Modulbau

ThinkTank In Kehl

Grossmann Architekten mit Sitz im baden-württembergischen Kehl können auf zahlreiche internationale Großprojekte verweisen. Dagegen ist der „Thinktank am See“ ein Winzling, der architektonische Anspruch aber ebenso hoch. Jürgen Grossmann hat auf einem ­Firmengelände in Kehl ein Modulgebäude entworfen, das sich voll und ganz in die idyllische Umgebung integriert: viel Grün in unterschiedlichen Facetten und ein ­Koiteich vor leicht ansteigender Hangkulisse. „Mir war von Anfang an klar: Dieses Naturschauspiel darf in keiner Weise beeinträchtigt werden. Raummodule erweisen sich als eine intelligente Lösung, denn sie lassen sich naturschonend an der gewünschten Stelle platzieren“, erläutert der Architekt. Gewählt wurden dafür zwei großzügig verglaste Stahlmodule von Algeco. Sie sind so übereinandergesetzt, dass über einer schwimmenden Terrasse ähnlich einer Landungsbrücke ein rundum verglastes Bauteil quasi in den See sticht. Auch die Erdgeschossfront öffnet sich mit ausfüllenden Fenstern unmittelbar dem Wasser, während darüber eine zweite Terrasse Erholung inmitten des altehrwürdigen Baumbestandes verspricht. Die spiegelnden, stahlgerahmten Glasflächen intensivieren das Schauspiel, Architektur verschmilzt mit der Natur. Der untere Raum mit Seeterrasse fungiert als Thinktank oder Besprechungsraum, während das obere Modul als Fitnessraum mit Blick ins Grüne genutzt wird.

www.algeco.de

Modulbau

Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren in Gummersbach

Standort der neuen Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS) ist das historische Steinmüller-Gelände, eine ehemalige Industriebrache, die inzwischen zu einem wichtigen Teil der Gummersbacher Innenstadt geworden ist. Der Erweiterungsbau bietet Platz für 400 Schüler und Schülerinnen. Bauherr ist der Oberbergische Kreis, der eine Lösung für den steigenden Bedarf an Aus-, Fort- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen finden musste. Um einen langwierigen konventionellen Bauprozess zu vermeiden, setzten die Verantwortlichen auf die Modulbauweise. Mit dem Bauen aus einer Hand, zu Festpreis und Fixtermin, hatte man bei anderen Projekten bereits gute Erfahrungen gemacht. Aus der europaweiten Ausschreibung ging die Alho Systembau GmbH als bester und günstigster Anbieter hervor. Nach Auftragsvergabe wurde der Gebäudeentwurf von Susanne Nefzger – Architektin in der Abteilung Hochbau und Bauinstandhaltung des Oberbergischen Kreises – vom Alho-Planungsteam in ein Modulbauraster gegliedert und die Werkplanung erstellt. Insgesamt 72 Raummodule aus Stahl wurden mit einem Vorfertigungsgrad von 70 Prozent produziert und in drei Wochen auf der Baustelle montiert.

Der viergeschossige, rund 65 Meter lange und 15 Meter breite Gebäuderiegel wird an einer Schmalseite über einen in das Gebäudevolumen eingeschnittenen, wettergeschützten Vorplatz erschlossen. Die zweigeschossige, repräsentative Eingangshalle erhält über eine Pfosten-Riegel-Glasfassade viel Tageslicht und hat über eine Galerie Sichtbezug ins erste Obergeschoss. Besonderheiten sind unter anderem ein großer stützenfreier Veranstaltungssaal sowie die Erschließung über eine gläserne Aufzugsanlage. Mit der weißen Putzfassade und dem schwarzen Sockel aus Riemchenklinkern wurden die im Bergischen Land traditionellen Fassadenfarben Schwarz und Weiß aufgegriffen. Farbige Felder in den liegenden Fensterbändern setzen kontrastierende Akzente. Das Akademiegebäude konnte mit 8,4 Millionen Euro Baukosten die anfangs angesetzten zehn Millionen Euro um mehr als eine Million unterschreiten.

