Modulbau

Stadtquartier in Stuttgart

In Stuttgart entsteht für das Personal des Klinikums Bad Cannstatt ein nachhaltiges Stadtquartier auf Basis der von Werner Sobek entwickelten Aktivhaus-Module. Mit insgesamt sechs Gebäuden handelt es sich um die größte Vergabe eines Bauvorhabens für „serielles Bauen“ nach dem GdW-Rahmenvertrag, den die AH Aktiv-Haus GmbH für sich gewinnen konnte. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) hatte 2018 als Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens mit neun Bietergemeinschaften eine Rahmenvereinbarung über den Neubau von mehrgeschossigen Wohnbauten in serieller und kostengünstiger Bauweise mit hoher architektonischer Qualität abgeschlossen. Das Bad Cannstatter Projekt wurde von der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) vergeben. Insgesamt entstehen in dem Quartier im Prießnitzweg in zwei Bauabschnitten 329 Wohnungen, verteilt auf vier- und fünfgeschossige Gebäude. Bereits im Frühjahr 2022 sollen die ersten 157 Wohnungen fertig sein – darunter viele Mikroapartments. Der Prototyp der Aktivhaus-­Module ist das als „B10“ ­bekannt gewordene Aktivhaus von Werner Sobek, das als Forschungsprojekt und experimentelle Wohneinheit über fünf Jahre in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung stand und viel internationale Beachtung fand. Das „B10“ gilt als erstes Aktivhaus der Welt, das dank eines ausgeklügelten Energiekonzepts und einer selbstlernenden Gebäudesteuerung das Doppelte seines Energiebedarfs aus nachhaltigen Quellen selbst erzeugt. So ist auch das Stuttgarter Quartier nach dem Triple-Zero-Prinzip konzipiert: Ein Gebäude benötigt nur die Energie, die es aus nachhaltigen Quellen selbst erzeugt (Zero Energy), es produziert keine schädlichen Emissionen (Zero Emission) und alle Bauteile können wieder vollständig in technische oder biologische Kreisläufe zurückgeführt werden (Zero Waste). Konkret ist für die sechs Gebäude ein möglichst effizientes Heizsystem auf Basis von Sole-Wasser-Wärmepumpen, Photovoltaikmodulen und Solar-Hybridkollektoren geplant. Zudem ist ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung zur Unterstützung der Heizung vorgesehen.

www.ah-aktivhaus.com

Perlitdämmung

Klimaneutraler Ziegel

Mit dem plangeschliffenen Hochlochziegel „Poroton-T6,5“ mit integrierter Perlitdämmung und einer Wärmeleitzahl von 0,065 hat Schlagmann Poroton sein Sortiment an klimaneutralen Ziegeln erweitert. Bisher umfasst die vor zwölf Jahren gestartete Produktpalette die Hintermauerziegel Poroton-T7, S8 und S9 sowie das Dämmsystem Poroton-WDF. Um die Produktion klimaneutraler Ziegel zu erreichen, entwickelte das Unternehmen zusammen mit anerkannten Klimaschutz-Experten eine 3-Säulen-Strategie, die sich aus Energieeinsparungen bei der Produktion, dem Einsatz erneuerbarer Energien sowie dem CO2-Ausgleich restlicher Emissionen durch Klimaschutzprojekte weltweit zusammensetzt. Der neue T6,5 ist in den Wandstärken 36,5 und 42,5 Zentimeter lieferbar (Rohdichteklasse 0,50) und eignet sich für Projekte vom Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau in KfW-40-Standard.

www.schlagmann.de

Nachhaltigkeit

Dämmung aus Recyclingmaterial

Bauder hat mit „ECO S“ einen Dämmstoff entwickelt, der überwiegend aus Biomasse (Reststoffe aus der Landwirtschaft), aus recycelten Wertstoffresten und Muschelkalk besteht. Auf Formaldehyd, Bindemittel oder sonstige Zusatzstoffe, wie gegen Schädlinge oder Schimmel, wird verzichtet. Die Verpackung des Dämmstoffs ist ebenfalls recycelbar. ECO S erfüllt die Vorgaben des AgBB (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten). Bauder bietet den Dämmstoff zunächst für seine Aufsparrendämmung in den Dicken 80, 105 und 125 Millimeter in der Wärmeleitstufe (WLS) 025 sowie 140 und 160 Millimeter in der WLS 024 an. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit führt zu einer geringeren Aufbauhöhe und Gewichtsbelastung des Daches. ECO S ist laut Hersteller etwa zehn Prozent teurer als ein vergleichbarer PU-Dämmstoff. Bezogen auf die Gesamtleistung einer Dachsanierung, würden Mehrkosten von rund einem Prozent entstehen.

