Baddesign

Einfamilienhaus in Österreich

Bei dem Einfamilienhaus im österreichischen Winzendorf-Muthmannsdorf folgte der Architekt Oliver Steinbauer dem Wunsch der Bauherren nach Nachhaltigkeit und Design auf konsequente Weise. So setzte der Inhaber des Büros Steinbauer architektur+design aus Wiener Neustadt bei der Fassade auf eine Bekleidung aus verkohlter Lärche. Das Holz ist nicht nur langlebig, sondern es integriert sich auch optisch in die von Weinreben umgebene Hanglage des Gebäudes. Im Innenraum dominieren in den unteren Ebenen sandgestrahlte Betondecken, Stahl, Sichtestrich und großzügige Glasflächen. Sämtliche Einbaumöbel entstanden in gebürsteter Wildeiche – kombiniert mit Einzelstücken aus Engelsberger Marmor vom nahe gelegenen Steinbruch. Ein weiteres Highlight ist ein tief in das Erdreich eingelassener Weinkeller für eine optimale Temperierung.

In einem Zwischengeschoss befindet sich das Badezimmer mit einer tief in den Boden versenkten Wanne mit Blick nach draußen. Gewählt wurde das Stahl-Email-Modell „Conoduo“ von Kaldewei, wofür ausschließlich natürliche Rohstoffe verwendet werden. Am Ende der Gebrauchszeit, die allerdings Jahrzehnte dauern kann, lässt sich der Werkstoff komplett in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Die außergewöhnlich lange Lebensdauer belegt der Hersteller durch eine Garantiezeit von 30 Jahren. Conoduo besitzt ein zeitlos elegantes Design – abgerundet von einem bündigen Wannenablauf sowie einem dezenten Überlauf, beides in Wannenfarbe emailliert. Die glasierte Oberfläche der Badewanne ist sehr robust, hygienisch und pflegeleicht.

www.kaldewei.de

Modulbau

Volvo-Servicezentrum in Dietzenbach

Das neue Kompetenzzentrum von Volvo im hessischen Dietzenbach sollte mit einer Architektur ohne Effekthascherei überzeugen. Metallisch anmutende Fassadenplatten mit einem exakten Fugenbild sowie die über zwei Geschosse reichenden vertikalen Fensterbänder entsprechen nunmehr dem Wunsch des Bauherrn nach einer zeitlosen Gestaltung. Einzig die Holz-Portale der beiden Eingänge in geölter Eiche bilden einen Kontrast. Das äußere Erscheinungsbild lässt kaum vermuten, dass das rund 80 Meter lange und 27 Meter breite Gebäude aus 90 Raummodulen besteht. Architekt Peter Mohr von der MSX International GmbH, der seit Langem für Volvo beratend wie planerisch tätig ist und von dem auch der Entwurf stammt, suchte speziell einen Anbieter, dessen Bauweise in etwa dem Herstellungsprozess der Automobilindustrie entspricht. Dabei stieß er auf Alho: „Wir haben das Werk mehrfach besucht, um uns ein umfassendes Bild von der Arbeitsweise und der Qualität zu machen. Das Bauen mit präzisen Stahlmodulen, die in Werkhallen mit modernen Fertigungsstraßen witterungsunabhängig vorgefertigt und konfiguriert werden, kam unseren Vorstellungen wesentlich näher als das Bauen mit Holz oder Beton“, erklärt der Architekt. Die Raummodule wurden im Werk in Morsbach produziert, waren vor Ort in nur zweieinhalb Wochen montiert und dreieinhalb Monate später erfolgte bereits die Übergabe an den Bauherrn. Für die Realisierung des Projektes zeichnet das Architekturbüro Andreas Haus aus Herborn verantwortlich, das seit Langem mit Alho kooperiert. Statisch ist der zweigeschossige Bau für die Aufstockung um ein weiteres Geschoss gleicher Nutzung ausgelegt. Erd- und Ober­geschoss bieten jeweils maßgeschneiderte Raumkonzepte für das breite Spektrum moderner Arbeitsmethoden der 180 ­Mit­arbeiter – von Räumen für das konzentrierte Arbeiten bis hin zu teilbaren Konferenz- und ­Besprechungsräumen.

