Futuristisch inspiriert

Ein System mit flexiblen Modulen bietet Vielseitigkeit in der textilen Architektur.

Der „Eye Beacon“: Dieser erste Prototyp diente auf dem „Amsterdam Light Festival“ als Ticket- und Informationsstand.

Der Leichtbau- und Großschirmspezialist MDT-tex sowie Architekt Ben van Berkel vom Architekturbüro UNStudio haben das modulare System „Cirrus“ entwickelt, dessen mit textilem Gewebe bespannte Elemente sich für Pavillons und Fassaden eignen. Ziel der Kooperation war es, mit „High-Performance- Textilien“ neue Standards hinsichtlich Ästhetik, Funktionalität und Flexibilität bei textiler Architektur zu setzen. Sein diesbezügliches Potenzial konnte Cirrus erstmals auf dem „Amsterdam Light Festival“ in Form eines temporären Ticktpavillons Ende 2016 entfalten. Dieser „Eye Beacon“ genannte Prototyp besteht aus 316 zwei- und dreidimensional in sich doppelt gekrümmten verspannten Modulen. Im Mai dieses Jahres wurde auf der Messe Techtextil in Frankfurt am Main der „Prototype II“ präsentiert. Hierbei handelt es sich um einen aus 60 Modulen zusammengesetzten Leichtbau-Pavillon.

Der „Prototyp II“: Dieser in sich geschlossene Pavillon, der auf der Messe Techtextil gezeigt wurde, macht die Vielseitigkeit des Konstruktionsprinzips deutlich.

 

Das Konstruktionsprinzip von Cirrus erlaubt jeweils individuell geformte Module. Für die Rahmen werden Aluminiumsonderprofile verwendet, deren Edelstahleckgelenke äußerst flexibel einstellbar sind. Damit der Abstand zwischen den Modulen möglichst gering ist, sind die Ecken und Profile präzise geschnitten und CNC-gebohrt. Anschließend werden die Metallrahmen mit einer von MDT-tex entwickelten und produzierten Hochleistungstextilie bespannt. Es handelt sich um ein spezielles Gewebe, das aus PTFE-Multifilamenten besteht, die aus mehreren verdrehten Endlosfasern gebildet werden. Unter anderem ist die Membran dadurch völlig unempfindlich gegenüber Faltenbildung und sehr leicht. Weitere Eigenschaften sind: niedrige Dehnbarkeit, Temperaturbeständigkeit von minus 200 bis plus 327 Grad Celsius, und eine geringe Oberflächenspannung mit Selbstreinigungseffekt. Da das PTFEMaterial nach Belieben gewoben werden kann, sind zudem Farben und Formen kaum Grenzen gesetzt.

www.mdt-tex.com

nora systems GmbH

Willkommen im Atelier

Ausgefallenes Standkonzept, neue Produkte: nora systems auf der BAU 2017

Mit einem außergewöhnlichen Standkonzept und zwei neuen Produkten präsentiert sich nora systems auf der BAU 2017 in München. Die Besucher erwartet eine effektvolle Inszenierung der hochwertigen Kautschukböden „Made in Germany“. Im Fokus der kommenden Messe stehen zwei Produktinnovationen: Ein neuer Belag aus der Produktreihe noraplan punktet nicht nur mit einem attraktiven Design, sondern auch mit einem ganz neuen Herstellungsverfahren. Der beschichtungsfreie Kautschukboden besticht durch eine seidenmatte, leicht strukturierte Oberfläche mit optischer Tiefe. Der Neuzugang aus der norament Reihe überzeugt durch seine gleichermaßen puristische wie natürliche Anmutung und ist daher die perfekte Unterstützung moderner Architekturkonzepte.

Kautschuk im neuen Look

„Imagine your floor as a work of art” – das Motto des nora Messestands verweist auf das kreative Potential, das in dem neuen noraplan Boden steckt. Durch die Kombination von verschiedenen Grund- und Designfarben kann der Kautschukboden unterschiedliche Raumwirkungen erzeugen und eignet sich somit für eine Vielzahl von Einsatzbereichen. Der neue Belag aus der Produktfamilie norament ist durch die Farbpalette sowie seine besondere Reliefstruktur die ideale Lösung für ästhetisches und zeitloses Architekturdesign. Wie alle norament Beläge ist er aufgrund seiner echten Kautschukoberfläche extrem widerstandsfähig und daher hervorragend für den Einsatz in viel frequentierten Bereichen geeignet

Inspiration auf zwei Etagen

„Mit unserem Messestand auf der BAU möchten wir unsere Gäste mitten ins Geschehen hereinholen, sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, welche Möglichkeiten ihnen die beiden neuen Kautschuk-Beläge eröffnen, kurzum – wir wollen unsere Produkte und ihre Vorzüge konkret erlebbar machen“, so der Geschäftsführer von nora systems, Andreas Mueller. Auf zwei Etagen erhalten die Besucher anhand ausgesuchter Exponate einen Überblick über die gestalterischen und technischen Lösungen, die der Weinheimer Kautschuk-Spezialist Architekten, Planern und Gebäudebetreibern sowie deren Nutzern bietet.

