Außenanlagen

Dünnes Pflaster

Ein Klassiker aus dem Sortiment des Herstellers von Steinsystemen für Außenanlagen Braun Steine sind die Pflastersteine der Serie „Arena“. Ihre organische Form mit den abgerundeten Ecken und die variablen, aber aufeinander abgestimmten Formate greifen die Optik von historischem Pflaster auf. Eingesetzt werden sie jedoch nicht allein im altstädtischen Umfeld, sondern auch im Zusammenhang mit moderner Architektur, wo sie mit klaren Linien gut kontrastieren. Um Ressourcen zu schonen und das Transportgewicht zu verringern, sind die Betonsteine neben der zehn Zentimeter dicken Ausführung jetzt auch in einer Dicke von nur sieben Zentimetern erhältlich. Die Stabilität für befahrbare Flächen bleibt dabei erhalten.

www.braun-steine.de

Garten

Seitenschutz-Markise

Markilux hat für sein Markisendach „markant“ eine neue Ausstattungsoption präsentiert: das verschiebbare Seitenelement „format slide“, das seitlichen oder umlaufenden Sicht- und Wetterschutz bietet. Bis zu fünf tuchbespannte Aluminiumrahmen lassen sich hierbei über ein Schienensystem als variable Trennwand nutzen. Je nach Anzahl der Elemente ergibt sich eine Länge zwischen zwei und sechs Metern. In das System des Markisendaches können zudem Vertikalmarkisen, das fest montierbare Seitenelement „format“, LED-Lichtsysteme und Wärmestrahler integriert werden. Markant ist zudem in zwei Ausführungsarten verfügbar: frei stehend mit vier Säulen und mit zwei Säulen für den Anschluss an die Wand. Neu ist, dass das Profil für den Wandanschluss für eine rundum geschlossene Optik um eine seitliche Abdeckung und eine untere Verkleidung ergänzt wurde.

www.markilux.com

Naturstein

Naturnaher Schwimmteich

Statt englischem Rasen und Pool hinterm Haus liegt jetzt der Naturgarten mit Schwimmteich im Trend. Wie sich so eine Badestelle harmonisch in die Gartengestaltung einbinden lässt, zeigt ein von Alexander Koch, Inhaber von Koch + Koch Landschaftsarchitekten, geschaffenes „Felsenbad“. Statt einer umlaufenden Poolumrandung setzt er auf Findlingsplatten aus Naturstein. „Was das Material angeht, hat sich sowohl bei der Uferbefestigung als auch bei der Trennung zwischen Schwimmbereich und Sumpfzone der Thüringer Travertin von Traco bewährt“, erläutert Alexander Koch. Neben Farbe und Struktur, die einen stimmigen Übergang von Wasser und Land ermöglichen, ist Travertin zudem frostbeständig. Gerade im Nassbereich ist das ein wichtiger Faktor. Im Laufe der Jahre patiniert der Naturstein dank seiner offenporigen Struktur mit überraschend schönen Details. Die Travertinblöcke sortierte der Landschaftsarchitekt im Rahmen der Planung im Steinbruch von Traco vor und komponierte die einzelnen Steine, die sich in ihrer Höhe und Beschaffenheit ergänzen sollten, zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.

Wie ein Pool ist auch das Felsenbad ein zum Untergrund hin abgedichtetes System. Jedoch handelt es sich, biologisch gesehen, um ein dem natürlichen Teich nachempfundenes Gefüge, das ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt. Stattdessen gewährleistet das Zusammenspiel von Sand und Kies, die als mineralische Filterkörper fungieren, mit der Bepflanzung in der Regenerationszone ein mikrobiologisches Gleichgewicht und sorgt für klares Wasser.

Bei der Auswahl der Pflanzen hat sich eine spezielle Kombination unterschiedlicher Arten bewährt. Geeignet für den nährstoffarmen Schwimmteich sind beispielsweise Sumpfdotterblumen, Schwertlilien, Froschlöffel und Rohrkolben. Daneben sind die Aufbauhöhen und das Größenverhältnis der einzelnen Zonen zueinander für die Wasserqualität entscheidend. Die praktischerweise im Holzsteg verstaute Pumpentechnik sorgt zeitgesteuert für einen konstanten Wasserkreislauf.

www.traco.de

Sonnenschutz

Vielseitige Sonnensegel

Warema hat die neue Generation der „Sonea“-Sonnensegel auf den Markt gebracht. Das Design wurde aktualisiert, die Stabilität erhöht und die Bedienung ist jetzt komfortabler. Für kleine und mittelgroße Flächen eignen sich die kurbelbetriebenen Modelle „Sonea S40“ und „Sonea S50“. Letzteres lässt sich durch unterschiedliche Tuchformen den örtlichen Gegebenheiten anpassen. „Sonea S70“ verfügt über einen in die Tuchwelle integrierten Motor und eine neuartige Federmechanik mit Flaschenzug in den Auszugpfosten. Es wird in vielfältigen Tuchformen sowie einer breiten Auswahl an Stoffen für Verschattungsflächen von bis zu 56 Quadratmetern angeboten. Alle Modelle lassen sich sowohl frei stehend aufstellen als auch an der Hauswand montieren. Optional ist zudem die Ausstattung mit einer manuellen Höhenverstellung möglich, um die Segelposition bei tief stehender Sonne anzupassen.

www.warema.de

Gartenbau

Naturstein-Variationen

Bei der Neugestaltung der Außenanlagen eines Privatanwesens in Hessen hatte das Landschaftsarchitekturbüro Backhaus & Barnett aus Wiesbaden aufgrund der ausgeprägten Topografie des Geländes eine nicht alltägliche Aufgabe zu meistern. Die verschiedenen Ebenen erforderten eine feine Höhenabstimmung, um harmonische Übergänge zu erzeugen. Das Ergebnis sind mit klaren Linien definierte Plätze, die an Mauern, Treppen und Einfassungen zum Verweilen einladen – beispielsweise am Feuerplatz, am Brunnen oder in der Sommerküche. Im Gegensatz dazu fügt sich ein ­geschwungener Pfad aus schwebenden Bodenplatten in den Garten ein und erzeugt in Verbindung mit der Landschaft eine ausgewogene Atmosphäre.

