Dachdeckung

Zentrum für Leben im Alter in Frankfurt am Main

Eine Besonderheit des Aja-Textor-Goethe-Hauses, eines 1985 erbauten Zentrums für Lebensgestaltung im Alter, ist die außergewöhnliche Geometrie seines Daches. Die Konstruktion erstreckt sich über drei Etagen und ist durch unterschiedliche Dachneigungen von nur wenigen Graden bis hin zu steilen Flächen bei den Geschossübergängen geprägt. Außerdem ist die Fläche von rund 200 Dachfenstern und diversen Lamellenlüftern durchdrungen. Nach etwa 35 Jahren der Nutzung erforderten die hohen Instandhaltungskosten aufgrund der immer wiederkehrenden Reparaturen an der alten Bitumenabdichtung eine grundlegende Sanierung. Mit dem neuen Aluminium-Dach aus Prefalz im Doppelstehfalzsystem und den Dachschindeln von Prefa wurde das Gebäude nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch energetisch zeitgemäß aufgerüstet. Gleichzeitig wurde das komplette Obergeschoss mit seinen zahlreichen Appartements in unterschiedlichen Größen und Grundrissen neu gestaltet. Da der Umbau nur im laufenden Betrieb des Altenpflegezentrums und unter Berücksichtigung der Witterung erfolgen konnte, betrug die Bauzeit zwei Jahre. Unter diesen Umständen arbeiteten der Architekt Andreas Geipel vom Planungsbüro BauAtelier, der Leiter der Anwendungstechnik bei Prefa Konrad Hanf und das Team um Geschäftsführer Christian Müller vom Klempner-Fachbetrieb Ruhland sehr eng zusammen.

Die Unterkonstruktion wurde bis auf die Sparren entfernt und durch einen zeitgemäßen Dachaufbau inklusive einer Hinterlüftungsebene mit Querlüftung, einer Rauspundschalung und der Trennlage als Montageebene für die Dachdeckung ersetzt. Erschwerend bei Planung und Ausführung wirkten sich hierbei die komplizierte Geometrie und die Einbindung der vielen Dachflächenfenster und Durchdringungen aus. Andreas Geipel: „Durch die Kombination der unterschiedlichen Strukturen von Prefalz und den Prefa-Dachschindeln in der leicht marmorierten Farbe P.10 Steingrau ist es uns jedoch gelungen, die Form der organischen Architektur des Dachs über eine Fläche von mehr als 4.300 Quadratmetern hervorzuheben. Selbst kleine, verwinkelte Stellen ließen sich auf diese Weise in einer schönen Optik eindecken.“ Für die Ableitung der enormen Wassermassen, die bei starken Regenfällen entstehen, wurde im Vorfeld ein eigenes Konzept entwickelt, das sich auch auf die Anordnung der Scharen auswirkte. Das Wasser der oberen Dachflächen wird korrekt auf die untere Hauptrinne zugeleitet, die aus einem zwei Millimeter dicken Aluminiumblech gefertigt wurde und eine dauerhafte Dichtheit garantiert.

www.prefa.de

Dielensysteme

Zertifiziert als harte Bedachung

Die beiden Dielensysteme für Terrassen „Character Massive“ und „Majestic Massive“ des Herstellers Deceuninck haben das Prüfverfahren der EU-Norm DIN EN 13501-5 als harte Bedachung durchlaufen und sind jetzt Broof-(t-1)-zertifiziert. Somit sind sie widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme. Die Prüfung erfolgt, indem Holzwolle (600 Gramm) in einem Drahtkorb entzündet wird, der auf einem geneigten Probedach (250 x 210 Zentimeter) steht. Die Prüfer werten während und nach dem Abbrand der Holzwolle aus, ob die verschiedenen Kriterien wie die Begrenzung der zerstörten Oberfläche, kein Durchbrand, keine herabfallenden glimmenden oder brennenden Teile erfüllt sind. Beide Systeme verfügen über Unterkonstruktionen aus Aluminium, die bereits ab einer Gesamtaufbauhöhe von sieben Zentimetern erhältlich sind. Die Designauswahl umfasst sechs Naturfarben mit je drei verschiedenen Oberflächen – von glatt über fein strukturiert bis grob geriffelt. Die Rutschfestigkeit, Splitter- und Spaltfreiheit bleibt davon unberührt.

