Dachdeckung

Schiefer für ­jedermann

Mit der neuen Schiefer-Systemdeckung hat Rathscheck eine schnelle, preiswerte und leicht verlegbare Einfachdeckung vorgestellt. Statt mit den üblichen Dachlatten lässt sich hierbei mithilfe von Metallprofilen, wasserführenden Verbindungselementen und integrierten Klammern eine Rechteckdeckung regen- und sturmsicher ausführen. Bei annähernd gleicher Optik wird der Materialbedarf dadurch fast halbiert. Die Rechteckschiefer sind in den Größen 40 mal 40, 40 mal 30 und 40 mal 25 Zentimeter verfügbar, die Regeldachneigung beträgt 25 Grad. Passend zur neuen Deckart wird auch eine Solarlösung mit jeweils 120 Zentimeter langen und 40 Zentimeter hohen Elementen angeboten, die frei planbar in die Dachfläche integrierbar ist.

www.rathscheck.de

Dachfenster

Schiebesystem fürs Schrägdach

Das auf Metallbearbeitung spezialisierte Unternehmen Hacksteiner-Metall aus Salzburg bietet mit „AXAAR“ ein großflächiges Fenster-Schiebesystem für geneigte Flächen an. Es eignet sich vorzugsweise für Dachgeschossausbauten, wobei bereits ab einer Dachneigung von zehn Grad der Einbau auch horizontal erfolgen kann – zum Beispiel als Ausstieg bei Flachdächern oder Überdachungen von Wohnräumen, Lichthöfen und Wintergärten. Die Qualität der individuell gefertigten Elemente ist vom ift Rosenheim geprüft und erfüllt auch denkmalpflegerische Auflagen, wie die Flächenbündigkeit mit der Dachhaut. Die maximale Isolierglasdicke beträgt 52 Millimeter, wodurch ein Ug-Wert von bis zu 0,5 W/m2K erreichbar ist. Je nach Bedarf kann die Bedienung manuell oder elektrisch erfolgen.

www.hacksteiner-metall.at

Abdichtung

Gradierwerk in Kevelaer

Schon 1992 entdeckte man im Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein bei Bohrungen eine Solequelle. Doch erst zwei Jahrzehnte später entwickelte die Stadt ein Konzept für die Nutzung des salzhaltigen Wassers. Galt es doch, die traditionsreiche Wallfahrt mit einem sich ständig verändernden Reiseverhalten und einer klassischen Kuranwendung zu verbinden. Entstanden ist der Pilger- und Solepark „St. Jakob“, dessen Zentrum ein Gradierwerk bildet. Architekt Peter Grund von der Architektengemeinschaft Groger Grund Schmidt aus Kassel orientierte sich bei seinem Entwurf an der Form einer Jakobsmuschel. Ein Gradierwerk besteht aus dem Solerückhaltebecken, dem bedornten Holzbauwerk, den Dächern, zwei Holztürmen und der Soletechnik. Da das Wissen über Gradierwerke kaum verschriftlicht ist und es immer weniger Fachleute gibt, die sich damit auskennen, sind Planung und Ausführung eine Herausforderung. Peter Grund ist mittlerweile auf Gradierwerke spezialisiert und hat schon mehrere geplant, „doch der Lernprozess hört nicht auf. Etwa zwei Jahre bin ich herumgereist, habe die Bauweise studiert und Berater angeworben, bevor ich mich getraut habe, das erste Gradierwerk im Jahr 2008 zu planen.“ Die mit Salz angereicherte Luft, die ein Gradierwerk umgibt, verlangt meerwasserbeständige Materialien. So wurde bei den Solerückhaltebecken auf eine ausreichende Betondeckung der Bewehrung geachtet und zusätzlich eine Beschichtung aufgetragen. Holz ist an sich robust gegenüber salzhaltiger Luft und wird dadurch eher noch besser konserviert. Bei den fünf aneinandergereihten Satteldachflächen und den Holztürmen entschied sich der Architekt wieder für das Dachabdichtungssystem „Evalon“ von Alwitra, das er aufgrund der Zusage des Herstellers für eine dauerhafte Seewasserbeständigkeit bereits bei der Sanierung eines anderen Gradierwerkes eingesetzt hatte. In Kevelaer kam die Variante „Evalon dual“ zum Einsatz. Diese Dachabdichtungsbahn verfügt neben der Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) auf der Ober- und Unterseite über eine mittige Verstärkung. Dadurch entsprach sie dem geforderten Anspruch auf eine mechanisch befestigte Verlegung. Für den Dachrandabschluss wurden passend gekantete rostfreie Edelstahl-Verbundbleche des Herstellers verwendet.