www.alho.com

Fassade und Dach

Von Ginstergelb bis Pastelltürkis

Die Planer von hammeskrause architekten sind neue Wege gegangen, um für zwei Schulen im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eine Mensa zu gestalten. Nachdem die Form des Baukörpers gefunden war, entwickelten sie gemeinsam mit den Schülern eine kunterbunte Hülle. Ziel dieser Herangehensweise war es, dass sich die Schüler der unterschiedlich ausgerichteten Einrichtungen mit dem Projekt identifizieren sollten. Projektleiter Joep Kuys: „Wir wollten ein Campusherz gestalten, das für alle Schüler schlägt.“

Das gesamte Areal prägten bis dahin zwei Schulgebäude aus den 1960er-Jahren mit viel Beton und einem Flachdach. Dem setzten die Architekten mit der Wahl eines Satteldaches für den Mensaneubau eine konträre Gestaltung entgegen. Um dies noch stärker hervorzuheben, sollte die äußere Hülle vom Boden bis zum First wie mit einer Haut bekleidet wirken. Gewählt wurde hierfür die Aluminium-Dachraute im Format 44 mal 44 Zentimeter von Prefa. Die farbliche Gestaltung der Rauten wurde gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Die vier Gruppen, bestehend aus zwölf Schülern beider Schulen, präsentierten nach sechs Workshops ihre Konzepte: „Zirkuszelt“, „Blumenwiese“, „Picknickdecke“ und „Tuned by letters“. Dabei legte das Architekturbüro viel Wert darauf, dass die Schüler ihre Arbeiten auch untereinander diskutierten, sodass Elemente der verschiedenen Entwürfe miteinander verschmolzen. „Das Partizipative gelingt selten bei Großprojekten, umso mehr freut es uns, dass wir hier den Weg miteinander gehen durften“, resümiert Architekt Nils Krause. Die Rauten wurden schließlich in den Sonderfarben Ginstergelb, Karminrot, Normminzgrün und Pastelltürkis hergestellt und vom Handwerksbetrieb Altvater aus dem baden-württembergischen Nufringen strikt nach Plan verlegt. Die praktische Umsetzung ihrer Ideen wurde in den Pausen stets von den Kindern verfolgt.

www.prefa.de

Fassadenelement

Hebefaltladen

Baier hat sein Produktsortiment um einen Hebefaltladen erweitert, der sich vielseitig einsetzen lässt – im Außenbereich als Sonnenschutz an der Fassade oder als Fassadenöffner für die Gastronomie. Ist der Hebefaltladen geschlossen, bleibt die einheitliche Wirkung der Fassade erhalten. Ein patentiertes Spezialgelenk ermöglicht das flächenbündige Schließen, ohne dass die Bänder von außen sichtbar sind. Eine Mehrfachverriegelung verhindert das Öffnen von außen und bietet so zusätzlichen Einbruchschutz. Im geöffneten Zustand steht der Flügel v-förmig vor der Außenwand, wobei der Schattenwurf der einer Markise entspricht. Der Beplankung der Flügel sind kaum Grenzen gesetzt. Die Palette reicht von HPL-Platten über Holz und Glas bis zu Metall, wie Lochblechkassetten aus Aluminium.

www.baier-gmbh.de

Sonnenschutz

Zwischen den Scheiben

Iconic skin liefert mit „ISOshade“ eine Isolierglaseinheit mit werkseitig integrierter Sonnenschutzanlage im Scheibenzwischenraum. Dort ist sie geschützt vor Schmutz, Wind und Wetter und lässt sich witterungsunabhängig bewegen. Durch verstellbare Lamellen kann zudem der Licht- und Energieeintrag reguliert werden. Die Fassadenelemente werden entsprechend den vorherrschenden Bedingungen (Klima, Standort) und Performance-Anforderungen konfiguriert und seriengefertigt. Der Zwischenraum ist über eine Wartungsklappe revisionierbar, was die Lebensdauer eines Elements verlängert. ISOshade wird wie Isolierglas gehandhabt und als komplettes Produkt in Element-, Pfosten-Riegel- oder SG-Fassaden eingebaut.

