Modulbau

„Drehscheibenschule“ in Berlin-Pankow

Um möglichst viele Bestandsschulen sanieren und erweitern zu können, ohne dass der laufende Unterricht gestört wird, setzt Berlin im Rahmen seiner Schulbauoffensive auf sogenannte „Drehscheibenschulen“. Das sind Ausweichquartiere, die so lange genutzt werden, bis die Sanierung der jeweiligen Schule abgeschlossen ist.

Die erste Berliner „Drehscheibenschule“ wurde im August letzten Jahres am Eschengraben im Stadtbezirk Pankow eröffnet und bietet rund 600 Schülerinnen und Schülern Platz. Obwohl es sich um ein Interimsgebäude handelt, entschied sich das Bezirksamt Pankow nicht für eine temporäre Containeranlage, sondern für ein dauerhaft nutzbares Modulgebäude.

Errichtet wurde der viergeschossige Neubau aus 204 vorgefertigten Stahlmodulen von Alho. Der Bauherr strebte bei der „Drehscheibenschule“ zudem in puncto Nachhaltigkeit die BNB-Zertifizierung in Silber an. Dementsprechend wurde das Gebäude entworfen und zum Bau ausgeschrieben.

Sarah Foth, die als Gruppenleiterin im Bezirksamt Pankow an der Planung mitwirkte, sagt: „Hierbei konnten sehr gute Werte – vor allem in den Kategorien ökologische Qualität und technische Qualität durch Alho erzielt werden.“ Dabei wirkt sich die Recyclingquote von über 90 Prozent besonders positiv aus.

Der Vorentwurf, auf dessen Grundlage Alho als geeignetster Modulbauanbieter ermittelt wurde, stammt vom Berliner Architekturbüro FFP Architekten. Architekt Volker Domroes berichtet: „Mit der Planung in Stahl-Modulbauweise hatten wir bis dato zwar noch keine Erfahrung, unser Vorentwurf war aber von Anfang an auf das modulare Bauen ausgerichtet und wurde später noch geringfügig an das Alho-System angepasst.“

Das Raumprogramm basiert auf der Idee, 600 Kindern, egal welchen Alters, gut ausgestattete Unterrichtsräume zur Verfügung stellen zu können. ¬Daher wurde das Schulgebäude nicht für eine spezielle Zielgruppe konzipiert, sondern es lässt sich den unterschiedlichen Schulformen der Klassen eins bis zwölf flexibel anpassen. So gibt es neben den Klassen- und Gruppenräumen wandelbare Räume, wie zum Beispiel den Naturwissenschaftsraum, der als Chemie-, Physik- oder Biologieraum genutzt werden kann.

Modul-Hybrid-Bau

Unternehmenszentrale in Hildesheim

Nach über 85 Jahren haben die Harzwasserwerke Mitte letzten Jahres ihre neue Firmenzentrale im Hildesheimer Ostend bezogen. Der Standortwechsel vom einstigen Sitz in der Nikolaistraße erfolgte aus Platzgründen. Nach der Grundsteinlegung im Februar 2022 wurde der moderne Bürokomplex mit einer Gesamtfläche von 5.400 Quadratmetern von Kleusberg in Modul-Hybrid-Bauweise in nur sieben Monaten fertiggestellt. Die Kombination aus modularer und konventioneller Stahlbetonbauweise ermöglichte maximale Gestaltungsfreiheit für Planer und Bauherrn. Der Entwurf stammt von Richter Architekten aus Braunlage.

In den dreigeschossigen Gebäudeteilen befinden sich die Büros. Der eingeschossige Trakt, der die Tagungsräume beherbergt, ist auch vom Besucherparkplatz aus zugänglich und getrennt nutzbar. Optisch grenzt sich dieser Bereich durch Holzelemente von der Metallkassetten-Fassade des Bürokomplexes ab. Blau- und Grüntöne an den Laibungselementen der Fenster akzentuieren die äußere Erscheinung und sorgen je nach Lichteinfall für eine wechselvolle Optik. Die Farben symbolisieren zudem das Thema Wasser und greifen das blau-grüne Logo des Unternehmens auf.

