Cradle-to-cradle

Fassadenmodule zum Begrünen

Schüco hat sein Cradle-to-cradle-zertifiziertes Fassadensystem „AF UDC 80“ um ein begrünbares Modul erweitert. Bei der neuen „AF UDC 80 Green Facade“ handelt es sich um Elemente, die in Zusammenarbeit mit der auf Fassadenbegrünungen spezialisierten Vertiko GmbH bepflanzt werden und vor Ort in die Unterkonstruktion lediglich eingehängt werden. Durch die Möglichkeit der Belegung von Teilflächen mit zahlreichen Pflanzen ergibt sich viel gestalterischer Spielraum für individuelle Muster und Designs. Dabei können die begrünten Elemente in allen Höhen und Teilbereichen eingebunden werden. Die Pflanzen wurzeln und wachsen in einem mit Pflanzsubstrat gefüllten Vlies, das als A-klassifizierter, nicht brennbarer Baustoff hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Be- und Entwässerung der Pflanzen erfolgt über ein integriertes, von außen nicht sichtbares System.

www.schueco.de

Brüstungsverglasung

Gläserne Absturzsicherung

Von außen wie innen nahezu unsichtbar, integriert sich die absturzsichere Brüstungsverglasung „windura classic“ der Ernst Schweizer AG in das gleichnamige Holz-Aluminium-Fenstersystem. Diese Lösung erspart die Planung von zusätzlichen vorgesetzten Geländern und deren Verstärkungen. Bei windura classic entspricht die Holzfälzung jener von Fenstern ohne Absturzsicherung und die Glashalterung ist bereits im Fensterrahmen integriert. So kann der Fensterbauer das Glas entweder in der Werkstatt vormontieren oder auf der Baustelle von innen einsetzen. Die Vorfertigung und die einfache Montage ohne zusätzliche Befestigungen ermöglichen eine kostengünstige Realisierung. Erhältlich ist die Absturzsicherung in Breiten zwischen 500 und 2.200 Millimetern bei einer Höhe zwischen 300 und 1.200 Millimetern. Die Absturzsicherheit ist nach DIN 18008-4, Kategorie A geprüft und bestätigt.

www.holzmetall.ernstschweizer.ch

Fassadentafel

Design-Vielfalt

Mit der neuen „Patina Signature“ hat Cembrit eine Fassadentafel aus Faserzement auf den Markt gebracht, auf der individuelle Designs in jedem Format realisiert werden können. Per Sandstrahltechnologie werden sie auf einzelne Tafeln oder ganze Fassaden transferiert. Spezialisten beim Hersteller erarbeiten einen maßgenauen Montageplan, der alle Plattenschnitte und -fugenmaße berücksichtigt. Lieferbar sind die Tafeln in drei Grau-, einem Sand- und einem Weißton. Neben frei entwickelten Entwürfen hat der Hersteller jetzt auch klassische Ornamente in den Fokus gerückt. Ob Mäander- oder Zahnschnittfries, Rosette oder Keltischer Knoten – wie die Zeichen und Symbole in den gestalterischen Kontext der Fassadengestaltung einfließen können, zeigt das auf der Website downloadbare neu erschienene Designbuch.

www.cembrit.de

Fassade und Innenraum

Brandschützende Holzprofile

Mit „Proteco25“ hat Mocopinus eigenen Angaben zufolge als erster Anbieter Vollholzprofile auf den Markt gebracht, die Brandsicherheit und Design vereinen. Möglich wurde das durch die Entwicklung eines speziellen Herstellungsverfahrens, wobei die Vollholzprofile werkseitig zweifach mit Brandschutzfarbe veredelt und mit einem eigens für die Kesseldruckimprägnierung hergestellten Feuerschutzsalz auf Basis von Phosphorverbindungen behandelt werden. Die natürlichen brandschützenden Eigenschaften von Holz werden durch diese Behandlung verstärkt. Proteco25 ist nach DIN EN 13501-1 (Euroklasse B-s2, d0) in Verbindung mit DIN EN 13823 und DIN EN ISO 11925-2 als schwer entflammbar klassifiziert. Die Profile aus Nordischer Fichte werden sowohl für Fassaden als auch für Innenräume in verschiedenen Farben und Oberflächenstrukturen angeboten. Sonderfarben sowie individuelle Profilformen sind ebenfalls möglich.

