Perlitdämmung

Klimaneutraler Ziegel

Mit dem plangeschliffenen Hochlochziegel „Poroton-T6,5“ mit integrierter Perlitdämmung und einer Wärmeleitzahl von 0,065 hat Schlagmann Poroton sein Sortiment an klimaneutralen Ziegeln erweitert. Bisher umfasst die vor zwölf Jahren gestartete Produktpalette die Hintermauerziegel Poroton-T7, S8 und S9 sowie das Dämmsystem Poroton-WDF. Um die Produktion klimaneutraler Ziegel zu erreichen, entwickelte das Unternehmen zusammen mit anerkannten Klimaschutz-Experten eine 3-Säulen-Strategie, die sich aus Energieeinsparungen bei der Produktion, dem Einsatz erneuerbarer Energien sowie dem CO2-Ausgleich restlicher Emissionen durch Klimaschutzprojekte weltweit zusammensetzt. Der neue T6,5 ist in den Wandstärken 36,5 und 42,5 Zentimeter lieferbar (Rohdichteklasse 0,50) und eignet sich für Projekte vom Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau in KfW-40-Standard.

www.schlagmann.de

Mauerwerk

Ganz in Weiß

Behördliche Funktionsbauten zu realisieren verbinden Architekten zunächst nicht unmittelbar mit gestalterischer Freiheit. Vielmehr wird diese Art von Bauaufgaben von spezifischen Anforderungen des Raumprogramms, sicherheitstechnischen Notwendigkeiten und einem engen Kostenrahmen begleitet. Im Fall der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach gesellte sich zu diesen Rahmenbedingungen noch ein Grundstück in direkter Nähe zur Autobahn. Dennoch fügt sich der von Bez + Kock Architekten entworfene Neubau in Form eines auf das Wesentliche reduzierten, 64 Meter langen Riegels in die karge Topografie ein. Seine Fassade besteht aus gesäuerten, in sich geknickten Betonfertigteilen. Das so entstandene Relief verleiht der Außenhülle Struktur und Tiefe und wird auf den Längsseiten von horizontalen Fensterbändern mit blechverkleideten Zwischenelementen durchbrochen.

Klarheit und Struktur prägen auch das Innere des Gebäudes: Der Haupteingang an der 14 Meter breiten Stirnseite führt unmittelbar zum offenen Treppenhaus, das die drei Etagen verbindet. In Anlehnung an die funktionalen Anforderungen wurden Erd- wie Obergeschoss als Dreibund ausgeführt, dessen Mittelteil Nebenräume beherbergt. Innen liegende Flure lockern die strenge Anordnung der Büroräume auf, indem sie nicht nur als Erschließungsflächen, sondern auch als Gemeinschaftsbereiche für Pausen oder Abstimmungen genutzt werden. Die Oberflächen – von den tragenden Wänden aus bruchrauem Kalksandstein über die Fußböden und Türen bis hin zum lackierten Stahl der Treppenelemente – sind durchgängig in Weiß gehalten. Das Wechselspiel der unterschiedlichen Materialien und Texturen tritt dadurch umso deutlicher hervor.

Besonderes Augenmerk legten die Stuttgarter Architekten auf das Sichtmauerwerk von KS-Original in den 60 Meter langen Korridoren. Um seiner Präsenz Rechnung zu tragen, wurden vor Ort mehrere Musterwände von Fachverarbeitern gemauert, nach denen die Architekten das ideale Fugenbild bestimmten. Die Entscheidung fiel zugunsten sehr schmaler, heller Fugen. Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept sowie mehrere Oberlichter, die den Innenraum mit Tageslicht versorgen, setzen die Haptik und Anmutung der bruchrauen Kalksandsteinoberflächen zusätzlich in Szene.