Neben Kombibüros verfügt der Baukomplex über Teilbereiche, in denen das Business-Club-Prinzip gelebt wird. Dieses sieht keine festen Bürozuordnungen vor. Der Anteil an festen und flexiblen Arbeitsplätzen ist durch die Konstruktions- und Bauweise leicht zu variieren. Fixe Gebäudebestandteile sind lediglich die Stahl- und Betonstützen, die Sanitärblöcke sowie die Erschließungskerne. In allen anderen Bereichen lässt sich der Grundriss aufgrund der Trockenbauwände verändern.

Generell sind bei den hybriden Konstruktionen von Kleusberg alle baulichen Details und verwendeten Materialien sowie Konstruktionsverfahren aufeinander abgestimmt, komplett geprüft und unterliegen einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle. Sie verfügen über die allgemeine Bauartzulassung des DIBt.

Als naturnahes Unternehmen waren den Harzwasserwerken bei ihrem Neubau ökologische und nachhaltige Kriterien wichtig, die sich vor allem im Energiekonzept widerspiegeln. Das Projekt erhält die DGNB-Zertifizierung „Gold“.

Modulbau

Kita in Walddorfhäslach

Die am Ortsrand der baden-württembergischen Gemeinde Walddorfhäslach gelegene Kita Herdweg passt sich mit ihrer Holzfassade und dem begrünten Flachdach der angrenzenden Umgebung mit Wiesen, Feldern und Bäumen an. Das einstöckige Gebäude wurde innerhalb von nur drei Monaten von Algeco in Modulbauweise errichtet. Hierfür arbeitete das Unternehmen mit dem ortsansässigen Planungsbüro Neuscheler zusammen, das schon früher eine Kita-Sanierung in Walddorfhäslach und einen entsprechenden Anbau architektonisch begleitet hatte. „Dieses Mal bestand die Herausforderung nicht nur darin, ein Gebäude zu planen, das sich gut in das bestehende Umfeld einfügt. Auch musste es kreativ mit dem angrenzenden ehemaligen Kirchengebäude verbunden werden, das ebenfalls zur Kita umgebaut wurde“, erläutert Architekt Theodor Neuscheler.

Die aus 20 Modulen bestehende Kita bietet auf einer Fläche von 360 Quadratmetern Platz für drei Kita-Gruppen. Das Gebäude entspricht nicht nur den Richtlinien für Kindergärten, es erfüllt auch die Vorgaben des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes. Alle Fenster sind dreifach verglast und mit elektrischen Außenjalousien oder Rollläden ausgestattet. Großzügige und lichtdurchflutete Flure und Räume mit freundlichen Linoleum-Bodenbelägen sollen eine Atmosphäre schaffen, in der sich die Kinder und die Erzieher und Erzieherinnen wohlfühlen. Die sanitären Einrichtungen enthalten zudem ein behindertengerechtes Bad mit WC. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen die automatische Belüftung der Ruheräume, abgehängte Akustikdecken, Türen mit Fingerklemmschutz sowie ein erhöhter Einbruchschutz.

Modulbau

Bürogebäude in Baden-Baden

Im Zuge der Neuorganisation des SWR am Standort Baden-Baden entstand für die SWR Media Services ein neues Bürogebäude. Damit finden die bisher auf verschiedene Gebäude des Geländes verteilten Mitarbeitenden unter einem Dach zusammen. Das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi entwarf hierfür einen Torbau, der durch seine Positionierung den Eingang zum SWR-Gelände markiert. Darin wurde mit Systemelementen von Feco eine identitätsstiftende Büroarbeitswelt geschaffen. Diese ermöglicht konzentriertes Arbeiten ebenso wie Kommunikation und Austausch im Team.

Markant ist die Eckausbildung der oberen beiden Teilgeschosse des vier- bis sechsgeschossigen Baukörpers. Der fünfeckige Grundriss organisiert sich um einen inneren Erschließungs- und Versorgungskern. Hochschalldämmende, mit der wandbündigen Doppelverglasung „fecofix“ mit umlaufend 20 Millimeter schlanken Rahmen ausgeführte Flurglaswände sorgen für attraktive Flurzonen mit Tageslichtbezug. Um bei Bedarf Diskretion zu ermöglichen, sind die Besprechungsräume mit Vorhängen ausgestattet. Der obere Deckenanschluss erfolgt jeweils an die Stahlbetondecke.

