Fassade

Mehrfamilienhaus in Dachau

Das Münchner Büro lynx architecture wurde von einem privaten Investor mit der Planung eines Wohnhauses auf einem städtebaulich markanten Grundstück an einer stark frequentierten Straße unweit der Altstadt von Dachau beauftragt. Den Architekten Susanne Muhr, Volker Petereit und Dirk Härle gelang es trotz der strengen Vorschriften, ein architektonisch anspruchsvolles Gebäude mit einer teilweise lichtdurchlässigen Hülle aus bronzefarbenen und individuell gekanteten Aluminiumprofilen zu planen und in hoher Qualität zu realisieren.

Der Wohnbau sollte sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Balkonen oder Terrassen, eine Fahrrad- und eine Auto-Tiefgarage beherbergen sowie einen Gemeinschaftsgarten besitzen. Ihr Wunsch, das große Gebäude optisch in die benachbarte Einfamilienhaussiedlung der 1970er-Jahre einzubinden, brachte die Architekten auf die Idee, den Bau mit zwei Giebeln zu versehen, dabei aber auf sämtliche Überstände des Dachs zu verzichten. Die Wohnungen sind ausschließlich zum Garten hin ausgerichtet und die Belichtung erfolgt über tiefe Gebäudeeinschnitte. Erschlossen wird das Wohnhaus über Laubengänge hinter der straßenseitigen Fassade.

Ursprünglich war eine äußere Bekleidung in Anlehnung an die Holzlattung eines gegenüberliegenden Wohnhauses geplant. Bei der Suche nach einer ebenbürtigen Alternative stieß lynx architecture auf die Aluminium-Produkte von Prefa. Dabei wollten die Architekten aber nicht auf die feine, unregelmäßige Struktur von Holz verzichten. „Die Materialwahl war ein Herantasten. Letztlich sind es die unregelmäßig gefalteten und teilweise gelochten Aluminiumbleche geworden“, so das Architektenteam.

Mit der Spenglerei von Thomas und Matthias Engel wurde auch der Partner für die gewünschte Lochung und Verarbeitung des Aluminiums sowie die Verlegung von Dach und Fassade gefunden. Die zwei von den Architekten asymmetrisch gezeichneten Profilschnitte wurden mit einer speziellen Kantmaschine in einem Arbeitsgang vorgefertigt. Die Arbeitsvorbereiter und Verleger mussten darauf achten, beide Profiltypen über die gesamte Höhe vom First bis zum Boden nicht nur abwechselnd, sondern auch um 180 Grad gedreht einzusetzen, um ein möglichst unregelmäßiges Bild zu erreichen. Die partielle Lochung der Fassade verleiht dem Gebäude nicht nur nachts eine besondere Ausstrahlung, sondern sorgt auch tagsüber für eine interessante Belichtung der Laubengänge.

Info: prefa.de

Oberflächen

Neue Metall-­Fassade

Mit „Planum INOX“ hat Domico für sein Metallfassaden-System „Planum“ eine vollkommen neue Kombination aus verzinktem Stahl als Trägermaterial und einer wie Edelstahl anmuteten Oberfläche entwickelt. Statt der üblichen Bandbeschichtung mit unterschiedlichen Decklacken im Zweischichtenaufbau erfolgt bei Planum INOX die Härtung der Oberfläche mittels PVD-Technologie. Das dabei verwendete Titan ist extrem leicht, härter als Edelstahl, korrosionsbeständig auch gegen Chlorid-Lösungen und organische Säuren und hoch verschleißfest. Optional kann zusätzlich noch eine Nano-Keramikbeschichtung aufgebracht werden, die für einen Antifingerprint- und Selbstreinigungseffekt sorgt. Im Ergebnis führt die neue Technologie dazu, dass die neue Fassade deutlich günstiger und qualitativ hochwertiger als eine reine Edelstahlfassade ist. Planum INOX wird in den Farben Silber, Gold, Bronze und Grafit mit mattem oder gebürstetem Oberflächenfinish angeboten. Weitere Info unter: domico.at

Foto: Domico

Dachdeckung

Zentrum für Leben im Alter in Frankfurt am Main

Eine Besonderheit des Aja-Textor-Goethe-Hauses, eines 1985 erbauten Zentrums für Lebensgestaltung im Alter, ist die außergewöhnliche Geometrie seines Daches. Die Konstruktion erstreckt sich über drei Etagen und ist durch unterschiedliche Dachneigungen von nur wenigen Graden bis hin zu steilen Flächen bei den Geschossübergängen geprägt. Außerdem ist die Fläche von rund 200 Dachfenstern und diversen Lamellenlüftern durchdrungen. Nach etwa 35 Jahren der Nutzung erforderten die hohen Instandhaltungskosten aufgrund der immer wiederkehrenden Reparaturen an der alten Bitumenabdichtung eine grundlegende Sanierung. Mit dem neuen Aluminium-Dach aus Prefalz im Doppelstehfalzsystem und den Dachschindeln von Prefa wurde das Gebäude nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch energetisch zeitgemäß aufgerüstet. Gleichzeitig wurde das komplette Obergeschoss mit seinen zahlreichen Appartements in unterschiedlichen Größen und Grundrissen neu gestaltet. Da der Umbau nur im laufenden Betrieb des Altenpflegezentrums und unter Berücksichtigung der Witterung erfolgen konnte, betrug die Bauzeit zwei Jahre. Unter diesen Umständen arbeiteten der Architekt Andreas Geipel vom Planungsbüro BauAtelier, der Leiter der Anwendungstechnik bei Prefa Konrad Hanf und das Team um Geschäftsführer Christian Müller vom Klempner-Fachbetrieb Ruhland sehr eng zusammen.

