Schiebesysteme

Ganzglas- und Flügel-ecken

Die Schiebe- und Hebe-Schiebesysteme von Heroal stehen aufgrund des Werkstoffs Aluminium und der durchdachten Konstruktionen für langlebige Lösungen, mit denen sich auch besonders große Elemente realisieren lassen. Je nach gewünschter Öffnungsart ist die Montage mit ein-, zwei- oder dreispurigem Rahmen und mit bis zu sechs beweglichen Flügeln möglich. Als ästhetisch hochwertig und konstruktiv anspruchsvoll gelten Ganzglas- oder Flügelecken, wie sie das System „S 77 SL“ erlaubt. Die Ganzglasecke ist ohne Elementrahmen im Stoßbereich konstruiert, sodass der Blick nach draußen ungestört bleibt. Gleiches gilt für die Flügelecke zum Öffnen, da im Eckbereich keine Stütze montiert wird. Für eine komfortable Bedienung sorgt die motorisierte Antriebstechnik „SF Drive“ des Herstellers, womit sich die Türen bequem per Knopfdruck, Fernbedienung oder Anbindung an ein Smart-Home-System öffnen und schließen lassen.

www.heroal.de

Fassade

„StudierQuartier“ im Wissenschaftspark in Osnabrück

Am Rand einer Grünfläche unweit der Universität ließ das Studentenwerk Osnabrück ein Wohnheim mit 124 Apartments errichten. Neben der modernen Innenausstattung punktet der Neubau mit einem regenerativen Energiekonzept mit Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpe durch ein nicht alltägliches Erscheinungsbild. Die Fassaden wirken nicht nur aufgrund ihrer Farbigkeit dynamisch, sondern auch wegen der wellenförmig vorgehängten Konstruktion aus insgesamt 9.574 Keramik-Formteilen der Kollektion „KeraShape“ von Agrob Buchtal. Das mit der Planung des Gebäudes beauftragte Osnabrücker Büro PLAN.CONCEPT Architekten entschied sich für sechs rötliche, gelbe und grüne RAL-Farbtöne.

Damit die Glasuren auf der Keramik auch den RAL-Farbtönen entsprechen, wurden zum Teil neue Rezepturen entwickelt. Die vierkantförmigen Formteile unterscheiden sich außer in der Farbe mit 114, 145 und 81 Zentimetern zudem in der Länge. Wo keine Fenster die Fassade unterbrechen, entstehen 12,1 Meter hohe, filigrane Farbstreifen, die scheinbar fugenlos durchlaufen, da sie mit verdeckten Klammern an der Unterkonstruktion montiert sind. Bei der Unterkonstruktion handelt es sich um eine übliche, standardisierte Ausführung. Sie wurde jedoch auf eigens entwickelten Stahlschwertern befestigt, die die wellige und teilweise sogar überhängende Form der Fassade aufnehmen.

www.agrob-buchtal.de

Glasflächen

Optimierte Hebe-Schiebetür

„Vekamotion 82“ von Veka löst die Hebe-Schiebetür „Vekaslide“ ab. Bei der Entwicklung des Nachfolgemodells stand laut Hersteller der Designaspekt im Fokus. Dem Trend zu großen Glaselementen mit minimiertem Rahmenanteil folgend, bietet die neue Hebe-Schiebetür um bis zu 20 Prozent reduzierte Flügelansichten. Bei der Variante „Vekamotion 82 Max“ besitzt der fest stehende Flügel sogar nur eine Innenansichtshöhe von 28 Millimetern. Außen ermöglicht diese Rahmenkonstruktion umlaufend eine maximale Überputzung. Trotz der schlanken Optik kann die Konstruktion Dreifach-Isolierglas bis 54 Millimeter Glasdicke aufnehmen. Mithilfe spezieller Zweikomponenten-Dichtteile und großvolumiger Dichtungen wird zudem eine Dichtigkeit bis zur Stufe 9A erreicht. Problemlos lassen sich mit der Neuentwicklung auch erhöhte Anforderungen bei der Bauwerksabdichtung und beim Sicherheitsniveau erfüllen.