Geschlossene Wandoberteile nehmen als Vollwand die Überströmelemente „fecoair“ auf und ermöglichen Leitungsdurchdringungen der sichtbar geführten Haustechnik.
Die wandintegrierten Überströmelemente ­gewährleisten den Luftaustausch zwischen ­Büro und Flur und bieten gleichzeitig Schallschutz. Die Türen sind jeweils flurseitig bündig als Alurahmen-Glastüren oder Holztür­elemente ausgeführt. Beide Lösungen erfüllen die Schallschutzklasse 2, Rw,P = 37 Dezibel. ­Holztüren und Vollwandoberteile sind mit Echtaluminiumschichtstoff passend zur eloxierten Profiloberfläche in Aluminiumsilber belegt. Die Bürozwischenwände vermitteln mit der Oberlichtverglasung einen groß­zügigen Raumeindruck.

Modulbau

Wohn- und Geschäftshaus mit Eisspeicher in Morsbach

In Morsbach, einer Gemeinde zwischen Köln und Siegen, ist ein moderner Neubau entstanden, der Einkaufen, Arbeiten und Wohnen auf drei Geschossen und einer Gesamtfläche von 5.424 Quadratmetern unter einem Dach vereint. Das Erdgeschoss, die Treppenhäuser und die Technikräume wurden konventionell mit Beton errichtet. Darauf wurden für das erste und zweite Obergeschoss Stahlmodule von Alho gesetzt. Energetisch hat das Gebäude Vorbildcharakter: Das hier eingesetzte Eisspeicher-Energiesystem ist trotz CO2-freier Energieerzeugung eine noch nicht weit verbreitete Technologie. 

Der Eisspeicher besteht aus einem unterirdischen, mit Wasser gefüllten Betontank und ist über eine Rohrwendel – ähnlich einem Tauchsieder – mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe verbunden. Diese entzieht dem Eisspeicher die Wärme und verdichtet sie auf eine höhere Vorlauftemperatur zum Heizen des Gebäudes. Durch den Entzug der Wärme aus dem Eisspeicher vereist das System bis zum Ende der Heizperiode. Im Sommer wird dann dem vereisten Wasser die Kälte entzogen und über die Fußbodenheizung in die Räume zu deren Kühlung geleitet. 

Das gezielte Wechselspiel von Wärmeentzug zum Gefrieren und Regeneration – also der Wärmezufuhr zum Auftauen – kann nahezu endlos wiederholt und die Energie somit unbegrenzt nutzbar gemacht werden. Der Eis-Energiespeicher und die Wärmepumpe wurden mit einem Solar-Absorber und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach für die Stromerzeugung zu einem nachhaltigen und höchst wirtschaftlichen Energiesystem vereint. Info: alho.com

Modulbau

Kita in Eisingen

MOD21 hat in diesem Jahr begonnen, seine modulare Holzbauweise auf dem deutschen Markt zu etablieren. Das Unternehmen verfügt über einen Sitz in Düsseldorf sowie einen Produktionsstandort im polnischen Ostaszewo. Die 22.000 Quadratmeter große Fertigungshalle, deren Ausrüstung einen Vorfertigungsgrad von bis zu 70 Prozent ermöglicht, ging erst vor wenigen Monaten in Betrieb. Das Leistungsspektrum umfasst die Herstellung von Raummodulen für Wohn-, Bildungs- und Gesundheitsbauten, Bürogebäude sowie Unterkünfte aller Art, zum Beispiel Hotels. Das erste Bauprojekt, die Kita „Fuchsbau“ in Eisingen (Baden-Württemberg), wurde bereits vor wenigen Wochen fertiggestellt. Die Kita bietet auf einer Bruttogeschossfläche von 532 Quadratmetern Platz für bis zu 60 Kinder. Beheizt wird das eingeschossige Gebäude mit einer Wärmepumpe, die Stromerzeugung erfolgt mittels Photovoltaikanlage auf dem Dach. Darüber hinaus wurden dezentrale Lüftungsgeräte eingebaut, um eine effektive Wärmerückgewinnung zu gewährleisten. Errichtet wurde die Kita innerhalb von vier Monaten, wobei die ­Vor-Ort-Montage der insgesamt 24 Module nur drei Tage in Anspruch nahm. Die maximalen Außenmaße der MOD21-Module betragen 12,00 x 4,20 x 4,00 Meter (L, B, H), wobei jedes Modul auf die gewünschten Anforderungen zugeschnitten wird und bei Ver­lassen des Werks bereits über die meisten Anschlüsse und ­Zwischenwände verfügt. Für die Grundkonstruktion wird Konstruktionsvollholz (KVH) eingesetzt, für Gebäude über der Hochhausgrenze wird auch Brettsperrholz (CLT-Holz) verwendet. Der Baustoff stammt aus kontrolliertem Anbau in Europa. Alle Lieferanten sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip ist am Ende der Nutzungsdauer ein Transport des Gebäudes zu einem anderen Standort, die Wiederaufbereitung oder ein ­Recycling der einzelnen Module möglich. Die Realisierung individueller Wünsche ist auch bei der Fassadengestaltung möglich. Das Spektrum reicht von vorgehängten, hinterlüfteten Lösungen bis hin zum Wärmedämmverbundsystem. Für den „Fuchsbau“ fiel die Wahl auf eine Holzbekleidung, deren farbliche Akzente für Aufmerksamkeit sorgen. MOD21 ist eine Tochterfirma des international agierenden Baukonzerns ERBUD. Mit der Neuausrichtung des Geschäftsfeldes zum modularen Holzbau können Gebäude jetzt auch in hybrider Bauweise realisiert werden. Info: MOD21.com

