Sicht- und Sonnenschutz

Lamellen mit 3D-Effekt

Die neuen Vertical-Waves-Lamellen „Andrea“ des Schweizer Herstellers Silent Gliss setzen durch ihr 3D-Design Sicht- und Sonnenschutz oder Raumteiler optisch in Szene. Der dreidimensionale Effekt wird durch einen Druck sowie einen Präzisions-Lasercut erzeugt, der in dem Polyester-Trevira-CS-Gewebe gegenläufige Wellen erzeugt. Je nach Blickwinkel entsteht so ein wechselvolles Licht- und Schattenspiel. Mögliche Bedienvarianten sind per Kugelkette, Handkurbel oder elektrisch. Bei motorischem Betrieb ist zudem eine Anwendung bei bis zu 53 Grad geneigten Dachschrägen sowie die Steuerung per Smartphone, Tablet oder PC via App möglich. Das Lamellengewebe ist flammenhemmend, Ökotex-zertifiziert und in einem breiten RAL-Farben-Spektrum verfügbar.

www.silentgliss.de

Feinsteinzeug

Fliesen in ­Glasoptik

Glas und Keramik bestehen aus ähnlichen Rohstoffen; auch die Produktionsprozesse gleichen sich. Die Technologien und Materialien hat der italienische Fliesenhersteller Ceramiche Refin detaillierter erforscht und jetzt das Ergebnis auf den Markt gebracht: die Kollektion „Ceramica Vetri“. Die Feinsteinzeugfliesen in Glasoptik zeichnen sich durch eine glänzende, reflektierende Oberfläche mit einer besonderen Tiefenwirkung aus. Es sind sieben Varianten in pastelligen Tönen verfügbar, die die Farben des Meeres und der Natur aufgreifen. Angeboten werden die Fliesen in vielen verschiedenen Formaten und Größen bis hin zu Abmessungen von 120 mal 278 Zentimetern.

www.refin-fliesen.de

Aluminium

Designstarke Türzarge

Die italienischen Designer Francesco Valentini und Lorenzo Ponzelli haben für Eclisse eine Kollektion aus Zarge, Türblatt und Türdrücker kreiert, wobei die Tür selbst zum Designobjekt avanciert. Auf einer Seite kommen Tür und Wand ohne Verkleidung und Zierleisten aus und verschmelzen so vollständig miteinander. Beide können mit der gleichen Farbe gestrichen oder tapeziert werden. Die andere Seite präsentiert sich dagegen ganz anders. Die Türzarge ist um 40 Grad abgeschrägt, was eine portalartige Optik bewirkt. Die Türzarge der „Eclisse 40 Collection“ ist durchgängig aus Aluminium mit veredelten Oberflächen (Eloxal) gefertigt. Es stehen drei Ausführungen zur Auswahl: Bronze hell, Bronze dunkel und Bronze graphit. Farblich dazu passend ist ein aus einem einzigen Messingbarren hergestellter Türdrücker erhältlich. Das Türblatt ist 45 Millimeter stark, besitzt einen umlaufenden Rahmen aus Massivholz und wird in verschiedenen Ausführungen angeboten.

www.eclisse.de

Beschläge

STECKGRIFFE FÜR INNENTÜREN

Nach der Einführung von Steckgriffen für Holz- und Metallfenster im letzten Jahr hat FSB jetzt auch Steckgriffe für Innentüren im Programm. Fenster und Türen können somit einheitlich gestaltet werden, was laut Hersteller einzigartig auf dem Markt sein soll. Konzipiert ist das Sortiment für Objekte mit anspruchsvollem Design. Optisch zeichnen sich die Steckgriffe durch eine fein abschließende und auf ein Minimum reduzierte Rosette aus. Ihr Durchmesser beträgt 30 Millimeter, die Bauhöhe zwei Millimeter. Mit einer Palette von insgesamt 40 verschiedenen Designs in vier Metallarten – Aluminium, Edelstahl, Messing und Bronze – ist zudem eine variantenreiche Auswahl gegeben. Die Steckgriffe eignen sich für Türstärken von 39 bis 48 Millimeter und sind mit 53 Türdrücker-Modellen kombinierbar.