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Kalksandstein

Herberge für die letzte Reise

Auf einem von der Stadt Rodgau in Hessen zur Verfügung gestellten, rund 4.000 Quadratmeter großen ehemaligen Waldgrundstück „Am Wasserturm“ entstand ein Hospiz mit zwölf Zimmern. Es ist die erste Einrichtung dieser Art im gesamten Landkreis Offenbach. In einem Hospiz entscheiden die Sterbenden, wie sie ihre letzte Lebensphase gestalten wollen. Der Fokus der Betreuung liegt sowohl auf dem kranken Menschen als auch auf seinen Angehörigen, die ebenfalls leiden (siehe DAB 04.2020, „Letzte Hilfe“).

Initiator des Projektes ist die Hospiz Stiftung Rotary Rodgau, die die Hospiz- und Palliativarbeit in der Region Offenbach fördert – überwiegend mithilfe von Spenden und ehrenamtlichem Engagement. So dauerte es viele Jahre, bis das „Hospiz am Wasserturm“ realisiert werden konnte. Die Architekten von der Rodgau-Planungs-Team GmbH konzipierten eine eingeschossige Anlage, bei der von allen Zimmern die angegliederte Terrasse direkt zugänglich ist. Im zentralen Bereich des Gebäudes steht den Hospizgästen und Angehörigen ein gemeinsamer Wohn- und Essbereich mit direkter Anbindung an die Küche zur Verfügung. Um die Kommunikation zwischen Personal, Hospizgästen und Angehörigen zu fördern, wurde die Küche zum Wohn- und Essbereich hin offen und wohnlich gestaltet. Als Rückzugsort für alle Anwesenden dient ein Raum der Stille.

Zu den Spendern zählte auch die Rodgauer Baustoffwerke GmbH Co. KG, die das Material für den Rohbau bereitstellte. Außen- und Innenwände wurden in traditionellem Mauerwerk mit Kalksandstein-Planelementen von Unika erstellt. Die produktspezifischen Eigenschaften des Baustoffs, wie die gute Wärmespeicherfähigkeit und die hohe Rohdichte, schaffen durch den Ausgleich von Temperaturspitzen ein angenehmes Raumklima und bieten einen zuverlässigen Schallschutz.

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Sanierung

Dämmen, entsalzen, trocknen

Bei einer Bestandssanierung kam im Rahmen eines Forschungsprojektes ein neues System zum Dämmen und Entsalzen der feuchten Mauerwerkswände zum Einsatz. Die über fünf Jahre gesammelten Messergebnisse bescheinigten eine trockene und salzfreie Oberfläche.

Nach Jahren des Leerstands fand sich für das nahe Potsdam gelegene Schloss Güterfelde mit dem Immobilienentwickler Terraplan ein Investor, der das Gebäude zusammen mit dem Architekten Uwe Licht aus Berlin sanierte und darin Eigentumswohnungen schuf. Im Gartengeschoss zeichnete sich im Zuge der Bestandsaufnahme jedoch ein größeres Problem ab: In einem Raum hatte aufsteigende Nässe die Wände nicht nur stark durchfeuchtet, sondern zusätzlich Salze ausgeschwemmt, die an der Innenwand auskristallisierten. Es musste also eine Lösung gefunden werden. Xella hatte damals ein neues Produkt in der Grundlagenforschung, eine sogenannte Entsalzungsplatte, als Erweiterung des mineralischen Innendämmsystems Multipor. Letzteres wurde aufgrund der denkmalgeschützten Fassade im gesamten Gebäude eingesetzt, um den Wärmeschutz zeitgemäß anzupassen. Hierfür hatten das Institut für Bauklimatik der TU Dresden, Xella und die Denkmalschutzbehörde gemeinsam ein Dämmkonzept erarbeitet.

Die im Bereich des salzbelasteten Mauerwerks eingesetzte Multiporplatte kombiniert nun die energetische Ertüchtigung mit der Entsalzung. Dabei entzieht der kapillaraktive Baustoff dem Mauerwerk Wasser und damit die gelösten Salze. Während das Wasser an der Oberfläche verdunstet, lagern sich die Salze in den zahlreichen Poren der Platte ab. Mit dem Wegführen der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk steigt zugleich die Oberflächentemperatur der Wand, sodass sich die Behaglichkeit und der Wohnkomfort im Raum verbessern. Um hierfür aber auch den Nachweis zu erbringen, war Schloss Güterfelde das ideale Versuchsfeld für verschiedene Prototypen der Platten, die sich seinerzeit in der Entwicklung befanden.