Modulbau

Mini-Markt für Nahversorgung auf dem Land

Mit der 24-Stunden-nahkauf-Box erprobt Rewe ein neues Format, um besonders Menschen in ländlichen Regionen mit Waren zu versorgen. Auf einer Fläche von knapp 40 Quadratmetern gibt es vom Apfel bis zur Zahnbürste praktisch alles, was den täglichen Bedarf an Waren deckt. Eingekauft werden kann hier rund um die Uhr, und das völlig ohne anwesendes Personal.
Der Mini-Shop basiert auf Raummodulen von Algeco. Hierfür werden zwei Module miteinander verbunden, die werkseitig bereits mit Fenstern und automatischer Türanlage nach Kundenwunsch ausgestattet wurden. Die Zeit für die Montage am Aufstellort ist beachtlich kurz: Bereits einen Tag nach der Baustellenvorbereitung übergab Algeco die Schlüssel und der Ausbau konnte beginnen. Bislang wurden seit Januar 2023 Modulshops in Altenahr im Ahrtal, im sächsischen Moritzburg (Ortsteil Friedewald), in Zeitz in Sachsen-Anhalt (Ortsteil Kayna) und im schwäbischen Haunsheim errichtet. Zwei weitere sind in Vorbereitung. Auftraggeber ist die Firma Kesseböhmer Ladenbau aus Bohmte, die das Design entsprechend den Material- und Farbvorgaben von Rewe entwickelt hat, das Gesamtprojekt leitet und die Innen- und Außengestaltung umsetzt. Betrieben werden die Läden durch selbstständige Kaufleute vor Ort, die sich nicht nur um den Warennachschub kümmern, sondern auch um die Wartung und Pflege. Die Resonanz auf diese Art der Nahversorgung soll durchweg positiv sein. Info: algeco.de

Modulbau

Büro- und Wohnhaus in Lingen

Das „CubeConnect“ genannte Büro- und Wohngebäude in der Münsteraner Straße im niedersächsischen Lingen ist ein Beispiel für das Bauen mit Modulen aus Holz. Errichtet wurde es innerhalb von sieben Monaten auf Niedrigenergiehaus-Niveau. Im Staffelgeschoss sind vier Wohnungen mit Aussicht auf die Stadt untergebracht, in den drei unteren Etagen haben sich fünf Unternehmer und Freiberufler ihre Büros eingerichtet. Einer der gewerblichen Nutzer ist das Ripperda Bauplanungs- & Ingenieurbüro, dessen Inhaber Carsten Ripperda das Gebäude entworfen hat. Das größtenteils weiß verputzte Bauwerk prägen große Vorsprünge, die sich aus der Platzierung der Module ergeben. „Normalerweise setzt man die Module bündig übereinander, und so sieht man einem Gebäude meist gar nicht mehr an, dass es sich um einen Holzmodulbau handelt“, erläutert Carsten Ripperda. „Aber wir wollten unterstreichen, dass wir an diese Art zu bauen glauben.“ So entstand die Idee, einige der Module nach außen versetzt zu montieren und sie so sichtbar zu machen. Die Vorsprünge wurden mit acht Millimeter dicken Fassadentafeln von Rockpanel der Serie „Woods“ im Design Erle beplankt. Entscheidend für die Wahl war die nahezu originalgetreue Holzoptik bei hoher Farbbeständigkeit und Wartungsfreiheit. Leichte Verschmutzungen können von den Tafeln einfach abgewaschen werden. Insgesamt wurden rund 200 Quadratmeter mit den Rockpanel-Woods bekleidet, wobei sie auf die Tragkonstruktion aus Holz einfach aufgeschraubt wurden. Die Tafeln bestehen aus gepresster Steinwolle und können beim Rückbau eines Gebäudes geschreddert, zerflockt und zu neuer Steinwolle-Dämmung verarbeitet werden. Da im Kupol-Ofen, in dem Steinwolle geschmolzen wird, über 1.000 Grad Celsius herrschen, verbrennt die industriell aufgebrachte Lackierung der Tafeln dort rückstandslos. Info: rockpanel.de