www.iconic-skin.com

Fenster

Welcome-Center in Sendenhorst

Die Veka AG hat anlässlich ihres 50-jährigen Firmenjubiläums 2019 am Stammsitz im westfälischen Sendenhorst ihr Welcome-Center eröffnet. Die beiden Flügel des barrierefreien Neubaus von Fritzen + Müller-Giebeler Architekten sind leicht winklig angeordnet, was den Empfang mit offenen Armen symbolisieren soll – nicht nur für die Besucher des Unternehmens. Ebenso sollen die Mitarbeiter der im ­Gebäude untergebrachten Verwaltung, des Vertriebs und des Marketings sich willkommen fühlen. Ein zentral gelegenes, zwölf Meter hohes Atrium versorgt die beiden Gebäudeflügel und das Foyer mit viel Tageslicht. Eine Verschattungsanlage mit ­Außenraffstores regelt automatisch den Lichteinfall über die Fensterfronten. Sie ist über die Gebäudeleittechnik in die Heizungs- und Klimasteuerung integriert und kann raumweise angesprochen werden. Die Räume selbst verfügen über ein effizientes Heiz- und Kühlsystem mithilfe aktiver ­Deckenelemente sowie eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung. CO2-Sensoren gewährleisten eine hohe Luftqualität, akustisch wirksame Decken und Teppichböden den Schallschutz. Bei den insgesamt 210 Dreh-Kipp-Fenstern mit Dreifachverglasung setzt Veka auf sein Hochleistungsprofil „Softline 82 MD“. Die Kunststoffprofile sind in Weiß ausgeführt, um im Inneren die gewünschte Helligkeit zu unterstützen. Außen greift die Oberflächenbeschichtung „Spectral“ in Umbra das Farbkonzept der Fassade auf. Die ultramatte, umweltresistente und leicht zu reinigende Oberfläche unterstreicht die edle Anmutung und fügt sich in die Gestaltung der Gebäudehülle aus Alucobond und Jura-Kalksandstein ein.

www.veka.de

Fassade

Durchscheinende Farben

Die Fassadenbahn „Delta-Fassade Color“ von Dörken eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten für hinterlüftete Fassaden. Hinter Holzkonstruktionen mit offenen Fugen oder transparenten Bekleidungen aus Glas oder Polycarbonat verlegt, verleiht die farbige Bahn Fassaden eine dreidimensionale Tiefenwirkung. Bei Streckmetall, Lochblechen oder Lamellen aus Zink und Aluminium wird die kühle Ästhetik des Metalls durchbrochen. Die Bahn besteht aus einem hochreißfesten Polyestervlies mit wasserdichter Spezialbeschichtung, die eingedrungenes Regenwasser in einer Art Lotus-Effekt ableitet. Die Einsatzmodalitäten sind: Fugen bis 50 Millimeter Breite und ein Fugenanteil bis 50 Prozent; maximaler Durchgang der UV-Strahlung bei Glaselementen zehn Prozent. Mithilfe des Fassaden-Simulators auf der Website lassen sich verschiedene Varianten austesten. Verfügbar sind sieben UV- und alterungsbeständige Farben sowie auf Wunsch Sonderfarbtöne.

www.fassade-color.de

Fassade

Holzoptik auf Aluminium

Prefa hat für seine Aluminium-Sidings eine spezielle Holzoptik in neuen, warmen Farbtönen entwickelt: Walnuss braun, Eiche beige-grau und Eiche natur. Damit verknüpft der Hersteller die Materialeigenschaften von Aluminium mit der traditionellen Optik einer Holzfassade. Die Sidings sind witterungsbeständig, langlebig und erfordern kein Nachstreichen. Aufgrund individueller Längen nach Maß, der Kombination unterschiedlicher Baubreiten sowie der senkrechten oder waagerechten Verlegung mit oder ohne Schattenfugen ergeben sich zahlreiche Varianten zur Gestaltung vorgehängter hinterlüfteter Fassaden.

www.prefa.de

Befestigung

Klicksystem für VHF

Die bauaufsichtlich zugelassene Wandkonsole „ZeLa Click“ der BWM Fassadensysteme GmbH spart Zeit, Material und Kosten bei der VHF-Montage. Ermöglicht wird dies durch ein Klicksystem: Halter befestigen, Schwert einklicken – fertig. Mit wenigen Handgriffen lässt es sich auf allen üblichen Wanduntergründen mit den für die Anwendung zugelassenen Dübel- oder Injektionssystemen verankern. Die thermische Entkopplung ist bereits in den Halter integriert. Mit seiner schlanken Bauweise schmiegt sich das Schwert passgenau an den Dämmstoff an und sorgt dafür, dass kaum Wärmebrücken entstehen. Der punktuelle Wärmebrückenverlustkoeffizient beträgt beim ZeLa Click mit Aluminium-Schwert nur 0,0113 W/K. Das Edelstahl-Schwert erreicht als zertifizierte Passivhauskomponente einen Wärmebrückenverlustkoeffizienten von nur 0,0055 W/K.