Ein paar knifflige Details galt es bei der Planung dennoch zu meistern – die Stützenfreiheit im über 100 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal zum Beispiel, für dessen einwandfreie Statik Alho eine spezielle Aufhängung an den Modulen des darüberliegenden Geschosses konzipierte. Auch für die Konstruktion der zwei Geschosse übergreifenden Eingangshalle mussten Sondermodule entwickelt und hergestellt werden.

www.alho.com

Modulbau

DIBt-Zulassung für Modulbau-System vereinfacht die Baugenehmigung

Nach intensiven Prüfungen und Versuchen hat das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) dem Hersteller Kleusberg die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) für sein modulares Bausystem erteilt. Das Unternehmen hatte die Zulassung beantragt, um den Prozess der Baugenehmigung zu vereinfachen und eine standardisierte Vorgehensweise zu etablieren. Kleusberg ist der erste Anbieter mit dieser Zulassung.

Neubauten in Deutschland sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Landesbauordnungen unterscheiden zwischen geregelten, nicht geregelten und sonstigen Bauprodukten und Bauarten. Bei der Modulbauweise handelt es sich grundsätzlich zunächst einmal um eine nicht geregelte Bauart. Die Genehmigungsfähigkeit ist trotzdem nicht eingeschränkt, aber der Weg zum Erreichen dieses Ziels ist ein anderer. Während für geregelte Bauprodukte und Bauarten technische Baubestimmungen bestehen, gibt es für Modulgebäude Ver- und Anwendbarkeitsnachweise, die für eine Genehmigung zu erbringen sind. Dazu zählen allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ), allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (abP) sowie die Zustimmung im Einzelfall (ZiE) beziehungsweise vorhabenbezogene Bauartgenehmigungen (vBG). Die beiden letztgenannten Nachweise gelten jedoch nur projektbezogen für ein Bauvorhaben. Die aBG stellt nun einen Anwendbarkeitsnachweis nach Landesbauordnung für den Modulbau als Bauart dar. Der Zulassungsprozess hierfür ist aufwendig und erfordert unter anderem zahlreiche Brandversuche und -prüfungen. Diese dienen dazu, die Grundanforderungen an Bauwerke, die in der Musterbauordnung (MBO) festgeschrieben sind, für eine Bauart nachzuweisen. In der Praxis ergibt sich daraus der Vorteil, dass der Genehmigungsprozess für ein Modulgebäude deutlich vereinfacht wird.

Hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit ist es wichtig, zwischen Modul- und Containerbau zu unterscheiden. Im Vergleich zu Containerbauten handelt es sich bei Modulbauten um Gebäude, die ohne baurechtliche Einschränkungen zeitlich unbegrenzt genutzt werden. So kann beispielsweise der Nachweis für den konstruktiven Brandschutz mit einer Containerkonstruktion nicht gemäß den gültigen Normen erbracht werden. Welche Möglichkeiten der brandschutztechnischen Nachweisführung generell zur Verfügung stehen, ist im „Praxisleitfaden zu Anforderungen an Bauteile von Raumzellengebäuden als Stahltragkonstruktion aus Gründen des Brandschutzes“ aufgeführt. Erarbeitet wurde der im November 2020 veröffentlichte Praxisleitfaden vom Center Building and Infrastructure Engineering (CBI), zu dem Raumzellen-Hersteller sowie Experten der RWTH Aachen zählen, zusammen mit dem Bauministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Praxisleitfaden soll Bauherren, Planer und Behörden bei der Entscheidung für ein passendes Bausystem unterstützen.

www.kleusberg.de

Hier kommen Sie zum Praxisleitfaden.

Temporäre Lösung

Backshop in Haren

Gerade die Bauwirtschaft ist aufgrund ihres intensiven Materialverbrauchs zum schonenden Umgang mit den Ressourcen aufgerufen. ELA Container bietet diesbezüglich einen Mehrfachnutzen, denn die Allzweckmodule lassen sich wiederholt mit minimalem Einsatz jedem Raumbedarf anpassen und nach Kundenwunsch individualisieren. Die Containeranlage auf dem Marktplatz im niedersächsischen Haren ist bereits zum dritten Mal im Einsatz. Diesmal als Backshop, der bis zum Abschluss der Renovierung der Bäckerei Schäfer als Interimslösung dient. Für die benötigte Nutzfläche von 36 Quadratmetern wurden zwei Module längsseitig miteinander kombiniert. Zuvor wurde die Anlage als Infopoint und Showroom genutzt. Ihre kompakten Abmessungen und die bodentiefen Fenster eignen sich jedoch ebenso gut als Verkaufsraum. ELA Container lieferte die Module bezugsfertig ausgestattet mit Elektroinstallation, LED-Beleuchtung, Rauchwarnmeldern und Vinylboden.