Die Unterkonstruktion wurde bis auf die Sparren entfernt und durch einen zeitgemäßen Dachaufbau inklusive einer Hinterlüftungsebene mit Querlüftung, einer Rauspundschalung und der Trennlage als Montageebene für die Dachdeckung ersetzt. Erschwerend bei Planung und Ausführung wirkten sich hierbei die komplizierte Geometrie und die Einbindung der vielen Dachflächenfenster und Durchdringungen aus. Andreas Geipel: „Durch die Kombination der unterschiedlichen Strukturen von Prefalz und den Prefa-Dachschindeln in der leicht marmorierten Farbe P.10 Steingrau ist es uns jedoch gelungen, die Form der organischen Architektur des Dachs über eine Fläche von mehr als 4.300 Quadratmetern hervorzuheben. Selbst kleine, verwinkelte Stellen ließen sich auf diese Weise in einer schönen Optik eindecken.“ Für die Ableitung der enormen Wassermassen, die bei starken Regenfällen entstehen, wurde im Vorfeld ein eigenes Konzept entwickelt, das sich auch auf die Anordnung der Scharen auswirkte. Das Wasser der oberen Dachflächen wird korrekt auf die untere Hauptrinne zugeleitet, die aus einem zwei Millimeter dicken Aluminiumblech gefertigt wurde und eine dauerhafte Dichtheit garantiert.

www.prefa.de

Kontaktflächen

Antimikrobiell und antiviral

Der Hersteller von Produkten aus Kupfer und Kupferlegierungen KME hat die neue Produktreihe „SaCup“ auf den Markt gebracht. Sie wurde entwickelt, um die antimikrobiellen und antiviralen Eigenschaften des Materials überall dort zu nutzen, wo Kontaktflächen eine potenzielle Infektionsquelle und ein Gesundheitsrisiko darstellen können. Die Linie umfasst eine Reihe von Fertigprodukten und Halbfabrikaten: Rohre, Bleche und kupferbeschichtete Spezialfolien, die für die Nutzung in unterschiedlichen Umgebungen konzipiert sind. Die entsprechenden Vorprodukte können nach Kundenwunsch auf Maß gefertigt werden. Die permanent keimneutralisierende Wirkung von Kupfer sorgt für eine schnelle Eliminierung von Viren, Bakterien und Pilzen. Für SARS-CoV-2 hat das Institut für Virologie der Universität Pisa nachgewiesen, dass die Viruslast auf Kupferoberflächen in zehn Minuten um 90 Prozent reduziert und in 60 Minuten zu 100 Prozent neutralisiert wird.

www.kme.com

Stahlbau

Treppenarchitektur

Eine Wendeltreppe aus Stahl, die über fünf Etagen reicht und wie aus einem Stück geschmiedet scheint

Im Neubau des im Februar eröffneten Instituts für Medizinische Systembiologie des Max-Delbrück-Centrums verbirgt sich ein gestalterisches Highlight: eine Wendeltreppe aus Stahl, die über fünf Etagen reicht und wie aus einem Stück geschmiedet scheint. Sie dient der zentralen Erschließung und bildet in dem von Staab Architekten geplanten Forschungsgebäude, das auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität in Berlin entstand, zugleich den kommunikativen Mittelpunkt. Die Planung und Ausführung, die auch die Berechnung und Erstellung einer prüffähigen Statik sowie den Schwingungsnachweis umfasste, erfolgte durch die Metallart Treppen GmbH.

Da die versetzt angeordneten ovalen Deckenöffnungen die durchgängige Sicht nach oben versperren, steht die Treppenanlage optisch im Mittelpunkt. Ihr skulpturaler Charakter wird durch die über alle Etagen freitragenden Treppenläufe erzeugt. Die handwerkliche Präzision wird zudem bei den Bauteilverbindungen der gebogenen Flächen deutlich, durch die ein fließender und ebenmäßiger Gesamteindruck der Treppenanlage entsteht. Dazu trägt auch die akkurate Ausführung der Stahlkonstruktion bei. Da der Überstand von der Tritt- zur Setzstufe nur zwei Millimeter beträgt, musste die Fase über die gesamte Stufenbreite sehr sorgfältig hergestellt werden. Sämtliche Fügestellen wurden sauber verschliffen, nachgespachtelt und nachgrundiert. Ein Rundrohrhandlauf verläuft gemäß der Treppengeometrie ansteigend gebogen und ist mit der äußeren Wange verbunden.