www.fsb.de

Entwässerung

SPEZIAL-­LACKIERUNG

Seit März dieses Jahres bietet Prefa die Oberflächenbeschichtung P10 auch für sein Entwässerungssystem in den Farben Anthrazit, Hellgrau und Braun an. Dachrinnen und Co. können somit in puncto Farbe, Haptik und Struktur auf die Dach- und Fassadensysteme abgestimmt werden. Bei P10 handelt es sich um eine optisch matte Lackierung, deren besondere Qualität sich nur unter dem Mikroskop zeigt: Eine Faltenstruktur im Lack sorgt für unzählige Kleinstreflexionen und Farbechtheit. In bis zu 20 Bearbeitungsstufen wird das Entwässerungssystem im Coil-Coating-Verfahren zweischichtig einbrennlackiert. Dadurch ist die Oberfläche temperatur- und witterungsbeständig, verformbar und rostsicher, auch an versteckten, nicht sichtbaren Stellen. Auf die Farbechtheit gibt der Hersteller eine Garantie von 40 Jahren.

www.prefa.de

 

Armaturen

SPARSAME STRAHLENKUNST

Die Serie „Designo Style“ von Hansa eröffnet durch ihr breites Einsatzspektrum viele Möglichkeiten bei der Badgestaltung. Vor allem aber avancieren die Armaturen durch ihr fließendes Design zum Lifestyle-Objekt, hohe Funktionalität eingeschlossen. Ob seitlich oder von oben, berührungslos oder manuell bedienbar – alle Modelle sind nutzerfreundlich im Handling und sparsam im Wasserverbrauch. Der Anspruch des Herstellers, Optik mit Nachhaltigkeit zu verknüpfen, zeigt sich bei der berührungslosen Armatur in Roségold mit dem „Mikado-Strahl“ besonders deutlich. Neben der extravaganten Farbgebung ist auch das außergewöhnliche Strahlbild beim Händewaschen ein Blickfang. Der Wasserfluss ist in viele einzelne ineinander verschränkte Strahlen aufgeteilt. Das wirkt nicht nur sehr filigran, es werden vor allem nur zwei Liter Wasser pro Minute verbraucht. Alle berührungslosen Armaturen dieser Serie lassen sich auch via App steuern, zum Beispiel, um den Reinigungsmodus zu aktivieren, den Batteriestatus abzufragen oder einen automatischen Spülplan zu erstellen.

www.hansa.com

Bad-Design

SCHWARZ, WEISS, MATT

Kaldewei bietet schon seit längerer Zeit zusätzlich zu den gängigen Sanitärfarben mit der „Coordinated Colours Collection“ auch zwölf Mattfarben für seine bodenebenen Duschflächen und Badewannen aus Stahl-Emaille an. Die Palette umfasst Farbtöne, die auf die aktuellen Fliesentrends abgestimmt und untereinander gut kombinierbar sind. Jetzt sind auch nahezu alle Waschtisch-Varianten in acht dieser Mattfarben erhältlich. Ausgewählt wurden neben dem Klassiker Alpinweiß verschiedene Grau- und Creme-Töne sowie unterschiedliche Schwarzabstufungen, darunter zum Beispiel ein edles Lavaschwarz. Die erweiterte Farbwelt ermöglicht es nun, Duschfläche, Badewanne und Waschtisch aufeinander abzustimmen, Wand- und Bodenfliesen harmonisch anzupassen oder mit Kontrasten Akzente zu setzen.

www.kaldewei.de

Bad-Design

Auf den Punkt gebracht

Das Sanitärunternehmen Viega hat seine Vorwandsysteme fürs Bad radikal vereinfacht –
eine Mammutaufgabe, bei der die Industriedesigner von Artefakt von Anfang an dabei waren