In Kooperation mit den Wissenschaftlern der TU Dresden baute Xella fünf Messstrecken mit Sensoren im Gebäude ein, drei im Gartengeschoss und je eine im Hochparterre und im Obergeschoss, um in kritischen Konstruktionsbereichen wie Ecken und Fensteranschlüssen permanent die Temperatur und Feuchtigkeit aufzuzeichnen. Anschließend erfolgten die Dämmarbeiten mit Multipor. Um dem Kristallisationsdruck der Salze und somit einer möglichen Salzsprengung standhalten zu können, wurden Platten mit höheren Rohdichten ausgewählt. Auch unterschiedliche Mörtelkleber waren Teil der Untersuchungen. Gleichzeitig mit der Montage der Platten erfolgte der Einbau von Messsensoren in die feuchten Wände. Vor allem die Temperatur- und Feuchtewerte zwischen Bestandswand und Innendämmung, aber auch in der Bestandswand interessierten die Forscher. Wie würden sich die Werte über das Jahr verändern? Wie viel Feuchtigkeit würde tatsächlich an der Oberfläche ankommen? Fast fünf Jahre wurden Messwerte gesammelt, bis die Bohrkerne 2017 aus der Bestandswand entnommen und die Daten ausgewertet wurden. Das Ergebnis: In keinem Fall wurden Nässe oder Salze in der Grenzschicht gefunden, die energetischen Vorgaben ließen sich stabil erreichen. Alle Prototypen hatten somit bestens funktioniert.

Für die Markteinführung wurde schließlich eine diffusionsoffene und kapillaraktive Multiporplatte mit einer erhöhten und speziell auf salzbelastetes Mauerwerk angepassten Druckfestigkeit von  350 kPa ausgewählt, die im ­Gegensatz zu üblichen Saniersystemen über eine deutlich bessere Wärmeleitfähigkeit verfügt. Der passende Mörtel ist mit einem hoch sulfatbeständigen Zement ausgestattet. Auf hydrophobierende, also wasserabweisende, Eigenschaften wurde in diesem Fall verzichtet. Schließlich soll das Wasser aus der Wand herausgeholt werden und dazu muss es den Mörtel passieren können. So entstand ein Spezialmörtel mit einer hohen Sulfatbeständigkeit und einer erhöhten kapillaren Wasseraufnahme durch die verminderte Hydrophobierung. Nach Abschluss aller Feldstudien und Belastungstests ist das System Multipor ExSal Therm nun seit letztem Jahr auf dem Markt. Es lässt sich schnell und unkompliziert aufbringen: Ohne das Mauerwerk vorher trockenlegen zu müssen (was bei üblichen Sanierputzen Standard ist), klebt der Verarbeiter die Entsalzungsplatte vollflächig auf die feuchte Innenseite der zu dämmenden Außenwand. Lange Trocknungs- oder Putzstandzeiten sind nicht nötig. Insgesamt ist die Sanierung von feuchtem und salzbelastetem Mauerwerk damit einfacher, langlebiger und folglich wirtschaftlicher als mit herkömmlichen Saniersystemen.

