Leichtbeton

Zulassung für Wandtafeln

Sämtliche Planblöcke und Planelemente des Leichtbetonherstellers KLB Klimaleichtblock erfüllen die Voraussetzungen für die Erstellung massiver, geschosshoher Außen- und Innenwandtafeln. Dies geht aus der aktuellen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt, Z-17.4-1224) in Berlin hervor, die die korrekte Herstellung und vor allem den Transport von Leichtbeton-Mauertafeln regelt. Die Zulassung der untersuchten Baustoffe erfolgte ohne jede Einschränkung. Damit sind sie zum Beispiel auch in Regionen mit erhöhter Erdbebengefahr einsetzbar. Die Verarbeitung der Planblöcke und -elemente erfolgt im üblichen Dünnbettverfahren, sodass hinsichtlich der statischen und bauphysikalischen Eigenschaften keine Abstriche gemacht werden müssen.

www.klb-klimaleichtblock.de

Dämmziegel

Wohnhaus in Ulm

Das viergeschossige Wohnhaus in prominenter Innenstadtlage an der Donaupromenade war zunächst umstritten, denn das Grundstück war bebaut. Eine Sanierung des Gebäudes aus den 1930er-Jahren wurde aber aufgrund des geringen denkmalpflegerischen Wertes als nicht verhältnismäßig bewertet. Dennoch waren die Anforderungen des Denkmalamtes an den Neubau klar definiert: First und Traufhöhe mussten übernommen werden und auch die Auskragung der Geschosse über dem öffentlichen Raum findet sich im Neubau wieder. Der historisierende Stil des ursprünglichen Gebäudes wurde jedoch ausgeschlossen und es wurde eine Grenzbebauung in Abstimmung mit den Nachbarn ermöglicht. Im Ergebnis gruppiert sich nun der Entwurf von glöckler frei Architekten aus Ehingen harmonisch in die umliegende giebelständige Bebauung ein. „Dachfläche und Fassaden sind von gleicher Materialität wie bei den Gebäuden der Nachbarschaft, mit denen sie korrespondieren“, erläutert Architekt Steffen Glöckler.

Der Neubau sollte aus nachhaltigen und langlebigen Baustoffen bestehen. Gewählt wurde eine massive Außenwandkonstruktion aus hoch wärmedämmenden Planziegeln „Poroton-S9“ von Schlagmann Poroton mit einer Rohdichteklasse von 0,85 bei einer Druckfestigkeitsklasse 12, mit einer integrierten Wärmedämmung aus dem natürlichen Vulkangestein Perlit. Der U-Wert der 36,5 Zentimeter dicken Wände beträgt 0,23 W/(m2K). Für einen monolithischen Ziegelputzgrund ohne Materialwechsel kamen ergänzende Zubehörprodukte zum Einsatz. „Ein einheitlicher Putzgrund mit minimierter Rissgefahr war uns sehr wichtig. Deshalb haben wir lange nach einem Produkt gesucht, das allen Ansprüchen gerecht wird“, führt Glöckler aus. „Schlagmann Poroton konnte uns viele standardisierte Systembauteile für die Verkleidungen von Deckenrandschalen, Decken und Stützen liefern, sodass wir ohne kostenintensive Sonderanfertigungen arbeiten konnten.“

An der Außenkante der Beton-Geschossdecken wurde die Deckenrandschale „DRS Poroton“ verwendet. Sie garantiert eine einfache und sichere Ausführung des Deckenauflagers unter maximaler Ausnutzung der Tragfähigkeit des Mauerwerkes in Kombination mit einem optimalen Wärmeschutz. Eine speziell für dieses Bauvorhaben entwickelte tragende DRS wurde zur Abfangung der vorgemauerten Wärmedämmfassade „Poroton-WDF 120“ verwendet. Diese wurde dort eingesetzt, wo aus statischen Gründen Betonteile in der Außenwandkonstruktion eingesetzt werden mussten. Neben anderen Ziegeln des Herstellers sind der Poroton S9 und die WDF vom TÜV Nord als „klimaneutral produziert“ zertifiziert.