www.metallart-treppen.de

Aluminiumfassade

Wohnungen in Göteborg

Die Architektin Åsa Askergren und das Architekturbüro White haben im Göteborger Stadtentwicklungsgebiet Lindholmshamnen ein Wohnprojekt realisiert, das den Charme dieses ehemaligen Industriehafengeländes aufgreift und modern interpretiert. Geplant wurde ein Ensemble mit 133 Wohnungen für Familien, Singles, Studenten und Paare, die sich auf ein sechs-, ein acht- und ein 16-stöckiges Haus verteilen. Dazwischen befindet sich ein nur drei Geschosse hoher Kindergarten. „Wir haben hier klassische Formen mit innovativen Materialien kombiniert – basierend auf der Idee von Monolithen“, beschreibt Åsa Askergren ihr Konzept. Um diesen prägnanten Eindruck zu erzeugen, harmonieren die in den Erdfarben Ziegelrot, Dunkelgrün und Grau gehaltenen Fassaden mit der Umgebung und ändern zudem je nach Lichteinstrahlung ihr Erscheinungsbild. Als Fassadenbekleidung wurden Rauten aus Aluminium von Prefa gewählt. ­Entscheidend waren dafür neben dem Design im Industrial-Look auch Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Produkte bestehen zu einem hohen Teil aus recyceltem Aluminium. Für die Um­setzung des 6.000-Quadratmeter-Projekts war der Spenglerbetrieb Er-Jill verantwortlich.
An Inhaber Daniel Eriksson und seine Mitarbeiter stellte die Verlegung der ­insgesamt rund 100.000 Rauten hohe Anforderungen. Je ­höher das Gebäude, desto beschwerlicher ­wurden die Arbeiten bei Kälte und Sturm.

www.prefa.de

 

Fassade

Neuzugang im Welterbe

MGF Architekten haben für die Essener Folkwang Universität der Künste auf dem Campus Zollverein weitergebaut. Die hinterlüftete Metallfassade des Neubaus ist bereits preisgekrönt.

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden gehen mit der Zeit. Sie reagieren auf die ständig steigenden und sich wandelnden Anforderungen an das, was Gebäudehüllen energetisch und wirtschaftlich leisten müssen; gerne wird auch von intelligenten Fassaden gesprochen.

Seit 25 Jahren beobachtet ein Zusammenschluss verschiedener Hersteller, der „Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden“ (FVHF), die Entwicklungen. Um besonders gelungene Beispiele hervorzuheben, vergibt der FVHF seit 1999 den „Deutschen Fassadenpreis für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden“. Für den Jahrgang 2018, der in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur ausgelobt worden war, gingen gut 100 Einreichungen ein. Die Jury unter Vorsitz von Reiner Nagel vergab den Preis an den Fachbereich Gestalten der Essener Folkwang Universität der Künste (Foto). Der Neubau von MGF Architekten aus Stuttgart, der bereits den Titel der April-Ausgabe des DAB 2018 zierte, überzeugte die Jury durch „Qualität und Natürlichkeit“, aber auch aufgrund der „Kosteneffizienz durch moderne modulare Bauweisen und Vorfertigung“. Die vier versetzt angeordneten Kuben sind mit feuerverzinktem Stahlblech verkleidet und bilden nun den städtebaulichen Abschluss des Campus Welterbe Zollverein.

www.fvhf.de

Fassade

Perforiertes Aluminiumkleid

In Linz hat eine Feuerwache aus den Siebzigerjahren ein preisgekröntes Metallkleid erhalten.

Linz zählt gut 200.000 Einwohner und 14 Feuerwachen. Dort tun 200 Feuerwehrleute rund um die Uhr ihren Dienst, 19 davon in der Feuerwache Nord. Das Gebäude aus den Siebzigerjahren genügte schon länger nicht mehr den funktionalen und energetischen Anforderungen moderner Feuerwachen. Die Planer des ortsansässigen Büros archinauten dworschak + mühlbachler architekten stellten fest, dass bei allem Handlungsbedarf die Substanz des Hauses aber gut war, und überzeugten die Stadt deshalb von einer Sanierung und zusätzlich einer Erweiterung für den gewachsenen Raumbedarf. Das Ziel war, ein Vorzeigebeispiel aus Alt und Neu zu schaffen und die Feuerwache optisch in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

Zusammen mit dem winkelförmigen Altbau entstanden durch den Ergänzungsbau ein Übungs- und Betriebshof und zugleich ein Schutzschild zur angrenzenden Wohnbebauung. Wo es die umverteilten Funktionen erforderten, wurden die inneren Bereiche entkernt und neu strukturiert; die Tragstruktur blieb erhalten. Schlecht isolierte Betonteile sind nun frisch gedämmt; die Fenster hingegen wurden alle erneuert. Das Ensemble erhielt schließlich ein aus changierenden Aluminiumpaneelen zusammengesetztes und durch bewegliche Flügel perforiertes gemeinsames Kleid. Es sorgte dafür, dass die Feuerwache Nord unter 34 Einreichungen den ersten Platz des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Domico Architekturpreises 2018 belegte. Der namengebende Hersteller und Auslober ist ein österreichischer Familienbetrieb, der sich ganz der hochwertigen Metallverarbeitung im Baugewerbe verschrieben hat. Die Jury – unter Mitwirkung von DAB-Technik-Redakteurin Marion Goldmann – lobte vor allem den Einklang von Funktion und anspruchsvoller Architektur; Letztere sorge für eine neue Identität des Gebäudes und seine positive Wahrnehmung. Auffallend bei dieser zehnten Ausgabe des Preises war, dass vermehrt Projekte im Bestand eingereicht wurden. Den zweiten und dritten Preis erhielten der Firmensitz der Herrmann GmbH in Leutkirch von Redle Architekten und die ungewöhnliche Kombination aus Tankstelle und Studentenwohnheim in Innsbruck von kofler architects.

www.domico.at

Fassaden

Kreativ und nachhaltig

Nicht alltägliche Fassaden mit Klinkern, Glas und Metall sowie Ersatz der Ausfachung statt neuer Oberlichter.