Von Ulrike Meywald

Die Ausgangslage war ein über Jahrzehnte gewachsenes Sortiment aus vier Vorwandsystemen mit jeweils 13 Spülkastenvarianten. Klaus Arens, Leiter Produktmanagement bei Viega: „Es galt die Technik so zu vereinheitlichen, dass eine weltweit einsetzbare Spülkasten- und Urinal-Plattform entsteht.“ Für den Geschäftsführer von Artefakt, Achim Pohl, kommt dieser Schritt dem Wechsel vom Verbrennungs- zum Elektromotor gleich. Die Industriedesigner waren mit der Entwicklung der für den Nutzer sichtbaren Betätigungsplatten beauftragt. Sie empfanden diese Aufgabe als einmalige Möglichkeit, ein straffes Designportfolio zu kreieren, das verschiedene Nutzergruppen anspricht. Dabei sollten die Betätigungsplatten Innovationen aufweisen, wie etwa berührungslose Bedienung mit Lichtleitsystem, besondere Haptik oder Formen. Artefakt war dazu bereits in die Erarbeitung der strategischen Zielsetzungen mit Marketing und Konstruktion von Viega eingebunden. Achim Pohl: „Jeder im Team hatte auf seinem Gebiet die Entscheidungsmajorität und es ging darum, gemeinsam den bestmöglichen Kompromiss zu finden.“

Weniger ist mehr

Wie aber findet man eine Technologie, die allen Normen gerecht wird? Klaus Arens: „Alle Normen auf den Tisch und dann Synergien und Abhängigkeiten aufzeigen. Durch das Denken als Plattform Produkte mit hoher Universalität kreieren und die Komplexität des Sortiments ohne Einschränkungen in der Anwendung reduzieren.“ So gibt es jetzt nur noch drei Vorwandanwendungen für den Trocken- und Nassbau und nur noch einen ­Spülkasten namens „Prevista“. Je nach gewünschter Komfortstufe wird diese technische Montageeinheit modular ausgebaut. Insbesondere die Nutzung als elektrisch gesteuerte Systemeinheit eröffnet Möglichkeiten für die digitale Zukunft im Haus.

In die Entwicklung waren von Beginn an auch die Verarbeiter durch wiederholte Mustermontagen eingebunden. Gewohnte Abläufe wurden beibehalten oder optimiert. Zusammen mit Artefakt wurde so ein Farbleitsystem für die technische Montageeinheit geschaffen. Teile, die bei der Montage bewegt, eingestellt oder skaliert werden, sind gelb, fest stehende Elemente dunkelgrau. Das ist intuitiv und reduziert innerhalb der Handwerksunternehmen den Erklärungsbedarf sowie die Fehlerquote auf der Baustelle. Außerdem erleichtert es nicht zuletzt die Arbeit des Bauleiters.

Klein, aber fein

Die optische Schnittstelle der Vorwandsysteme zum Nutzer sind die Betätigungsplatten. Sie schrumpften durch den Technologiewechsel auf die Größe von nur noch 220 mal 130 Millimetern. Das Portfolio dieser Platten sollte so aufgebaut sein, dass jeder sein favorisiertes Produkt auf Anhieb findet. Achim Pohl: „Unsere Designphilosophie lautet ‚reduce to identity‘. Wir definieren zunächst die Lebenswelt der Nutzer. Sind sie eher design-, funktions- oder preisorientiert? Dementsprechend entwickeln wir Produkte, deren individuelle Persönlichkeit diesen Nutzerkreis optimal anspricht.“ Hilfreich ist dabei eine Visualisierung, die auf einen Blick die gestalterische Differenzierung nach Preisniveau und Designrichtung zeigt. Günstige Produkte sind eher funktionsorientiert, während Produkte des gehobenen Segmentes trenddefinierend ausgerichtet sind. Hier differenziert Artefakt zwischen emotionaler und rationaler Gestaltung.