Modulbau

Gründerzentrum für Luftfahrttechnik in Manching

Für Gründer von Unternehmen ist ein hohes Maß an Flexibilität essenziell für den Erfolg. Schließlich sieht sich die Start-up-Szene schwer vorhersehbaren Bedingungen ausgesetzt. Schnelles Wachstum, starker Wettbewerb, Verzögerungen von Investitionen und häufig wechselnde Anforderungen kombiniert mit Homeoffice-Wünschen erschweren somit auch eine realistische Kalkulation der Büroflächen. Demzufolge sind flexible Konzepte an attraktiven Standorten gefragt, wie es das Beispiel des Gründerzentrums brigk-AIR im oberbayerischen Manching zeigt. Vor den Toren von Airbus und der Bundeswehr soll in Zusammenarbeit mit Start-ups und jungen Projektteams die Digitalisierung der Luftfahrtindustrie vorangetrieben werden. Die angestrebten Entwicklungen konzentrieren sich auf autonome Flug- und Fahrzeuge aller Art, einschließlich Flugtaxis und Drohnen für unterschiedlichste Anwendungen und damit verbundene Geschäftsmodelle. Das brigk-AIR ist ein Ableger des Digitalen Gründerzentrums brigk in Ingolstadt und wird vom bayerischen Wirtschaftsministerium und der Initiative „Gründerland Bayern“ gefördert. Aktuell stehen den Start-ups in Manching rund 500 Quadratmeter Bürofläche in einem Modulbau von Adapteo zur Verfügung. Die Errichtung des von Omlor-Weigert Architekten und Generalplaner aus Regensburg geplanten Gebäudes in Modulbauweise ist hier in doppelter Hinsicht von Vorteil. Festbauten waren am Standort – dem bisherigen Parkplatz von Airbus in Manching – nicht möglich. Deshalb bot sich ein modulares Gebäude zur Miete an, das sich wieder zurückbauen lässt. Andererseits kann das Raumangebot bei wachsender Nachfrage erweitert werden. Die Aufstockung einer weiteren Etage ist bereits geplant, da mit Beginn der Aktivitäten schon rund 200 Start-ups aus aller Welt ihr Interesse an Büroflächen bekundet haben.
Das Gründerzentrum steht für moderne Bürokonzepte und entspricht genau den Vorstellungen junger Unternehmer: große Büroräume, kleine Lounge- und Chilling-Areas, separate Meetingräume, zwei Dachterrassen, raumhohe Fenster für helle Räume, smarte LED-Leuchten mit Human-Centric-Lightning-Steuerung, Klimatisierung sowie dämmerungsgesteuerte Außenbeleuchtung. Darüber hinaus werden die Module aus wieder verwendbaren Materialien hergestellt, was der von den Mietern gewünschten Nachhaltigkeit entspricht. Info: adapteo.de

