Photovoltaikfolie

Solarzellen in Glas

Die Armor solar power films GmbH aus dem bayerischen Kitzingen hat eine neue Technologie entwickelt, mit der sich organische Solarzellen (OPV) schnell, einfach und flexibel in jegliches Glasformat integrieren lassen. Sie werden mit einem speziellen Druckprozess in sehr dünnen Schichten auf eine feine Folie aufgetragen, die unter dem Markennamen „Asca“ vertrieben wird. Die Asca-Photovoltaikfolie ist mit lediglich 500 Gramm pro Quadratmeter leicht, sehr biegsam, halb transparent und in Blau, Grün, Grau und Rot herstellbar. Auch in puncto Form, Länge, Größe und Design sind kaum Grenzen gesetzt. Steht das Design, lässt sich das System laut Hersteller innerhalb von rund zehn Tagen planen. In einem Pilotprojekt – ein Wohnhaus in Stuttgart-Möhringen – wurde die Solarfolie in die Sicherheitsgläser der Glasbalustraden der Loggien integriert.

www.asca.com

Fassadensystem

Solar-Luft­kollektoren

Das auf Hallenklimatechnik spezialisierte Unternehmen Schwank bietet jetzt auch Solar-Luftkollektoren an. Die Geräte der neuen Produktgruppe „solarSchwank“ werden als Fassadensystem ausgeführt. Der Solarkollektor besteht aus perforiertem Aluminium mit einer solaraktivierten Oberfläche. Diese selektive Beschichtung sorgt für eine hocheffiziente Umwandlung von Sonnenlicht in Wärmeenergie, die an die darunterliegende Luftschicht abgegeben wird. Das erwärmte Luftpolster wird mittels Gebläse dann direkt und ohne Wandlerprozesse der Halle zugeführt. Laut Hersteller lassen sich die Heizenergiekosten dadurch um bis zu 50 Prozent senken. Alternativ kann die erwärmte Luft auch an ein anderes Wärmeträgermedium übergeben werden, beispielsweise an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher. Die Auslegung ist mit und ohne Frischluftzuführung ist ebenfalls möglich. Die zertifizierten Systeme sind entsprechend dem BAFA förderfähig.

www.schwank.de 

Farbkonzept

Förderzentrum der Lebenshilfe in Stuttgart

Die Lebenshilfe Stuttgart ist ein modernes soziales Dienstleistungsunternehmen, das Menschen mit einer geistigen Behinderung hilft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Für eine nachhaltige Entwicklung wurde der Standort in Stuttgart-Vaihingen in mehreren Abschnitten organisatorisch und baulich umgestaltet. Zwei bestehende Gebäude wurden durch einen multifunktionalen Gebäudekomplex ersetzt. Das nach den Plänen von Balbach Architekten aus Stuttgart entworfene Förderzentrum fungiert als neuer Mittelpunkt des Areals und als Geschäftsstelle. In der Architektur sollte sich widerspiegeln, dass das Gebäude und die Freiflächen von vielen Erwachsenen und Kindern der inklusiven Kita der Lebenshilfe genutzt werden. Balbach Architekten entwarfen einen horizontal gegliederten Baukörper, der durch vertikale Unterbrechungen aufgelockert ist. Eine Lochfassade erwies sich für den geförderten Sozialbau als die wirtschaftlichste Lösung. Seine Identität als „Lebenshilfehaus“ erhält der neu gebaute Kubus durch die mit 16 stark gesättigten Buntfarbtönen fröhlich und farbenfroh wirkende Gestaltung.