Fassade mit La-Ola-Welle
Durch eine neue Metallfassade mit ausgestellten Lamellen ist ein Hochregal-Lager zum Blickfang geworden.
Zu den Liegenschaften und Gebäuden der internationalen Unternehmensgruppe Gedeon Richter zählt ein neungeschossiges turmartiges Lagerhaus am Hauptsitz in Budapest. Angesichts der voluminösen fensterlosen Masse wirkte es äußerst schmucklos. Der Bauherr strebte deshalb im Zuge der energetischen Sanierung auch eine optische Umgestaltung an, die das Lagerhaus zu einem Blickfang macht. Die ungarischen Architekten Nagy Csaba und Dániel Déri des Budapester Büros Archi-kon (Kft.) lösten diese Aufgabe, indem sie das Gebäude mit einem Metallkleid überzogen, das in seinem individuellen Faltenwurf Bewegung simuliert. Dafür wählten sie das Aluminium-Paneelsystem Planum von Domico mit besonders ebener Oberfläche und einer Deckbreite von 800 Millimetern. Ein Vorteil des Systems besteht in der Verlegemöglichkeit von oben nach unten, die bei diesem Projekt zur Ausführung kam. Das Gerüst kann dadurch bereits im Zuge der Arbeiten abgebaut werden.

typische kreuzförmige Rasterung der plan-ebenen Paneelfassade wurde nach einem vorgegebenen Prinzip lediglich horizontal verschoben – dies allerdings im standardisierten Paneel-Längenmaß, jeweils auch über alle Ecken rund um das Gebäude herum. Dadurch entstanden in den Flächen optisch sich überlagernde Parabelbögen, die übereck geführt sind und somit die harten Kanten des Kubus aufweichen. Die in Profilbreite zusätzlich in alle vertikalen Fugen integrierten Metallplatten und deren versetzte Anordnung erzeugen eine virtuelle wellenförmige Bewegung, die die Fassaden dreidimensional erscheinen lässt. Die rechtwinklig herausgestellten Lamellen bilden bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen spiegelnde Glanzflächen sowie scharfkantige Schlagschatten und intensivieren dadurch den Verlauf der Parabelmuster.

Eine besondere handwerkliche Herausforderung für das ausführende Unternehmen VÁZ-ÉP Kft. aus Székesfehérvár war das akkurate Kanten sämtlicher Planum-Eckprofile vor Ort. Schließlich galt es nicht nur, über die ganze Höhe exakte Gebäudekanten herzustellen, sondern auch den Fugenversatz maßgerecht in den benachbarten Flächen zu etablieren. Demgegenüber war die Montage der Lamellen dank definierter Anschraubwinkel in der Unterkonstruktion schnell Routine.
www.domico.at

Einschalige Lösung
Bei der Fassadensanierung eines Osloer Bürogebäudes erfüllen 15 Zentimeter schlanke Glaselemente den energetischen und denkmalpflegerischen Anspruch.

Das Bürogebäude Wergelandsveien 7 in Oslo wurde 1959 nach dem Entwurf des norwegischen Architekten Nils Holter errichtet. Sein Design verkörpert die spätmoderne Gestaltungsidee der Fünfziger- und Sechzigerjahre – deshalb steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Nach rund 55 Jahren erforderte die ungenügende Energieeffizienz eine Modernisierung des Gebäudes. Für die Fassaden hatten die Verantwortlichen zunächst eine herkömmliche Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Dreifachverglasung, Mineralwolldämmung und externem Sonnenschutz erwogen. Allerdings hätte die Erfüllung der energetischen Anforderungen eine Wanddicke erfordert, die das ursprüngliche Erscheinungsbild zu sehr verändert hätte. Das Glasfassadensystem „Qbiss Air“ mit seinem 100-Millimeter-Mehrkammer-Dämmkern von Trimo aus Trebnje in Slowenien erfüllte dagegen die Aufgabenstellung. Qbiss Air ist modular aufgebaut und setzt sich aus transparenten und nicht transparenten Elementen zusammen. Ihr Mittelwert ergibt bei der hier eingesetzten Glasfassade einen Ucw-Wert von 0,36 W/m²K bei einer Wanddicke von nur 15 Zentimetern. Mit einer 200-Millimeter-Mineralwolle-Dämmung in den nicht belichteten Fassadenteilen erreicht die gesamte Außenwand einen Ucw-Wert von 0,23 W/m²K. Durch die hohen Dämmwerte und den niedrigen g-Wert der Glaselemente von 0,22 wird auch kein externer Sonnenschutz benötigt. Nach der Fassadensanierung ist der Energieverbrauch des Bürogebäudes um 60 Prozent gesunken. Das entspricht etwa 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Und die Nutzer erfreuen sich einer guten Schalldämmung (45 dB), stabiler Raumtemperaturen und einer uneingeschränkten Sicht nach draußen.
www.qbiss.eu

Produkte: Metall

Aluminium, Edelstahl und Zink

Neue Produkte und Bausysteme für die Dachdeckung und Entwässerung aus Metallwerkstoffen.