Mit Muschelkalk von Traco – Deutsche Travertin Werke fanden Bauherr und Landschaftsarchitekten den ihren Wünschen entsprechenden Baustoff. „Wir verwenden gerne Materialien, die aufgrund ihrer Wertigkeit gut altern. Die Lebensdauer von Muschelkalk ist extrem hoch“, erklärt Annette Barnett, und „durch eine gewisse Patina gewinnt der Stein zusätzlichen Reiz und der natürliche Rohstoff erdet den Menschen“, so die Landschaftsarchitektin weiter. Außerdem fügt die hochwertige Beschaffenheit des Steins die baulich unterschiedlichen Objekte zu einem stilvollen Ganzen zusammen. Entscheidend war nicht zuletzt seine ökologische Bilanz: Der Energieaufwand für die Gewinnung ist vergleichsweise gering, denn der Stein wird in Deutschland abgebaut und weiterverarbeitet, was auch zu kurzen Transportwegen führt. Der rund 230 Millionen Jahre alte Muschelkalk wurde auf verschiedene Weise eingesetzt: von Treppen und Bodenplatten über Mauern und Einfassungen bis hin zu einem Wasserbecken. Das Projekt ist für den Deutschen Naturstein-Preis 2020 in der Kategorie „Landschaftsbau und Freiraumgestaltung“ nominiert.

www.traco.de

Pflanzstein

VERTIKALER GARTEN

Für mehr Grün im urbanen Raum hat der Kalksandstein-Hersteller Unika als Projektpartner im Rahmen eines Forschungsprojektes des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) ein vertikales Begrünungssystem auf den Markt gebracht. „Biolit Vertical Green“ basiert auf einem speziell entwickelten Pflanzstein mit integriertem Bewässerungssystem, das die Eigenschaften des mineralischen Baustoffs nutzt: Feuchtigkeit wird gespeichert und bei Bedarf an das Pflanzsubstrat abgegeben.

Der Pflanzstein ist 25 Zentimeter lang, 24 Zentimeter breit und 24 Zentimeter hoch und kann als Vorsatzschale vermauert und mittels Verankerung an der Fassade befestigt werden. Winkelsteine ermöglichen zudem die Fortführung übereck. Ob mit eigenem Fundament oder einem Tragsystem: Biolit Vertical Green eignet sich auch frei stehend – zum Beispiel als Sichtschutz oder Kräutergarten. Die integrierte Bewässerung erfordert oben an der Wand einen Wasseranschluss. Ausgestattet mit Sensoren, lässt sich der Wasserzufluss auch per App aus der Ferne steuern.

Pilotsysteme sind bereits seit Anfang 2015 in Castrop-Rauxel, im spanischen Orihuela und in Oberhausen zu Forschungszwecken installiert. Neben Schallabsorption, der hohen Bindungskraft für Stickoxide sowie einer feinstaubfilternden Wirkung wurde auch eine Verbesserung des Mikroklimas nachgewiesen. Der Pflanzstein erfüllt außerdem die relevanten baurechtlichen Anforderungen, wie die des Brandschutzes. Eine Umwelt-Produktdeklaration (ISO 14025) für den Werkstoff liegt ebenfalls vor.

www.unika-kalksandstein.de

Fetthenne und ­Dickmännchen

Die Gleneagles Drive Residence in Vancouver zeigt, wie sich ein Wohnhaus durch eine Extensivbegrünung in die natürliche Landschaft einbettet. Das Gebäude setzt sich aus drei Baukörpern zusammen, die der Hanglage des Grundstücks angepasst sind. Die Begrünung für die Flachdächer, deren Dachneigungen zwischen einem und sieben Grad liegen und die insgesamt rund 180 Quadratmeter groß sind, lieferte die kanadische Tochterfirma von Zinco. Ausgeführt wurde das System „Sedumteppich“ mit folgendem Aufbau: wurzelfeste bituminöse Dachabdichtung, Schutz- und Speichermatte SSM 45, Drain- und Wasserspeicherelement Floradrain FD 25, Systemfilter SF und zehn Zentimeter dicke, vorkultivierte Sedummatten. Als Pflanzen wurden flachwüchsige Arten wie Weißer Mauerpfeffer, Mongolen-Fetthenne und Dickmännchen gewählt, die den Dachflächen eine klare Optik verleihen.

Wesentlicher Bestandteil des Gründachsystems ist das Drain- und Wasserspeicherelement Floradrain FD, in dessen Mulden sich Niederschläge sammeln und überschüssige Mengen in das Kanalsystem fließen. Das Wasserspeichervermögen beträgt 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter und versorgt somit die Sedummatten bestens. Bei regenreicheren Standorten, die einen deutlich höheren Wasserrückhalt erfordern, empfiehlt der Hersteller die Kombination der Extensivbegrünung mit seinem „Retentions-Gründach“, dessen Retentions-Spacer RS 60 eine zusätzliche Speicherung von circa 60 Litern Wasser pro Quadratmeter auf dem Dach ermöglicht. Dieses Wasser fließt dann in einem vordefinierten Zeitraum in die Kanalisation ab.

www.zinco.de