www.bauder.de

Teppichboden

cradle to cradle

Tarkett brachte 2015 mit den Teppichfliesen „AirMaster Gold“ der Marke Desso als erster Hersteller eine mit Gold zertifizierte Cradle-to-Cradle-Kollektion auf den Markt. Die kürzlich vorgestellten drei neuen Produkte – „Salina“, „Nazca“ und „Tierra“ – erreichen nun im Bereich der Materialgesundheit sogar Platin. Die Teppichfliesen weisen einen Anteil an recyceltem Material von mehr als 60 Prozent auf und sind zu 93 Prozent recycelbar. Das verwendete Garn besteht etwa aus wiederverwerteten Teppichfliesen und gebrauchten Fischernetzen aus Nylon. Der Tuftingträger wird mit einem um 95 Prozent reduzierten Antimon-Anteil hergestellt. Die Rückseite enthält ­aufbereitete Kreide, die im geschlossenen Kreislauf ohne Qualitätsverlust zu 100 Prozent recycelt werden kann. Damit Tarkett alte Teppichfliesen zurückerhält, ­wurde eigens ein Rücknahme­programm entwickelt.

https://boden.objekt.tarkett.de

Reycling-Plastik

Upcycling-Stuhl

Der „A.I. Chair“ ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Möbelhersteller Kartell, dem Designer Philippe Starck und dem Softwareunternehmen Autodesk. Bei der Entwicklung definierten Philippe Starck und das Kartell-Team Parameter wie Werkstoff, Herstellungsverfahren und Anforderungen an die Solidität des Stuhls. Darauf basierend, schlug die „Generative Design-Software“ von Autodesk Gestaltungsoptionen vor, aus denen man diejenigen auswählte, die die Anforderungen am besten erfüllten. Generatives Design ist eine Form von künstlicher Intelligenz und ein relativ neuer Ansatz, um mithilfe der Cloud innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Lösungen zu generieren und zu bewerten. Zugleich erlaubt diese neue Methode, in der Herstellung so wenig Material wie möglich einzusetzen. Neben seinem außergewöhnlichen Entstehungsprozess bringt der A.I. Chair eine weitere Besonderheit mit: Er besteht aus 100 Prozent sauberem und unbelastetem Recyclingmaterial, das Kartell vollständig aus Resten der eigenen Produktion gewinnt.

www.kartell.com

Fassade

FLACHS, BIOHARZ UND WELLPAPPE

Die Technische Universität Chemnitz, die Fiber-Tech Construction GmbH und die Richter & Heß Verpackungs-Service GmbH haben biobasierte Fassadenelemente entwickelt, die alle geltenden bautechnischen Anforderungen an Produktionsgebäude erfüllen. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe beträgt 35 Prozent; er ließe sich aber weiter steigern. Die Deckschichten des Sandwichverbundes bestehen aus Flachs- und Glasfasern, eingebettet in ein anteilig biobasiertes Epoxidharz. Den Kern bilden mit Steinwolle gedämmte Wellpappengefache, die durch eine Beschichtung mit Natriumwasserglas gegen Feuchtigkeit und Feuer geschützt sind. Dabei ist Wellpappe als biobasiertes Recyclingmaterial, das nach der Nutzung erneut recyclingfähig ist, auch ökologisch und wirtschaftlich interessant. Das Besondere der „Bio-Fassade“ sind jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten: An einem Fassadenprototyp an der TU Chemnitz wurden hinter den dreidimensional geformten, teilweise lichtdurchlässigen Elementen LEDs installiert, um Texte, Bilder oder Videos zu animieren.