Modulbau

Mobiles Weinhaus in Meppen

Spirituosen aus aller Welt und Feinkostartikel – für diese große Auswahl an Qualitätsprodukten ist das Weinhaus Hülsmann in Meppen bekannt. Für die Zukunft stellen sich die Inhaber Martin und Joshua Hülsmann vor, ihr Sortiment noch besser zu präsentieren. Auch hätten sie gern mehr Platz für Events. Im bisherigen Gebäude wäre das nicht möglich gewesen, weshalb sie sich für die Variante Abriss und Neubau entschieden. Während der rund 18-monatigen Bauzeit zog das Weinhaus Hülsmann in eine Verkaufsraum-Lösung von ELA Container um. „Unserem Kunden ist es wichtig, sein Sortiment auch während der Umbauphase in einem angemessenen Ambiente zu präsentieren“, sagt Ralf Neelen, Area Sales Manager bei ELA. „Unsere langjährige Erfahrung in der Gestaltung von Verkaufsräumen war dabei sehr hilfreich.“ Als perfekte Lösung erwies sich in diesem Fall eine zweistöckige Verkaufs- und Büroanlage, die sich aus 16 extrabreiten „Premiumcontainern“ zusammensetzt und 280 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Das Erdgeschoss beherbergt einen repräsentativen Verkaufsraum, im Obergeschoss befinden sich die Büros, ein Aufenthaltsraum mit Küche und ein Sanitärraum. Beide Etagen sind über ein innen liegendes Treppenhaus verbunden. Für ein wertiges Ambiente sorgen das Holzdekor des Bodens, eine dem Sortiment entsprechende Innenausstattung sowie bodentiefe Fenster. Große Kunststoff-Dreh-Kipp-Fenster bringen viel Tageslicht ins Innere und für die LED-Beleuchtung wurde eine warme, angenehme Lichtfarbe gewählt. Gutes Klima gewährleisten eine Isolierverglasung und Split-Klimageräte, die sowohl heizen als auch kühlen können. Rauchwarnmelder sorgen für den Brandschutz und mobile ELA-Betonfundamente für einen perfekten Höhenausgleich und einen sicheren Stand des temporären Gebäudes. Info: container.de

Modulbau

Temporäre Kita in Dresden

Die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, die die an die „Dresdner Heide“ grenzende Kindertagesstätte „Heideland“ betreibt, musste die Einrichtung 2019 nach Ausdünstungen von Naphtalin plötzlich schließen. Die Kinder wurden auf andere Kitas in der Stadt verteilt – eine für alle Beteiligten belastende Ausnahmesituation. Während der alte Kindergarten abgerissen und bis 2026 als umfangreiches Gebäudeensemble für über 400 Kinder neu gebaut wird, hat die Stadt Dresden eine Interimslösung auf dem Kitagelände errichten lassen. Die öffentliche Ausschreibung hierfür konnte Fagsi für sich entscheiden. Das auf flexible Containeranlagen spezialisierte Unternehmen errichtete den zweigeschossigen und 1.172 Quadratmeter großen Interimsbau nach knapp einem Jahr Planungs- und nur 14 Wochen Bauzeit. Im Januar dieses Jahres war die Ersatz-Kita bezugsbereit.
Mit Beginn der Planung wurden alle Projektbeteiligten in den Prozess involviert. Architekten und externe Planungsverantwortliche haben bei Fagsi von Anfang an einen persönlichen Ansprechpartner. Mit ihm werden die wichtigsten Parameter des Bauvorhabens festgelegt. Leo Klotzsche, stellvertretender Leiter der Kita Heideland, sagt rückblickend: „Wir konnten schon früh unsere Wünsche und Ideen einbringen und das Raumangebot für unsere pädagogischen Ziele präzise definieren. Auch heute – fast sechs Monate nach Bezug des Mietgebäudes – erkundigt sich Fagsi regelmäßig, ob alles gut läuft oder etwas verbessert werden müsste.“ Architektin Susanne Pritzke, die als Projektkoordinatorin bei der IGC Ingenieurgemeinschaft Cossebaude die Bauüberwachung innehatte, erläutert zum weiteren Verlauf: „Bei der Planung von Interimsbauten mit Fagsi werden Teile der Ausführungsplanung, komplette Detailzeichnungen, der Feinablaufplan für die Bauzeit sowie die Koordinierung der Einzelgewerke vom Containerunternehmen komplett übernommen. Das spart Zeit und indirekt auch Geld.“ Die Dresdener Kita besteht aus insgesamt 70 Containern der Reihe „ProEnergy“. Diese Container erfüllen alle Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und dürfen für den Zeitraum von fünf Jahren – bei Bedarf nach erneuter Prüfung auch darüber hinaus – genutzt werden. Da Container Standardprodukte sind, ist der Freiraum bei der Fassadengestaltung eingeschränkt. So trägt eine Containerfassade in der Regel einen industriellen Charakter, es sei denn, der Bauherr investiert zusätzlich in eine vorgehängte Fassade. Bei der Kita Heideland wurde auf diese Lösung verzichtet, doch lockerten die Planer das Fassadenbild mit einer abwechslungsreichen Farbgebung auf. Info: fagsi.com