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Mauerwerk

Symbiose im Bestand

Anknüpfend an die Architekturgeschichte des Standorts, fügt sich das neue „Zooviertel-Carrée“ im Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal in seine städtebauliche Umgebung ein. Auf dem ehemaligen Gelände des Bundesverbandes der Gießerei-Industrie realisierten slapa oberholz pszczulny | sop architekten ein Ensemble aus modernen Mehrfamilienhäusern mit 16 barrierefreien und 38 barrierearmen Wohneinheiten sowie acht Townhouses. Um dem Wohnviertel einen identitätsstiftenden Charakter zu verleihen und an die Gießerei zu erinnern, entschieden sich die Architekten dazu, einen Teil des Bestandes zu erhalten. „Ein herrlicher 50er-Jahre-Bau“, findet Architekt Helmut Oberholz, geschäftsführender Gesellschafter von sop architekten, mit Blick auf den funktionalen, unaufgeregten Haupteingang. Das Mitte des vergangenen Jahrhunderts errichtete Hauptgebäude wurde um ein Geschoss aufgestockt und in die neue Gebäudestruktur integriert. Mit seiner hellen Metallverkleidung hebt sich das neue Geschoss deutlich vom Bestand ab, während die historische Klinkerfassade des einstigen Eingangsportals als optischer Ankerpunkt für den Dialog zwischen der Geschichte des Zooviertels und seiner Zukunft fungiert.

Alle Neubauten wurden mit funktionsgetrennten Außenwänden aus Kalksandstein von KS Original ausgeführt. Neben den ausschlaggebenden Vorteilen bei Schall- und Brandschutz sowie der Statik bildet der weiß gehaltene Charakter der Neubauten zugleich ein Gegengewicht zur Historie. Die Wandoberflächen im Innern der Untergeschosse wurden außerdem als Sichtmauerwerk ausgebildet und nur mit Farbe beschichtet. Das regelmäßige Format und die Scharfkantigkeit der Kalksandsteine betonen zudem die hochwertige Optik.

www.ks-original.de

Mauerwerk

Solide, aber auch rationell

In der Jakoberwallstraße nahe der Augsburger Innenstadt fanden in einem neu errichteten Mehrfamilienhaus 28 Mietparteien ein Zuhause. Geplant und realisiert wurde der Wohnkomplex von der GS Wohnbau, einem Bauträger, der sich auf die Erstellung schlüsselfertiger, individueller Häuser spezialisiert hat. Für das bereits 1927 gegründete Unternehmen war angesichts seiner langjährigen Erfahrung klar, dass Langlebigkeit und Qualität bei Konstruktion und Materialien im Vordergrund stehen sollten. Bei dem Gebäude in der Jakoberwallstraße griff man daher auf traditionelles Kalksandstein-Mauerwerk zurück. Der Baustoff – in diesem Fall von Unika – besitzt eine hohe Rohdichte, die über die DIN 4109 hinausgehende Schalldämmwerte ermöglicht. Gerade bei Mehrfamilienhäusern ist der Schallschutz stets ein prekäres Thema. Gute Werte sind für erfolgreiche Projekte somit essenziell. Außerdem bewirkt die hohe Rohdichte der Steine eine gute Wärmespeicherfähigkeit des Mauerwerks, die Temperaturspitzen abfedert und ein behagliches Raumklima schafft. Für einen wirtschaftlich vorteilhaften Baufortschritt wurden die Außen- und Innenwände mit großformatigen Planelementen erstellt. Sie werden auf Basis der digitalen Planungsdaten passgenau für jede Wand des Gebäudes im Werk produziert. Restmaterial und übermäßiger Verschnitt fallen kaum noch an. Auf die Baustelle wird auch nur das Material geliefert, was die Handwerker gerade benötigen. Insgesamt verkürzen sich die Vorhaltezeiten von Kranen, Containern oder Gerüsten deutlich. Somit bietet dieses Bausystem Bauherren und Architekten maximale Gestaltungsfreiheit bei hochwertiger Ausführung.

