Vorfertigung

Innenfassade im Programm

Die Lindner Group hat bereits für unterschiedliche Projekte im In- und Ausland absturzsichere Glas­trennwände mit Brand- und Schallschutz als individuelle Sonderlösungen realisiert. Jetzt hat das Unternehmen diese Innen­fassaden für beheizte Atrien in das Standardproduktprogramm überführt. Das bringt für Anwender wirtschaftliche Vorteile mit sich, vor allem aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades und der flexiblen Montage. Dennoch bleibt ein gestalterischer Spielraum erhalten, denn Material und Format können individuell angepasst werden. Statisch entspricht die Innenfassade den Anforderungen der DIN 18008-4 (experimenteller Nachweis). Sie kann entsprechend unterschiedlichen Anforderungen an Brand- und Schallschutz realisiert werden.

www.lindner-group.com

Schiebesysteme

Ganzglas- und Flügel-ecken

Die Schiebe- und Hebe-Schiebesysteme von Heroal stehen aufgrund des Werkstoffs Aluminium und der durchdachten Konstruktionen für langlebige Lösungen, mit denen sich auch besonders große Elemente realisieren lassen. Je nach gewünschter Öffnungsart ist die Montage mit ein-, zwei- oder dreispurigem Rahmen und mit bis zu sechs beweglichen Flügeln möglich. Als ästhetisch hochwertig und konstruktiv anspruchsvoll gelten Ganzglas- oder Flügelecken, wie sie das System „S 77 SL“ erlaubt. Die Ganzglasecke ist ohne Elementrahmen im Stoßbereich konstruiert, sodass der Blick nach draußen ungestört bleibt. Gleiches gilt für die Flügelecke zum Öffnen, da im Eckbereich keine Stütze montiert wird. Für eine komfortable Bedienung sorgt die motorisierte Antriebstechnik „SF Drive“ des Herstellers, womit sich die Türen bequem per Knopfdruck, Fernbedienung oder Anbindung an ein Smart-Home-System öffnen und schließen lassen.

www.heroal.de

Weißbeton

Kirow-Werke in Leipzig

In Leipzig hat Oscar Niemeyer mit einer Kugel aus Beton und Glas ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen. Kernstück des kurz vor seinem Tod im Jahr 2012 angefertigten Entwurfs ist eine Skulptur in Form einer Kugel, die auf dem Dach der Leipziger Kirow-Werke sitzt. Der geschäftsführende Gesellschafter des Herstellers von Eisenbahnkränen Ludwig Koehne hatte sich als Bewunderer der Niemeyer-Architektur 2011 an den Altmeister per Brief gewandt und die Bauaufgabe geschildert: Es sollte ein „kurvig“ geformter Speise- und Tanzsaal auf dem Kantinengebäude entstehen. Sein Wunsch fand in Brasilien Gehör und im Juli 2020 wurde Eröffnung gefeiert. Realisiert wurde die im Durchmesser zwölf Meter große Kugel durch den Leipziger Architekten Harald Kern.

Herausfordernd dabei war nicht nur die Planung der überaus schwierigen Schalung, sondern auch die Herstellung des Betons. Ausgeschrieben war die Ausführung in weißem Sichtbeton der Klasse SB 4. Demnach sollte die Kugel so glatt und so weiß wie möglich werden. Nach zahlreichen Versuchen und der Produktion diverser Farbmuster wurde ein reiner, eigens für das Projekt eingefärbter Weißbeton der Festigkeitsklasse C 30/37 in der Konsistenzklasse F5 mit dem Portlandzement „Face“ von Dyckerhoff Weiss eingesetzt. Bei der Herstellung des Betons durch Berger Beton aus Passau war die zielgenaue Verwendung aller Komponenten entscheidend. Darüber hinaus musste der Beton so in die 20 Zentimeter dünne Kugelschale eingebaut werden, dass keine Fehlstellen entstanden.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Fertigung und dem Einbau der kurvenförmigen Glasaugen in die Kugel. Die verwendeten Flüssigkristallfenster lieferte das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck. Die bereits bei Displays in Elektronikgeräten etablierte Technologie bewirkt in den sogenannten schaltbaren Architekturverglasungen des Herstellers einen Sonnenschutz binnen weniger Sekunden, wobei Transparenz und Farbneutralität der Gläser erhalten bleiben.

www.dyckerhoff.com

Glasflächen

Optimierte Hebe-Schiebetür

„Vekamotion 82“ von Veka löst die Hebe-Schiebetür „Vekaslide“ ab. Bei der Entwicklung des Nachfolgemodells stand laut Hersteller der Designaspekt im Fokus. Dem Trend zu großen Glaselementen mit minimiertem Rahmenanteil folgend, bietet die neue Hebe-Schiebetür um bis zu 20 Prozent reduzierte Flügelansichten. Bei der Variante „Vekamotion 82 Max“ besitzt der fest stehende Flügel sogar nur eine Innenansichtshöhe von 28 Millimetern. Außen ermöglicht diese Rahmenkonstruktion umlaufend eine maximale Überputzung. Trotz der schlanken Optik kann die Konstruktion Dreifach-Isolierglas bis 54 Millimeter Glasdicke aufnehmen. Mithilfe spezieller Zweikomponenten-Dichtteile und großvolumiger Dichtungen wird zudem eine Dichtigkeit bis zur Stufe 9A erreicht. Problemlos lassen sich mit der Neuentwicklung auch erhöhte Anforderungen bei der Bauwerksabdichtung und beim Sicherheitsniveau erfüllen.