www.schlagmann.de

Mauerwerk

Quartier St. Leonhard in ­Braunschweig

Das Gelände rund um die Kapelle St. Leonhard ist seit dem Mittelalter von medizinischen, sozialen und pädagogischen Einrichtungen geprägt. Diesen historischen Hintergrund nahmen drei gemeinnützige lokale Träger zum Anlass, um auf dem Areal ein offenes, vernetztes Quartier zu schaffen. Nach den Plänen von Feddersen Architekten aus Berlin ergänzen in den kommenden Jahren insgesamt fünf Neubauten die denkmalgeschützten Bestandsgebäude, die im Zuge der Baumaßnahme umgenutzt werden. Neben Wohn-, Bildungs- und Therapiegebäuden stehen künftig auch Arbeits- und Werkstätten sowie gastronomische und kulturelle Angebote zur Verfügung.

Den Anfang macht als größter Komplex Haus 4, das im Jahr 2018 fertiggestellt wurde. Im Erdgeschoss ist eine internationale Kindertagesstätte und in den oberen Etagen ein Internatswohnbereich für 108 Jugendliche untergebracht. Das äußere Erscheinungsbild wurde im Einklang mit den Bestandsbauten zurückhaltend gestaltet: Das Sockelgeschoss besitzt eine verklinkerte Fassade, die darüberliegenden Stockwerke verfügen über ein WDVS mit einem mineralischen Putz in Weiß. Um die traditionsreiche Geschichte von St. Leonhard fortzusetzen, bedurfte es wertbeständiger Baustoffe. Die Architekten entschieden in diesem Fall, für den Rohbau Kalksandsteine zu verwenden, die auch in stark frequentierten Bereichen für einen hohen Schallschutz sorgen. Konkret fiel die Wahl auf das System „KS-Plus“ von KS-Original. Neben den gewünschten Materialeigenschaften konnte aufgrund der vorgefertigten großformatigen Steine zudem die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

www.ks-original.de

Mauerwerk

Kalt gepresster Recycling-Ziegel

Im Rahmen eines Forschungsprojektes haben die Ziegelwerke Leipfinger-Bader zusammen mit ihren Kooperationspartnern den Grundstein für eine völlig neue Generation von Mauerziegeln gelegt. Sie bestehen aus recycelten Ziegelresten und mineralischen Bindemitteln, die in einem speziellen Verfahren gepresst und anschließend an der Luft getrocknet werden. Dadurch werden Ressourcen geschont und durch den Wegfall des Brandes Energie eingespart. Als erster Ziegel wurde jetzt ein sogenannter „kalt hergestellter“ Innenwand-Vollziegel mit hoher Rohdichte und Druckfestigkeit vorgestellt, der die Anforderungen tragender Innenwände erfüllt. Für eine Serienfertigung hofft das Unternehmen auf staatliche Investitionsförderung, die die hohen Anfangskosten zumindest teilweise auffangen soll.

www.leipfinger-bader.de

Mauerwerk

Wasserstrich-­Ziegel

Bei der neuen Terca-Wasserstrichkollektion „Farben der Natur“ greift Hersteller Wienerberger auf Farbharmonien von Naturlandschaften zurück. Die Vormauerziegel kennzeichnen facettenreiche Farbtöne, besondere Schattierungen und Kombinationen in einem Farbspektrum von Creme- und Pastelltönen über Grau- und Ockerschattierungen bis hin zu kräftigem Rot oder Anthrazit. Durch das spezielle Herstellungsverfahren, bei dem Wasser als Trennmittel eingesetzt wird, wird die für Wasserstrichziegel typisch markante und ursprüngliche Oberflächenstruktur erreicht.

www.wienerberger.de

Mauerwerk

Imprägnierte Verblender

Vandersanden hat in Zusammenarbeit mit der belgischen Universität Leuven eine Lösung gegen Verkalkungen, Vergipsungen und andere Verunreinigungen bei Klinkerfassaden gefunden. Der europaweit agierende Ziegelhersteller stattet seine Verblender mit einer eigens entwickelten Imprägnierung aus, die derart ästhetische Beeinträchtigungen langfristig verhindert. Aufwendige Reinigungsmaßnahmen oder zusätzliche Oberflächenbehandlungen sollen demnach nicht erforderlich werden. Die Imprägnierung erfolgt nach dem Brennen der Verblender und erreicht abhängig von der Materialstruktur eine Eindringtiefe von fünf bis 15 Millimeter. Ein imprägnierter Verblender behält dieselbe Porenstruktur wie ein unbehandelter, wodurch die Frostbeständigkeit erhalten bleibt.