www.vekamotion82.de

Mauerwerk

Quartier St. Leonhard in ­Braunschweig

Das Gelände rund um die Kapelle St. Leonhard ist seit dem Mittelalter von medizinischen, sozialen und pädagogischen Einrichtungen geprägt. Diesen historischen Hintergrund nahmen drei gemeinnützige lokale Träger zum Anlass, um auf dem Areal ein offenes, vernetztes Quartier zu schaffen. Nach den Plänen von Feddersen Architekten aus Berlin ergänzen in den kommenden Jahren insgesamt fünf Neubauten die denkmalgeschützten Bestandsgebäude, die im Zuge der Baumaßnahme umgenutzt werden. Neben Wohn-, Bildungs- und Therapiegebäuden stehen künftig auch Arbeits- und Werkstätten sowie gastronomische und kulturelle Angebote zur Verfügung.

Den Anfang macht als größter Komplex Haus 4, das im Jahr 2018 fertiggestellt wurde. Im Erdgeschoss ist eine internationale Kindertagesstätte und in den oberen Etagen ein Internatswohnbereich für 108 Jugendliche untergebracht. Das äußere Erscheinungsbild wurde im Einklang mit den Bestandsbauten zurückhaltend gestaltet: Das Sockelgeschoss besitzt eine verklinkerte Fassade, die darüberliegenden Stockwerke verfügen über ein WDVS mit einem mineralischen Putz in Weiß. Um die traditionsreiche Geschichte von St. Leonhard fortzusetzen, bedurfte es wertbeständiger Baustoffe. Die Architekten entschieden in diesem Fall, für den Rohbau Kalksandsteine zu verwenden, die auch in stark frequentierten Bereichen für einen hohen Schallschutz sorgen. Konkret fiel die Wahl auf das System „KS-Plus“ von KS-Original. Neben den gewünschten Materialeigenschaften konnte aufgrund der vorgefertigten großformatigen Steine zudem die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

www.ks-original.de

Fenstersystem

Firmenzentrale der Roschmann Group in Gersthofen

Für das Fenstersystem „AWS 75 PD.SI“ hat Schüco ein Öffnungselement entwickelt, das minimierte innere und äußere Ansichtsbreiten mit hoher Wärmedämmung kombiniert. Die Bezeichnung steht für Aluminium Window System, 75 Millimeter Bautiefe, Panorama Design, Super Insulated. Das System lässt sich als klassisches Lochfenster, als Fensterband oder als Einsatzelement in die Pfosten-Riegel-Konstruktion „FWS 35 PD“ des Herstellers integrieren und ist damit für alle Anwendungen, besonders aber im Objekt- und gehobenen Wohnungsbau geeignet.

Eines der ersten Gebäude, wo das Fenstersystem eingesetzt wurde, ist die neue Firmenzentrale der Fassadenbaufirma Roschmann Group. Der zwölfstöckige Glasturm an der Autobahn A 8 im bayerischen Gersthofen ist weithin sichtbar. Von innen eröffnet die transparente Doppelfassade einen eindrucksvollen Panoramablick auf Augsburg und die Alpen. Um diesen außergewöhnlichen Weitblick möglichst wenig zu unterbrechen, war es das Ziel des Bauherrn, ein Öffnungselement mit minimierten inneren und äußeren Ansichtsbreiten in die pfostenlose Ganzglaskonstruktion einzubauen. Carolin Roschmann erläutert: „Das Panorama-Design-Fenster von Schüco war mit all seinen Vorteilen, insbesondere der Energieeffizienz, hierfür ideal geeignet.“ Der Blendrahmen wurde durch Roschmann so modifiziert, dass dieser umlaufend „schwimmend“ in die benachbarten Isoliergläser eingefasst werden konnte. Somit erscheinen die Fensterflügel in der transparenten Fassade mit einer filigranen Ansicht und unterstreichen die moderne und zeitgemäße Architektur des Hochhauses. Der Entwurf des neuen Gersthofer Wahrzeichens stammt von Wunderle + Kögl Architekten und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Fassadenbauer.