Goldglanz mit Isokorb
Eine außergewöhnlich konstruierte Fassade erforderte eine Befestigung am Gebäude, die Lasten abträgt und Wärmebrücken eliminiert.
Das Forum Gold und Silber in Schwäbisch Gmünd knüpft in seiner Gestalt an die mehr als 600-jährige Geschichte als Gold- und Silberstadt an. Die Architekten und Generalplaner Isin & Co. aus Aalen entwarfen dafür einen skulpturalen Bau, dessen Markenzeichen eine warmgoldene Fassade ist. Realisiert wurde das gestalterische Konzept, indem die Architekten den fünfgeschossigen und 19 mal 19 Meter großen Stahlbetonskelettbau mit einer mehrfach geknickten Leichtkonstruktion aus quadratischen Aluminium-Fassadentafeln umschlossen. In die auf Abstand vorgesetzte Bekleidung sind über 1.000 unterschiedlich große, spannungsvoll lancierte Öffnungen gestanzt, die den Durchblick zu dem dahinter verborgenen Gebäude erlauben. Außer der Geschäftsstelle des Edelmetallverbandes sind darin Büro- und Praxisräume, Gastronomie sowie Ausstellungs- und Präsentationsflächen der Edelmetallbearbeitung untergebracht. Die Aluminiumtafeln sind auf einem Stahlgerüst befestigt, das in dem Stahlbetonbau wärmebrückenfrei zu verankern war. Verwendet wurden dafür die Isokorb-Typen KS und K von Schöck. Dieses sind lastabtragende Wärmedämmelemente für den Anschluss von frei auskragenden Stahlträgern an Stahlbetonbauteilen. Der Isokorb Typ KS überträgt negative Momente und positive Querkräfte von Stahlbauteilen, wie auskragenden Fassadenunterkonstruktionen, Balkonen und Vordächern, in die Betonbauteile. Der Isokorb Typ K eignet sich für auskragende Stahlbetonbalkone und Massivplatten.
www.schoeck.de

AbZ für Dachsystem plus Befestigung erteilt
Die „Rib-Roof“-Metalldachsysteme von Zambelli sind aufgrund der speziellen Gleitfalzverbindung mit dem systemeigenen Gleit-clip besonders verlegefreundlich, da eine reibungslose und schnelle Profilbahnmontage ermöglicht wird. Das System „Evolution“ erhielt jetzt vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in den Ausführungen Stahl und Aluminium die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Evolution zeichnet sich durch rund geformte, schlanke Profilstege aus, die auf der Dachfläche feine Linien erzeugen. Außerdem wurde die abZ für die Profilserie „Speed 500“ um fünf Jahre verlängert. Neu ist, dass die Befestigungselemente in die Prüfungen der Zulassungen miteinbezogen wurden. Damit können künftig alle wind- und regendicht geforderten Dachkonstruktionen ab einer Dachneigung von 1,5 Grad mit den Gleitfalzprofilen aller bestehenden Profilserien des Herstellers ausgeführt werden, was den Aufwand für den statischen Nachweis für Planer reduziert.
www.zambelli.com

Schlanke Abläufe mit hoher Kapazität
Icopal bietet passend zu seinen Dachabdichtungen aus Elastomerbitumen ein System für die Entwässerung und Lüftung von Flachdächern aus Edelstahl an. Für einen materialidentischen und homogenen Anschluss an die Abdichtung sind die einzelnen Bauteile mit einem werkseitig aufgebrachten Bahnenflansch versehen. Zum System gehört unter anderem der „Power-Attikaablauf“ für den waagerechten Einbau, der mit einer Ablaufleistung von 16,2 l/s bei einer Anstauhöhe von 35 Millimetern nach Angabe des Herstellers etwa viermal effektiver als eine herkömmliche Entwässerung sein soll. Aufgrund seiner Einbauhöhe von nur 90 Millimetern lässt er sich auch in Dämmstoffe geringer Dicke gut integrieren. Zusammen mit dem „Attika Notablauf-Set“ kann der Ablauf auch als Notentwässerung eingesetzt werden.
www.icopal.de

Kaskaden-Entwässerung leicht gemacht
Das „Attika-Kaskade“-Entwässerungsset ermöglicht es, Niederschläge in einem geschlossenen Rohrleitungssystem über mehrere Ebenen des Gebäudes durch die Attika abzuleiten. Kernstück ist ein spezielles Edelstahlrohr, das eine ankonfektionierte Bogenwinkelung und zum sicheren Anschluss an die Abdichtung einen angeschweißten Los-Fest-Flansch besitzt. Diese Ausführung erlaubt die unsichtbare Verlegung des Rohres innerhalb der ­Dämmung und ist gleichzeitig vor mechanischer und thermischer Belastung geschützt. Außerdem werden so Stolper­fallen auf Dach- und Terrassenflächen ­vermieden. Einsetzbar ist das System für die Hauptentwässerung und die Not­entwässerung über Fallrohr oder Speier. Der modulare Aufbau mit diversen Formstücken und Fallrohren erlaubt es, dem stufenförmigen Verlauf der Fassade zu folgen und dabei auch mehrere Attiken zu durchdringen.
www.sita-bauelemente.de