www.alwitra.de

Fassade und Dach

Von Ginstergelb bis Pastelltürkis

Die Planer von hammeskrause architekten sind neue Wege gegangen, um für zwei Schulen im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eine Mensa zu gestalten. Nachdem die Form des Baukörpers gefunden war, entwickelten sie gemeinsam mit den Schülern eine kunterbunte Hülle. Ziel dieser Herangehensweise war es, dass sich die Schüler der unterschiedlich ausgerichteten Einrichtungen mit dem Projekt identifizieren sollten. Projektleiter Joep Kuys: „Wir wollten ein Campusherz gestalten, das für alle Schüler schlägt.“

Das gesamte Areal prägten bis dahin zwei Schulgebäude aus den 1960er-Jahren mit viel Beton und einem Flachdach. Dem setzten die Architekten mit der Wahl eines Satteldaches für den Mensaneubau eine konträre Gestaltung entgegen. Um dies noch stärker hervorzuheben, sollte die äußere Hülle vom Boden bis zum First wie mit einer Haut bekleidet wirken. Gewählt wurde hierfür die Aluminium-Dachraute im Format 44 mal 44 Zentimeter von Prefa. Die farbliche Gestaltung der Rauten wurde gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Die vier Gruppen, bestehend aus zwölf Schülern beider Schulen, präsentierten nach sechs Workshops ihre Konzepte: „Zirkuszelt“, „Blumenwiese“, „Picknickdecke“ und „Tuned by letters“. Dabei legte das Architekturbüro viel Wert darauf, dass die Schüler ihre Arbeiten auch untereinander diskutierten, sodass Elemente der verschiedenen Entwürfe miteinander verschmolzen. „Das Partizipative gelingt selten bei Großprojekten, umso mehr freut es uns, dass wir hier den Weg miteinander gehen durften“, resümiert Architekt Nils Krause. Die Rauten wurden schließlich in den Sonderfarben Ginstergelb, Karminrot, Normminzgrün und Pastelltürkis hergestellt und vom Handwerksbetrieb Altvater aus dem baden-württembergischen Nufringen strikt nach Plan verlegt. Die praktische Umsetzung ihrer Ideen wurde in den Pausen stets von den Kindern verfolgt.

www.prefa.de

Membran

Solar-carport

Der Hersteller von Sonnenschutzsystemen und Membrankonstruktionen MDT-tex lässt mit dem neuen Solarcarport Sonnenschutz, Energiegewinnung und Regenwassermanagement in einem designorientierten Produkt verschmelzen. Die tulpenförmige Konstruktion mit einem zentralen oder asymmetrischen Mast spendet mit einer Spannweite von 5,3 Metern nicht nur viel Schatten, sondern sie produziert zugleich mithilfe von bis zu 15 Solarpaneelen Strom für die E-Mobilität. Neben der direkten Aufladung kann die Energie auch gespeichert oder ins Netz eingespeist werden. Aufgrund der quadratischen Form lassen sich die Solarcarports in einer linearen Gruppenkonfiguration nahtlos aneinanderreihen, was eine großflächige Belegung erlaubt. Die Entwässerung erfolgt durch die Masten, wobei das Regenwasser gefiltert und in einer Zisterne gesammelt wird. Alternativ ist die Einleitung in eine Drainage möglich. Neben dem Kauf wird auch Leasing angeboten.

www.mdt-tex.com

Dachbegrünung

Freizeitspaß auf „Müllberg“

In Kopenhagen realisierten die Architekten der Bjarke Ingels Group (BIG) eine kühne Vision für die Gestaltung einer Müllverbrennungsanlage. Auf der rund 16.000 Quadratmeter großen Dachfläche bietet jetzt das Amager Resource Center jede Menge Skispaß, unterschiedliche Pfade für Wanderer sowie Treppenwege für Spaziergänger. Allein die Skipiste auf dem knapp 90 Meter hohen Gebäude ist 450 Meter lang.