www.vandersanden.com

Mauerwerk

Bürogebäude auf schmalem Grundstück

Im Hamburger Stadtteil Lokstedt fügt sich ein neues Bürogebäude trotz äußerst schmalem Grundstück in das bauliche Umfeld ein. Der Standort „Rütersbarg 52“ ist größtenteils von villenartigen, hell verputzen Wohn- und Gewerbegebäuden mit Sattel- und Walmdächern aus dem beginnenden 20. Jahrhundert umgeben. Diesen Stil griffen die ortsansässigen Architekten Andreas Pflügelbauer und Julian Scheffczyk bei ihrem Planungskonzept auf. Die umlaufenden Putzbänder, das Profil-Gesims unterhalb des ersten Obergeschosses und die streng vertikal übereinander angeordneten Fenster sowie raumhohe Dachgauben verleihen der Fassade wiederum ein modernes Erscheinungsbild. Eine besondere Herausforderung ergab sich für die Architekten durch das fast viermal so lange wie breite Grundstück. Entstanden ist darauf ein 37 Meter langes und sieben Meter breites Gebäude, dessen mittig liegender Eingang von außen kaum erkennbar ist. Die Erschließung über ein derart zentral angeordnetes Treppenhaus löste alle Grundrissprobleme. Dadurch ließen sich sechs autarke Einheiten bilden: von durchgesteckten Großräumen bis hin zu Einzelräumen, die über einen seitlichen, lang gestreckten Gang miteinander verbunden sind.

Alle Außenwände sind in Mauerwerk errichtet. Konkret fiel die Entscheidung für den Ziegel „Unipor WS07 Coriso“ in 36,5 Zentimetern Breite. Der U-Wert der beidseitig verputzten Außenwand liegt mit diesem wärmegedämmten Hochleistungsziegel bei 0,184 W/(m2K). Um einen derart niedrigen U-Wert zu erreichen, waren aufgrund des ungünstigen A/V-Verhältnisses bei diesem Projekt die Details ausschlaggebend. So sind unter anderem die Fensterlaibungen mit Wärmedämmputz ausgeführt. Vor allem aber wurde auf das ­umfangreiche Angebot an Sonderelementen des ­Ziegelei-Verbundes der Unipor-Gruppe ­zurückgegriffen, wie dreiteilig kompakte ­Ziegel-Wärmedämmstürze und Deckenab­mauerziegel.

www.unipor.de

Mauerwerk

Runde Formen mit eckigen Ziegeln

Beim Neubau eines Kindergartens mit Kinderkrippe sollte auf Wunsch der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall aus wohngesunden Baustoffen ein Gebäude mit durchgängig runden Formen entstehen. Rundungen vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit, so die Auffassung der Bauherrin. Daraufhin ordnete die Architektengruppe Kuhn fünf nahezu runde, aber untereinander verbundene Gebäudeteile halbkreisförmig an. Über die Baumaterialien entschieden Rudolf Siebert, technischer Leiter der Schule, und Martin Kuhn gemeinsam. Für den Rohbau wählten sie Ziegel – hier speziell den ThermoPlan „SX 10“, einen Leichthochlochziegel mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,10 W/(m·K) in den klassischen Breiten 36,5 Zentimeter für die Außenwände sowie 24 und 17,5 Zentimeter für die tragenden und nicht tragenden Innenwände.

