Keramik

VEREDELTE „BRUCHSTÜCKE“

Mit „BeLike“ stellt Iris Ceramica einmal mehr italienisches Fliesen-Knowhow zur Schau. Die Serie zeichnet sich durch ein breites und kombinierbares Angebot aus, bei dem sich die Designer von der japanischen Kintsugi-Reparaturmethode inspirieren ließen. Traditionell werden bei dieser Technik Keramik- oder Porzellanbruchstücke mit einem Kleber zusammengefügt, der ein Edelmetallpulver enthält, etwa aus Gold, Silber oder Platin. Diese unregelmäßigen Bruchgeometrien erscheinen bei BeLike als goldfarbene Linien auf dunklen und braunen Hintergründen oder auf zarten Blumenmustern. Die Kollektion umfasst vier warme Farbtöne – Cream, Peach, Sienna, Umber – und vier kalte – Shell, Azure, Marine und QueenBlue –, die in matt oder glänzend verfügbar sind.

www.irisceramica.net

Keramik

Museum in Venedig

Mit dem Museum M9 in Mestre, Venedigs Stadtteil auf dem Festland, wurde 2018 ein wichtiges Projekt der Stadterneuerung der Öffentlichkeit übergeben. Realisiert wurde der Siegerentwurf von Sauerbruch Hutton, der auch von Anwohnern und Touristen viel Zuspruch erhielt. Der Neubau ist Teil eines Gebäudeensembles, das einen flankierenden, kleineren Verwaltungsbau und einen sanierten ehemaligen Teil eines Klosters umfasst. Bei aller erkennbar modernen Gestaltung fügt sich das Bauwerk wie selbstverständlich in die Umgebung ein. Dazu trägt auch das harmonische Wechselspiel der dreizehn Farbtöne der Fassade von NBK Keramik bei. Ihr Spektrum umfasst verschiedene Rottöne und reicht bis hin zu Erd- und Sandfarben. Damit griffen die Architekten bewusst das Flair der umliegenden mediterranen Stadtlandschaft auf. Die Farben sind im NBK-Labor entwickelte Sondermischungen. Im anschließenden Fertigungsprozess erfolgte deren Fixierung als Einbrandglasur mit der hierfür typischen seidenmatten Oberfläche.

Eingesetzt wurden Terrart-Light-Elemente, die durch Hohlkammern im Inneren über ein reduziertes Flächengewicht verfügen. Gewählt wurden zwei Grundformen von 750 Millimetern und 1.500 Millimetern Länge und einer Plattenstärke von 28 Millimetern. Die Museumsfassaden erforderten die Produktion von insgesamt zwanzigtausend Elementen. Ein besonderer optischer Reiz entstand an der schräg angeschnittenen Fassade über dem Haupteingang, wo die Platten dem Gefälle folgen. Möglich machte das ein Schrägschnitt bei den hier eingesetzten Elementen.

www.nbk.de

Keramik

Feuerwache in Hamburg

Mit der neuen Feuer- und Rettungswache an der Anschluss­stelle der A 7 in Hamburg-­Othmarschen, sind die Rettungskräfte jetzt bei einem Notfall im Elbtunnel schneller am Einsatzort. Das Büro ABK – Architekten Bienmüller + Kollegen konzipierten einen markanten Gebäuderiegel, der auf 2.500 Quadratmetern Nutzfläche ausreichend Platz für modernste Technik und Einsatzfahrzeuge sowie genügend Aufenthalts-, Ruhe- und Umkleideräume ­bietet. Während das Innere des 67 Meter langen zweistöckigen Bauwerks rein funktional aus­gerichtet ist, verblüfft die Außenansicht durch eine außergewöhnliche Fassade aus individuell angefertigten Keramikplatten von Moeding. Bei der Farbauswahl entschieden sich die Architekten für eine ­Effektglasur, die den Zweck des Gebäudes widerspiegelt. Die Basis bildet ein kräftiger Rotton, der mit einer eigens ­entwickelten Technik mit einer schwarzen Flammung überzogen wurde. Dadurch ergibt sich ein feiner schwarzer Schimmer, der in Verbindung mit den unterschiedlichen Neigungswinkeln der Oberfläche den Platten ­Plastizität verleiht.

