Raumgestaltung

Designstücke von Unikat bis Klassiker

Von handwerklichen Unikaten über wiederentdeckte Klassiker bis hin zu puristischem und archaischem Mobiliar für besondere Ansprüche bei der Raumgestaltung.

KLASSIKER AUFGEFRISCHT

Nora Systems hat den Klassiker seiner Kautschuk-Beläge „Norament Grano“ mit dem charakteristischen Granulatdesign optisch verjüngt. Obwohl es seit Jahren der meistverkaufte Belag aus der Norament-Reihe ist, schienen einige Farben und die darauf abgestimmten Granulate dem Zeitgeist nicht mehr zu entsprechen. Jetzt reicht das Farbspektrum von kühlen über neutrale bis hin zu kräftigen Tönen mit Granulaten, die weniger kontrastieren. Das Standard-Sortiment bietet 36 Farben, die Designs sind für verschiedene Funktionen und Anwendungen verfügbar. An der überarbeiteten Kollektion wirkten 40 Designer und Architekten aus Europa und Nordamerika mit.

www.nora.de

VERSTECKTER ABZUG

Das Induktionskochfeld „TwoInOne“ von Miele ermöglicht mehr Gestaltungsfreiraum, denn der Dunstabzug ist hier diskret im Unterschrank untergebracht. Sichtbar ist nur das mittig ins Kochfeld integrierte Lüftungsgitter, worüber der Wrasenabzug erfolgt. Dessen Leistung passt sich automatisch dem tatsächlichen Kochgeschehen an. Der Dunstabzug kann wahlweise im Abluft- oder Umluftbetrieb erfolgen, wobei die Lüftungstechnik vergleichsweise wenig Platz beansprucht. Der Unterschrank ist mit gekürzten Auszügen nutzbar. Das Kochfeld wird mit aufliegendem Edelstahlrahmen sowie rahmenlos als aufliegende oder flächenbündige Variante angeboten.

 www.miele.de

KOMPAKT UND VARIABEL

Der Küchenhersteller Leicht hat Planungsideen für offene, wohnliche Küchen vorgestellt, die sich besonders für kompakte Grundrisse eignen. Zentrales Element des aus Kochzeile, Oberschränken und Hochschrank bestehenden Konzepts bilden Rückwandelemente, die sich in Material und Abmessungen auf das Umfeld abstimmen lassen. Neue Oberflächen für die Frontgestaltung mit warmer und natürlicher Ausstrahlung erweitern das gestalterische Spektrum. Das Angebot reicht von der feinen Nachbildung eines dezent strukturierten Eukalyptusholzes über einen metallisch schimmernden Lack bis hin zu einer hochwertigen Betonreproduktion.

www.leicht.de

Technik: Produkte

Planen statt Bahnen

Mit werkseitig vorkonfektionierten EPDM-Planen, die mittels Induktionsverfahren befestigt werden, ist ein Flachdach schnell und nahezu durchdringungsfrei abgedichtet

Die Carlisle Construction Materials (CCM) Europe Gruppe bietet mit ihren Planensystemen eine in Deutschland bislang wenig bekannte Art der Flachdachabdichtung an. „Hertalan easy cover“ ist eine werkseitig vorkonfektionierte EPDM-Flachdachabdichtung nach DIN EN 13956, die passgenau für das jeweilige Bauvorhaben im Produktionswerk vorgefertigt wird. Hierfür werden die Bahnen im Hot-Bonding-Verfahren miteinander vulkanisiert und so homogen verbunden. Dadurch entfallen vor Ort die klassischen Nahtfügungen, die bei einer Bahnenware erforderlich sind. Der Hersteller mit Sitz in Hamburg fertigt solche Planen bereits seit etwa 50 Jahren. In dieser Zeit wurde auch die Befestigungstechnik auf dem Dach weiter perfektioniert. Die neueste Entwicklung ist das Induktionsverfahren. Dazu wird die ausgelegte oder vorhandene Dämmung zunächst mittels spezieller Schrauben und Teller befestigt. Darüber wird die Plane verlegt und mit den Haltetellern mithilfe der Induktion verschweißt. Das Besondere an dem Verfahren ist, dass hierbei keine Durchdringungen erzeugt werden.

Welche Möglichkeiten das Planensystem im Detail eröffnet, zeigt ein Beispieldach mit Trapezblechen in 20 Metern Höhe in der Windlastzone 2 mit einer 50 Zentimeter hohen, umlaufenden Attika. Die Dachlasten erfordern eine mechanische Befestigung und infolge der Windlast muss bei den Abdichtungsbahnen eine 70 Zentimeter breite Saumbefestigung erfolgen. Dadurch sind bei der Bahnenware insgesamt 1,6 Kilometer Naht zu schließen, bei der Plane sind es lediglich 74 Meter. Eine Besonderheit der Hertalan-easy-cover-Plane ist, dass diese, entgegen der Flachdachrichtlinie, über die Attika hinweg verlegt werden kann und dann auch dort keine Nahtfügung notwendig ist. Das Risiko, dass durch die Nähte Wasser eindringen kann, reduziert sich somit um etwa 95 Prozent. Oft erfordert die Verwendung von Dachbahnen zudem weiterhin, im Randbereich zusätzliche Befestiger in der Bahnenmitte einzusetzen. Beim Beispieldach sind es 581 Befestiger und damit ebenso viele Durchdringungen der Abdichtung, die wiederum fachgerecht abgedichtet werden müssen. Außerdem wird bei der Feldbefestigung im Induktionsverfahren die Windlast gleichmäßig auf die Plane verteilt. Dadurch wird das unerwünschte Flattern der Dachbahnen verhindert und die asymmetrische Krafteinwirkung auf Teller und Naht vermieden.

Arbeiten am Dach müssen oft die Witterung berücksichtigen. Gerade in den regnerischen und kälteren Jahreszeiten sind oft Flächentrocknungen notwendig, die aber beim Einsatz einer Abdichtungsplane entfallen. So sind bei dem Musterdach in einem Arbeitstag die Befestiger gesetzt und das Dach ist regensicher geschlossen. Anschließend kann die Induktionsverschweißung durchgeführt werden, die auch auf einem feuchten Dach und bei Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius möglich ist. Die Planen können bis zu einer Größe von 1.000 Quadratmetern gefertigt werden, wobei eine Größe zwischen 200 und 300 Quadratmetern besonders gut zu verarbeiten und schnell zu verlegen ist.