Türsystem

Barrierefrei ­zertifiziert

Schörghuber hat Türen auf den Markt gebracht, die als System nach DIN 18040 auf Barrierefreiheit zertifiziert sind. Das System umfasst Türblatt, Zarge, Drücker, Schloss, Bänder, Türschließer und Bodendichtung. Wesentlicher Bestandteil der Zulassung ist der für das Öffnen und Schließen der Tür notwendige Kraftaufwand, der so gering wie möglich sein sollte. Die geprüften Türelemente erreichen die nach DIN EN 12217 und DIN EN 1154 erforderliche Klasse sowie Größe 3. Verfügbar sind die Türelemente als ein- oder zweiflügelige Ausführung sowie als platzsparende Schiebetür ohne Bodenschwelle in den Türblattstärken 42, 50 oder 70 Millimeter. Alle Varianten können mit unterschiedlichen Funktionen, Oberflächen und Zargen kombiniert werden. Zum Beispiel ist Brandschutz in den Klassen T 30 und T 90, Schallschutz mit Rw,P = 32, 37 und 42 Dezibel sowie Rauchschutz und Einbruchhemmung der Kategorien RC 2 und RC 3 möglich.

www.schoerghuber.de

Sicherheit

Modulare Brandschutztüren

Um aktuelle und künftige Klassifizierungsziele flexibel und mit möglichst geringem Aufwand für Planer und Verarbeiter realisieren zu können, hat Heroal sein neues Brandschutztürsystem modular aufgebaut. „FireXtech D 93 FP“ erfüllt die Brandschutzklassen E I2 30 bis E I2 90 sowie die Rauchschutzklassifizierung S 200/Sa gemäß Produktnorm EN 16034. Damit eignet sich das System für die Innen- und Außenanwendung im Wohn- und Objektbau. Es wird im zertifizierten Werksverbund geliefert und kann vom Verarbeiter direkt weiterverarbeitet werden, ohne dass Vorbereitungen am Profilsystem erforderlich sind. Aufgrund der Bautiefe von 93 Millimetern können Gläser oder Füllungen bis 65 Millimeter realisiert werden, wodurch auch Dreifach-Isoliergläser mit größeren Scheibenzwischenräumen aufgenommen werden können. Optional ist die Ausstattung mit einer durchlaufenden, schwellenlosen Nullbarriere inklusive Drainage für barrierefreie Lösungen möglich.

www.heroal.de

Fassade

Brandriegel-Kit und Rechner

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden in komplett nicht brennbarer Ausführung erfordern ab Gebäudeklasse 4 Brandsperren. Rockwool hat hierfür seit Langem das „Fixrock BWM Brandriegel Kit“ im Programm. Es ist ein System der Brandschutzklassifizierung A2-s1, d0 und besteht aus drei Komponenten: zwei miteinander verklebten Dämmstoffplatten mit unterschiedlicher Rohdichte und einem darauf abgestimmten Abstandhalter. Welcher der Brandriegel geeignet ist, lässt sich jetzt schnell und einfach mithilfe des Brandriegel-Rechners ermitteln. Nach Eingabe des Abstands zwischen Wand und Bekleidung sowie der Dicke der Flächendämmung nennt der Rechner die benötigte Brandriegelgröße und den erforderlichen Zuschnitt. Ergänzend zum Online-Tool enthält die Broschüre „Dämmung in der vorgehängten hinterlüfteten Fassade“ detaillierte Informationen.

www.rockwool.de

Brandschutz

Textiler Feuerschutzvorhang

Hörmann hat sein Brandschutzprogramm um den textilen Feuerschutzvorhang „FlexFire“ erweitert. Der nur 0,5 Millimeter dünne Vorhang aus V4A-Draht-verstärktem Glasfilamentgewebe eignet sich für Einbausituationen, wo weder oberhalb noch seitlich der Öffnung ausreichend Platz – zum Beispiel für ein Schiebetor – vorhanden ist. Der FlexFire ist in Abmessungen von bis zu fünf mal fünf Metern und bis zur Feuerbeständigkeitsklasse E 120 erhältlich. Die Schließung im Brandfall erfolgt innerhalb von nur sechs Sekunden pro Meter. Der Vorhang bietet damit auch beim Einsatz zur Trennung großer Brandabschnitte in öffentlichen Gebäuden, Hotels oder Kaufhäusern Sicherheit. Der Betrieb erfolgt mit einer Feststellanlage nach EN 14637. Optische Rauchschalter überwachen den Torbereich und sorgen für eine zuverlässige Schließung des Vorhangs bei Rauchdetektion. Der Anschluss an eine bauseitige Brandmeldezentrale ist mithilfe der Steuerung ebenfalls möglich.