www.fnr.de

Abdichtung

DACHBAHN GEGEN STICKOXIDE

Mit der Elastomerbitumen-Schweißbahn „Eco-Activ“ möchte BMI Icopal helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Die als oberste Lage in einem mehrlagigen Dachaufbau konzipierte Abdichtungsbahn ist mit einer dauerhaft katalytisch wirkenden weißen Noxite-Bestreuung ausgestattet. Sie wandelt bei Sonneneinstrahlung Stickoxide aus der Luft in Nitrat-Ione um. Die TU München hat das in einer Prüfung bestätigt und auch quantifiziert. Danach können, vereinfacht zusammengefasst, 100 Quadratmeter Eco-Activ den Stickoxidausstoß eines EURO-6-Pkws mit einer durchschnittlichen Laufleistung von 20.000 Kilometern pro Jahr aus der Luft herausfiltern.

www.icopal.de

Ravago Building Solutions

Ravago Building Solutions stellt sich vor

Die Ravago-Gruppe wurde 1961 von Raf van Gorp gegründet, der schon damals eine zukunftsweisende Idee verwirklichte: Produktionsabfälle aus der Kunststoff-Industrie zu recyceln.

Von dort entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem der erfolgreichsten Dienstleister und Vertriebspartner für die petrochemische Industrie. Heute ist die  Ravago-Gruppe ein weltweit führender Anbieter von Kunststoffen, Kautschuk und Chemikalien.

In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen in Europa ein weiteres Standbein aufgebaut: die Produktion und den Vertrieb von Bauprodukten.

In 2018 hat Ravago den Geschäftsbereich Building Solutions Europe von DOW Chemical erworben und wurde damit zum größten XPS-Hersteller in Europa.

Ravago Building Solutions wird in Deutschland durch eine qualifizierte Vertriebsorganisation vertreten. Durch unser breites Produktsortiment sind wir in der Lage für viele Fragen im Baubereich passende Lösungen anzubieten.

DATEN UND FAKTEN

  • 500 Mil. Umsatz
  • 1550 Mitarbeiter
  • 19 Produktionsstätten

WARUM RAVAGO BUILDING SOLUTIONS?

Der Name Ravago Building Solutions steht für:

  • Qualität, Zuverlässigkeit und hohe Leistung
  • Über 75 Jahre XPS Erfahrung
  • Hoch qualifiziertes Verkaufspersonal, etabliert im gesamten deutschen Gebiet
  • Zuverlässige technische Beratung
  • Eine Logistikstruktur, die jeden Auftrag erfüllen kann

XPS WÄRMEDÄMMUNG

STYROFOAM™ Extruderschaum von Ravago Building Solutions wird seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Anwendungsbereichen wie z. B. Flachdächer, Perimeterdämmung im Wandbereich und unter Bodenplatten aber auch als lastabtragende Wärmedämmung unter Gründungsplatten eingesetzt.

STYROFOAM™ Polystyrol-Extruderschaum zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • dauerhaft hohe Wärmedämmfähigkeit
  • geschlossene, homogene Zellstruktur
  • feuchtigkeitsunempfindlich
  • beständig gegen Frost-Tau-Wechselbeanspruchung
  • hohe bis extrem hohe Druckbelastbarkeit
  • verrottungsbeständig

Die Dämmplatten haben ein geringes Gewicht, sind leicht zu transportieren sowie einfach und passgenau zu bearbeiten.

Aufgrund ihrer Eigenschaften kommen die Styrofoam Platten neben dem Baubereich auch in vielen weiteren Anwendungen zum Einsatz: z.B. in Wohnmobilen und Kühlfahrzeugen usw.

Dank XENERGY™, dem extrudierten Polystyrol mit verbesserter Dämmeigenschaften, wird eine höhere Leistung bei niedrigen Kosten erzielt. Die neue Generation von XPS, XENERGY™, hat eine bis zu 20 % verbesserte Dämmleistung und verwendet bei der Herstellung CO2 als Treibmittel.

XENERGY™ erfüllt die Anforderungen für den Einsatz bei DGNB zertifizierten Gebäuden.

Aufgrund der um ca. 20 % besseren Dämmungsleistung ist es mit XENERGY™ möglich die hohen Anforderungen an den Wärmeschutz bei relativ geringen Aufbauhöhen zu erfüllen.