www.mocopinus.de

Wasserstrichziegel

Wohnungsneubau im Pergolenviertel in Hamburg

Im Pergolenviertel im Bezirk Hamburg-Nord entstehen auf einer 27 Hektar großen Fläche seit 2016 rund 1.700 Wohnungen. Die seit Anfang dieses Jahres neu bezogenen 360 verteilen sich auf drei Höfe, die das kommunale Wohnungsunternehmen SAGA GWG im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus errichten ließ. Optisch vermitteln die Gebäude durch die vorgemauerte Klinkerfassade eine ebenso hohe Wertigkeit wie die in weiten Teilen frei finanzierten Nachbarhäuser. Winking Froh Architekten haben sich den Spielraum für diese sorgfältig detaillierte und hochwertige Außenhülle durch eine wirtschaftliche Organisation der Grundrisse mit einem vergleichsweise geringen Anteil an Erschließungsflächen geschaffen. Orientierung bot hierfür der Hamburger Reformwohnungsbau der 1920er-Jahre. Das feine Netz der Ziegelfassade mit dem „RT 550 Kronos“ von Randers Tegl bindet die plastisch gegliederte Anlage zusammen. „Die Überlagerung von einem gleichmäßigen Raster und teilweise wechselnden Feldern im Sonderverband schafft ein spannungsvolles Bild aus Ordnung und Variation“, erläutert Stefan Waselowsky, Geschäftsführer bei Winking Froh Architekten. „Dieses Spiel mit unterschiedlichen Mauerwerksverbänden und Profilierungen hat gerade in der Hamburger Backsteinarchitektur große Vorbilder“, so der Architekt weiter.

Wichtig war zudem die Farbauswahl, schließlich sieht der städtebauliche Gestaltungsleitfaden für das Pergolenviertel einen Farbverlauf von grauen Ziegeln im Norden bis zu roten Ziegeln im Süden vor. „Die gedämpften Ziegel von Randers Tegl haben gerade innerhalb des grauen Spektrums eine besondere Lebendigkeit mit einem Hauch von Farbe“, sagt Stefan Waselowsky. Der grau gedämpfte Wasserstrichziegel RT 550 Kronos erhält seine einzigartige Farbe durch einen gesonderten Brennvorgang im Spezialofen. Die Serie besteht aus unikaten Wasserstrichziegeln mit einem reizvollen Farbspiel.