PV-Module auf ­Zinkdeckungen
Rheinzink hat ein Solarsystem vorgestellt, das die Geometrie der Stehfalztechnik aufnimmt und wie eine dachintegrierte Lösung erscheint. Möglich wird das mithilfe eines neuartigen Klemmprinzips, das im Wesentlichen auf einer speziellen Falz- beziehungsweise Modulklemme basiert. Sie wird ausschließlich durch vertikale Klemmung am Doppelstehfalz mit einer Schraube fixiert und ermöglicht gleichzeitig die Montage der ungerahmten Solarmodule. Dadurch wird vermieden, dass die thermische Längenänderung der Schare behindert wird, und das metalldachtypische klare Linienbild der Stehfalze bleibt erhalten. Die Solarmodule sind den Achsmaßen 530 Millimeter (600er- Band) und 430 Millimeter (500er-Band) der Doppelstehfalzdächer des Herstellers angepasst.
www.rheinzink.de

Stahlplatte fürs Steildach
Mit „Quadro Icopal“ hat die Decra Dachsysteme GmbH aus dem westfälischen Werne eine Metallplatte auf den Markt gebracht, die sich für nahezu jede Form des Steildaches mit einer Neigung ab 15 Grad eignet. Jedes Element misst 1.293 mal 419 Millimeter und besteht aus fünf Modulen. Für einen Quadratmeter Dachfläche werden zwei Elemente benötigt, die mit zusammen nur 7,2 Kilogramm als Leichtgewichte gegenüber anderen Dachdeckungsmaterialien gelten. Optisch entspricht ihre klare und flache Form dem Stil moderner Geradlinigkeit. Aktuell sind fünf Farben verfügbar: Samtschwarz, Seidengrafit, Steingrau, Lichtgrau sowie Ziegelrot. Quadro Icopal besteht aus einem rundum verzinkten Stahlkern, der mit einer Pulvereinbrennlackierung beschichtet ist. Auf die Korrosionsbeständigkeit gibt der Hersteller 30 Jahre Garantie.
www.decra-dachsysteme.de

Technik: Produkte

Ideen für Fassaden

Objektbeispiele für die Gestaltung mit verschiedenen Lösungen aus Metall, Putz und Holzfaser-Dämmung.

Komplett umhüllt
Ein Ferienhaus in Ungarn fügt sich in die Landschaft ein – auch weil durch die Aluminium-Bekleidung Dach und Fassade miteinander verschmelzen.

Die Architekten Zoltán Bachmann und Agnes Borsos realisierten mit einem Ferienhaus im ungarischen Kövágószölös ein kleines, aber feines Objekt. Der Ort in der Nähe von Pécs liegt im Naturschutzgebiet Jakab-Berg. Die harmonische Einbettung des Hauses in diese faszinierende Umgebung hatte für die Architekten oberste Priorität. Agnes Borsos: „Es sollte sich zurücknehmen und auch in der Fläche klein bleiben.“ Verwirklicht wurde dies mit einem traditionellen Satteldach über rechteckigem Gebäudegrundriss, bei dem Dach- und Wandflächen miteinander verschmelzen. Dafür wurde das Haus komplett mit einer Aluminium-Bekleidung von Prefa überzogen. Da diese gestalterische Lösung keine außenseitig angebrachten Dachrinnen erlaubt, hat man sie hier komplett weggelassen und die Konstruktion hinterlüftet. Das Regenwasser wird direkt vom Dach über die Fassade in einen extra im Gehweg installierten Ablauf eingeleitet. Agnes Borsos: „So funktioniert die Fassadenverkleidung nicht nur technisch, sondern sieht auch architektonisch sehr schlicht aus.“ Ausgeführt wurde sie mit „Prefalz“ in Hellgrau, den in Stehfalztechnik zu verlegenden Aluminiumbändern des Herstellers. Sie sind durch ihre Geschmeidigkeit leicht verformbar und bieten daher eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten an Dach und Fassade. Neben dem Erscheinungsbild war für die Architekten auch die Langlebigkeit des Materials entscheidend. Der Eigentümer sollte keine Arbeit damit haben, sondern das Haus genießen und seine Freizeit entspannt darin verbringen.

www.prefa.de

Faszinierendes Lochblech-Motiv
Es ist etwas Besonderes, wenn man historische Motive mittels einer gelochten Metallfassade darstellen kann.

Lochbleche sind vielseitig einsetzbar, doch in der Regel ist eine Musterauswahl vorgegeben. Moradelli Metal Design aus Kirchheim bei München hat sich deshalb darauf spezialisiert, die individuellen Vorstellungen von Architekten zu verwirklichen. Wie gefragt das Know-how des Unternehmens ist, zeigt die Ende letzten Jahres fertiggestellte Metallfassade am Gebäude der neuen gastronomischen Einrichtung „Klara“ am Marktplatz in Hanau. Zunächst hatte sich die Montage verzögert, weil der Hersteller für die geplanten 420 Quadratmeter goldeloxierter Metallbleche gewechselt werden musste. Die Fassade, die letztendlich im Lochblechraster „PerfoART“ von Moradelli angefertigt wurde, zeigt historische Hanauer Marktplatz-Szenen. Als Vorlage dienten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ausgesucht hatte sie der „Klara“-Architekt Ulrich Wagner. Auf Basis der eingescannten Bilder wurden die entsprechenden Maschinenprogramme entwickelt. Größe und Dichte der vielen Tausend in die drei Millimeter starken Aluminiumbleche gestanzten Löcher ergeben das gewünschte Bild, einschließlich der Tiefenwirkung. Die Löcher messen zwischen zwei und vierzehn Millimeter. Abschließend wurden die Bleche hellbronzefarben eloxiert.

www.moradelli.de

Dynamische Wechsel
Die Fassade einer Industriehalle entspricht mit abwechselnd planebenen und geschwungenen Metallprofilen dem technischen Charakter der darin hergestellten Bauteile.