Das äußere Farbkonzept basiert auf dem Farbleitsystem im Inneren des Gebäudes. Das war wichtig, denn „Farben helfen geistig behinderten Menschen dabei, sich zurechtzufinden. Zugleich dient die Farbigkeit dazu, den Menschen Reize zu geben, damit sie Input haben und sich wohlfühlen“, erklärt Michael Balbach. Die gewählten Farbtöne wurden dann auf die durchlaufenden Fensterbänder der Fassade übertragen. Sie gliedern den Neubau horizontal und lassen ihn leichter wirken. Für ein stimmiges Gesamtbild wurden die Buntfarbtöne des Farbleitsystems um Grautöne ergänzt. Sabine Reith, technische Beraterin bei Brillux, sagt: „Die Architekten kamen mit der Bitte auf uns zu, den angedachten Farbentwurf zu visualisieren und zu prüfen, ob die gewählte Anordnung der Farbstreifen insgesamt stimmig und die Farbtöne für die Fassade auch technisch realisierbar sind.“ Das Brillux Farbstudio in Reutlingen erstellte die Visualisierung in 2D-Ansicht und gab grünes Licht für die technische Machbarkeit. Der Farbauftrag erfolgte dann als Schlussanstrich auf dem WDV-System „MW Top“ von Brillux – ein rationell zu verarbeitendes Wärmedämm-Verbundsystem, das durch die Mineralwolle-Dämmplatten zudem für einen erhöhten Brandschutz sorgt. Die verwendete Silicon-Fassadenfarbe 918 sorgt mit ihrer geringen Verschmutzungsneigung dafür, dass die Fassade lange schön bleibt.

www.brillux.de

Fassadenbekleidung

Großformatige Sidings

Für die effektive Bekleidung von großflächigen Fassaden hat Prefa die beiden Sidings 500 und 600 in sein Angebot aufgenommen. Neben der größeren Baubreite wurde bei den Fassadenplatten aus Aluminium aus Gründen der Stabilität die Materialstärke auf 1,5 Millimeter erhöht. Die Sidings sind in individuellen Längen von 700 bis 6.200 Millimetern sowie in Anthrazit, Hellgrau, Weiß, Silbermetallic, Dunkelgrau und Rauchsilber verfügbar. Für eine optische Strukturierung der großen Flächen kann die Verlegung der Elemente senkrecht, waagerecht oder schräg sowie mit oder ohne Schattenfuge erfolgen. Die verdeckte Befestigung durch das Nut-und-Feder-System und die farbig passenden An- und Abschlussprofile sorgen dafür, dass die durch die Verlegeart erzeugte Optik nicht unterbrochen wird. Die Sidings sind nicht brennbar und am Ende der Nutzungsdauer sortenrein trenn- und ohne Qualitätsverlust recycelbar.

www.prefa.de

Neue Rezepturen

Relaunchte Sanierputzsysteme

Die Rezepturen der trasshaltigen Sanierputze der Marke Tubag wurden weiterentwickelt und in dem „Trass-Sanierputz-System“ zusammengefasst. Das System beinhaltet den Sanier-Vorspritzmörtel TSP-VS, den Sanier-Porengrundputz TSP-PG sowie die zwei Sanierputze TSP und TSP-E. Alle Sanierputze erfüllen die Vorgaben der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA). Die neuen Rezepturen können auskristallisierende und hygroskopische Salze besonders wirkungsvoll binden. Das wurde erreicht, indem der Trassanteil entsprechend angepasst wurde und dieser bei ausgewählten Putzen mit speziellen Hartperliten kombiniert wurde. Dadurch variieren die Sanierputze in ihren Eigenschaften und können je nach Anwendungsfall – geringe, mittlere und hohe Salzbelastung – gezielt eingesetzt werden. Alle Putze verfügen über einen besonders hohen Sulfatwiderstand.

www.tubag.de

Komplettlösung

Gesicherter Sonnenschutz

Mit Hella, dem Anbieter von Sonnenschutzsystemen aus Österreich, und Abel Metallsysteme mit Kompetenz bei Absturzsicherungen aus Deutschland, haben zwei Familienunternehmen ihr Knowhow für eine Komplettlösung ­gebündelt. Diese umfasst Sonnenschutzsysteme mit integrierten Absturzsicherungen. Das Angebot soll Planer und Bauherren ­animieren, Sonnenschutz und ­Absturzsicherungen für eine nahtlose Integration in das Erscheinungsbild des Gebäudes bereits in die Rohbauplanung einzubeziehen. Die Produkte sind modular aufgebaut, für verschiedene Fensterarten geeignet sowie auch individuell konfektionierbar. Aktuell sind die Absturzsicherungen in Kombination mit den Aufsatzelementen „Top Foam“ und „Top ­Mini“ von Hella verfügbar. Aus­geliefert wird mit Raffstores oder Rollläden sowie optional mit ­integriertem Insektenschutz. Im Laufe dieses Jahres werden die Absturzsicherungen zudem für die Integration in Vorbaubeschattungssysteme erhältlich sein.