www.container.de

Innenausbau

Trennwände zum Mieten

Die Isinger + Merz GmbH bietet unter ihrer Marke „Trennwandmieten.de“ temporäre Trennwände zur Miete und zum Kauf an. Genutzt wird dafür das „ISIDesign“-Trennwandsystem, das mit geringem Aufwand auf- und wieder abgebaut werden kann. Ermöglicht wird das, weil die Montage der Wände ohne Bodenanker und die Verbindung zur Decke durch Pressung erfolgt. Die sechs Modulelemente, aus denen das Alu-Rahmen-System besteht, sind flexibel kombinierbar und werden nur miteinander verschraubt – hoch, quer, quadratisch, rechteckig, bis zu Plattenlängen von drei Metern. Die Rahmen haben eine nutzbare Tiefe von 100 Millimetern, sodass sich darin auch Versorgungsleitungen verlegen lassen. Die Beplankung erfolgt ein- oder beidseitig durch vorgefertigte Platten aus Holz, Metall oder Stoff in allen Wunschfarben. Diese Platten werden werkzeuglos mittels Klemmen eingehängt. Ein umfangreiches Zubehörprogramm aus Medienborden, Vitrinen, flächenbündig integrierten Monitoren, Türen, Schallschutzkomponenten und mehr erweitert die Nutzung über die reine Trennfunktion hinaus.

www.trennwandmieten.de

Holzelementbauweise

Holzmodule für Schule in Berlin

Der Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg setzt in seiner Schulplanung auf temporäre Gebäude in modularer Holzbauweise – „Fliegende Klassenzimmer“ genannt. Als Prototyp dient das Projekt auf dem Sportplatz der Grundschule „Auf dem Tempelhofer Feld“. Geplant und umgesetzt wurde es von den Architekten des Bezirksamtes zusammen mit der Schweizer Holzbaufirma Blumer-Lehmann AG. Der eingeschossige Holzmodulbau mit Lärchenfassade und umlaufendem Laubengang verfügt über acht Klassenzimmer mit 40 bis 60 Quadratmetern Fläche. Zusätzlich gibt es zwei Lehrerzimmer, eine Teeküche sowie Lager- und Sanitärräume. Der Baukörper setzt sich aus 28 Einzelmodulen in Holzelementbauweise mit einer Breite von 2,95 Metern zusammen. Die Module wurden mit etwa vier Monaten Vorlauf im Werk vorgefertigt und vor Ort in vier Tagen aufgebaut. Der zusammengesetzte Baukörper fußt auf Stahlträgern und ist mit 3,60 Meter langen Schraubfundamenten im Erdboden verankert.

www.lehmann-gruppe.ch

Modulbau

Schulhort in Potsdam

In den Schulen Potsdams reichte das Betreuungsangebot nach dem Unterricht für die acht- bis zwölfjährigen Schüler nicht mehr aus. So entschieden die Verantwortlichen in der brandenburgischen Landeshauptstadt, weitere Hortplätze zu schaffen. Um die Aufgabe im geforderten Zeitrahmen zu realisieren, entschloss sich der Kommunale Immobilien Service (KIS) als Bauherr für die modulare Bauweise. Den Zuschlag für das dreigeschossige Bauwerk erhielt Kleusberg. Das Architekturbüro Leitplan aus Berlin übernahm im Rahmen der Objektplanung die Leistungsphasen 2–8 und war bereits mit der vorangegangenen Machbarkeitsstudie betraut.