Die Geislinger GmbH aus Österreich stellt Schwingungsdämpfer und Kupplungen für Großmotoren her. Der neue, 4.500 Quadratmeter große Industriebau war notwendig geworden, um die Faserverbundfertigung am Firmenstandort in Bad St. Leonhard zu bündeln. Auf dem nach Norden ansteigenden Grundstück hat das Architekturbüro Atelier Volkmar Burgstaller aus Salzburg die Halle in den Hang eingeschoben. Sie wird über 14 große Sheddächer belichtet. Die Fassade sollte auf Wunsch des Bauherrn die Corporate Identity des Unternehmens zum Ausdruck bringen. Diese Aufgabe lösten die Architekten mit einer vorgesetzten, hinterlüfteten Metallfassade von Domico. Hier spiegelt vor allem der Metallic-Effekt der gewählten Beschichtung in RAL 9006 Weißaluminium den technischen Charakter des Unternehmens besonders gut wider. Um zusätzlich Dynamik und Schwingung zum Ausdruck zu bringen, wechseln planebene und geschwungene Profile einander ab. Zusätzlich erzeugen sie ein bewegtes Licht- und Schattenspiel, was den dynamischen Eindruck in Verbindung mit der um 15 Grad geneigten Verlegung noch verstärkt. Während die ebenen Profile des Fassadensystems „Planum“ zum Standard-Sortiment des Herstellers gehören, sind die geschwungenen Profile der „Swing“-Fassade neu auf dem Markt. Sie werden großflächig verlegt oder, wie bei diesem Objekt, mit Planum kombiniert – stets lassen sich durch ihre leicht wellenförmige Kontur reizvolle gestalterische Effekte erzielen. Swing wird wie Planum durchdringungsfrei befestigt. Die Montage kann waagrecht, senkrecht oder schräg erfolgen; die Profile sind in einer Deckbreite von 800 Millimetern und einer maximalen Länge von zwölf Metern verfügbar. Sie werden in 1,5 Millimeter dickem, verzinktem und farbbeschichtetem Stahlblech sowie in 1,8 Millimeter dickem, farbbeschichtetem oder eloxiertem Aluminium angeboten.

www.domico.at

Abgerundete Lösung
Die selbsttragenden Verbund-Elemente wurden auch deshalb für die Fassade eines neuen Möbelkompetenzzentrums eingesetzt, weil sie sich der gerundeten Kontur des Bauwerks gut anpassen ließen.

Die Unternehmensgruppe Finke aus Paderborn eröffnet im Herbst dieses Jahres an der Bundesautobahn A 2 in Hamm-Rhynern ein Möbelkompetenzzentrum – konzeptioniert und entworfen vom Architektur- und Innenarchitekturbüro Blocher Blocher Partners aus Stuttgart. Das Kompetenzzentrum beherbergt die Häuser „Finke – das Erlebnis Einrichten“ und „Carré – schnell und schön einrichten“. Die Gestaltung des Baukörpers vermittelt Dynamik, Leichtigkeit und Modernität. Die konstruktive Außenhülle ist ringsum mit Metallpaneelen versehen, sodass an dem Gebäudekomplex praktisch keine „Rückseiten“ entstehen. Großzügig verglaste Fassadenausschnitte markieren Eingangsbereich und Sonderzonen, wie für die Restaurants. Die insgesamt etwa 10.000 Quadratmeter große Fassade besteht aus großformatigen Elementen mit einer Abmessung von circa sechs mal 0,9 Meter. Sie wird mittels LED-Technologie sanft beleuchtet, was die räumliche Wirkung betont, die Materialqualität optisch hervorhebt und zusätzliche Akzente setzt. Bei der Wahl eines geeigneten Systems entschied sich Finke für „Qbiss One“ des Herstellers Trimo, eines im slowenischen Trebnje ansässigen Anbieters von Komplettlösungen für die Gebäudehülle. Qbiss One ­wurde dem hohen Gestaltungs- und Qualitätsanspruch gerecht und erfüllte eine wesentliche Bedingung: Die Fassadenelemente mussten der gerundeten Kontur des Bauwerks angepasst werden können. Dies konnte der Hersteller gewährleisten, denn die Elemente sind ab einem Mindestradius von zwei Metern biegbar. Die Qbiss-One-Elemente besitzen einen Isolationskern aus Mineralwolle mit einer Rohdichte von 120 kg/m3, Baustoffklasse A1, der mit verzinktem, farbbeschichtetem Stahlblech ummantelt ist. An den Einrichtungshäusern kamen die Paneele in einer Dicke von 240 Millimetern und mit einem U-Wert von 0,17 W/m2K zum Einsatz; die Feuerwiderstandsklasse entspricht der Einstufung EI 120 nach EN 13501-2. Mit einer Wasserdichtigkeit von 900 Pascal hält das System auch Schlagregen in Orkanstärke stand. Die Elemente sind selbsttragend und werden mit einer von außen unsichtbaren Befestigung auf die Betonstützen des tragenden Rohbauskeletts montiert. Durch eine neue, vollautomatische Produktionstechnologie werden bei Trimo die Stahlbleche tiefgezogen. Das ermöglicht formgenaue Elemente mit exakten Ecken, die im verlegten Zustand präzise Schattenfugen bilden. Ob horizontal, vertikal, horizontal versetzt, vertikal versetzt oder schräg – Planern bieten die unterschiedlichen Verlegearten breiten gestalterischen Spielraum. Darüber hinaus lassen sich mit den Profilen aus dem Zubehör-Programm dekorative Akzente setzen: LED-beleuchtete Fugen, wie bei diesem Objekt realisiert, sind ebenso möglich wie individuelle Detaillösungen für Ecken oder Schrägen.

www.qbiss.eu/de

Struktur-Mix
Geputzte Fassaden sind nach wie vor beliebt und es eröffnen sich immer wieder neue gestalterische Varianten.