Die bituminös abgedichtete und bis zu 30 Grad geneigte Betondachfläche beinhaltet aus Gründen des Erosionsschutzes miteingedichtete schräge Schwellen, die Hangwasser zu den seitlichen Dachgullys ableiten. Des Weiteren sind zahlreiche Widerlager über Schraubanker obenauf betoniert worden – speziell im Bereich der späteren Gehölzpflanzungen, um stabile Befestigungsmöglichkeiten für das Festzurren der Wurzelballen zu schaffen. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern wurde eine Naturlandschaft mit 300 Bäumen angelegt. Basis hierfür bilden die hoch belastbaren Dränageplatten „Protectodrain PD 250“ aus ABS-Kunststoff von Zinco, die aufgrund der unterseitigen aufkaschierten Gummischutzmatte rutschhemmend sind.

Das Gründachsystem wurde nach oben hin um einen Filter und 20 bis 100 Zentimeter Erde ergänzt. Hier wachsen nun für Dänemark typische Pflanzenarten. Auf der 8.000 Quadratmeter großen Skipiste wurde zuerst ebenfalls die Protectodrain PD 250 verlegt, gefolgt von einer Filter- und Substratschicht, eingebettet in zwei Kunststoffnetze, die mit einer halben Million Kabelbinder miteinander verbunden sind. Ebenfalls integriert sind rund 70.000 Metallplatten, an denen der eigentliche Pistenbelag aus 30 mal 30 Zentimeter großen Kunststoffmatten verschraubt ist. Die verschiedenen Mattenfärbungen und das unterschiedliche Gefälle lassen die Piste als natürlichen Hang erscheinen, auf dem echtes Gras durch wächst. Beidseitig der Piste sind rund 3.000 Quadratmeter Dachfläche mit Treppenaufgängen und einem vielfach geschwungenen Wanderwegenetz gestaltet. Auch hier fand ein Zinco-System Verwendung.

www.zinco.de

Photovoltaik

Indach-Solarziegel

Seit der Markteinführung 2017 hat Nelskamp seinen ersten Solarziegel „G 10“ weiterentwickelt und jetzt das „Planum PV“-System vorgestellt. Das dachintegrierte Modul ist durch hocheffiziente monokristalline Solarzellen um etwa zehn Prozent leistungsstärker. Seine Deckbreite ist mit 1,5 Metern etwas kleiner, ermöglicht so aber vor allem bei Walm- und Zeltdächern eine bessere Ausnutzung der Dachfläche. Die Montage ist einfach: Die Module verfügen über eine Aufhängenase, die auf die Dachlatte aufgelegt, an drei Punkten verschraubt und unten mit einer Seitenfalzklammer gegen Sturm gesichert wird. Beide Modulseiten sind verfalzt und sind dadurch mit dem Dachstein „Planum“ kompatibel. Nelskamp bietet für seine Solarziegel Planum PV eine Produktgarantie von zehn Jahren. Die Leistungsgarantien betragen über zehn Jahre 90 Prozent und über 25 Jahre 80 Prozent der Nennleistung.

www.nelskamp.de

Entwässerung

Schräges Flachdachfenster

Das Flachdachfenster „FE 3°“ von Lamilux sorgt mit seiner Neigung von drei Grad und der Structural-Glazing-Verglasung für einen nahezu planebenen Wasserablauf. Das Erscheinungsbild des Oberlichts ist durchweg homogen und erlaubt den freien Blick in den Himmel: Bei der Herstellung wird eine Fügetechnologie angewandt, mit der die Rahmenteile an den Eckpunkten ohne sichtbare Verschraubungen oder Schweißnähte zusammengefügt werden. Zusätzlich kommt die Structural-Glazing-Technologie zum Einsatz, die es ermöglicht, Glasscheiben und Rahmen ohne sichtbare Halterungen zu verbinden. Außerdem sind Antriebe, Netzteile und Kabel unsichtbar in den Rahmen integriert. Gestaltungsspielraum im Design bieten unter anderem die Vielzahl von individuellen Sonderformen sowie eine breite Verglasungs- und Größenvielfalt bis zu 2,5 Metern bei zudem frei wählbaren Außen- und Innenfarben des Oberlichts.