www.deceuninck.de

Effektlack

Struktur wie ­Libellenflügel

Der österreichische Hersteller von Metallsystemen für Dach, Wand und Fassade Domico bietet mit „Wave“ eine PVDF-Effektlack-Beschichtung an, deren Oberflächenstruktur Libellenflügeln ähnelt. Unter Sonneneinstrahlung wird durch die Lichtstreuung ein dreidimensionaler und horizontal ausgerichteter Hologramm-Effekt erzeugt. Je nach Betrachtungswinkel variiert der Helligkeitsgrad der Oberfläche. Die Wave-Beschichtung kann in Weiß und Schwarz bei den Fassadensystemen „Planum“ und „Swing“ des Herstellers ausgeführt werden. Ihr Glanzgrad liegt bei 40 Prozent, die Gesamtdicke des mehrschichtigen Aufbaus beträgt 40 Mikrometer. Bei einer PVDF-Beschichtung handelt es sich um eine High-Performance-Lackierung auf der Basis von Polyvinylidenfluorid.

www.domico.at

Sicherheit

Schutz gegen Durchsturz

Der neue Dachsturzschutz „esserprotect“ von Essertec eignet sich für zahlreiche Formen und Materialien von Aufsatzkränzen. Daher kann er auch nachträglich in nahezu alle auf dem Markt befindlichen Lichtkuppeln und Rauchabzüge eingebaut werden. Der Durchsturzschutz besteht aus stabilen, korrosionsgeschützten Rundstäben und ist entsprechend den hohen Anforderungen an die Sicherheit auf Flachdächern nach GS-Bau-18 zertifiziert. Im Gegensatz zu dem Vorgängermodell des Herstellers, bei dem statt Rundstäben Bleche verwendet wurden, verstärken die Rundstäbe bei esserprotect auch die aerodynamische Wirksamkeit bei Rauchabzügen. Im Brandfall kann der Rauch schneller abziehen. Neben dem Standardgitter sind auch Sondergrößen ab Werk verfügbar.

www.essertec.de 

Dachentwässerung

Neue Farben für Entwässerung

Prefa bietet sein Dachentwässerungssystem in P.10-Lackqualität neben Ausführungen in Anthrazit, Braun und Hellgrau zusätzlich in Nussbraun, Schwarz, Prefaweiß und Dunkelgrau an. Alle Dach-, Fassaden- und Zubehörprodukte sind somit jetzt farblich passend zueinander verfügbar. So lassen sich Ton-in-Ton-Lösungen oder farblich akzentuierte Gestaltungen umsetzen. Auf Material und Farbe der P.10-Lackierung gewährt der Hersteller 40 Jahre Garantie. Die seidenmatte Beschichtung ist UV-, farb- und witterungsbeständig. Außerdem wurden die Länge der Ablaufrohre auf 2,95 Meter sowie die Materialstärke auf 1,6 Millimeter erhöht. Das stärkere Material sorgt für mehr Widerstandsfähigkeit, zum Beispiel bei angelehnten Fahrrädern.

www.prefa.de

Dachintegriert

Photovoltaik für S-Pfanne

Nelskamp hat die Produktpalette seiner dachintegrierten Photovoltaiksysteme um das S-Pfannen-PV-Modul erweitert. Die S-Pfanne ist ein symmetrisch geschwungener Betondachstein, dessen abgerundete Schnittkanten die Optik unterstreichen und zugleich die Sturmsicherheit erhöhen. Das PV-Modul ist mit einer integrierten Aufhängenase und einer beidseitigen Seitenverfalzung ausgestattet, sodass es mit der Dachdeckung eine Einheit bildet. Durch seine 1,5-Meter-Deckbreite eignet es sich zudem für kleinere Flächen, wie bei Walm- und Zeltdächern. Für eine effektive Nutzung der Sonnenenergie werden hocheffiziente monokristalline Solarzellen verwendet. Auf das PV-Modul gibt der Hersteller eine Produktgarantie von zehn Jahren sowie eine Garantie auf die Leistung: zehn Jahre auf 90 Prozent der Nennleistung und 25 Jahre auf 80 Prozent der Nennleistung.

