Sanierung

Intensive Farbtöne

Die Stadt Heidelberg investierte rund 14 Millionen Euro in die Sanierung der Mark-Twain-Schule am früheren US-Standort in der Südstadt. Nach Abschluss der Arbeiten zog die Julius-Springer-Schule ein, wo etwa 600 Betriebe junge Menschen in 14 Berufen ausbilden. Die großzügigen und hellen Räume erhielten eine moderne Ausstattung und wurden – ebenso wie die neu eingerichtete Cafeteria – in kräftigen Buntfarbtönen gestaltet. Das Konzept entwickelten PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA und die Stadtplaner SRL gemeinsam mit der Stadt Heidelberg. Mit den Farbtönen Grün, Orange, Blau und Rot kommen intensive Buntfarbtöne ins Spiel, die den Räumen ein frisches Erscheinungsbild geben. Gleichzeitig erfüllt die Farbgestaltung die Funktion eines Leitsystems: Jede Etage hat ihre eigene Farbe. Realisiert wurde das Konzept mit Produkten von Brillux, die alle den Wunsch des Bauherrn nach wasserbasierten, gesundheitsschonenden Beschichtungen erfüllten. Zum Beispiel erhielten die Decken, Wände und Böden in den Klassenräumen und Treppenhäusern einen Anstrich mit der emissionsarmen Silikat-Innenfarbe „Kalisil 1909“, die ohne Lösemittel, Weichmacher und Konservierungsstoffe auskommt. Die Türen wurden mit dem mechanisch sowie chemisch sehr widerstandsfähigen „2K-Aqua Seidenmattlack 2388“ behandelt. Besondere Farberlebnisse erwarten die Nutzer in den WCs: Türen, Zargen sowie Böden, Wände und Decken sind mit kräftigen Farbtönen gestaltet, sodass der Eindruck entsteht, als sei der Raum in Farbe getaucht: Türkisblau für die Herren, Magenta für die Damen. Hierfür wurde das seidenglänzende, strapazierfähige und desinfektionsmittelbeständige „CreaGlas 2K-PU-Finish 3471“ eingesetzt.

www.brillux.de

Modulbau

Kita im Container-Look

Für die von Algeco errichtete Kita in der Darmstädter Heimstättensiedlung haben Ramona Buxbaum Architekten 60 Containermodule in unterschiedlichen Grüntönen zu einem zweistöckigen Gebäude verbunden. Blickfang an der Fassade bilden neben dem Farbspiel die großen Glasfronten, wobei die modulare Bauweise sichtbar bleibt. Sie steht vor allem auch für Flexibilität – außen wie innen. Größe und Raumaufteilung sind an die Bedürfnisse der Nutzer anpassbar. Ändert sich die demografische Zusammensetzung des Stadtteils, lässt sich die Kita problemlos in ein Büro oder ein Fitness-Studio umwandeln oder sie zieht gleich an einen neuen Standort. „Leer stehende Gebäude, die keiner mehr braucht, gibt es bei der Modulbauweise nicht“, sagt Lars Hillers, Managing Director bei Algeco.

Im Inneren der Kita, die auf 1.080 Quadratmetern Platz für rund 130 Kinder bietet, erinnert nichts mehr an Container. Die Fensterfronten lassen die liebevoll eingerichteten Räume großzügig und hell erscheinen. Wände in unterschiedlichen Farben von leuchtend bis dezent sowie Böden aus Linoleum und Keramik unterstreichen dieses Raumgefühl. Verbaut wurden auch zahlreiche Extras, die bei Algeco Bestandteil des „360-Grad-Service“ sind: So verfügt die Kita über eine Lichtkuppel, Sonnenschutzanlagen, Klingelanlagen mit Videofunktion, elektrische Türöffner, Präsenzmelder und ein Data-Net-Modul für moderne Netzwerk- und Telekommunikationslösungen. Das offene pädagogische Konzept der Einrichtung regt die Kleinsten zu Entdeckungen an, etwa in den unterschiedlichen Themenräumen, wie einem Theaterraum oder einer Holzwerkstatt.

