Fassaden

Brandschutz-Verglasungen

AGC Glass Europe bietet mit „Pyrobel“ eine große Auswahl feuerfester Verglasungen, die als zuschneidbare Verbundgläser und als maßgeschneiderte, vorgespannte Brandschutz-Isolierverglasungen mit Wärmedämmung, Sonnen- und Schallschutz sowie mit Sicherheitseigenschaften kombinierbar sind. Alle Brandschutz-Verglasungen sind jetzt mit dem Cradle-to-Cradle-Zertifikat in Silber ausgezeichnet. Für Fassaden ist vor allem „Pyrobel 16 IGU“ geeignet. Diese Lösung verhindert das Überschlagen der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile über einen Zeitraum von 60 Minuten, ist relativ schlank, der Ug-Wert liegt bei 1,1 W/(m2K) und das Schalldämmmaß bei Rw = 42 Dezibel. Trotz der Brandschutz-Eigenschaften gelangen durch die farbneutrale Verglasung 73 Prozent des Tageslichts in den Raum. Optisch ist das Glas von herkömmlichen Isoliergläsern kaum zu unterscheiden.

www.agc-pyrobel.com

Fassade

Hauptsitz einer Versicherung in Lausanne

Der Neubau für den Hauptsitz des Versicherungsträgers für Feuer- und Elementarschäden (ECA) in Lausanne vereint fünf kantonale Notfallzentralen, diverse Verwaltungsbüros und Konferenzsäle unter einem Dach. Die markante Glasfassade greift die facettenreiche Gebäudenutzung gestalterisch auf. Für die Schweizer Architekten Architram architecture et urbanisme stellte dies eine komplexe und kompakte Bauaufgabe dar. Sehr zahlreiche und unterschiedliche Nutzungsbereiche, diverse Sicherheitsstufen sowie die Integration öffentlicher und nicht öffentlicher Bereiche erforderten einen Planungsansatz, der den mehrschichtigen Sicherheitsanforderungen gerecht wird.

Mit einer Bruttogrundfläche von 16.500 Quadratmetern bietet der Neubau Platz für rund 280 Mitarbeiter:innen und weitere Nutzergruppen. Im Sockelbereich und in den zwei Geschossen oberhalb der öffentlichen Ebene ist eine markante Außenfassade in Form versetzter Trapezflächen ausgeführt, die eine Facettenstruktur simulieren. Plane Glasfassadenbänder im ersten Obergeschoss oder etwa zum Innenhof bilden dazu einen formalen Kontrast. Die Fassadenflächen sind als Pfosten-Riegel-Fassaden ausgeführt. Dabei lag der Fokus – ganz im Sinne des Gebäudeinhalts – auf maximaler Sicherheit: Brandschutz, Rauchabzug bis hin zu Einbruchschutz und Durchschusshemmung markieren die notwendigen Standards je nach Gebäudebereich.

Die Ausführung erfolgte mit Fassaden-, Verglasungs- und Türsystemelementen von Forster Profilsysteme, die sowohl dem erhöhten Sicherheitsanspruch als auch der Ästhetik und Nachhaltigkeit maximale Aufmerksamkeit widmen. So bildet etwa das System „thermfix vario“ rund 3.900 Quadratmeter Fassadenfläche im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss, ebenso wie an 2.400 Quadratmetern Fassade rund um das lichtspendende Atrium im Gebäudekern. Innere Fassadenflächen bekleiden die Systeme der Reihe „forster fuego light“, die auch in Form von Brandschutztüren die Zugänge innerhalb der Büroetagen, zum Treppenhaus sowie im Bereich des Erdgeschosses als Übergang zum Innenhof darstellen. Neben der allgegenwärtigen Glashülle ergänzen Glasbrüstungen und -wände das helle, transparente und allseits kristalline Gebäudekonzept.