Das Hortgebäude in der Lotte-Pulewka-Straße am Rande des innerstädtischen Nutheparks bietet 240 Kindern Platz. Für die Fassade haben die Architekten Holz und Putz kombiniert. Den Blick ziehen aber vor allem die modern interpretierten und farblich abgesetzten Erker an. Sie sind im Inneren als kleine Nischen ausgebildet, die zum Spielen oder Sitzen genutzt werden und zudem einen ungehinderten Blick ins Freie eröffnen. Aber auch insgesamt verfügt der Hort über abwechslungsreiche Räume, die die Selbstbildungspotenziale der Kinder nach dem dort praktizierten pädagogischen Konzept von Friedrich Fröbel anregen sollen. Demnach werden keine Gruppen vorbestimmt, sondern sie ergeben sich je nach Interessengebiet. Daher ermöglichen auch spezielle Bereiche viel Bewegungsfreiheit zum Toben, Turnen oder Musizieren. Andererseits laden Rückzugsorte zum Ruhen oder Lesen ein. Als barrierefreie Einrichtung ist das Modulgebäude unter anderem mit einer Aufzugsanlage, automatischen Türöffnern und kontrastreich markierten Treppenstufen ausgestattet. Die außen liegende Treppe ist Teil des Brandschutzkonzeptes. Um diese ebenfalls architektonisch hervorzuheben, wurde sie mit grauen Stahlplatten und Alu-Lochblechen verkleidet.

www.kleusberg.de

Temporärer Bau

Meetingräume in Grenzach-Wyhlen

Containergebäude für temporäre Nutzungen sind in der Regel keine optischen Highlights, denn hierfür werden die einzelnen Module aufgrund der statischen Gegebenheiten direkt übereinandergestapelt. Das Pharmaunternehmen Roche Deutschland plädierte jedoch für Meetingräume am Standort im baden-württembergischen Grenzach-Wyhlen für eine versetzte Anordnung. Auf diese Weise sollte auf der einen Seite eine Überdachung und auf der anderen eine Dachterrasse entstehen. ELA Container, das Unternehmen, das die Mietanlage mit 144 Quadratmetern Nutzfläche lieferte, realisierte die versetzte Montage mithilfe von Zwischenrahmen. Daraus ergab sich neben den gewünschten funktionalen Effekten zugleich eine für Containeranlagen nicht alltägliche Architektur.

Das Gebäude setzt sich aus acht extrabreiten „Premium“-Containern mit individueller Lackierung in Anthrazitgrau (RAL 7016) zusammen. Im Erdgeschoss befinden sich drei Meetingräume, eine Küche und zwei Sanitärbereiche. Das Obergeschoss bildet einen großen Raum von siebzig Quadratmetern, der als Hörsaal fungiert. Das obere Stockwerk kann über eine verzinkte Stahl-Außentreppe erreicht werden. Bodentiefe Kunststoff-Drehkipp-Fenster lassen viel Licht herein und sorgen gemeinsam mit der Isolierverglasung, den Rollläden und den Split-Klimageräten jahreszeitenunabhängig für ein angenehmes Raumklima.

www.container.de

Modulbau

Labor-Neubau in Bremen

Das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen erweiterte seinen Gebäudebestand um ein neues Labor in Modulbauweise, das Cadolto realisierte. Das Unternehmen verfügt bereits über modular konzipierte Labortypen, die schnell konkrete Musterplanungen erlauben. Auf dieser Basis erstellte die Arbeitsgemeinschaft NPC Architekten und beratende Ingenieure aus Hamburg unter Leitung des verantwortlichen Architekten Alexander Joesten die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Nach Inbetriebnahme arbeiten in dem neuen Labor Mikrobiologen, Molekularbiologen und Biochemiker an der Erforschung mariner Mikroorganismen. Das neue Labor erfüllt die biologische Sicherheitsstufe (biosafety level) 2 und ist mit einer Klimazelle ausgestattet, die eine wärmende sowie kühlende Funktion übernimmt. So kann die Raumtemperatur innerhalb kurzer Zeit an die unterschiedlichen Forschungsarbeiten angepasst werden.