www.vekamotion82.de

Sicherheit

Geklebtes ­Glasgeländer

Mit „Swissrailing Flat“ hat Glas Trösch ein Geländersystem aus Ganzglas vorgestellt, das durch die geklebte Unterkonstruktion ohne sichtbare Halterungen und die polierte Kante ohne Handlauf pure Glasoptik bietet. Im Überlappungsbereich mit dem Gebäude sind die Verbundsicherheitsgläser mit einer keramischen, vollflächig deckenden Farbe bedruckt, die bis zur Unterkante der Scheibe ausgeführt wird. Dadurch entsteht ein besonders schlichtes Erscheinungsbild. Die stufenlose Einstellbarkeit in der Ausrichtung der Gläser bei der Montage vor Ort gewährleistet, dass die oberen Glaskanten passgenau zueinander positioniert sind und die flächenbündige Optik sichergestellt ist. Das System ist hinsichtlich aller Komponenten, vom Glas bis zum Dübel, typenstatisch für die Holmlastkategorie 0.5- und 1.0 KN/m geprüft und besitzt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

www.glastroesch.de

Fassadensystem

Bürogebäude Kotelna Park II in Prag

Im Stadtteil 5 von Prag wächst ein neues Geschäftsviertel heran. So entstanden auf dem ehemaligen Industrie-Areal allein in den letzten anderthalb Jahren mit den beiden Projekten Kotelna Park I und II viele Tausend Quadratmeter Büroflächen. Beide Gebäude wurden nach Entwürfen des Londoner Architekturbüros Chapman Taylor realisiert. Das Anfang 2020 fertiggestellte Bürohaus Kotelna Park II bietet 12.000 Quadratmeter, verteilt auf sieben Etagen. Ihre innere Struktur ist mieterfreundlich flexibel angelegt, außen schließen sie mit einer raumhohen umlaufenden Verglasung ab. Insgesamt 770 Quadratmeter Fensterfläche und 3.400 Quadratmeter Glasfassade wurden mit Systemen von Heroal realisiert. Das Fassadensystem „C 50 HI“ bietet Spielraum für individuelle Architektur.

So wurde die Pfosten-Riegel-Konstruktion bei diesem Projekt im Radius angelegt, sodass sich der Baukörper mit mehreren Wölbungen präsentiert. In das System sind zugleich auch die Lüftungsklappen „W 72 VF“ integriert. Sie lassen sich nutzerunabhängig öffnen und schließen, was eine kontrollierte natürliche Lüftung rund um die Uhr ermöglicht. Optisch setzt das gewählte Holzdesign – realisiert durch die Beschichtungstechnologie Surface Design (SD) des Herstellers – Akzente an der Fassade. Abgerundet werden die Systemlösungen mit dem Objekttürsystem „D 72“, das den Eingangsbereich von Kotelna Park II prägt.

www.heroal.de

Schiebetüren

Komfortable Schiebeelemente

Mit dem Abstellschiebesystem „Synego Slide“ hat Rehau eine elegante, platzsparende und wirtschaftliche Lösung für Verglasungen auf den Markt gebracht. Die Elementgrößen von bis zu vier mal sechs Metern eignen sich für mittelgroße Formate. Es sind Durchgangsbreiten von 1,9 Metern möglich, die Bautiefe beträgt 80 Millimeter – bei einer maximalen Dicke der Verglasung von 51 Millimetern. Eine innovative Schließtechnik sorgt für eine leichte und komfortable Bedienung. Im Vergleich zu Parallel-Schiebe-Kipptüren soll Synego Slide deutlich weniger störanfällig sein, gibt der Hersteller an. Die Profile sind mit einer pflegeleichten HDF-Oberfläche ausgestattet und bieten über 220 mögliche Farb- und Designvarianten. Durch Aluminium-Vorsatzschalen der Reihe „Kaleido Cover“ und einen grauen Grundkörper lässt sich zudem ein eleganter Aluminium-Look erzeugen.

www.rehau.com

Sanierung

Glaskunstwerk als Brandschutzwand

Im Zuge einer Generalsanierung mit Teilneubau ist am Nürnberger Hauptmarkt das „Haus der Wirtschaft“ entstanden. Der Komplex besteht aus insgesamt vier Gebäuden, von denen zwei – die Häusergruppe am Hauptmarkt und der historische Saalbau – unter Denkmalschutz stehen. Das Berliner Architekturbüro Behles & Jochimsen schuf zusätzlichen Raum, indem es den bisherigen Innenhof zu einem überdachten Atrium umgestaltete, das zugleich als Verbindung zwischen dem Haupteingang und dem historischen Saalbau fungiert.