Nachdem in den letzten Jahren rationale Produktgestaltungen den Markt dominierten, setzen die Designer jetzt ergänzend auf die emotionale Seite. Solche Produkte besitzen mehr Weichheit, eine besondere Haptik, warme Materialien und Farben oder dezent eingesetzte Lichtelemente, die etwa im Dunkeln dem Nutzer Orientierung geben, sobald er sich nähert. Dieses Konzept spiegelt sich vor allem in der Visign-for-More-Serie wider, die unter anderem Betätigungsplatten mit sanft gerundeten Ecken, beleuchteten Einbaurahmen und Oberflächen in edlen Materialien und Farbtönen enthält.

Ulrike Meywald ist freiberufliche Baufachjournalistin in Münster

Türstation

Digitales Multitalent

Der neue, zehn Zoll große berührungsempfindliche Bildschirm „Touch 10“ von Siedle lässt sich in Türstationen der Designlinie „Steel“ integrieren oder frei verbauen – zum Beispiel in der Fassade oder Türblende. Monitor, ­Kamera und Türlautsprecher können dabei unabhängig voneinander platziert werden. Die Kamera kann somit stets ein optimales Bild vom Eingangsbereich erfassen. Der im Hoch- und Quer­format erhältliche Touchscreen ist zudem in hohem Maße individualisierbar: Unter anderem sind besonders große Ruftasten und die freie Gestaltung des Startbildschirms möglich, die Infoflächen lassen sich ebenfalls mit Text und Bild oder Video belegen. Das Interface ist für bis zu 2.000 Teilnehmer ausgelegt, besitzt eine schnelle Suchfunktion, und ein Codeschloss mit rotierendem Zahlenblock gewährleistet eine hohe Sicherheit in der Zutrittskontrolle.

www.siedle.de

Schalterprogramm

Runde Sache

Das von Designer Piero Lissoni neu eingerichtete Luxushotel Roomers in Baden-Baden verkörpert den Mailänder Minimalismus bis ins Detail: Warme Naturtöne, hochwertige Materialien und sanftes Licht verleihen den Räumen eine coole Eleganz. Die vom Bauhaus inspirierten Schalter der Berker-Serie 1930 zeigen hier einmal mehr, wie das klassische runde Design der Drehschalter, Taster und Steckdosen mit dem klar konzipierten Interieur harmoniert. In der Manufaktur von Hager ­wurden die Rahmen speziell für das Hotel mit Funktionssymbolen bedruckt. Eine weitere Sonder­lösung ist die Farbe der braunen Drehknöpfe an den gelben Nachttischkästchen, die eine Abstimmung auf ihren Untergrund erfahren haben. USB-Ladedosen der Serie „Integro Flow“ ergänzen die Elektroinstallation.

Stehen in den 130 Zimmern und Suiten die Ästhetik und der Gleichklang des gestalterischen Konzepts im Vordergrund, braucht es in den Funktions­räumen, über die beispielsweise der Spa-Bereich, der Infinity-Pool und die Rooftop-Bar versorgt werden, robuste Schalterlösungen. Hier kommt die für Feuchträume konzipierte Schalterserie „W.1“ zum Einsatz, deren Gehäuse, Wippen und Klappdeckel sogar Strahlwasser widerstehen. In der Tiefgarage ermöglicht die per RFID-Karte freischaltbare Ladestation „witty.park“ von Hager, zwei Elektroautos gleichzeitig
zu laden.

www.hager.de

 

Elektronische Beschläge

Die zwei neuen elektronischen Beschläge von Dormakaba sind elegant im Design und bieten vielfältige Funktionen. Der „c-lever pro“ ist für Außentüren oder Türen mit erhöhtem Sicherheitsanspruch konzipiert; neben Einbruch- und Brandschutz eignet er sich für Flucht- und Rettungswege. Mit dem „c-lever compact“ können Innentüren zum Beispiel in Bürogebäuden kabellos ausgestattet werden. Weitere Eigenschaften sind: einfache Montage mit nur zwei Schrauben und schnelles Umrüsten mechanischer Drückergarnituren.