www.randerstegl.de

Fassade

Bürogebäude in Waldesch

Das Koblenzer Architekturbüro Lindschulte Thillmann plante und realisierte für Hau Lichtdesign einen Neubau, der minimalistisches Design mit innovativer Lichtarchitektur verbindet. Die Fassade in Sichtbetonoptik schafft zusammen mit den großen Glasfronten den Rahmen, um auf drei Stockwerken die Lichterlebniswelt des Bauherrn zu präsentieren. Was jedoch aussieht wie echter Beton, ist eine auf dem WDV-System „EPS Prime“ von Brillux mit dem „Mineral-Leichtputz G 3679“ gestaltete Sichtbetonoptik. Zu Brillux gelangte Architekt Fabian Thillmann, als er ein WDV-System suchte, das eine betonähnliche Oberfläche ermöglichte. Der Zufall wollte es, dass der technische Berater des Herstellers Michael Mathias Plein gerade eine Musterplatte mit dem Mineral-Leichtputz G 3679 in einer Betonoptik entwarf. Das Ergebnis überzeugte sofort die am Projekt Beteiligten. Zugleich betraten alle mit dieser Kreation Neuland, was zu einer intensiven Zusammenarbeit bei Planung, Ausschreibung und Ausführung führte. Die Einteilung der einzelnen Felder der Betonoptik hatte das Architekturbüro in Abstimmung mit dem Auftraggeber zuvor festgelegt. Der Mineral-Leichtputz G 3679 wurde als Grund- und Schlussspachtelung mithilfe einer speziellen Gestaltungstechnik unter Anleitung von Brillux vom Malerbetrieb VM Fassaden von Hand aufgetragen. Der für WDV-Systeme konzipierte Glattputz ist sehr haftfest, filzbar und frei strukturierbar, weshalb er sich für die gewünschte ebenmäßige und zugleich leicht strukturierte Gestaltung besonders gut eignete. Die Verarbeitung im Systemaufbau sorgt dafür, dass der Putz nach DIN 4102 schwer entflammbar (B1) ist. Die Zwischen- und Schlussbeschichtung der Fassade erfolgte mit „Extrasil 1911“, einer wetterbeständigen, wasserdampfdiffusionsfähigen Fassadenfarbe auf Silikatbasis. Der für die natürliche Lebendigkeit der Sichtbetonoptik abschließende Lasurauftrag erfolgte ebenfalls mit Extrasil 1911. Die Sichtbetonoptik findet sich auch innen im Gebäude wieder. Um die Ausstellung von Hau Lichtdesign in Szene zu setzen, wurden die Wände mit „Creativ Sentimento 78“ gestaltet – einer der Kreativtechniken des Herstellers.

www.brillux.de

Vorfertigung

Innenfassade im Programm

Die Lindner Group hat bereits für unterschiedliche Projekte im In- und Ausland absturzsichere Glas­trennwände mit Brand- und Schallschutz als individuelle Sonderlösungen realisiert. Jetzt hat das Unternehmen diese Innen­fassaden für beheizte Atrien in das Standardproduktprogramm überführt. Das bringt für Anwender wirtschaftliche Vorteile mit sich, vor allem aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades und der flexiblen Montage. Dennoch bleibt ein gestalterischer Spielraum erhalten, denn Material und Format können individuell angepasst werden. Statisch entspricht die Innenfassade den Anforderungen der DIN 18008-4 (experimenteller Nachweis). Sie kann entsprechend unterschiedlichen Anforderungen an Brand- und Schallschutz realisiert werden.

www.lindner-group.com

Klinkerfassade

Mehrgenerationenhäuser in Bad Bramstedt

In Bad Bramstedt wird gerade gebaut, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, denn die Kleinstadt im Kreis Segeberg soll die Metropolregion Hamburg entlasten. Aktuell wächst im Zuge des Baubooms das Neubaugebiet südlich der Bimöhler Straße heran. Im Auftrag eines privaten Investors entstanden hier unter anderem drei familien- und seniorengerechte Mehrfamilienhäuser – geplant vom Hamburger Büro 360grad Architekten. Die Vorgabe des Bebauungsplans, die Fassaden hell zu gestalten, setzten die Architekten mit dem Wasserstrichziegel „RT 101 Prima Genova“ von Randers Tegl um. Klinkerfassaden aus Wasserstrichziegeln zeichnen sich durch eine lebendige Optik aus, da jeder Ziegel aufgrund der speziellen Produktionsmethode praktisch ein Unikat ist. Sie durchlaufen während der Herstellung einen aufwendigen Veredlungsprozess, wobei zahllose Variationen und unterschiedliche Strukturen auf der Oberfläche entstehen.