Die Geometrie der Keramikmodule ähnelt gefalteten Papierbahnen mit je zwei schmalen und einer breiten Vertiefung. Weil die Platten auch um 180 Grad verdreht aufgehängt wurden, entsteht unter ­Lichteinfall ein changierendes Farbenspiel. Die Leuchtkraft der Fassade bleibt aufgrund der widerstandsfähigen Oberfläche dauerhaft erhalten. Das glasierte Ziegelmaterial ist beständig gegen sämtliche Umwelteinflüsse, wie Hitze, Kälte, Schlagregen und UV-Strahlung. Die Montage ist unkompliziert: In die auf der Außenwand ­befestige und bereits mit allen ­Plattenhaltern ausgestattete Unterkonstruktion (Longoton-Rapid-System) werden die Keramikelemente werkzeuglos einfach eingehängt.

www.moeding.de

Ceramiche Refin SPA

Barsa Taberna: ein Hauch von Spanien im Herzen von Toronto

Das kanadische Studio +tongtong zeichnete für ein außergewöhnliches Projekt in der Innenstadt von Toronto verantwortlich: Das Erdgeschoss eines denkmalgeschützten Gebäudes unweit des bekannten St.-Lawrence-Marktes wurde komplett umgestaltet, um dem Tapas-Restaurant Barsa Taberna eine Heimat mit mediterranem Flair zu geben.

Projekt: Restaurant Barsa Taberna
Kunde: Aras Azadian, Besitzer des Restaurants
Design: +tongtong (www.tongtong.co)
Ort: Toronto, Kanada (26 Market St, Toronto, ON M5E)
Größe: 275 qm
Fertigstellung: September 2014
Boden (u.a.): Kollektion Frame – entworfen vom Studio FM für DesignTaleStudio von Ceramiche Refin

Der Bereich um die Market Street in Toronto erfährt aktuell einen spannenden Aufschwung – viele Bars und Restaurants eröffneten erst vor Kurzem. Auch das Restaurant Barsa Taberna feierte seine Premiere. Das Konzept: Die Gäste können hier Weine und Sangria sowie modern interpretierte spanische Tapas in einer vom Charme Barcelonas inspirierten Location genießen.

Das Team von +tongtong, ebenfalls aus Toronto, musste sich bei der innenarchitektonischen Planung an die Denkmalschutzbestimmun­gen des historischen Gebäudes halten. Das kann als Einschränkung oder – wie +tongtong es auffasste – als spannende Herausforderung gesehen werden: Das Designstudio entschied sich dafür, in den schmalen Räumlichkeiten die originalen Backsteinmauern, Fenster und Türen als wichtigen Teil des Interior Designs in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei wurde der Bar-Bereich vom Restaurant optisch abgetrennt. In der Bar befindet sich ein Zementboden, der durch ein vom spanischen Star-Architekten Gaudí inspiriertes, blaues Muster geprägt ist. Den Boden im Restaurant wiederum ziert die Feinsteinzeug-Kollektion Frame, die vom Studio FM für DesignTaleStudio, dem Kreativlabor von Ceramiche Refin, entworfen wurde.

Am Bartresen aus Corian stehen speziell für das Restaurant kreierte Barhocker von +tongtong. Sie ähneln den improvisierten Stühlen, die man häufig in Tapas-Bars in Barcelona findet. Parallel zum Tresen stehen Tische mit roten Herman-Miller-Stühlen, die einen starken Kontrast zu den asymmetrischen Barhockern bilden. Das blaue Muster des Zementbodens findet sich in einer großformatigen Wandinstallation aus 1.400 farbigen Glasflaschen wieder.

Durch Rundbögen mit unverputzten Mauern gelangt man von der Bar in den Restaurantbereich. Für eine stimmungsvolle Atmosphäre in den fensterlosen Räumen mit niedrigen Decken sorgt eine große, hinterleuchtete Wandmalerei. Diese wurde von John Tong und dem Künstler Pascal Paquette gemeinsam entworfen.

Doch liegt das Hauptaugenmerk im Bereich des Restaurants buchstäblich auf dem Boden, der eine Hommage an antike Majolika-Fliesen mit einer charmanten zeitgemäßen Interpretation liefert: Die Kollektion Frame von DesignTaleStudio ist die perfekte Verbindung zwischen den historischen Mauern und der expressiven Kraft der hinterleuchteten Wandgemälde.

Weitere Informationen:

Barhocker „Bicho Mio“, Design: +tongtong
Wanddekoration in Glas: eine Komposition aus 1.400 Flaschen, inspiriert durch eine Arbeit von Antonio Gaudì, Design: +tongtong
Beleuchtungskörper im Bar-Bereich, Design: +tongtong
Hinterleuchtete Wandbilder (sog. „Murales“), entwickelt von +tongtong nach einem künstlerischen Projekt von Pascal Paquette
Stühle: „Magis Steelwood“ von Herman Miller
Boden im Bar-Bereich, Design: +tongtong
Boden im Restaurant-Bereich: Kollektion Frame, entworfen von Studio FM für DesignTaleStudio