www.bwm.de

Dämmung

Hoher Hagelwiderstand

Immer mehr Hersteller lassen ihre Produkte auf die Auswirkungen extremen Hagelschlags testen. Aktuell hat die Deutsche Rockwool ihre meistverkaufte Flachdachdämmplatte, die „Durock 040“, einer Prüfung beim Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung ibs mit Sitz in Linz unterzogen. Geprüft wurde ein Dachaufbau mit der Durock 040 in 100 Millimeter Dicke und einer 1,5 Millimeter dicken FPO-Kunststoffbahn (Sarnafil TS77-15). Nach dem Beschuss mit fünf Zentimeter großen Eiskugeln blieb der Dachaufbau schadensfrei und wasserdicht. Im Prüfbericht wurde entsprechend die höchste Hagelwiderstandsklasse HW 5 attestiert. Zusätzlich erfolgte ein Beschuss mit sechs Zentimeter großen Eiskugeln. Hier entstanden nur leichte Dellen, die sich nach einer Erwärmung, wie sie durch Sonneneinstrahlung entsteht, zurückbildeten. Die Dachabdichtung zeigte keine Überstreckung oder Risse an den Aufprallstellen. Geplant ist, weitere Flachdachdämmstoffe prüfen zu lassen.

www.rockwool.de

Dachabdichtung

Kunsthalle Mannheim

Die neue Kunsthalle Mannheim ist ein ungewöhnlicher Museumsbau: Außen schlicht gehalten, entwickelt sich das Innere zu einer „Stadt in der Stadt“. Um das zentrale Atrium sind 13 Kuben angeordnet, die über Passagen, Brücken, Treppen und Galerien verbunden sind. So sieht sich der Besucher einer „lebhaften Komposition einzelner Baukörper gegenüber“, wie es Nikolaus Goetze von gmp Architekten beschreibt. Das Hamburger Büro hatte sich im Wettbewerb gegen 28 Mitbewerber durchgesetzt. Die Aufgabe bestand darin, den Neubau adäquat mit dem vorhandenen Jugendstilbau von Hermann Billing zu verbinden. Außen ist das Gebäude mit einem transparenten Edelstahl-Meshgewebe umhüllt, das die quaderförmige Kubatur nachzeichnet und dessen Bronzefarbton eine Verbindung zum für die Region typischen rötlichen Sandstein in der Umgebung knüpfen soll.

Oben schließt der Neubau mit einem Flachdach ab. Optisch wird es aufgrund des Metallgewebes kaum wahrgenommen, nimmt jedoch sowohl das Glasdach über dem Atrium als auch die Klimatechnik sowie eine Fassadenbefahranlage auf. Die verschiedenen Installationen führten allerdings zu unterschiedlichen Dachaufbauten und Abdichtungen. Zunächst erhielt die 4.200 Quadratmeter große Dachfläche eine bituminöse Dampfsperre, die zugleich als Notabdichtung während der Bauphase diente. Darauf wurden unkaschierte EPS-Hartschaumplatten verklebt. Im Randbereich wurde aufgrund der zu erwartenden Lasten Schaumglas als Dämmstoff verarbeitet. Hier ließ sich später die Trag- und Fahrkonstruktion der Befahranlage problemlos montieren. Als Abdichtung kam in Abstimmung mit den Architekten die bitumen- und lösemittelfreie EPDM-Dachbahn „Evalastic VGSK“ von Alwitra zum Einsatz. Diese Variante der Evalastic-Bahn ist unterseitig mit einem Glas-/Polyestervlies (GV/PV) kaschiert, das nach der Verlegung als Entspannungszone (Dampfdruckentspannung, Bewegungsausgleich etc.) wirkt. Da die Fixierung der Abdichtungsbahn ohne offene Flamme im Kaltklebeverfahren erfolgt, bestand zudem während der Verlegung keine Brandgefahr.

www.alwitra.de