www.algeco.de

Infrarot-Heizsystem

HEIZEN MIT FARBE, FOLIE ODER GLAS

Die FutureCarbon GmbH stellt Werkstoffe auf Kohlenstoffbasis her, die bereits seit Jahren in der Bauindustrie eingesetzt werden. Dieses Know-how nutzt das Unternehmen aus Bayreuth für die Entwicklung von fünf Infrarotheizsystemen, die unter der Marke „Carbo e-Therm“ vertrieben werden. Das Angebot umfasst: die Heizfarbe Carbo e-Paint, die elektrisch beheizbare Trockenbauwand Carbo e-Wall, die hauchdünne Fußbodenfolie Carbo e-Foil, das Glaspanel Carbo e-Glass und seit Neuestem Carbo e-Now – ein Glasfaservlies, das im Verbund mit handelsüblichem Sanierungsvlies verlegt und überstrichen wird. Damit ist die Flächenheizung praktisch unsichtbar. Die Temperatur wird über das mitgelieferte, programmierbare Thermostat gesteuert.

www.carbo-e-therm.de

Entwässerung

SPEZIAL-­LACKIERUNG

Seit März dieses Jahres bietet Prefa die Oberflächenbeschichtung P10 auch für sein Entwässerungssystem in den Farben Anthrazit, Hellgrau und Braun an. Dachrinnen und Co. können somit in puncto Farbe, Haptik und Struktur auf die Dach- und Fassadensysteme abgestimmt werden. Bei P10 handelt es sich um eine optisch matte Lackierung, deren besondere Qualität sich nur unter dem Mikroskop zeigt: Eine Faltenstruktur im Lack sorgt für unzählige Kleinstreflexionen und Farbechtheit. In bis zu 20 Bearbeitungsstufen wird das Entwässerungssystem im Coil-Coating-Verfahren zweischichtig einbrennlackiert. Dadurch ist die Oberfläche temperatur- und witterungsbeständig, verformbar und rostsicher, auch an versteckten, nicht sichtbaren Stellen. Auf die Farbechtheit gibt der Hersteller eine Garantie von 40 Jahren.

www.prefa.de

 

Oberflächenveredelung

SAMTWEICH UND MATT

Für die Gestaltung des acht Meter hohen Foyers eines Wohnhauses im Raum Osnabrück wurde eine Lösung gesucht, die dem repräsentativen Bodenbelag und einer mit Vulkanstein bekleideten Wand – beides in dunklem Anthrazit – ebenbürtig erscheint. Bergmann und Goda Architekten aus Quakenbrück in Nieder-sachsen und der Bauherr folgten dem Vorschlag des Malerbetriebs Diers Ihr Maler GmbH & Co. KG, der „Softfeel“ von Brillux favorisierte. Dabei handelt es sich um eine Mattveredelung für lackierte Oberflächen, weshalb zunächst ein Hydro-PU-Lack aufgetragen wurde. Softfeel kommt üblicherweise bei Türen und Einbauten für Läden oder Hotels zum Einsatz, wenn eine hochwertige Beschichtung gewünscht wird. Die 70 Quadratmeter große Wandfläche zu veredeln, galt daher als Herausforderung für den Malerbetrieb, zumal die großen und hohen Fenster für einen starken Lichteinfall sorgen und von der Empore die Wände besonders gut zu sehen sind. „Aufgrund der hohen Empfindlichkeit lassen sich mit stumpfmatten Lacken in vielen Anwendungsbereichen keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Mit dem Brillux-Produkt war es uns möglich, außergewöhnlich matte Oberflächen zu erzeugen, die strapazierfähig sind und sich samtweich anfühlen“, erklärt Diers-Ihr-Maler-Inhaber Aloys Diers. Softfeel basiert auf einem speziell entwickelten wässrigen Polyurethan-Copolymer sowie besonderen elastischen Rohstoffen. Damit lassen sich softmatte Oberflächen erzeugen, die kratzfest sind und durch die hohe Flexibilität rissfrei bleiben.

www.brillux.de

Anstrich für Beton

Tiefes Schwarz

Der für seine mineralischen Produkte bekannte Hersteller Keimfarben bietet Liebhabern dunkler Fassaden jetzt einen deckenden Anstrich für Betonoberflächen in fünf tiefen Schwarztönen an. „Concretal-Black“ ist eine Sol-­Silikatfarbe, die eine matte und natürliche Oberfläche erzeugt und den Charakter des Betons erhält. Sie basiert auf lichtechten, UV-stabilen Pigmenten. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Farb­nuancen: „Purity“ ist ein reines Schwarz mit grafischer Wirkung, „Forest“ ist ein sattes Schwarz mit einem Hauch Grün, das einen leicht mystischen Eindruck erwecken soll. „Pearl“ – von Tahitiperlen inspiriert – ist ein edles Schwarz mit blauem Akzent. Bei „Aurora“ schwingt das harmonische Rot der aufgehenden Sonne mit und „Eclipse“ ist ein mit ­zarten Gelbtönen akzentuiertes Tiefschwarz.