www.nelskamp.de

Dachdeckung

Schiefer für ­jedermann

Mit der neuen Schiefer-Systemdeckung hat Rathscheck eine schnelle, preiswerte und leicht verlegbare Einfachdeckung vorgestellt. Statt mit den üblichen Dachlatten lässt sich hierbei mithilfe von Metallprofilen, wasserführenden Verbindungselementen und integrierten Klammern eine Rechteckdeckung regen- und sturmsicher ausführen. Bei annähernd gleicher Optik wird der Materialbedarf dadurch fast halbiert. Die Rechteckschiefer sind in den Größen 40 mal 40, 40 mal 30 und 40 mal 25 Zentimeter verfügbar, die Regeldachneigung beträgt 25 Grad. Passend zur neuen Deckart wird auch eine Solarlösung mit jeweils 120 Zentimeter langen und 40 Zentimeter hohen Elementen angeboten, die frei planbar in die Dachfläche integrierbar ist.

www.rathscheck.de

Dachfenster

Schiebesystem fürs Schrägdach

Das auf Metallbearbeitung spezialisierte Unternehmen Hacksteiner-Metall aus Salzburg bietet mit „AXAAR“ ein großflächiges Fenster-Schiebesystem für geneigte Flächen an. Es eignet sich vorzugsweise für Dachgeschossausbauten, wobei bereits ab einer Dachneigung von zehn Grad der Einbau auch horizontal erfolgen kann – zum Beispiel als Ausstieg bei Flachdächern oder Überdachungen von Wohnräumen, Lichthöfen und Wintergärten. Die Qualität der individuell gefertigten Elemente ist vom ift Rosenheim geprüft und erfüllt auch denkmalpflegerische Auflagen, wie die Flächenbündigkeit mit der Dachhaut. Die maximale Isolierglasdicke beträgt 52 Millimeter, wodurch ein Ug-Wert von bis zu 0,5 W/m2K erreichbar ist. Je nach Bedarf kann die Bedienung manuell oder elektrisch erfolgen.

www.hacksteiner-metall.at

Abdichtung

Gradierwerk in Kevelaer

Schon 1992 entdeckte man im Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein bei Bohrungen eine Solequelle. Doch erst zwei Jahrzehnte später entwickelte die Stadt ein Konzept für die Nutzung des salzhaltigen Wassers. Galt es doch, die traditionsreiche Wallfahrt mit einem sich ständig verändernden Reiseverhalten und einer klassischen Kuranwendung zu verbinden. Entstanden ist der Pilger- und Solepark „St. Jakob“, dessen Zentrum ein Gradierwerk bildet. Architekt Peter Grund von der Architektengemeinschaft Groger Grund Schmidt aus Kassel orientierte sich bei seinem Entwurf an der Form einer Jakobsmuschel. Ein Gradierwerk besteht aus dem Solerückhaltebecken, dem bedornten Holzbauwerk, den Dächern, zwei Holztürmen und der Soletechnik. Da das Wissen über Gradierwerke kaum verschriftlicht ist und es immer weniger Fachleute gibt, die sich damit auskennen, sind Planung und Ausführung eine Herausforderung. Peter Grund ist mittlerweile auf Gradierwerke spezialisiert und hat schon mehrere geplant, „doch der Lernprozess hört nicht auf. Etwa zwei Jahre bin ich herumgereist, habe die Bauweise studiert und Berater angeworben, bevor ich mich getraut habe, das erste Gradierwerk im Jahr 2008 zu planen.“ Die mit Salz angereicherte Luft, die ein Gradierwerk umgibt, verlangt meerwasserbeständige Materialien. So wurde bei den Solerückhaltebecken auf eine ausreichende Betondeckung der Bewehrung geachtet und zusätzlich eine Beschichtung aufgetragen. Holz ist an sich robust gegenüber salzhaltiger Luft und wird dadurch eher noch besser konserviert. Bei den fünf aneinandergereihten Satteldachflächen und den Holztürmen entschied sich der Architekt wieder für das Dachabdichtungssystem „Evalon“ von Alwitra, das er aufgrund der Zusage des Herstellers für eine dauerhafte Seewasserbeständigkeit bereits bei der Sanierung eines anderen Gradierwerkes eingesetzt hatte. In Kevelaer kam die Variante „Evalon dual“ zum Einsatz. Diese Dachabdichtungsbahn verfügt neben der Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) auf der Ober- und Unterseite über eine mittige Verstärkung. Dadurch entsprach sie dem geforderten Anspruch auf eine mechanisch befestigte Verlegung. Für den Dachrandabschluss wurden passend gekantete rostfreie Edelstahl-Verbundbleche des Herstellers verwendet.