www.hella.info

Sonnenschutz

Schachtsystem für Markisen

Warema hat seine „Schachtsysteme“ für Raffstores und Rollläden um eine Lösung für Markisen erweitert. Die Schachtsysteme sind für den nachträglichen Einbau konzipiert, weisen einen hohen Vorfertigungsgrad auf, ermöglichen ein einfaches Aufmaß und reduzieren den Abstimmungsaufwand zwischen den Gewerken. Mit dieser Produktlinie reagiert der Hersteller auf den zunehmenden Kostendruck sowie den Fachkräftemangel. Bei der neuen Schacht-Markise handelt es sich um eine schlanke, selbsttragende Konstruktion, die vor Ort zusammengesteckt wird und von unten in die bauseits vorhandenen Schächte, Blenden, Aufsetz- oder Ziegelkästen eingeschoben wird. Für die Führungsschienen kann aus dem kompletten Markisen-Programm – klassische Schienenführung, ­windstabile easyZIP-Führung, Markisolette mit Ausfallgarnitur, Doppel-Führungsschienen für Reihenanlagen – gewählt werden. Die Markisen sind zudem in zwei verschiedenen Höhen erhältlich.

www.warema.de

Dämmsystem

Geschäftshaus in München

Seit der Fertigstellung des Geschäftshauses in der Weinstraße in der Münchner Innenstadt polarisiert die Fassade des Neubaus. Von „modern“ bis „rückwärtsgewandt“ variieren die Meinungen der Kritiker. Hild und K Architekten, die für Entwurf und Ausführung der Fassade zuständig waren, orientierten sich an dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerbau. Sein Erscheinungsbild prägte eine stark gegliederte Fassade mit barocken Ornamenten, die sich nun vereinfacht an dem Neubau wiederfinden. Das siebengeschossige Gebäude beherbergt die „FC Bayern World“ mit Fanshop, Gastronomie und einem Hotel.

Als Vorlage für die Ornamente diente den Architekten eine historische Zeichnung des Hauses aus dem Jahr 1872. Ausgeführt wurde die Fassade in Sgraffito-Technik – einem aufwendigen Putz-Kratz-Verfahren mit verschiedenfarbigen Putzschichten. In diesem Fall wurden bis zu drei eingefärbte Putzschichten aufgetragen, zusätzlich mit einer computergestützten Folientechnik gearbeitet und abschließend gekratzt. Was den roten Farbton betrifft, betonen die Architekten, dass er, anders als manchmal gemutmaßt, nicht mit Blick auf die Vereinsfarben des Mieters gewählt wurde. Kalkgrau, Rußschwarz und eben Ziegelrot seien vielmehr die klassischen Sgraffito-Farben, die aus den beigemischten Zuschlagstoffen des Putzmörtels herrühren.

Als Untergrund für die Sgraffito-Fassade wurde das Dämmsystem „Poroton-WDF“ von Schlagmann gewählt. Dabei handelt es sich um eine Ziegelwand, gefüllt mit dem natürlichen Dämmstoff Perlit. Sie wird frei stehend vor die Wand gemauert – hier 18 Zentimeter dick vor eine Stahlbeton-Konstruktion. „Die Ziegeldämmung ist ein dauerhafter und vergleichsweise neutraler Untergrund, der sehr vielfältig weiterbearbeitet werden kann. Damit bot das Material ideale Voraussetzungen für die gewünschte Sgraffito-Gestaltung“, begründet Joachim Leppert von Hetfleisch + Leppert Architekten die Entscheidung. Das Münchner Büro war mit der Gebäudeplanung des Geschäftshauses beauftragt.