Traditionsunternehmen mit Innovationstreiber-Qualitäten

Seit seiner Gründung vor mehr als 70 Jahren wird nora systems seiner Rolle als Innovationstreiber gerecht und zeigt, wie ein Unternehmen Tradition und Moderne auf ideale Weise verbinden kann. Die verlässliche Qualität der Kautschukböden „Made in Germany“ ist das Resultat jahrzehntelang aufgebauten Expertenwissens und einer hochtechnisierten Produktion im Werk Weinheim. „Wir haben uns aus Qualitätsgründen ganz bewusst dafür entschieden, ausschließlich an unserem Stammsitz zu produzieren“, unterstreicht Mueller.

Der Kautschuk-Spezialist setzt seit jeher mit neuen, unverwechselbaren Designs Branchentrends: Der Siegeszug der norament Noppe, für viele heute noch der Inbegriff eines Kautschukbodens, beginnt 1969. Der Frankfurter Flughafen wird zum Vorzeigeobjekt, das dem Designklassiker zum Durchbruch verhilft. Als der international bekannte Architekt Sir Norman Foster Mitte der 1970er Jahre einen geeigneten Bodenbelag für einen Bürokomplex suchte, wurde er in Deutschland fündig. Die „nora Noppe“ begeisterte ihn – nur ein leuchtendes Grasgrün, mit dem er „die Natur ins Haus holen“ wollte, fehlte im Farbspektrum. Die Weinheimer Kautschuk-Spezialisten entwickelten in kürzester Zeit den Wunschfarbton – bis heute gehört das mittlerweile berühmte Ipswich-Grün zur nora Farbpalette. 2012 erregte noraplan unita Aufsehen. Der Belag, eine Synthese zweier gegensätzlicher Materialien, nämlich elastisch weichem Kautschuk und hartem Granit, veranlasste die Jury, das Weinheimer Produkt mit dem international renommierten red dot award auszuzeichnen.

Umfassende Systemlösungen schaffen Sicherheit beim Kunden

Mit nora system blue entwickelten die Weinheimer 2010 das weltweit erste umweltgerechte und TÜV-zertifizierte Bodenaufbau-System. Dabei sind sowohl der Bodenbelag selbst als auch alle Verlegewerkstoffe im System geprüft und als besonders emissionsarm ohne Wechselwirkungen zertifiziert, die Verlegung erfolgt durch speziell geschulte bzw. eingewiesene Verarbeiter. Eine Revolution in der Verlegetechnologie ist das neue Schnellverlegesystem nora nTx, das 2015 auf den Markt gebracht wurde. Der selbstklebende Kautschukboden kann im laufenden Betrieb auf jedem Untergrund installiert werden – ob auf bestehenden Belägen oder direkt auf dem Estrich bzw. Beton – und verkürzt so die Verlegezeit um bis zur Hälfte.

Im Standardsortiment sind bei nora systems mehr als 300 Farbtöne verfügbar. Außerdem eröffnen verschiedene Oberflächenstrukturen und die Gestaltungsmöglichkeiten durch Intarsien Architekten, Planern und Bauherren zahlreiche Optionen für eine kreative Raumgestaltung.

Flagge zeigen

Mit spannenden Partnern und einem vielfältigen Programm präsentiert sich die Architektenschaft in München der ImmobilienweltDie Immobilienmesse Expo Real ist Deutschlands größtes jährliches Treffen aller, die mit der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Gebäuden zu tun haben. Sie findet vom 5. bis 7. Oktober in München statt. Auch für die Bundesarchitektenkammer ist die Präsenz mit einem eigenen Messestand selbstverständlich, um für den Berufsstand Flagge zu zeigen. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Kooperation mit gleich fünf Standpartnern, die sich den großen Aufwand teilen. Die Partner reichen vom Bundesministerium bis zur Zertifizierungs-Agentur; siehe Liste unten. Entsprechend lebendig und prominent besetzt ist das Programm am Messestand. Der prominenteste Gast kommt zuletzt: Bundesumwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks.