Bei den Mehrgenerationenhäusern werten Rundungen und Reliefstrukturen das Erscheinungsbild weiter auf. Unter anderem fassen elegante Reliefe die Fensterbereiche zusammen und gliedern so die Fassaden. Das östlichste der drei Gebäude besitzt eine Rundung, die die ansonsten klare Geometrie akzentuiert. Einen Kontrast setzen zudem die dunkler abgesetzten Staffelgeschosse mit bodentiefen Fenstern und auskragendem Flachdach. Die Wasserstrichziegel wurden allerdings nicht allein wegen der Optik gewählt. Die Architekten empfahlen dem Bauherrn eine Klinkerfassade auch aufgrund nachhaltiger Aspekte wie der langen Lebensdauer des Materials und der weitgehend wartungsfreien Verblend-Konstruktion.

www.randerstegl.de

Effektlack

Struktur wie ­Libellenflügel

Der österreichische Hersteller von Metallsystemen für Dach, Wand und Fassade Domico bietet mit „Wave“ eine PVDF-Effektlack-Beschichtung an, deren Oberflächenstruktur Libellenflügeln ähnelt. Unter Sonneneinstrahlung wird durch die Lichtstreuung ein dreidimensionaler und horizontal ausgerichteter Hologramm-Effekt erzeugt. Je nach Betrachtungswinkel variiert der Helligkeitsgrad der Oberfläche. Die Wave-Beschichtung kann in Weiß und Schwarz bei den Fassadensystemen „Planum“ und „Swing“ des Herstellers ausgeführt werden. Ihr Glanzgrad liegt bei 40 Prozent, die Gesamtdicke des mehrschichtigen Aufbaus beträgt 40 Mikrometer. Bei einer PVDF-Beschichtung handelt es sich um eine High-Performance-Lackierung auf der Basis von Polyvinylidenfluorid.

www.domico.at

Ratgeber

Leitlinie für VHF-Fassaden

Wie lässt sich die Qualität einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) beurteilen und welche Toleranzen sind zulässig? Wann ist das Erscheinungsbild beeinträchtigt und welche Grenzabweichungen sind vertretbar? Mit der neuen Leitlinie „Beurteilungsmethodik und Toleranzen von Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden“ hat der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e. V. (FVHF) einen praxisorientierten Handlungsleitfaden herausgegeben, der Bauherren, Planern und Verarbeitern bei der Abnahme einer VHF eine Hilfestellung bietet. Darin wird unter anderem auch der Rahmen für VHF-spezifische und teilweise nicht in Normen und Vorschriften geregelte Toleranzen festgelegt. Beurteilt wird unter gebrauchsüblichen Bedingungen und mit der Berücksichtigung, dass es sich bei der VHF um eine unter Baustellenbedingungen handwerklich erstellte Bauleistung handelt. Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 9,95 Euro per E-Mail beim FVHF (info@fvhf.de) bestellt werden.

www.fvhf.de

Schiebesysteme

Ganzglas- und Flügel-ecken

Die Schiebe- und Hebe-Schiebesysteme von Heroal stehen aufgrund des Werkstoffs Aluminium und der durchdachten Konstruktionen für langlebige Lösungen, mit denen sich auch besonders große Elemente realisieren lassen. Je nach gewünschter Öffnungsart ist die Montage mit ein-, zwei- oder dreispurigem Rahmen und mit bis zu sechs beweglichen Flügeln möglich. Als ästhetisch hochwertig und konstruktiv anspruchsvoll gelten Ganzglas- oder Flügelecken, wie sie das System „S 77 SL“ erlaubt. Die Ganzglasecke ist ohne Elementrahmen im Stoßbereich konstruiert, sodass der Blick nach draußen ungestört bleibt. Gleiches gilt für die Flügelecke zum Öffnen, da im Eckbereich keine Stütze montiert wird. Für eine komfortable Bedienung sorgt die motorisierte Antriebstechnik „SF Drive“ des Herstellers, womit sich die Türen bequem per Knopfdruck, Fernbedienung oder Anbindung an ein Smart-Home-System öffnen und schließen lassen.

www.heroal.de