www.alwitra.de

Fassade und Dach

Von Ginstergelb bis Pastelltürkis

Die Planer von hammeskrause architekten sind neue Wege gegangen, um für zwei Schulen im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eine Mensa zu gestalten. Nachdem die Form des Baukörpers gefunden war, entwickelten sie gemeinsam mit den Schülern eine kunterbunte Hülle. Ziel dieser Herangehensweise war es, dass sich die Schüler der unterschiedlich ausgerichteten Einrichtungen mit dem Projekt identifizieren sollten. Projektleiter Joep Kuys: „Wir wollten ein Campusherz gestalten, das für alle Schüler schlägt.“

Das gesamte Areal prägten bis dahin zwei Schulgebäude aus den 1960er-Jahren mit viel Beton und einem Flachdach. Dem setzten die Architekten mit der Wahl eines Satteldaches für den Mensaneubau eine konträre Gestaltung entgegen. Um dies noch stärker hervorzuheben, sollte die äußere Hülle vom Boden bis zum First wie mit einer Haut bekleidet wirken. Gewählt wurde hierfür die Aluminium-Dachraute im Format 44 mal 44 Zentimeter von Prefa. Die farbliche Gestaltung der Rauten wurde gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Die vier Gruppen, bestehend aus zwölf Schülern beider Schulen, präsentierten nach sechs Workshops ihre Konzepte: „Zirkuszelt“, „Blumenwiese“, „Picknickdecke“ und „Tuned by letters“. Dabei legte das Architekturbüro viel Wert darauf, dass die Schüler ihre Arbeiten auch untereinander diskutierten, sodass Elemente der verschiedenen Entwürfe miteinander verschmolzen. „Das Partizipative gelingt selten bei Großprojekten, umso mehr freut es uns, dass wir hier den Weg miteinander gehen durften“, resümiert Architekt Nils Krause. Die Rauten wurden schließlich in den Sonderfarben Ginstergelb, Karminrot, Normminzgrün und Pastelltürkis hergestellt und vom Handwerksbetrieb Altvater aus dem baden-württembergischen Nufringen strikt nach Plan verlegt. Die praktische Umsetzung ihrer Ideen wurde in den Pausen stets von den Kindern verfolgt.

www.prefa.de

Membran

Solar-carport

Der Hersteller von Sonnenschutzsystemen und Membrankonstruktionen MDT-tex lässt mit dem neuen Solarcarport Sonnenschutz, Energiegewinnung und Regenwassermanagement in einem designorientierten Produkt verschmelzen. Die tulpenförmige Konstruktion mit einem zentralen oder asymmetrischen Mast spendet mit einer Spannweite von 5,3 Metern nicht nur viel Schatten, sondern sie produziert zugleich mithilfe von bis zu 15 Solarpaneelen Strom für die E-Mobilität. Neben der direkten Aufladung kann die Energie auch gespeichert oder ins Netz eingespeist werden. Aufgrund der quadratischen Form lassen sich die Solarcarports in einer linearen Gruppenkonfiguration nahtlos aneinanderreihen, was eine großflächige Belegung erlaubt. Die Entwässerung erfolgt durch die Masten, wobei das Regenwasser gefiltert und in einer Zisterne gesammelt wird. Alternativ ist die Einleitung in eine Drainage möglich. Neben dem Kauf wird auch Leasing angeboten.

www.mdt-tex.com