Fenster

Elegantes ­Schiebesystem

Die Hydro Building Systems Germany GmbH hat ein neues Versatz-Schiebesystem vorgestellt. „Wicslide 150 PS“ kombiniert die Elemente Fenster und Schiebetür zu einer Hybridlösung. Beim Öffnen macht der Schiebeflügel zuerst einen 6-Millimeter-Versatz nach innen und läuft dann ­parallel vor dem fest stehenden Fensterflügel. Das für großzügige Balkon- und Terrassenverglasungen konzipierte System lässt sich komfortabel bedienen und bietet durch die schlanken Profile eine elegante Optik. Die Profile bestehen aus „Hydro Circal 75R“, einer Legierung mit einem 75-prozentigen Anteil an Alt-Aluminium. Die umlaufende Dichtung und das patentierte Mitteldichtungssystem sorgen für eine Schlagregendichtheit der Klasse E1200. Weitere technische Daten sind: Uw-Wert bei Dreifachverglasung bis zu 0,85 W/m²K, Rw-Schallschutzwert 45 dB, Windlast Klasse 3, Einbruchhemmung Klasse RC2, integrierte Mikro-Lüftung und zahlreiche Farb- und Oberflächendesigns.

www.wicona.de

Holzrahmenbau

Gut eingebettet, sicher abgedichtet

Der Rundbau des Clubhauses No. 10 des Golfparks Bostalsee im nördlichen Saarland fügt sich harmonisch in die Naturlandschaft ein. Den Gebäudekern umschlossen Christina Beaumont und Achim Gergen von CBAG Architekten aus Saarlouis mit einer Veranda, die wie ein räumlicher Filter zur Landschaft wirkt. Die Außenwände sowie ein Teil der Innenwände wurden aus vorgefertigten Holzrahmen erstellt. Der andere Teil der Innenwände besteht aus vorgefertigten Vollholzwänden. Vollholzelemente bilden auch die Grundlage für den Dachaufbau, der sich wie folgt darstellt: Bitumen-Dichtungsbahn (G 200 DD), bituminöse Dampfsperre mit Aluminiumeinlage, EPS-Gefälledämmung und selbstklebende Bitumenbahn als Brandschutzlage. Zur fachgerechten Abdichtung des Flachdachs kam die Dach- und Dichtungsbahn „Evalon“ von Alwitra zum Einsatz. Mit ihrer Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Poly­vinylchlorid (PVC) ist sie für einlagige Abdichtungen bei allen Flachdachbauweisen und Verlegearten geeignet. Ein besonderes Augenmerk legten die Architekten auf die Ausbildung des Dachrandes mit Aluminiumprofilen in RAL 7048 Perlmausgrau, um die markante Form des Gebäudes zu unterstreichen. Das aus Blende, Dachrandprofil und Montagezubehör bestehende System wurde für dieses Objekt von Alwitra individuell geplant und gefertigt. Dank der ebenfalls systemzugehörigen speziellen Einbauteile bietet das Dachrandabschlussprofil eine hohe Überlaufsicherheit, eine sichere Führung, die Linienbefestigung der Dachbahn und einen spannungsfreien Anschluss an die Dachabdichtung.

www.alwitra.de

Lüftung und Dichtung

Lüften und dichten

Mit diesen Bauelementen für Fassaden können Räume natürlich belüftet werden, im Notfall leiten sie aber auch Brandrauch effektiv ab. Die Lösungen für Türen stoppen dagegen seine Weiterleitung.

LAMELLENFENSTER ZUR NATÜRLICHEN LÜFTUNG

Um den hohen energetischen Aufwand für die Klimatisierung von Gebäuden zu senken, rückt die natürliche Lüftung verstärkt in den Fokus. Eine attraktive Lösung, mit der sich Fassaden gleichzeitig akzentuieren lassen, sind Lamellenfenster. Die Produkte der Fieger Lamellenfenster GmbH sind in Serienausführung oder als Individualanfertigung in verschiedenen Farben, Formen und Funktionen erhältlich und eignen sich praktisch für jede Einbausituation: horizontal oder vertikal, transparent,bunt oder blickdicht. Im Vergleich zu konventionellen Fenstern verfügen Lamellenfenster über einen größeren Lüftungsquerschnitt, der einen schnelleren CO2-Austausch bewirkt. Die Fenster sind wahlweise mit einem manuellen, elektronischen oder pneumatischen Antrieb erhältlich. Für mehr Komfort und E‹ffizienz ist ein System zur kontrollierten freien Lüftung verfügbar. Hierbei liefert eine elektrische, sensorgestützte Steuerung genaue Daten zur Raumluftqualität und berücksichtigt Wetter und Temperatur. Elektrische Fensterantriebe stellen einen regelmäßigen Luftwechsel und eine hohe Raumluftqualität zu Tages- und Nachtzeiten sicher. Durch die bedarfsgerechte Zufuhr von frischer Luft werden Wärmeverluste verringert, die durch manuelles Lüften entstehen. Im Brandfall leiten die Lamellenfenster den Rauch schnell und zuverlässig ab und schaff–en durch die Ausnutzung thermischer E–ffekte im betroff–enen Raum eine rauchfreie Schicht als Fluchtweg.

www.fieger-lamellenfenster.de

UNAUFFÄLLIG INTEGRIERT

Heroal bietet für seine Fassadensysteme einen geschosshohen Lüftungsflügel an, der sich durch schmale Ansichtsbreiten von 110 und 190 Millimetern dezent in das äußere Erscheinungsbild einfügt. Sollen Farbakzente gesetzt werden, ist eine Oberflächenbeschichtung möglich. Neben dem umlaufenden Dichtungssystem für beste thermische Werte wurde ein verzughemmender Profilverbund integriert. So lassen sich die Elemente auch bei Geschosshöhen bis zu drei Metern reibungslos öffnen und schließen. Die geringe Öffnungsweite erübrigt eine Absturzsicherung. Der Lüftungsflügel ist mit dem Fassadensystem C 50, dem Türsystem D 72 und dem Schiebesystem S 77 SL kombinierbar.