www.hoermann.de

Brandschutz

Flexibel dank Funkmelder

Bosch Building Technologies bietet mit seiner neuen Generation von Funkmeldern eine flexible Brandschutzlösung an, die nahezu vollständig auf eine Verkabelung verzichtet. Sie eignet sich daher ideal für historische Gebäude, Nachrüstungen und Erweiterungen im Bestand sowie für temporäre Installationen. Dank der Kombination aus zwei Frequenzbändern und einer hoch zuverlässigen Mesh-Technologie bietet das neue Funk-Brandmeldesystem eine ­hohe Systemverfügbarkeit und maximalen Schutz. Die Lösung besteht aus einem Gateway, das kabelgebunden an die Brand­meldeanlage angeschlossen wird, sowie aus bis zu 30 Detektoren und zehn Handfeuermeldern, die per Funk mit dem Gateway kommunizieren und daher kabellos an ­beliebiger Stelle installiert werden können. Es können bis zu zehn Gateways miteinander vernetzt werden, die mit jeder Brand­meldezentrale des Herstellers kompatibel sind.

www.boschbuildingtechnologies.com

Treppenhauszentrale

Rauchableitung und Lüftung

Geze hat seine Treppenhauszentralen „THZ N4“ und „THZ Comfort N4“ zur Rauchableitung und Belüftung komplett überarbeitet. Sie wurden mit einem stärkeren Netzteil ausgestattet, womit sich ein weiterer Fensterantrieb versorgen lässt. Beide Modelle sind außerdem mit einer Schnittstelle für das Serviceterminal „ST220“ des Herstellers ausgerüstet. Dadurch erfolgen Inbetriebnahme und Wartung schneller und komfortabler; die verschiedenen Parameter, Betriebszustände und Störmeldungen werden in Klartext angezeigt. Eine Weiterleitung der Signale, zum Beispiel an die Gebäudeleittechnik, ist ebenfalls möglich. Wind- oder Regenmelder können ohne Zusatzmodul angeschlossen werden. Ihre kompakten Maße prädestinieren die Zentralen zudem für die Montage auch in engen Treppenhäusern. 4,5 Ampere Ausgangsstrom genügen, um bis zu vier Fensterantriebe betreiben zu können.

www.geze.de

Brandschutz

Beschichtung für Fluchtwege

Mit „StoFloor Industry EH 200“ bietet StoCretec ein baurechtlich zugelassenes Beschichtungssystem, das die Anforderungen an Flucht- und Rettungswege erfüllt. Es besteht aus der Grundierung „StoCryl EH 100“ und der Beschichtung „StoCrete EH 200“. Bei einer Schichtdicke von drei Millimetern ist das Gesamtsystem nicht brennbar (Klasse A2fl-s1 gemäß EN 13501-1: 2007). Für ein unfallfreies Begehen wird die Beschichtung in den Rutschhemmklassen R 10 und R 11 angeboten. Die guten Verlaufseigenschaften sowie die rasche Aushärtung erlauben zudem einen schnellen Einbau. Für farbige Oberflächen empfiehlt der Hersteller den matten Wasserlack „StoPox MS 200“ und den glänzenden Wasserlack „StoPox WL 100“ als Versiegelungen. Sie werden in einer Schichtdicke unter 0,5 Millimeter aufgebracht und beeinflussen die brandschutztechnische Bewertung nicht.

www.stocretec.de

Brandschutz

Feuerschutz-Schiebetor

Mit dem „62 FST“ hat Teckentrup ein wirtschaftliches, optisch ansprechendes und einfach montierbares Feuerschutz-Schiebetor auf den Markt gebracht. Für die ­Toroberflächen stehen viele Gestaltungsmöglichkeiten zur Wahl: ­verzinkt, in Edelstahl oder in frei wählbarem RAL-Farbton. Verglasungen liegen nahezu flächenbündig im Torblatt, was das Gesamtbild stimmig macht. Und als ein- oder zweiflügeliges Tor mit optionaler Schlupftür sowie in den Ausführungen mit dreißig (EI230) oder neunzig (EI290) Minuten Brandwiderstand ist es nahezu universell im Feuerschutz einsetzbar. Mit rund 28 kg/m² ist das Tor (EI230) zudem verhältnismäßig leicht. Weil die Lauf- und Führungstechnik hinter den Blenden liegt, ist das Befestigungssystem nicht sichtbar und zugleich ­geschützt. So verläuft auch die Drahtseilführung im neu entwickelten Röhrensystem und die Blenden selbst liegen elegant und flach auf.