Das außen eher schlicht erscheinende Gebäude aus den 1950er-Jahren überrascht im Inneren mit einem ausladend geschwungenen Treppenlauf vor einem großformatigen Mosaik aus mundgeblasenem Echt-Antikglas. Fast sechs Meter breit und neuneinhalb Meter hoch ist das „Fenster“, das der Nürnberger Glaskünstler Dr. Gottfried Frenzel seinerzeit gefertigt hatte. Mittlerweile hatte sich jedoch der Epoxidharzkleber, mit dem das Echt-Antikglas seinerzeit auf Trägerplatten auflaminiert worden war, verfärbt und ein Großteil der Trägerplatten war gebrochen. Es erforderte die Expertise vieler Fachleute, dieses Glasfenster an der bisherigen Außenfassade, die durch die Transformation des Innenhofs zum Atrium nun innen liegend ist, nicht nur zu restaurieren, sondern auch als F30-Brandschutzwand auszubilden.

Noch in der Planungsphase war man davon ausgegangen, dass eine Brandschutzverglasung nicht geklebt werden könne. Dank des Engagements der beteiligten Firmen – allen voran der Derix Glasstudios aus Taunusstein, die mit der Restaurierung beauftragt waren, aber auch Schott Technical Glass Solutions und nicht zuletzt Schüco Stahlsysteme Jansen – ­gelang es, eine Zustimmung im Einzelfall zu erwirken, die die denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt und die brandschutztechnischen Notwendigkeiten gewährleistet.

Zunächst wurde das 5.000-teilige Glasmosaik mit einem thermischen Verfahren in aufwendiger Handarbeit feldweise von den ­Trägerscheiben gelöst, gereinigt und auf eine Brandschutzverglasung aus Verbundsicherheitsglas auflaminiert. Die montagefertig eingeglasten Scheiben wurden anschließend in eine Pfosten-­Riegel-Fassade aus dem Stahl­profilsystem VISS Fire von Schüco Stahlsysteme Jansen montiert.

www.jansen.com

Sonnenschutz

Zwischen den Scheiben

Iconic skin liefert mit „ISOshade“ eine Isolierglaseinheit mit werkseitig integrierter Sonnenschutzanlage im Scheibenzwischenraum. Dort ist sie geschützt vor Schmutz, Wind und Wetter und lässt sich witterungsunabhängig bewegen. Durch verstellbare Lamellen kann zudem der Licht- und Energieeintrag reguliert werden. Die Fassadenelemente werden entsprechend den vorherrschenden Bedingungen (Klima, Standort) und Performance-Anforderungen konfiguriert und seriengefertigt. Der Zwischenraum ist über eine Wartungsklappe revisionierbar, was die Lebensdauer eines Elements verlängert. ISOshade wird wie Isolierglas gehandhabt und als komplettes Produkt in Element-, Pfosten-Riegel- oder SG-Fassaden eingebaut.

www.iconic-skin.com

Infrarot-Heizsystem

HEIZEN MIT FARBE, FOLIE ODER GLAS

Die FutureCarbon GmbH stellt Werkstoffe auf Kohlenstoffbasis her, die bereits seit Jahren in der Bauindustrie eingesetzt werden. Dieses Know-how nutzt das Unternehmen aus Bayreuth für die Entwicklung von fünf Infrarotheizsystemen, die unter der Marke „Carbo e-Therm“ vertrieben werden. Das Angebot umfasst: die Heizfarbe Carbo e-Paint, die elektrisch beheizbare Trockenbauwand Carbo e-Wall, die hauchdünne Fußbodenfolie Carbo e-Foil, das Glaspanel Carbo e-Glass und seit Neuestem Carbo e-Now – ein Glasfaservlies, das im Verbund mit handelsüblichem Sanierungsvlies verlegt und überstrichen wird. Damit ist die Flächenheizung praktisch unsichtbar. Die Temperatur wird über das mitgelieferte, programmierbare Thermostat gesteuert.

www.carbo-e-therm.de

Sicherheit

SCHUSSSICHERES ISOLIERGLAS

Das neue Isolierglas „Isosecure“ von Sedak kommt ohne die übliche Polycarbonat-Folie aus, schützt aber dennoch splitterfrei bis zur höchsten Beschussklasse BR7 NS nach DIN EN 1063 – militärische Sturmgewehre, die mit Hartkernmunition schießen. Ein großer Vorteil des neuen Scheibenaufbaus ist die Möglichkeit, beschichtete Gläser zu verwenden. Trotz Bewehrung erfüllen die Isoliergläser so gewünschte Energie-Standards bei höchster Durchsicht – bis zur Maximalgröße von 3,5 mal 20 Meter. Damit eignet sich Isosecure für Glasfassaden anspruchsvoller Gebäude mit hohem Schutzniveau. Durch den Verzicht auf die Kunststoff-folie wird zudem eine bessere Brandschutzklasse erreicht.

www.sedak.com