www.schueco.de

Keramik

Ziegel für die Fassade

Eine neue Gestaltungsmöglichkeit für Fassaden bietet Tonality mit dem Ziegel „Montano“ an. Durch unterschiedlich ausgeprägte Stege entsteht eine dreidimensionale Oberfläche, deren Licht-und-Schatten-Spiel ein dynamisches Erscheinungsbild entstehen lässt. Gleichzeitig bewirkt die unregelmäßige Oberfläche eine Schallbrechung, die den Lärm besonders in innerstädtischen Gebieten reduzieren soll. Montano ist in verschiedenen Farben erhältlich, außerdem ist er schnell und einfach montiert. Die Elemente werden in die vorinstallierte Unterkonstruktion des Systems eingehängt, wobei die Befestigung unsichtbar erfolgt. Das führt zu einer durchgängigen Optik an der Gebäudehülle. Aufgrund des keramischen Materials aus gebranntem Ton bieten die Ziegel einen lang anhaltenden Witterungsschutz, sind UV-beständig und widerstandsfähig gegen aggressive Stoffe.

www.tonality-facades.de

Fassade

Verbundplatte aus Aluminium

Ob schlichtes Design oder auffälliger Eyecatcher – die neue Aluminium-Verbundplatte „Prefabond“ erlaubt eine moderne, plane Optik auch bei kleinteiligen Flächen. Hersteller Prefa bietet sie in acht Standardfarben an. Ein spezieller Materialmix sorgt für Stabilität sowie für eine hohe Biege- und Stoßfestigkeit: Das Aluminium-Deckblech auf der farbbeschichteten Sichtseite wird in einem kontinuierlichen Bandbeschichtungsverfahren (Coil Coating) mit hochwertigen Lacken vorveredelt und anschließend im Schmelzfixierverfahren auf einen mineralischen Polymerkern aufgebracht. Auf Anfrage ist auch die Lieferung mit A2-Kern möglich, um besonders hohe Brandschutz-Anforderungen zu erfüllen. Die Montage kann auf Holz-Unterkonstruktionen geschraubt, auf Alu-Unterkonstruktionen genietet und in beiden Fällen geklebt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Bearbeitungsmethoden, wie Fräsen, Bohren und Kanten, bleiben Planer bei der Gestaltung von Fassaden flexibel.

www.prefa.de

Mauerwerk

Wasserstrich-­Ziegel

Bei der neuen Terca-Wasserstrichkollektion „Farben der Natur“ greift Hersteller Wienerberger auf Farbharmonien von Naturlandschaften zurück. Die Vormauerziegel kennzeichnen facettenreiche Farbtöne, besondere Schattierungen und Kombinationen in einem Farbspektrum von Creme- und Pastelltönen über Grau- und Ockerschattierungen bis hin zu kräftigem Rot oder Anthrazit. Durch das spezielle Herstellungsverfahren, bei dem Wasser als Trennmittel eingesetzt wird, wird die für Wasserstrichziegel typisch markante und ursprüngliche Oberflächenstruktur erreicht.

www.wienerberger.de

Mauerwerk

Imprägnierte Verblender

Vandersanden hat in Zusammenarbeit mit der belgischen Universität Leuven eine Lösung gegen Verkalkungen, Vergipsungen und andere Verunreinigungen bei Klinkerfassaden gefunden. Der europaweit agierende Ziegelhersteller stattet seine Verblender mit einer eigens entwickelten Imprägnierung aus, die derart ästhetische Beeinträchtigungen langfristig verhindert. Aufwendige Reinigungsmaßnahmen oder zusätzliche Oberflächenbehandlungen sollen demnach nicht erforderlich werden. Die Imprägnierung erfolgt nach dem Brennen der Verblender und erreicht abhängig von der Materialstruktur eine Eindringtiefe von fünf bis 15 Millimeter. Ein imprägnierter Verblender behält dieselbe Porenstruktur wie ein unbehandelter, wodurch die Frostbeständigkeit erhalten bleibt.