Die Lieferung der Ziegel sowie die Detailplanung für das Mauerwerk erfolgte durch das Ziegelwerk Bellenberg, eines der insgesamt sechs Mitglieder von Mein Ziegelhaus – einer für Produktentwicklung und Marketing zuständigen Dachorganisation. Die ThermoPlan-Ziegel wurden auch wegen der guten Herstellbarkeit der runden Wände ausgesucht. Ziegelmauerwerk lässt sich heute am wirtschaftlichsten erstellen, wenn Planziegel mit voll deckelndem Dünnbettmörtel (System VD) verarbeitet werden. Bei einem geschätzten Radius von 3,5 Metern und einer Ziegellänge von 25 Zentimetern entsteht ein Spaltmaß von etwa 26 Millimetern für die runde Wand. Die geöffneten Stoßfugen wurden außen circa sechs Zentimeter tief mit Leichtmauermörtel LM21 ausgeworfen und anschließend mit Leichtputz rund verputzt.

Der im KfW-55-Standard errichtete Kindergarten mit Kinderkrippe umfasst 750 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, die Bauzeit betrug 14 Monate und die Gebäudekosten betrugen 1.720 Euro pro Quadratmeter.

www.meinziegelhaus.de

Leichtbetonsteine

Einbruchsicheres Mauerwerk

Der Bundesverband Leichtbeton hatte das Institut für Fenster­technik (ift Rosenheim) im Rahmen ­eines Forschungsvorhabens ­beauftragt, Mauerwerk aus KLB-Leichtbetonsteinen als Befestigungsgrund für einbruchhemmende Bauelemente zu testen. Die Prüfversuche nach DIN EN 1627 bis 1630 ergaben die Eignung für den Einbau einbruchhemmender Elemente der Widerstandsklasse RC2. Die verwendeten Leichtbetonsteine sind in der Steindruckfestigkeitsklasse 2 sowie in den Rohdichteklassen zwischen 0,4 und 0,5 eingruppiert, darunter befindet sich auch der mit Mineralfaserdämmstoff gefüllte „KLB Kalopor“ in einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern. Erste Testversuche für die Einstufung in RC3 zeigten ebenfalls positive Ergebnisse – hier soll zeitnah eine eigene Forschungsreihe folgen.

www.klb.de

Mauerwerk

Erhöhter Schallschutz

Die „Ultra-Therm“-Objektsteine von Jasto ermöglichen durch eine Erhöhung der Rohdichte einen besseren Schallschutz der Außenwände. Die Leichtbetonsteine sind in den Festigkeitsklassen 2 (Rohdichte 0,50, fk-Wert 1,4) und 4 (Rohdichte 0,55, fk-Wert 2,2) jeweils mit einer Dicke von 36,5 Zentimetern verfügbar. In der Festigkeitsklasse 2 und einer Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/mK (U-Wert: 0,23 W/m²K) ergibt sich ein bewertetes Schalldämmmaß R´w von 48,8 Dezibel. In der Steinfestigkeitsklasse 4 kommt der Stein bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,10 W/mK (U-Wert: 0,25 W/m²K) auf ein bewertetes Schalldämmmaß R´w von 50,0 Dezibel. Die optimierte Geometrie der Steine sorgt zudem für eine sehr gute statische Tragfähigkeit. Passende End- und Laibungssteine runden das Angebot ab.

www.jasto.de

Perlitdämmung

Klimaneutraler Ziegel

Mit dem plangeschliffenen Hochlochziegel „Poroton-T6,5“ mit integrierter Perlitdämmung und einer Wärmeleitzahl von 0,065 hat Schlagmann Poroton sein Sortiment an klimaneutralen Ziegeln erweitert. Bisher umfasst die vor zwölf Jahren gestartete Produktpalette die Hintermauerziegel Poroton-T7, S8 und S9 sowie das Dämmsystem Poroton-WDF. Um die Produktion klimaneutraler Ziegel zu erreichen, entwickelte das Unternehmen zusammen mit anerkannten Klimaschutz-Experten eine 3-Säulen-Strategie, die sich aus Energieeinsparungen bei der Produktion, dem Einsatz erneuerbarer Energien sowie dem CO2-Ausgleich restlicher Emissionen durch Klimaschutzprojekte weltweit zusammensetzt. Der neue T6,5 ist in den Wandstärken 36,5 und 42,5 Zentimeter lieferbar (Rohdichteklasse 0,50) und eignet sich für Projekte vom Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau in KfW-40-Standard.

www.schlagmann.de