Putzfassaden in den vielfältigsten Farben und Strukturen prägen nach wie vor unsere Städte und Dörfer – trotz Glas, Stahl und Beton. Der traditionelle Baustoff unterliegt keiner formalen oder konstruktiven Einschränkung; deshalb hat sich Putz bis heute einen hohen Stellenwert erhalten. Gerade in den letzten Jahren lässt sich ein überraschend fantasievoller Umgang mit Strukturen, Effekten und Farbigkeiten feststellen.

In der Regel werden Putzoberflächen in Verbindung mit der Fassadendämmung erstellt. Üblich sind gebrauchsfertige, pastöse Putze in Form von Dispersionsputzen, organisch vergüteten Silikatputzen oder Silikonharzputzen. Vorteil dieser Materialien ist ihre Vielfalt an Strukturvarianten, Farbtönen und Körnungen. Neben den traditionellen Kratz-, Scheiben-, Rillen-, Roll-, Modellier-, Filz- oder Spritzputzen in Kornstärken (je nach Putz) von weniger als einem bis zu sechs Millimetern liegen zurzeit sehr feine, fast glatte Oberflächen mit Körnungen bis maximal zwei Millimeter im Trend. Beliebt sind auch gefilzte oder gespachtelte Flächen. Mit Dispersionsputzen lassen sich außerdem neuartige effektvolle Oberflächen realisieren – zum Beispiel durch das Einblasen von unterschiedlichen dekorativen Materialien wie Glimmer, natürlichen und kolorierten Körnungen sowie Siliziumcarbid. Putze mit unterschiedlichen Körnungen werden ebenfalls gern kombiniert, auch farblich differenziert. Akzentflächen an den Öffnungen bilden eine weitere gestalterische Variante.

Ergänzt wird diese Bandbreite an Möglichkeiten durch die große Auswahl an Farben, da Dispersionsputze nicht nur mit anorganischen, sondern auch mit organischen Pigmenten einfärbbar sind. Das Spektrum reicht dabei von hellen, pastellfarbigen Nuancen bis hin zu kräftigen, satten Tönen – ohne dass ein zusätzlicher Anstrich aufgebracht werden muss. Selbst dunkle, intensive Farbtöne sind bei Fassaden längst Realität. Durch die gezielte Auswahl von Pigmenten und Systemkomponenten sind bei einem Wärmedämmverbund-System Hellbezugswerte von kleiner >20 möglich.

www.putz-dekor.org

Holzhaus am Wasser
Weil Holz leichter ist als Mauersteine, war die Holzbauweise für das Ferienhaus am See die bessere Lösung.

Der Berliner Architekt Jochen Eichner hat für eine Bauherrengemeinschaft am Großen Pälitzsee im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Ferienhaus für drei Generationen geplant. Dabei kamen ihm seine praktischen Erfahrungen als gelernter Maurer sehr zugute. Statt des ursprünglich vorgesehenen Mauerwerkbaus empfahl er seinen Auftraggebern, auf dem Seegrundstück ein Haus aus Holz zu bauen. Es ist rund 20 Tonnen leichter; eine teure Pfahlgründung auf dem nur mäßig belastbaren Baugrund ließ sich so vermeiden.

Der Rohbau wurde in Holzrahmenbauweise mit Holzfaserdämmung durch die Firma Opitz Holzbau aus Neuruppin erstellt, die alle Elemente werkseitig vorgefertigt hatte. Für das Dachtragwerk kam eine gewichtsoptimierte Konstruktion aus Nagelplattenbindern zum Einsatz. Die Wandtafeln trafen gedämmt, aber noch unverputzt auf der Baustelle ein. Hierfür wurden bereits während der Vorfertigung die 60 Millimeter dicken Holzfaserdämmplatten des Wärmedämmverbund-Systems von Inthermo im rationellen Großformat am Holzrahmen der bis zu zwölf Meter langen Wände verklammert. Lediglich einzelne kleinere Elemente blieben unbeplankt, um in den Gefachen vor Ort noch Elektro- und Sanitärinstallation vornehmen zu können. Erst danach wurden diese Bereiche mit flexiblen Holzfaser-Dämmmatten ausgedämmt und mit kleinformatigen Holzfaserplatten geschlossen. Als Endbeschichtung des Wärmedämmverbund-Systems wählten die Bauherren in Abstimmung mit dem Architekten den dazu passenden Silikonharzputz des Herstellers mit einer Körnung von zwei Millimetern. Zur farblichen Gestaltung der 570 Quadratmeter großen Fassadenfläche wurden die Außenwände abschließend zweimal mit der auf das Dämmsystem abgestimmten „HFD-Color Spezial“-Farbe gestrichen, wobei zwei helle, harmonisch aufeinander abgestimmte Sonderfarbtöne verwendet wurden.

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