Obwohl die Poroton-WDF ursprünglich zur energetischen Sanierung von Bestandsfassaden und zur Innendämmung entwickelt wurde, wird sie zunehmend für Neubauten aus Beton eingesetzt. Beide Baustoffe sind mineralischer Natur und ergänzen sich so optimal. Aufgrund ihrer brandschutztechnischen Einstufung in die Baustoffklasse A2 – s1,d0 sind auch keine
Brandriegel erforderlich, wodurch die Fassade einen durchgehend homogenen Charakter erhält. Zertifikate wie der Blaue Engel sowie Prüfungen durch den TÜV Nord, natureplus sowie das eco-Institut bestätigen die Qualitäten hinsichtlich Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und gesundem Raumklima.

www.schlagmann.de

Cradle-to-cradle

Fassadenmodule zum Begrünen

Schüco hat sein Cradle-to-cradle-zertifiziertes Fassadensystem „AF UDC 80“ um ein begrünbares Modul erweitert. Bei der neuen „AF UDC 80 Green Facade“ handelt es sich um Elemente, die in Zusammenarbeit mit der auf Fassadenbegrünungen spezialisierten Vertiko GmbH bepflanzt werden und vor Ort in die Unterkonstruktion lediglich eingehängt werden. Durch die Möglichkeit der Belegung von Teilflächen mit zahlreichen Pflanzen ergibt sich viel gestalterischer Spielraum für individuelle Muster und Designs. Dabei können die begrünten Elemente in allen Höhen und Teilbereichen eingebunden werden. Die Pflanzen wurzeln und wachsen in einem mit Pflanzsubstrat gefüllten Vlies, das als A-klassifizierter, nicht brennbarer Baustoff hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Be- und Entwässerung der Pflanzen erfolgt über ein integriertes, von außen nicht sichtbares System.

www.schueco.de

Brüstungsverglasung

Gläserne Absturzsicherung

Von außen wie innen nahezu unsichtbar, integriert sich die absturzsichere Brüstungsverglasung „windura classic“ der Ernst Schweizer AG in das gleichnamige Holz-Aluminium-Fenstersystem. Diese Lösung erspart die Planung von zusätzlichen vorgesetzten Geländern und deren Verstärkungen. Bei windura classic entspricht die Holzfälzung jener von Fenstern ohne Absturzsicherung und die Glashalterung ist bereits im Fensterrahmen integriert. So kann der Fensterbauer das Glas entweder in der Werkstatt vormontieren oder auf der Baustelle von innen einsetzen. Die Vorfertigung und die einfache Montage ohne zusätzliche Befestigungen ermöglichen eine kostengünstige Realisierung. Erhältlich ist die Absturzsicherung in Breiten zwischen 500 und 2.200 Millimetern bei einer Höhe zwischen 300 und 1.200 Millimetern. Die Absturzsicherheit ist nach DIN 18008-4, Kategorie A geprüft und bestätigt.

www.holzmetall.ernstschweizer.ch

Fassadentafel

Design-Vielfalt

Mit der neuen „Patina Signature“ hat Cembrit eine Fassadentafel aus Faserzement auf den Markt gebracht, auf der individuelle Designs in jedem Format realisiert werden können. Per Sandstrahltechnologie werden sie auf einzelne Tafeln oder ganze Fassaden transferiert. Spezialisten beim Hersteller erarbeiten einen maßgenauen Montageplan, der alle Plattenschnitte und -fugenmaße berücksichtigt. Lieferbar sind die Tafeln in drei Grau-, einem Sand- und einem Weißton. Neben frei entwickelten Entwürfen hat der Hersteller jetzt auch klassische Ornamente in den Fokus gerückt. Ob Mäander- oder Zahnschnittfries, Rosette oder Keltischer Knoten – wie die Zeichen und Symbole in den gestalterischen Kontext der Fassadengestaltung einfließen können, zeigt das auf der Website downloadbare neu erschienene Designbuch.

www.cembrit.de