www.lamilux.de

Flachdach

Gefälledämm-System

Mit „Efyos Blue smart“ bietet Soprema eine effektive Lösung für die einfache, schnelle und sichere Gefälledämmung von Flachdächern. Das System besteht aus acht verschiedenen Gefälleplatten aus PIR-Hartschaum (WLS 023), die mit First- und Trauf- sowie Flachplatten zu Gefällen für unterschiedlichste Flachdachgeometrien kombinierbar sind. Durch die Aneinanderreihung der Platten können einlagige Gefällestrecken von bis zu 10,80 Metern erreicht werden. Der Aufbau lässt sich beliebig verlängern, indem als Ausgleich eine 200 Millimeter starke Stufendämmung mit der Flachplatte „Blue A“ eingesetzt wird. Innovative Kehl- und Gratplatten zum Zusammenklappen vereinfachen zudem den Transport und erleichtern die Verarbeitung. Für die Ausbildung spitzer Firstverläufe enthält das System Firstplatten – stehendes Wasser kann so vermieden werden.

www.soprema.de

Dachabdichtung

Kunsthalle Mannheim

Die neue Kunsthalle Mannheim ist ein ungewöhnlicher Museumsbau: Außen schlicht gehalten, entwickelt sich das Innere zu einer „Stadt in der Stadt“. Um das zentrale Atrium sind 13 Kuben angeordnet, die über Passagen, Brücken, Treppen und Galerien verbunden sind. So sieht sich der Besucher einer „lebhaften Komposition einzelner Baukörper gegenüber“, wie es Nikolaus Goetze von gmp Architekten beschreibt. Das Hamburger Büro hatte sich im Wettbewerb gegen 28 Mitbewerber durchgesetzt. Die Aufgabe bestand darin, den Neubau adäquat mit dem vorhandenen Jugendstilbau von Hermann Billing zu verbinden. Außen ist das Gebäude mit einem transparenten Edelstahl-Meshgewebe umhüllt, das die quaderförmige Kubatur nachzeichnet und dessen Bronzefarbton eine Verbindung zum für die Region typischen rötlichen Sandstein in der Umgebung knüpfen soll.

Oben schließt der Neubau mit einem Flachdach ab. Optisch wird es aufgrund des Metallgewebes kaum wahrgenommen, nimmt jedoch sowohl das Glasdach über dem Atrium als auch die Klimatechnik sowie eine Fassadenbefahranlage auf. Die verschiedenen Installationen führten allerdings zu unterschiedlichen Dachaufbauten und Abdichtungen. Zunächst erhielt die 4.200 Quadratmeter große Dachfläche eine bituminöse Dampfsperre, die zugleich als Notabdichtung während der Bauphase diente. Darauf wurden unkaschierte EPS-Hartschaumplatten verklebt. Im Randbereich wurde aufgrund der zu erwartenden Lasten Schaumglas als Dämmstoff verarbeitet. Hier ließ sich später die Trag- und Fahrkonstruktion der Befahranlage problemlos montieren. Als Abdichtung kam in Abstimmung mit den Architekten die bitumen- und lösemittelfreie EPDM-Dachbahn „Evalastic VGSK“ von Alwitra zum Einsatz. Diese Variante der Evalastic-Bahn ist unterseitig mit einem Glas-/Polyestervlies (GV/PV) kaschiert, das nach der Verlegung als Entspannungszone (Dampfdruckentspannung, Bewegungsausgleich etc.) wirkt. Da die Fixierung der Abdichtungsbahn ohne offene Flamme im Kaltklebeverfahren erfolgt, bestand zudem während der Verlegung keine Brandgefahr.

www.alwitra.de

Dachterrasse

EINFLÜGLIGER AUSSTIEG

Lamilux hat seinem Sortiment an Flachdach-Ausstiegen ein platzsparendes und elegantes Modell für Wohnterrassen hinzugefügt. Das drei beziehungsweise 3,5 Meter lange und einen Meter breite Glaselement des „Komfort-Swing“-Ausstieges öffnet per Schlüsseltaster hydraulisch und klappt wie eine Tür binnen 25 Sekunden einfach nach außen auf. Die Scheibe besteht aus einer durchsturzsicheren Dreifach-Verglasung und die Profile aus Aluminium. Sie sind ebenso wie die Laibungsflächen in allen RAL-Farben lackierbar. Da Scheiben und Rahmen planeben zusammengefügt sind und das Element um fünf Grad geneigt ist, fließt Niederschlagswasser im geschlossenen Zustand gut ab. Eine standardmäßig installierte Lichtschranke verhindert das Schließen des Elementes, sobald sich jemand im Aufgangsbereich befindet.

www.lamilux.de