www.forster-profile.ch

Fassade

Absturzsicherung am Axel-Springer-Neubau in Berlin

Der im Oktober 2020 fertiggestellte und von Rem Koolhaas entworfene Axel-Springer-Neubau ist vor allem durch seine außergewöhnliche Glasfassade bekannt geworden. Doch Glasfassaden erfordern sowohl von außen als auch von innen eine regelmäßige Wartung und Reinigung. Diese Arbeiten erledigen Industriekletterer. Da die Fassade dreidimensional gestaltet ist, war die Planung und Ausführung der Absturzsicherung eine besondere Herausforderung. Die Aufgabe bestand darin, eine Möglichkeit zum Anschlagen der Trag- und Sicherungsseile inklusive fest verbauter Anschlagösen zu finden. Nur auf diese Weise war der Zugang mittels Seilzugangstechnik überhaupt möglich. Dafür entwickelten die Experten von LUX-top Absturzsicherungen aus dem luxemburgischen Beyren eine maßgeschneiderte innovative Lösung.

Da die 3D-Fassade zerklüftet und verwinkelt ist, müssen sich die Industriekletterer für eine optimale Reinigungsposition mithilfe von abnehmbaren Anschlagpunkten umlenken können. Das erforderte die Entwicklung einer Spezial-Ankerhülse, die in die rechteckigen Stahlhohlprofile der tragenden Fassadenkonstruktion eingeschweißt werden konnte. Das Einschweißen erfolgte bereits bei der Fertigung der Stahlhohlprofile. Um die saubere Optik der Innenfassade sicherzustellen, werden die Hülsen mithilfe von weißen Magnettafeln abgedeckt, wenn sie nicht benutzt werden. In Kombination mit dem abnehmbaren Anschlagpunkt „LUX-top KLICK SZP“, der speziell für derartige Gegebenheiten entwickelt wurde, konnten die Anforderungen des Architekten hinsichtlich Ästhetik und geforderter Sicherheit erfüllt werden.

Aufgrund der Größe und der Besonderheiten des Projektes wurde das Bauvorhaben von der BG BAU von Beginn an betreut und überwacht. Die Firma Hochsicher wurde mit der Konzeption des Höhenzugangskonzeptes beauftragt und organisierte sowohl die Art als auch Anordnung der Absturzsicherungssysteme. Sie übernahm außerdem die Erarbeitung der Rettungskonzepte sowie der sicheren Benutzung aller Systeme und führte das gesamte Projekt bis zur Abnahme und Freigabe.

www.lux-top-absturzsicherungen.de

Festverglasungen

Schalldämmende Verglasungen

Schörghuber bietet jetzt Festverglasungen und Doppelwandpaneele mit deutlich erhöhten Schalldämmwerten an. Die als Raumteiler, Oberlichtbänder, Eckausbildungen, verglaste Trennwände oder absturzsichere Verglasungen erhältlichen Festverglasungen erreichen Werte von bis zu Rw = 50 Dezibel − und mit Brandschutzanforderung sogar Rw = 51 Dezibel. Die Festverglasungen zeichnen sich durch schlanke Massivholzprofile aus und sind als Komplettelement inklusive Glas plus Rahmen geprüft und zertifiziert. Bei den Doppelwandpaneelen – also den opaken Ausfachungen der Massivholzrahmen – liegt der Schallschutz-Wert bei bis zu Rw = 53 Dezibel, mit Brandschutzanforderung werden bis zu Rw = 50 Dezibel erreicht. Festverglasungen und Doppelwandpaneele sind mit dem Türen-Programm des Herstellers flexibel kombinierbar.

www.schoerghuber.de

Photovoltaikfolie

Solarzellen in Glas

Die Armor solar power films GmbH aus dem bayerischen Kitzingen hat eine neue Technologie entwickelt, mit der sich organische Solarzellen (OPV) schnell, einfach und flexibel in jegliches Glasformat integrieren lassen. Sie werden mit einem speziellen Druckprozess in sehr dünnen Schichten auf eine feine Folie aufgetragen, die unter dem Markennamen „Asca“ vertrieben wird. Die Asca-Photovoltaikfolie ist mit lediglich 500 Gramm pro Quadratmeter leicht, sehr biegsam, halb transparent und in Blau, Grün, Grau und Rot herstellbar. Auch in puncto Form, Länge, Größe und Design sind kaum Grenzen gesetzt. Steht das Design, lässt sich das System laut Hersteller innerhalb von rund zehn Tagen planen. In einem Pilotprojekt – ein Wohnhaus in Stuttgart-Möhringen – wurde die Solarfolie in die Sicherheitsgläser der Glasbalustraden der Loggien integriert.