www.keim.com

Keramik

Museum in Venedig

Mit dem Museum M9 in Mestre, Venedigs Stadtteil auf dem Festland, wurde 2018 ein wichtiges Projekt der Stadterneuerung der Öffentlichkeit übergeben. Realisiert wurde der Siegerentwurf von Sauerbruch Hutton, der auch von Anwohnern und Touristen viel Zuspruch erhielt. Der Neubau ist Teil eines Gebäudeensembles, das einen flankierenden, kleineren Verwaltungsbau und einen sanierten ehemaligen Teil eines Klosters umfasst. Bei aller erkennbar modernen Gestaltung fügt sich das Bauwerk wie selbstverständlich in die Umgebung ein. Dazu trägt auch das harmonische Wechselspiel der dreizehn Farbtöne der Fassade von NBK Keramik bei. Ihr Spektrum umfasst verschiedene Rottöne und reicht bis hin zu Erd- und Sandfarben. Damit griffen die Architekten bewusst das Flair der umliegenden mediterranen Stadtlandschaft auf. Die Farben sind im NBK-Labor entwickelte Sondermischungen. Im anschließenden Fertigungsprozess erfolgte deren Fixierung als Einbrandglasur mit der hierfür typischen seidenmatten Oberfläche.

Eingesetzt wurden Terrart-Light-Elemente, die durch Hohlkammern im Inneren über ein reduziertes Flächengewicht verfügen. Gewählt wurden zwei Grundformen von 750 Millimetern und 1.500 Millimetern Länge und einer Plattenstärke von 28 Millimetern. Die Museumsfassaden erforderten die Produktion von insgesamt zwanzigtausend Elementen. Ein besonderer optischer Reiz entstand an der schräg angeschnittenen Fassade über dem Haupteingang, wo die Platten dem Gefälle folgen. Möglich machte das ein Schrägschnitt bei den hier eingesetzten Elementen.

www.nbk.de

Kindgerechtes Umfeld

Für Kinder sind Räume gefragt, die eine schnelle und gute Orientierung bieten, aber auch das Gefühl von Schutz und Geborgenheit vermitteln. Das Planungsbüro Ortmann & Möller hat das bei dem Neubau des Kindergartens St. Agnes im niedersächsischen Lastrup zusammen mit dem Brillux-Farbstudio in Hamburg beispielhaft umgesetzt. Damit die Kleinen sich gut zurechtfinden, wurden einzelne Wandflächen mit einem pastelligen Blauton, einem frischen Grünton und einem warmen Nougatton gestaltet. Die Farben markieren die verschiedenen Gruppenräume und den zugehörigen Sanitärbereich. Für strapazier- und reinigungsfähige Flächen wurde das „CreaGlas“-Gewebe (Dessin 2119) in Verbindung mit der Latexfarbe „ELF 992“ von Brillux gewählt. Von Bedeutung für eine hohe Aufenthaltsqualität ist auch der Fußboden, worauf sich die Kinder bei den meisten Spielaktivitäten unmittelbar bewegen. Die Entscheidung fiel hier für den Designboden „Premium 3055“ in Holzoptik, der sozusagen die Basis für die Wohlfühlatmosphäre bildet. Aufgrund der authentischen Oberflächenprägung und des realistischen Begehgeräuschs ist der Belag kaum vom natürlichen Vorbild zu unterscheiden. In puncto Gesundheitsschutz erfüllen die Designböden des Herstellers Anforderungen, die sonst nur für Babyspielzeug und Medizinprodukte gelten.

www.brillux.de

Farbe mal anders

Die Farben der britischen Manufaktur Farrow & Ball besitzen eine außergewöhnliche Tiefe und sind sehr langlebig. Das liegt nicht nur an der traditionellen Handwerkskunst und den hauseigenen Rezepturen: Für die 132 Farbtöne werden ausschließlich Zutaten in höchster Qualität von weltweit ausgewählten Lieferanten verwendet und diese von Hand gemischt. Neben Kaolin, Titandioxid und Wasser sind es vor allem die reichhaltigen Pigmente, wodurch die besondere optische Wirkung erzielt wird. Verwendet wird eine Mischung aus bis zu fünf Pigmenten erster Klasse, die aus Europa, Indien und China stammen. Die Manufaktur stellt außerdem Tapeten her. In Deutschland sind die Produkte in fünf Showrooms sowie im Fachhandel erhältlich.