www.unika-kalksandstein.de

Mauerwerk

Ziegel mit Nadelholzfasern

Seit Ende letzten Jahres die Bauarbeiten an der Kinder­tagesstätte „Arche Noah“ im hessischen Hainburg beendet wurden, finden weitere 25 Kinder Platz zum Lernen und Spielen. Für die Sanierung und Erweiterung hatte die Gemeinde knapp 1,4 Millionen Euro bereitgestellt. Das mit der Planung und Bauleitung beauftragte Architekten & Ingenieurbüro Michael Kopp ergänzte den Bestandsbau in Längsrichtung und schob zwischen die beiden Pultdächer ein Obergeschoss für Personalräume ein. Zwar stellte der Anbau keine besonderen bautechnischen Anforderungen, Bauherr und Architekt waren aber umso mehr an einer anspruchsvollen Ausführung interessiert. So war auch das Konzept des „W07 Silvacor“ der Unipor-Gruppe ausschlaggebend dafür, diesen Ziegel der neuesten Generation für das Außenmauerwerk zu verwenden. Seine Hohlräume sind mit einem Dämmstoff aus sortenreinen Nadelholzfasern verfüllt, was den Mauerziegel zu einer umwelt- und ressourcenschonenden, wohngesunden sowie hoch wärmedämmenden Lösung im Hausbau macht. Hier spielt auch die regionale Herkunft des Baustoffs mit hinein, der vom Unipor-Mitgliedswerk Franz Wenzel, ebenfalls an­sässig in Hainburg, geliefert wurde. Der W07 Silvacor wird nach dem Brennen akkurat auf Maß geschliffen, was eine durchgängig gleichmäßig dünne Lagerfuge garantiert. Dadurch wird die Wärme­leitzahl von 0,07 W/(mK) nicht nur rechnerisch, sondern auch beim fertiggestellten Mauerwerk erreicht. Bei einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern beträgt der U-Wert 0,18 W/(m2K). Da auch die Innenwände komplett aus Ziegeln erstellt sowie umweltfreundliche Boden­beläge und Anstriche eingesetzt wurden, ließ sich für die Kinder ein wohngesundes Umfeld schaffen.

www.unipor.de

 

Mauerwerk

Zwei Schalen aus Leichtbeton

Die typische Konstruktion einer zweischaligen Außenwand setzt sich aus tragendem Mauerwerk, der Kerndämmung und dem Verblendmauerwerk zusammen. Seltener findet dagegen die von Seelbach + Schäfer Architekten aus Andernach beim Neubau eines Mehrfamilienhauses am Birkenring gewählte ­Variante Verwendung: Innenwand (24 Zentimeter) und Außenwand (11,5 Zentimeter) bestehen aus großformatigen Leichtbetonelementen, die Kerndämmung dazwischen ist zwölf Zentimeter stark. ­Triotherm nennt der Hersteller KLB Klimaleichtblock sein System. Im Vergleich zum üblichen Aufbau mit der klaren Funktionstrennung der einzelnen Schichten übernimmt hier auch die äußere Schale Teile des Wärmeschutzes, der die Wärmedämmleistung von herkömmlichem Verblendmauerwerk um das Vier- bis Sechsfache übertrifft. So konnte auch durch den U-Wert der Außenwand von 0,16 W/(m²K) die Forderung des Bauherrn nach einem Gebäude mit guter Energiebilanz, aber ohne WDVS erreicht werden. Dass der Abbau des für den KLB-Leichtbeton verwendeten Zuschlagstoffs Bims am Rande der Vulkaneifel und die Produktion der Steine in der Region erfolgen, wurde vom Bauherrn ebenfalls positiv bewertet. Leichtbeton weist zudem gute Werte beim Schallschutz auf. Aufgrund seiner porigen Struktur und der verwendeten Zuschläge erhält der Baustoff nach den gültigen Massekurven der Schallschutznorm DIN 4109 einen Bonus von zwei Dezibel für das bewertete Schalldämm-Maß gegenüber vergleichbaren Wandaufbauten mit gleicher Masse. Ausschlaggebend für das Triotherm-Wandsystem war nicht zuletzt die wirtschaftliche Erstellung des Rohbaus. Es wurden großformatige Elemente verwendet, die im Vergleich zu einer zweischaligen Wand mit Verblendmauerwerk deutlich weniger Versetzvorgänge benötigen.