Die Labore wurden zudem mit seewasserfesten und gegen viele Lösungsmittel beständigen Arbeitsoberflächen ausgestattet. Die Anbindung der technischen Laborgase und Versorgungsmedien erfolgte über die bestehende Infrastruktur am Max-Planck-Institut. Die 29 Module für das dreigeschossige Gebäude mit einer Fläche von insgesamt 1.400 Quadratmetern wurden mit einem hohen Vorfertigungsgrad in den Werkhallen produziert und innerhalb weniger Tage per Lkw auf die Baustelle transportiert und dort aufgestellt. Neben den Laboren sind in dem Neubau Büro- und Gemeinschaftsräume untergebracht. Darüber hinaus wurde das Gebäude mit einem gläsernen Verbindungsgang an das Bestandsgebäude des Instituts angebunden.

www.cadolto.com

Modulbau

Verwaltungsneubau in Coswig

Die Geschäftsführung der auf modulare Gebäude spezialisierten Alho-Gruppe entschied sich für einen Büroneubau als Zentrale ihres Tochterunternehmens ProContain. Die deutlich gestiegene Zahl an Mitarbeitern erforderte diesen Schritt. Mit der Planung wurde die LHVH Architekten Partnerschaft aus Köln beauftragt. Architekt Frank Holschbach konzipierte den dreigeschossigen Neubau im sächsischen Coswig als schlanken Zweispänner, der auf rund 60 Metern Länge rechts und links des mittig angelegten Flurs Platz für lichtdurchflutete Besprechungsräume, komfortable Büros und viele weitere Raumnutzungen bietet.

Errichtet wurde das Gebäude als Hybridkonstruktion mit Sichtbetonbauteilen und 31 im Alho-Werk vorgefertigten Raummodulen, die auf ein betoniertes Untergeschoss aufgesetzt wurden. An einem Gebäudeende wurde auf einer Länge von rund 27 Metern ein zwei Stockwerke hoher Betontisch ausgebildet. Das erste Obergeschoss dockt mit seinen Raummodulen daran an, das zweite schiebt sich in Modulbauweise darüber. Eine Sichtbetonmauer markiert – als Einfassung für die Lkw-Einfahrt auf den Werkhof – zusammen mit weiteren Sichtbetonelementen wie Stützen und Wänden im Bereich des Foyers und Treppenhauses diese Konstruktions- und Materialzäsur.

Außen wurde der Neubau mit einer Aluminiumfassade gestaltet, bestehend aus wechselnd angeordneten schlanken hochformatigen Paneelen und raumhohen Fensterelementen. Über Letztere werden die Räume zugleich natürlich belüftet. „Zwischen zwei Bürofenstern haben wir außerdem passgenau ein raumhohes Installationspaneel für die vertikale Verlegung von Kabeln und IT-Anschlüssen entwickelt“, erklärt Frank Holschbach. Das ermöglicht eine besonders flexible Nutzung der Bürofläche, denn die Technik lässt sich dadurch ohne großen Aufwand dort anbinden, wo sie gerade benötigt wird.

www.alho.com

Modulbau

Kita in Haar

Innerhalb von nur vier Wochen hat Algeco für die AWO München Land die Kita Pusteblume in Haar errichtet. Der Anbieter modularer Raumlösungen realisierte das Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Haar. Der Bauherr legte Wert auf einen Container-Look, der sich auf das Wesentliche beschränkt. Strahlendes Gelb und sattes Orange betonen die flexible Struktur der Bauweise und damit auch die Identität der Kita Pusteblume. Der eingeschossige Bau ist für den langfristigen Einsatz geplant – gleichzeitig lässt die modulare Anordnung genau die Spielräume zu, die Bildungsbauten heute erfüllen müssen: Das Gebäude lässt sich innerhalb kurzer Zeit erweitern, verkleinern oder umnutzen. Selbst ein Umzug an einen anderen Standort ist möglich. Die Kita ist mit einer Gesamtfläche von 300 Quadratmetern auf den Platzbedarf von 50 Kindern ausgelegt. Im Innern erwarten die Kids sonnendurchflutete Räume, die mit zahlreichen technischen und funktionalen Details ergänzt wurden. Alle Toiletten sind beispielsweise behindertengerecht, die Bäder enthalten Wickelkommoden, die Klinken der Außentüren sind erhöht angebracht und die Heizkörper verkleidet.

www.algeco.de