www.vandersanden.com

Entwässerung

Messehalle C3 in Nürnberg

Mit dem Ziel, Menschen zu vernetzen und Besuchern ein Höchstmaß an Komfort zu bieten, setzt die Messe Nürnberg auf die umfassende Modernisierung ihres Geländes. Bestes Beispiel ist dafür die Ende 2018 eröffnete Halle C3 – einer der letzten Entwürfe von Zaha Hadid. Der futuristische Bau ist etwa 145 Meter lang und 85 Meter breit. Die so generierten knapp 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden komplett stützenfrei mittels Stahltragwerk überspannt. Der hohe Anteil an einfallendem Tageslicht dank der voll verglasten Süd- und Südwestfassaden spart Energie, da weniger Kunstlicht benötigt wird. Darüber hinaus ist die Fassade insgesamt ebenso wie die Gebäudetechnik auf höchste Effizienz ausgelegt. Details wie eine durch die Verwendung emissionsarmer Materialien gesteigerte Innenluftqualität oder die Wärmerückgewinnung mithilfe von Rotationswärmetauschern sicherten der Messehalle das DGNB-Zertifikat in Platin.

Am Übergang zwischen Gebäudehülle und umliegendem Bodenpflaster im Außenbereich setzen hochwertige Entwässerungslösungen der Firma Richard Brink den Charakter des Objekts fort. Der Metallwarenhersteller fertigte für das Bauprojekt insgesamt 117 Meter der Entwässerungsrinne „Cubo“, sechs Meter Rinne des Typs „Cubo Radial“ sowie neun auf die Rinnenmaße abgestimmte Sinkkästen. Die Kombination der beiden Ausführungen ermöglichte es, dass die Rinnen dem runden Verlauf der Fassade in gleichbleibendem Abstand folgen. Diese individuell gefertigten Edelstahlrinnen fangen Niederschlagswasser direkt im Fassadenbereich auf und leiten es zielgerichtet ab. Passend zum architektonischen Farbkonzept sind sie mit in Schwarzgrau (RAL 7021) pulverbeschichteten und vorab feuerverzinkten Stahlrosten abgedeckt und zusätzlich mit einer Rostverriegelung ausgestattet.

www.richard-brink.de

Mauerwerk

Runde Formen mit eckigen Ziegeln

Beim Neubau eines Kindergartens mit Kinderkrippe sollte auf Wunsch der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall aus wohngesunden Baustoffen ein Gebäude mit durchgängig runden Formen entstehen. Rundungen vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit, so die Auffassung der Bauherrin. Daraufhin ordnete die Architektengruppe Kuhn fünf nahezu runde, aber untereinander verbundene Gebäudeteile halbkreisförmig an. Über die Baumaterialien entschieden Rudolf Siebert, technischer Leiter der Schule, und Martin Kuhn gemeinsam. Für den Rohbau wählten sie Ziegel – hier speziell den ThermoPlan „SX 10“, einen Leichthochlochziegel mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,10 W/(m·K) in den klassischen Breiten 36,5 Zentimeter für die Außenwände sowie 24 und 17,5 Zentimeter für die tragenden und nicht tragenden Innenwände.

Die Lieferung der Ziegel sowie die Detailplanung für das Mauerwerk erfolgte durch das Ziegelwerk Bellenberg, eines der insgesamt sechs Mitglieder von Mein Ziegelhaus – einer für Produktentwicklung und Marketing zuständigen Dachorganisation. Die ThermoPlan-Ziegel wurden auch wegen der guten Herstellbarkeit der runden Wände ausgesucht. Ziegelmauerwerk lässt sich heute am wirtschaftlichsten erstellen, wenn Planziegel mit voll deckelndem Dünnbettmörtel (System VD) verarbeitet werden. Bei einem geschätzten Radius von 3,5 Metern und einer Ziegellänge von 25 Zentimetern entsteht ein Spaltmaß von etwa 26 Millimetern für die runde Wand. Die geöffneten Stoßfugen wurden außen circa sechs Zentimeter tief mit Leichtmauermörtel LM21 ausgeworfen und anschließend mit Leichtputz rund verputzt.

Der im KfW-55-Standard errichtete Kindergarten mit Kinderkrippe umfasst 750 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, die Bauzeit betrug 14 Monate und die Gebäudekosten betrugen 1.720 Euro pro Quadratmeter.

www.meinziegelhaus.de