www.teckentrup.de

Fassade

Verbundplatte aus Aluminium

Ob schlichtes Design oder auffälliger Eyecatcher – die neue Aluminium-Verbundplatte „Prefabond“ erlaubt eine moderne, plane Optik auch bei kleinteiligen Flächen. Hersteller Prefa bietet sie in acht Standardfarben an. Ein spezieller Materialmix sorgt für Stabilität sowie für eine hohe Biege- und Stoßfestigkeit: Das Aluminium-Deckblech auf der farbbeschichteten Sichtseite wird in einem kontinuierlichen Bandbeschichtungsverfahren (Coil Coating) mit hochwertigen Lacken vorveredelt und anschließend im Schmelzfixierverfahren auf einen mineralischen Polymerkern aufgebracht. Auf Anfrage ist auch die Lieferung mit A2-Kern möglich, um besonders hohe Brandschutz-Anforderungen zu erfüllen. Die Montage kann auf Holz-Unterkonstruktionen geschraubt, auf Alu-Unterkonstruktionen genietet und in beiden Fällen geklebt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Bearbeitungsmethoden, wie Fräsen, Bohren und Kanten, bleiben Planer bei der Gestaltung von Fassaden flexibel.

www.prefa.de

Brandschutz

Geprüfte ­Antriebe

WindowMaster hat neun seiner Fensterantriebe in Kombination mit Hueck-Aluminium-Fensterprofilen der Serie „Lambda WS 075“ vom schwedischen Forschungsinstitut RISE für den Einsatz als Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) nach DIN EN 12101-2 zertifizieren lassen. Getestet wurden die Kettenantriebe WMX 814 und 823 sowie die Typen WMU 831, 836, 842, 851 und 852. Die Vielzahl der geprüften Produkte sorgt nicht nur für eine erhöhte Sicherheit im Brandfall, sondern ermöglicht auch Gestaltungsfreiheit. So lassen sich die Antriebe aufgesetzt montieren oder verdeckt integrieren. Verfügbar sind zudem Lösungen mit verschiedenen Hublängen für große und kleine, nach innen und außen öffnende Kipp-, Klapp- sowie Drehfenster. Zwei ebenfalls zertifizierte Verriegelungsantriebe (WMB 817 und 818) bieten einen erhöhten Witterungsschutz, indem sie Schlagregen- sowie Luftdichtheit gewährleisten und auch hohen Windbelastungen standhalten.

www.windowmaster.de

Sanierung

Glaskunstwerk als Brandschutzwand

Im Zuge einer Generalsanierung mit Teilneubau ist am Nürnberger Hauptmarkt das „Haus der Wirtschaft“ entstanden. Der Komplex besteht aus insgesamt vier Gebäuden, von denen zwei – die Häusergruppe am Hauptmarkt und der historische Saalbau – unter Denkmalschutz stehen. Das Berliner Architekturbüro Behles & Jochimsen schuf zusätzlichen Raum, indem es den bisherigen Innenhof zu einem überdachten Atrium umgestaltete, das zugleich als Verbindung zwischen dem Haupteingang und dem historischen Saalbau fungiert.

Das außen eher schlicht erscheinende Gebäude aus den 1950er-Jahren überrascht im Inneren mit einem ausladend geschwungenen Treppenlauf vor einem großformatigen Mosaik aus mundgeblasenem Echt-Antikglas. Fast sechs Meter breit und neuneinhalb Meter hoch ist das „Fenster“, das der Nürnberger Glaskünstler Dr. Gottfried Frenzel seinerzeit gefertigt hatte. Mittlerweile hatte sich jedoch der Epoxidharzkleber, mit dem das Echt-Antikglas seinerzeit auf Trägerplatten auflaminiert worden war, verfärbt und ein Großteil der Trägerplatten war gebrochen. Es erforderte die Expertise vieler Fachleute, dieses Glasfenster an der bisherigen Außenfassade, die durch die Transformation des Innenhofs zum Atrium nun innen liegend ist, nicht nur zu restaurieren, sondern auch als F30-Brandschutzwand auszubilden.

Noch in der Planungsphase war man davon ausgegangen, dass eine Brandschutzverglasung nicht geklebt werden könne. Dank des Engagements der beteiligten Firmen – allen voran der Derix Glasstudios aus Taunusstein, die mit der Restaurierung beauftragt waren, aber auch Schott Technical Glass Solutions und nicht zuletzt Schüco Stahlsysteme Jansen – ­gelang es, eine Zustimmung im Einzelfall zu erwirken, die die denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt und die brandschutztechnischen Notwendigkeiten gewährleistet.

Zunächst wurde das 5.000-teilige Glasmosaik mit einem thermischen Verfahren in aufwendiger Handarbeit feldweise von den ­Trägerscheiben gelöst, gereinigt und auf eine Brandschutzverglasung aus Verbundsicherheitsglas auflaminiert. Die montagefertig eingeglasten Scheiben wurden anschließend in eine Pfosten-­Riegel-Fassade aus dem Stahl­profilsystem VISS Fire von Schüco Stahlsysteme Jansen montiert.

www.jansen.com