www.klb-klimaleichtblock.de

Software

BIM-fähiges Bausystem

Unika hat sein Planelemente-­Bausystem aus Kalksandstein BIM-­fähig gemacht. Das ermöglicht jetzt dem Hersteller, die dreidimensionalen Objektinformationen aus dem CAD-System des Planers zu verarbeiten und aktualisiert zurückzuspielen. Dadurch lassen sich nicht nur noch schneller Änderungen umsetzen, sondern auch Wandstärken, Durchdringungen oder Details digital optimieren, visualisieren und dokumentieren. Bei größeren Bauvorhaben sind Änderungen bis zwölf Tage vor Anlieferung an der Baustelle möglich. Nach der Übergabe der Planungsunterlagen erstellt der Hersteller die Verlegepläne, die nicht nur die einzelnen Wandabschnitte optimieren, sondern auch aufwendiges Schneiden von Steinen sowie den Transport und die Entsorgung von Bauschutt und Restmaterial erheblich reduzieren. Gegenüber der bisherigen objektbezogenen Planung, bei der ebenfalls die digitalen Planungsdaten vom Architekten übernommen, verarbeitet und zurückgesendet wurden, ist die BIM-Methode effizienter.

www.unika-kalksandstein.de

Mauerwerk

Neuer Stein, neues Haus

Beim Bau eines Dreifamilienhauses in Nürnberg entschied sich der Bauherr Thomas Herbert kurzfristig für eine Umplanung, um den von Xella neu im Markt eingeführten „Ytong ThermStrong PP4-0,50“ zu verwenden. Der Porenbetonstein besitzt im Vergleich zu dem ursprünglich gewählten klassischen Planblock des Herstellers einen besseren Lambdawert von  = 0,10 W/(mK) und wurde speziell für Gebäudelösungen im massiven, monolithischen Mehrgeschossbau entwickelt. Die Kombination von hoher Steinfestigkeit und Rohdichte mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit ist bei Porenbetonsteinen laut Xella derzeit einzigartig. Für den Bauingenieur Thomas Herbert war aufgrund einer nahe gelegenen Bahnstrecke und eines Flugplatzes vor allem der höhere Schallschutz für die Umorientierung ausschlaggebend. Das führte in diesem Fall zu einer Verbesserung von vier Dezibel. Damit wurde bei den gewählten 42,5 Zentimeter starken Außenwänden ein Schalldämm-Maß von 52,8 Dezibel erreicht. Für die einschalige monolithische Bauweise sprach aus Sicht des Bauherrn deren geringe Fehleranfälligkeit bei der Erstellung des Rohbaus. Im Falle einer Instandsetzung während der Nutzungszeit des Gebäudes sind außerdem die Schadensursachen besser erkennbar, leichter zuzuordnen und unmittelbarer behebbar. Um im System zu bleiben, erhielt das Haus noch ein Ytong-Massivdach. Die bewehrten großformatigen Porenbeton-Dachplatten hat Bauingenieur Herbert für die Ausführung seines Walmdaches schräg stehend geplant; die Fußpunkte sind gegen Verrutschen gesichert. Aus statischer Sicht sei dies eine einfache, stabile Grundform, sodass die Eigenschaften des Porenbetons, wie der gute Wärme-, Brand- und Schallschutz, auch beim Walmdach zum Tragen kommen.

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Leichtbeton

Schalldämmend und rationell

Die KLB Klimaleichtblock GmbH bietet mit dem Planblock „KLBQUADRO“ eine wirtschaftliche Lösung für den mehrgeschossigen Wohnungsbau an. Bereits vier der großformatigen Planelemente genügen, um einen Quadratmeter Außenwand zu errichten. Das Leichtbeton-Mauerwerk ist zudem durch seine grobporige Struktur hoch schalldämmend, was gerade bei Gebäuden in Städten von Vorteil ist. Bereits bei einer Wanddicke von 24 Zentimetern wird ein Schalldämm-Maß (Rw) von 62,5 Dezibel erreicht. Die hohe Tragfähigkeit des Baustoffs der Festigkeitsklasse 20 ermöglicht Wohnbauten bis über die Hochhausgrenze hinaus.

www.klb-klimaleichtblock.de