www.heroal.de

EFFEKTIV NACHRÜSTEN

Viele ältere Gebäude sind mit Feuerschutztüren ausgestattet, die die Ausbreitung von Brandrauch nicht zuverlässig verhindern. Der Hersteller von Dichtungssystemen Athmer hat mit „NADI“ jetzt ein System zur nachträglichen Montage vorgestellt, das den Rauchschutz sicherstellt und gleichzeitig die Schalldämmung der Türen verbessert. Die flexiblen, federnd gelagerten Dichtprofile gleichen eine Verformung des Türblatts von bis zu zehn Millimetern (optional auch bis 14 Millimeter) aus. Um alle gängigen Breiten von ein- und zweiflügeligen Drehtüren ausstatten zu können, kann man aus verschiedenen Sets wählen – sowohl für die Laibungs- als auch für die flächenbündige Montage.

www.athmer-nadi.de

MULTIFUNKTIONALE LÖSUNG

Hörmann bietet eine geprüfte Systemlösung für Durchgänge in öffentlichen Gebäuden an, die Barrierefreiheit ermöglicht, die Nutzung als Fluchtweg sicherstellt und durch die Verglasung eine transparente Gestaltung erlaubt. Dafür wurde die Automatik-Schiebetür „AD 100-X“ mit T30- bzw. T90-Aluminium-Rohrrahmenelementen kombiniert. Im Normal- und Tagesbetrieb sind die Rohrrahmenelemente geöffnet und die Automatik-Schiebetür dient als Fluchtweg. Im Gefahren- und Nachtbetrieb öffnet die Tür automatisch und bleibt im geöffneten Zustand. Im Brandfall schließt die Tür automatisch, kann im Notfall über den Drücker aber auch wieder geöffnet und der Durchgang als Fluchtweg genutzt werden.

www.hoermann.de

DABpraxis

Drei Kuben für Steinkreise

Architektur und Konstruktion des Besucherzentrums für Stonehenge basieren auf Nachhaltigkeit – auch bei der Abdichtung der Flachdächer wurde darauf geachtet.

Mit der Eröffnung des Ende 2013 fertiggestellten Besucherzentrums für die Steinkreise im britischen Stonehenge ging eine lange Diskussions- und Planungsphase zu Ende. Rund 25 Millionen Pfund wurden letztlich investiert, um den Besuchern des Unesco-Weltkulturerbes eine angemessene Anlauf- und Informationsstelle zu bieten. Deren Standort befindet sich abseits des Steinkreises. Dennoch besitzt das Bauwerk nach Plänen des australischen Büros Denton Corker Marshall eine hohe architektonische Eigenständigkeit; gleichzeitig fügt es sich harmonisch in die flache Landschaft ein.

Das Besucherzentrum setzt sich aus drei Kuben zusammen, die ein geschwungenes, auf unregelmäßigen Stützen lagerndes Dach überspannt. Im größten Kubus, den eine Fassade aus vorbewittertem Haselnussholz umgibt, befindet sich ein Ausstellungsbereich. Ihm gegenüber liegt der zweite, gläserne Kubus mit Café, Museumsshop und Lernbereich. Der dritte beherbergt den Kassenbereich; er ist mit Zinkblech verkleidet. Um die gesetzten Anforderungen an Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu erfüllen, wurden die Gebäude in Leichtbauweise errichtet und können jederzeit zurückgebaut werden. Erdwärmesonden, natürliche Belüftung sowie Wasseraufbereitung sind ebenso Teil des Gesamtkonzepts wie umweltfreundliche Baumaterialien.

Für die Abdichtung der Kuben-Dächer sowie für das sie überspannende Dach wurde deshalb auch das Dachabdichtungssystem „Evalastic“ der Alwitra GmbH aus Trier gewählt. Die EPDM-Dachbahn ist frei von jeglichen chlorierten organischen Verbindungen und enthält auch keine Weichmacher. Das ökologische Profil des Materials ist in einer vom Institut für Bauen und Umwelt (IBU) erstellten Umwelt-Produkt-Deklaration (EPD) überprüfbar dokumentiert. Aufgrund der Warmverformbarkeit lässt sich die EPDM-Dachbahn zudem sicher verlegen, was vor allem die Ausführung von Anschlussdetails erleichtert.

Auf dem großen Dach wurde die Abdichtung in der in Großbritannien üblichen Verlegart unmittelbar auf den Mehrschichtholzplatten verklebt. Der Übergang zu den aus Metall bestehenden Auskragungen wurde mit abgekanteten Evalastic-Verbundblechen hergestellt. Aufgrund der vielen Stützen und auf den Dächern installierter haustechnischer Aggregate war das Verlegen der Flachdach-Abdichtung auf den Kuben kompliziert. Damit die Aggregate von unten nicht zu sehen sind, hatte man die Dachebene an den jeweiligen Aufstellorten abgesenkt. Die Höhe der Attika blieb dagegen gleich.

Allerdings musste dafür die Dachabdichtung nicht nur auf den ebenen Flächen, sondern auch an den ungewöhnlich hohen Attiken hochgeführt und befestigt werden. Die Einbindung der zahlreichen Dachstützen erforderte eine handwerkliche Lösung, da hierfür keine passenden Formteile verfügbar waren. Von Vorteil war dabei, dass sich das EPDM-Material mit Heißluft einfach verformen und untereinander verschweißen lässt. So entstand eine Abdichtung von Dachrand zu Dachrand wie aus einem Guss.