www.asca.com

Büro

Innenwände aus Glas

Für den Einsatz in modernen Büros hat Aluprof die Produktfamilie der Innenwände aus Glas „MB-Harmony“ um das System „Office“ ergänzt. Dabei handelt es sich um eine einfach verglaste Konstruktion mit schlanken Aluminium-Profilen, die sich leicht und ohne Spezialwerkzeug schnell montieren lässt. Das System kann mit Einscheibensicherheitsglas, Verbundglas und Schallschutzglas in der Ausführung zehn bis zwölf Millimeter kombiniert werden. Office bietet eine Schalldämmung von 39 Dezibel. In Kombination mit der doppelt verglasten Variante „Duo“ der Reihe MB-Harmony, die mit Office kompatibel ist, lässt sich der Schallschutz auf 48 Dezibel erhöhen. Standardmäßig beträgt die Höhe der Elemente 3.200 Millimeter, bei Bedarf sind auch 3.600 Millimeter möglich – zum Beispiel für den Einsatz in Verkaufsräumen, Kunstgalerien oder Bibliotheken. Die Rahmen des Systems können in Eloxal, in Holz- oder Betonoptik sowie in sämtlichen RAL-Farben ausgeführt werden.

www.aluprof.de

Glasdesign

Trennwände als Kunstwerke

Das tschechische Glas- und Designunternehmen Lasvit hat der Produktlinie „Art Walls“ drei neue Kreationen hinzugefügt. Designerin Wanda Valihrachová folgte bei ihren Entwürfen für „Impasto“, „Curtain“ und „Tapestry“ auch hier wieder dem Credo der Firma, sich von der Schönheit böhmischen Glases inspirieren zu lassen. Bei Impasto stand die gleichnamige Maltechnik Vincent van Goghs Pate. Hierbei wird die Farbe in dicken Tupfen und meist so stark aufgetragen, dass die Pinselstriche sichtbar bleiben. Die stromlinienförmige Gestaltung von Curtain soll ein Gefühl von Privatsphäre vermitteln, wie man es von Vorhängen kennt. Tapestry hat seinen Namen von den Tapisserien, also kunstvoll gewebten Bildteppichen. Entsprechend schlängelt sich das gebogene Glas wie ein Faden durch einen gewebten Wandteppich. Alle drei Konzepte sind hinsichtlich Größe, Struktur und Farbschema variabel. Sie eignen sich neben dem Einsatz als Trennwand ebenso als dekoratives Wandelement. Neben dem künstlerischen Anspruch erfüllen die Art Walls auch funktionale Anforderungen wie Schalldämmung und teilweise Verdunkelung.

www.lasvit.com

Brüstungsverglasung

Gläserne Absturzsicherung

Von außen wie innen nahezu unsichtbar, integriert sich die absturzsichere Brüstungsverglasung „windura classic“ der Ernst Schweizer AG in das gleichnamige Holz-Aluminium-Fenstersystem. Diese Lösung erspart die Planung von zusätzlichen vorgesetzten Geländern und deren Verstärkungen. Bei windura classic entspricht die Holzfälzung jener von Fenstern ohne Absturzsicherung und die Glashalterung ist bereits im Fensterrahmen integriert. So kann der Fensterbauer das Glas entweder in der Werkstatt vormontieren oder auf der Baustelle von innen einsetzen. Die Vorfertigung und die einfache Montage ohne zusätzliche Befestigungen ermöglichen eine kostengünstige Realisierung. Erhältlich ist die Absturzsicherung in Breiten zwischen 500 und 2.200 Millimetern bei einer Höhe zwischen 300 und 1.200 Millimetern. Die Absturzsicherheit ist nach DIN 18008-4, Kategorie A geprüft und bestätigt.