Eine ressourcenschonende Lösung, um die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens zu unterstützen.

Hier Kontakt anfordern

Hier gelangen Sie zu unseren Produkten

Hier laden Sie die Ravago Broschüre herunter

Ravago Building Solutions Germany GmbH 
Value Park Y51
06258 Schkopau

info.de.rbs@ravago.com

 

 

 

Mauerwerk

Ziegel mit Nadelholzfasern

Seit Ende letzten Jahres die Bauarbeiten an der Kinder­tagesstätte „Arche Noah“ im hessischen Hainburg beendet wurden, finden weitere 25 Kinder Platz zum Lernen und Spielen. Für die Sanierung und Erweiterung hatte die Gemeinde knapp 1,4 Millionen Euro bereitgestellt. Das mit der Planung und Bauleitung beauftragte Architekten & Ingenieurbüro Michael Kopp ergänzte den Bestandsbau in Längsrichtung und schob zwischen die beiden Pultdächer ein Obergeschoss für Personalräume ein. Zwar stellte der Anbau keine besonderen bautechnischen Anforderungen, Bauherr und Architekt waren aber umso mehr an einer anspruchsvollen Ausführung interessiert. So war auch das Konzept des „W07 Silvacor“ der Unipor-Gruppe ausschlaggebend dafür, diesen Ziegel der neuesten Generation für das Außenmauerwerk zu verwenden. Seine Hohlräume sind mit einem Dämmstoff aus sortenreinen Nadelholzfasern verfüllt, was den Mauerziegel zu einer umwelt- und ressourcenschonenden, wohngesunden sowie hoch wärmedämmenden Lösung im Hausbau macht. Hier spielt auch die regionale Herkunft des Baustoffs mit hinein, der vom Unipor-Mitgliedswerk Franz Wenzel, ebenfalls an­sässig in Hainburg, geliefert wurde. Der W07 Silvacor wird nach dem Brennen akkurat auf Maß geschliffen, was eine durchgängig gleichmäßig dünne Lagerfuge garantiert. Dadurch wird die Wärme­leitzahl von 0,07 W/(mK) nicht nur rechnerisch, sondern auch beim fertiggestellten Mauerwerk erreicht. Bei einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern beträgt der U-Wert 0,18 W/(m2K). Da auch die Innenwände komplett aus Ziegeln erstellt sowie umweltfreundliche Boden­beläge und Anstriche eingesetzt wurden, ließ sich für die Kinder ein wohngesundes Umfeld schaffen.

www.unipor.de

 

Sonnenschutz

Gewebe aus PET-Flaschen

Das auf Sicht- und Sonnenschutz ausgerichtete Unternehmen Erfal aus Falkenstein hat seine Textilkollektion um 20 Stoffe erweitert, die sich durch besonders hohe Nachhaltigkeit auszeichnen. Sie bestehen zu mindestens 65 Prozent aus recyceltem PET, was bedeutet, dass pro Quadratmeter Gewebe bis zu sechs PET-Flaschen aufbereitet und wiederverwendet werden. Darüber hinaus sind die Stoffe zu 100 Prozent recycelbar, weshalb sie bei Zertifizierungen nach DGNB, BREEAM oder LEED eingesetzt werden können. Einige der Gewebe verfügen zudem über das Cradle-to-Cradle-Zertifikat in Bronze.

www.erfal.de/architektenportal

Mauerwerk

Ziegel mit ­niedrigem U-Wert

Der Mauerziegel „W07 Silvacor“ von Unipor erfüllt auch in 42,5 Zentimetern Wandbreite höchste energetische Anforderungen. Das bestätigte jetzt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin. Mit einem Wärmeleitwert von 0,07 W/(mK) ermöglicht dieses Produkt das Errichten von Wänden, die in monolithischer Bauweise einen besonders niedrigen U-Wert von 0,16 W/(m2K) erreichen. Die Dämmstoff-Füllung besteht aus schadstoffgeprüften und vollständig biologisch abbaubaren Nadelholzfasern. Die baubiologische Qualität des Mauerziegels wurde vom Institut für Baubiologie Rosenheim (IBR) mit seinem Prüfsiegel bestätigt.

www.unipor.de