www.farrow-ball.com

Dreidimensionale Optik

Versetzte Füllungen, scheinbar schwebende Griffe, asymmetrische Vertiefungen: Das sind nur einige Gestaltungsoptionen, die Weru mit seinen „Atris-style“-Haustüren in 3D-Optik eröffnet. Um die Möglichkeiten des individuellen Designs noch zu steigern, ist jedes der 18 Aluminium-Türen-Modelle in rund 200 RAL-Farben erhältlich; darunter auch einige in Metallic-Tönen und matter Struktur. Integrierte Gesteinsapplikationen diverser Schiefer- und Sandsteinarten sowie Beton oder Holz erweitern das Spektrum. Mit einem oder zwei Haustür-Seitenteilen lassen sich auch breitere und damit repräsentative Eingänge zu Wohnhäusern und Gewerbeobjekten konfigurieren. Darüber hinaus werden spezielle Ausstattungspakete in Bezug auf Sicherheit und Komfort angeboten.

Die im Stahlbau verwendeten Fluorpolymer-Beschichtungen eignen sich ebenso gut zur Fassaden-Renovierung.

Langlebige Farbbrillanz

Farbig beschichtete Bauteile an Fassaden verlieren erfahrungsgemäß im Lauf der Jahre an Brillanz und verblassen. Bei intensiven Farbtönen fällt das besonders auf. Häufig ist die Oberfläche zudem fleckig geworden oder punktuell ist der Lack abgeplatzt, sodass diese Stellen zu rosten beginnen. Dann wird es Zeit für eine Renovierung. Dafür bieten sich die üblichen Standard-Baulackierungen an, die auch die Firma BBL Oberflächentechnik GmbH aus Roth in Bayern in ihrem Portfolio hat. Geschäftsführer Robert Lumpi favorisiert allerdings eine Fluorpolymer-Beschichtung: „Der Vorteil besteht in ihrer besonderen UV-Stabilität, die im Vergleich zu einer herkömmlichen Pulverbeschichtung 30-mal höher liegt.“ Auf Farbe und Glanz wird eine zehnjährige Garantie gegeben, die Lebenserwartung wird mit 20 Jahren angesetzt. Letztere Angabe gründet sich vor allem auf die Erfahrungen, die man mit Fluorpolymer-Beschichtungen weltweit seit Jahrzehnten beim Stahlbau macht. Aufgrund ihrer lang anhaltenden Farbbrillanz und des guten Korrosionsschutzes werden sie beispielsweise für Stahlbrücken, Behälter- und Außentankanlagen eingesetzt. Dagegen ist ihre Verwendung an Metallfassaden bislang noch selten. Das liegt auch daran, dass die Ausführung entsprechendes Know-how erfordert und die Beschichtung kostenaufwendiger als eine herkömmliche Baulackierung ist. Doch im Endeffekt überzeugt das Ergebnis – die Bauteile sehen aus wie neu.

Als aktuelles Beispiel führt Robert Lumpi die Behandlung der Aluminium-Fenster eines 1990 erbauten Bürogebäudes in Frankfurt am Main an: „Die Architekten, die sich dieses Haus angesehen haben, glaubten, es handele sich um neue Fenster.“ In diesem Fall hatte die Renovierung rein optische Gründe. Statt des ursprünglichen wasserblauen Farbtons wünschte der neue Eigentümer der Immobilie zur Aufwertung des Erscheinungsbildes außen wie innen die Fenster in Schwarzgrau (RAL-Farbton 7021). Nach einer Standzeit von 25 Jahren war die alte Beschichtung zudem leicht verblasst. Sie wurde zunächst geschliffen, vorbehandelt und anschließend wurde der Fluorpolymerlack aufgespritzt. Damit alle angrenzenden Bereiche und Bauteile, wie Dichtungen, Anschlüsse und Glasscheiben, sauber bleiben und sich nirgendwo Sprühnebel niederschlägt, ist äußerst präzises Arbeiten gefordert. Im Vergleich zum Farbauftrag durch Streichen oder Rollen ermöglicht die Spritztechnologie zudem eine deutlich homogenere Oberfläche. Diese bleibt durch den selbstreinigenden Lotuseffekt der Fluorpolymer-Beschichtung darüber hinaus sauber; auch Graffiti lassen sich leicht entfernen. Neben Metalluntergründen ist die Beschichtung auch auf Kunststoff möglich.

www.bbl-roth.de