Starke Standpartner
BKI Baukosteninformationszentrum ­Deutscher Architektenkammern
Bundesministerium für Umwelt und Bau
NAX / Bundesarchitektenkammer
Bundesstiftung Baukultur
Deutsche Gesellschaft für ­Nachhaltiges Bauen
Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau NaWoh
Medienpartner: Deutsches Architektenblatt

Technik: Produkte

Innovativer Sonnenschutz

Neuheiten von der Messe für Rollladen, Tore und Sonnenschutz R+T in Stuttgart

Durchblick ohne Schatten
Hella hat seinen Tageslicht-Rollladen „Luz“ optimiert. Durch spezielle, schaumgefüllte Aluprofile sind die Lamellen jetzt wesentlich schmaler, leichter und dabei äußerst verwindungssteif. Vor allem aber ermöglicht die jetzt insgesamt schlankere Ausführung des Behangs eine deutlich reduzierte Größe des Einbaukastens. Außerdem gibt es die transluzenten Kunststoffprofile aus Polyurethan zwischen den Lamellen mehr oder weniger durchsichtig und mit einer besonderen Eigenschaft: Der Tageslichtrollladen wirft keinen gestreiften Schatten. Das Licht kann perfekt dosiert werden – für Bildschirmarbeit, Kunstgalerien, Geschäfte und Südfassaden. www.hella.info

Magnetischer Halt
Heroal hat sein Geschäftsfeld der Rollladen- und Rolltorsysteme um den Bereich Sonnenschutz erweitert und verschiedene neue Systeme präsentiert. Darunter befindet sich das Tageslichtsystem „LC“ mit innovativer Magnettechnik, die die Klapptechnik des Systems steuert. Hierbei verbinden sich die geometrisch geformten, doppelwandigen Lamellen zu ­einem windstabilen Sonnenschutz­system, das erst ab Windgeschwindigkeiten von 95 km/h eingefahren werden muss. In Teilabschnitten ist zudem eine Lichtlenkung möglich, die blendfreie Zonen schafft, ohne auf ­Tageslicht verzichten zu müssen. LC ist für jede Fensterhöhe anpassbar und besitzt einen leisen Lauf. Durch die große Farbauswahl in Verbindung mit der hochwertigen firmeneigenen Beschichtungstechnologie lässt sich das Tageslichtsystem nahezu jeder Gestaltung anpassen. www.heroal.de

Mehr Fläche, mehr Optik
Das textile Sonnen-, Blend- und Insektenschutz-System „Zip Tex“ von Alukon wurde hinsichtlich Funktion und Optik überarbeitet. Die neue Generation „ZipTex.2“ kann durch eine zweiteilige Führungsschiene für eine schmalere Profilansicht verputzt werden. Revisionsarbeiten sind dennoch problemlos möglich. Für die Montage ist eine größere Auswahl an Kastengeometrien und -größen verfügbar: drei stranggepresste Kastenvarianten – gerade, schräge und runde Vorbaukästen – und ein Putzträger in jeweils unterschiedlichen Größen. Auch ein großflächigerer Behang mit bis zu 18 Quadratmetern ist realisierbar, ebenso eine flächenbündige Montage und nicht zuletzt die Auswahl zwischen rund 240 Farben. Die Schlussleiste am unteren Ende des textilen Behangs verschwindet nun im aufgewickelten Zustand nahezu komplett im Kasten. www.alukon.com

Flexibler und stabiler
Der neue „ZipScreen.2“ von Roma ist modular aufgebaut und eignet sich für die unterschiedlichsten Einbausituationen. Das Gewebe wird über die gesamte Tuchhöhe seitlich geführt und mit Reißverschlusstechnik auf Spannung gehalten. Das Inlet der Führungsschienen ist am oberen Ende elastisch und unten frei beweglich. Beweglich aufgebaut ist jetzt auch der Fallstab, wodurch Fallstabgleiter und Inlet Windlasten bis zu 120 km/h aufnehmen können. Die hohe Stabilität erlaubt eine Beschattung von bis zu 18 Quadratmeter großen Fensterfronten und als frei tragendes System an Fassaden bis zwölf Quadratmeter. Außerdem ist ein frei stehender Einsatz möglich, zum Beispiel an Terrassen. Neben Screens aus Glasfaser, Polyester oder mit Metalleffekt kann nun auch ein Sichtfenstertuch integriert werden. Mit einer maximalen Breite von vier Metern hält es Wind und Wetter stand und erlaubt den Blick von der Terrasse in den Garten. www.roma.de

Filigranes Terrassendach
Mit „Anova“ bietet Solarlux erstmals eine standardisierte Ausführung eines Terrassendachs an. Besondere Merkmale sind die filigranen Aluminiumprofile, das edle Design und die schnelle Montage. Anova ist in zwölf Größen, zwei Ausführungsvarianten und einem Pultdach mit einer Dachneigung von fünf Grad erhältlich. Statisch ist es für drei Grundschneelasten (85/125/175 kg/m²) ausgelegt. Neben einer Festverglasung im Dachbereich besteht auch die Option, einzelne Glasfelder öffnen zu können. www.solarlux.de