www.holzmetall.ernstschweizer.ch

Vorfertigung

Innenfassade im Programm

Die Lindner Group hat bereits für unterschiedliche Projekte im In- und Ausland absturzsichere Glas­trennwände mit Brand- und Schallschutz als individuelle Sonderlösungen realisiert. Jetzt hat das Unternehmen diese Innen­fassaden für beheizte Atrien in das Standardproduktprogramm überführt. Das bringt für Anwender wirtschaftliche Vorteile mit sich, vor allem aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades und der flexiblen Montage. Dennoch bleibt ein gestalterischer Spielraum erhalten, denn Material und Format können individuell angepasst werden. Statisch entspricht die Innenfassade den Anforderungen der DIN 18008-4 (experimenteller Nachweis). Sie kann entsprechend unterschiedlichen Anforderungen an Brand- und Schallschutz realisiert werden.

www.lindner-group.com

Schiebesysteme

Ganzglas- und Flügel-ecken

Die Schiebe- und Hebe-Schiebesysteme von Heroal stehen aufgrund des Werkstoffs Aluminium und der durchdachten Konstruktionen für langlebige Lösungen, mit denen sich auch besonders große Elemente realisieren lassen. Je nach gewünschter Öffnungsart ist die Montage mit ein-, zwei- oder dreispurigem Rahmen und mit bis zu sechs beweglichen Flügeln möglich. Als ästhetisch hochwertig und konstruktiv anspruchsvoll gelten Ganzglas- oder Flügelecken, wie sie das System „S 77 SL“ erlaubt. Die Ganzglasecke ist ohne Elementrahmen im Stoßbereich konstruiert, sodass der Blick nach draußen ungestört bleibt. Gleiches gilt für die Flügelecke zum Öffnen, da im Eckbereich keine Stütze montiert wird. Für eine komfortable Bedienung sorgt die motorisierte Antriebstechnik „SF Drive“ des Herstellers, womit sich die Türen bequem per Knopfdruck, Fernbedienung oder Anbindung an ein Smart-Home-System öffnen und schließen lassen.

www.heroal.de

Weißbeton

Kirow-Werke in Leipzig

In Leipzig hat Oscar Niemeyer mit einer Kugel aus Beton und Glas ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen. Kernstück des kurz vor seinem Tod im Jahr 2012 angefertigten Entwurfs ist eine Skulptur in Form einer Kugel, die auf dem Dach der Leipziger Kirow-Werke sitzt. Der geschäftsführende Gesellschafter des Herstellers von Eisenbahnkränen Ludwig Koehne hatte sich als Bewunderer der Niemeyer-Architektur 2011 an den Altmeister per Brief gewandt und die Bauaufgabe geschildert: Es sollte ein „kurvig“ geformter Speise- und Tanzsaal auf dem Kantinengebäude entstehen. Sein Wunsch fand in Brasilien Gehör und im Juli 2020 wurde Eröffnung gefeiert. Realisiert wurde die im Durchmesser zwölf Meter große Kugel durch den Leipziger Architekten Harald Kern.

Herausfordernd dabei war nicht nur die Planung der überaus schwierigen Schalung, sondern auch die Herstellung des Betons. Ausgeschrieben war die Ausführung in weißem Sichtbeton der Klasse SB 4. Demnach sollte die Kugel so glatt und so weiß wie möglich werden. Nach zahlreichen Versuchen und der Produktion diverser Farbmuster wurde ein reiner, eigens für das Projekt eingefärbter Weißbeton der Festigkeitsklasse C 30/37 in der Konsistenzklasse F5 mit dem Portlandzement „Face“ von Dyckerhoff Weiss eingesetzt. Bei der Herstellung des Betons durch Berger Beton aus Passau war die zielgenaue Verwendung aller Komponenten entscheidend. Darüber hinaus musste der Beton so in die 20 Zentimeter dünne Kugelschale eingebaut werden, dass keine Fehlstellen entstanden.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Fertigung und dem Einbau der kurvenförmigen Glasaugen in die Kugel. Die verwendeten Flüssigkristallfenster lieferte das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck. Die bereits bei Displays in Elektronikgeräten etablierte Technologie bewirkt in den sogenannten schaltbaren Architekturverglasungen des Herstellers einen Sonnenschutz binnen weniger Sekunden, wobei Transparenz und Farbneutralität der Gläser erhalten bleiben.

www.dyckerhoff.com