbeitsumfeld mit entsprechend großen Büros und Räumen für die Beratung. Bedingungen, die ihr bisheriges Domizil nicht mehr erfüllte. Statt ein größeres Büro zu mieten, entschieden sich Thomas Lamadé und seine Partner für den Bau einer Anwaltskanzlei als Massivhaus in Fertigbauweise.

Das zweigeschossige Gebäude wurde mit dem „Wallfit“-Bausystem des Anbieters Öko-Domo errichtet. Die Basis des Systems bilden Holzspan-Schalungssteine, die in der firmeneigenen Produktionsanlage in Landau zu einer Wand zusammengesetzt werden. Parallel werden in die Wände Fenster und Türen sowie die Vorinstallationen für Elektro-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik integriert. Außen schließt das Bauteil mit einem Wärmedämmverbund-System ab und innen mit einer Trockenbau-Platte. Diese Art der Vorfertigung mit den kleinteiligen Steinen erlaubt eine höchst individuelle Planung der Wandabmessungen vom Einfamilienhaus bis hin zum Gewerbebau. Erst nach dem Aufstellen der einzelnen Geschosse werden die Wände mit Beton verfüllt und erhalten so ihr hohes Endgewicht. Daraus resultieren Eigenschaften wie eine gute Wärmespeicherung (Auskühlzeit 340 Stunden) und ein effektiver Schallschutz (bis 56 Dezibel). Je nach energetischen Anforderungen oder Bauherrenwunsch ist die Außendämmung als Polystyrol- oder Holzweich-faser-Platte in Dicken von zehn bis 28 Zentimetern möglich. Außerdem werden unterschiedliche Heizungsarten angeboten. www.oeko-domo.de