Brandschutz

Geprüfte ­Antriebe

WindowMaster hat neun seiner Fensterantriebe in Kombination mit Hueck-Aluminium-Fensterprofilen der Serie „Lambda WS 075“ vom schwedischen Forschungsinstitut RISE für den Einsatz als Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) nach DIN EN 12101-2 zertifizieren lassen. Getestet wurden die Kettenantriebe WMX 814 und 823 sowie die Typen WMU 831, 836, 842, 851 und 852. Die Vielzahl der geprüften Produkte sorgt nicht nur für eine erhöhte Sicherheit im Brandfall, sondern ermöglicht auch Gestaltungsfreiheit. So lassen sich die Antriebe aufgesetzt montieren oder verdeckt integrieren. Verfügbar sind zudem Lösungen mit verschiedenen Hublängen für große und kleine, nach innen und außen öffnende Kipp-, Klapp- sowie Drehfenster. Zwei ebenfalls zertifizierte Verriegelungsantriebe (WMB 817 und 818) bieten einen erhöhten Witterungsschutz, indem sie Schlagregen- sowie Luftdichtheit gewährleisten und auch hohen Windbelastungen standhalten.

www.windowmaster.de

Sanierung

Glaskunstwerk als Brandschutzwand

Im Zuge einer Generalsanierung mit Teilneubau ist am Nürnberger Hauptmarkt das „Haus der Wirtschaft“ entstanden. Der Komplex besteht aus insgesamt vier Gebäuden, von denen zwei – die Häusergruppe am Hauptmarkt und der historische Saalbau – unter Denkmalschutz stehen. Das Berliner Architekturbüro Behles & Jochimsen schuf zusätzlichen Raum, indem es den bisherigen Innenhof zu einem überdachten Atrium umgestaltete, das zugleich als Verbindung zwischen dem Haupteingang und dem historischen Saalbau fungiert.

Das außen eher schlicht erscheinende Gebäude aus den 1950er-Jahren überrascht im Inneren mit einem ausladend geschwungenen Treppenlauf vor einem großformatigen Mosaik aus mundgeblasenem Echt-Antikglas. Fast sechs Meter breit und neuneinhalb Meter hoch ist das „Fenster“, das der Nürnberger Glaskünstler Dr. Gottfried Frenzel seinerzeit gefertigt hatte. Mittlerweile hatte sich jedoch der Epoxidharzkleber, mit dem das Echt-Antikglas seinerzeit auf Trägerplatten auflaminiert worden war, verfärbt und ein Großteil der Trägerplatten war gebrochen. Es erforderte die Expertise vieler Fachleute, dieses Glasfenster an der bisherigen Außenfassade, die durch die Transformation des Innenhofs zum Atrium nun innen liegend ist, nicht nur zu restaurieren, sondern auch als F30-Brandschutzwand auszubilden.

Noch in der Planungsphase war man davon ausgegangen, dass eine Brandschutzverglasung nicht geklebt werden könne. Dank des Engagements der beteiligten Firmen – allen voran der Derix Glasstudios aus Taunusstein, die mit der Restaurierung beauftragt waren, aber auch Schott Technical Glass Solutions und nicht zuletzt Schüco Stahlsysteme Jansen – ­gelang es, eine Zustimmung im Einzelfall zu erwirken, die die denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt und die brandschutztechnischen Notwendigkeiten gewährleistet.

Zunächst wurde das 5.000-teilige Glasmosaik mit einem thermischen Verfahren in aufwendiger Handarbeit feldweise von den ­Trägerscheiben gelöst, gereinigt und auf eine Brandschutzverglasung aus Verbundsicherheitsglas auflaminiert. Die montagefertig eingeglasten Scheiben wurden anschließend in eine Pfosten-­Riegel-Fassade aus dem Stahl­profilsystem VISS Fire von Schüco Stahlsysteme Jansen montiert.

www.jansen.com

Sicherheit

Rollläden-Notfallbedienung

Schnelle und zuverlässige Hilfe bei Gefahrensituationen mit Stromausfall bietet das neue und patentierte Bauteil „MAN Rescue“ von der Rolladen Piening GmbH aus Ahlen. Das für unterschiedliche Einbausituationen geeignete Bauteil ist nur circa 23 Millimeter hoch, der Durchmesser beträgt 155 Millimeter. Es verfügt weiterhin über einen Rollladengurt, mit dem im Notfall ein bis zu 2,35 Meter langer Rollladen in weniger als zwei Sekunden hochschnellt. Dank ausgefeilter Technik sowie der intuitiven und schnellen Bedienung sind so Fenster oder Türen als zweiter Rettungsweg nutzbar. Als montagefreundliche Einheit lässt sich MAN Rescue mit verschiedenen Motoreinsätzen ausstatten, verfügt über eine Passung für Vorbaurollläden und lässt sich problemlos nachrüsten.

www.piening-rolladen.de

Hardware

Nicht brennbare Monitore

Die brandlastoptimierten Monitore der neuen „BLO-Line“ von Distec sind mit der Brandschutzklasse A1-s1, d0 nach DIN EN 13501-1:2019-05 in die höchste Sicherheitskategorie eingestuft. Wie das auf Flachbildschirme und Systemlösungen für industrielle und multimediale Applikationen spezialisierte Unternehmen angibt, verfügt man damit aktuell über ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Die BLO-Line eignet sich als Informations- und Wegeleitsystem in öffentlichen Gebäuden. Angeboten werden die Monitore in den Größen von 24 bis 65 Zoll – optional mit Touchscreen sowie einer internen PC-Lösung. Da keine Brandschutzgehäuse mehr notwendig sind, erscheinen die Bildschirme optisch ansprechender, sind kostengünstiger und leichter zu montieren. Die Monitore sind mit einem Brandschutzglas ausgestattet und haben ein stabiles Gehäuse aus Stahlblech.

www.distec.de

Tiefgaragen

Dämmende Deckenplatten

Knauf Insulation hat sein „Tektalan“-Zweischichtplatten-Sortiment für Decken von Tiefgaragen, Parkhäusern, Technikräumen und Kellern zeitgemäßen Bedürfnissen angepasst. Fünf Produktgruppen – von einer Basisausführung ohne Extras bis hin zur Deckendämmplatte samt integrierter Beleuchtung – bilden jetzt das Angebot der nicht brennbaren Holzwolle-Lösungen der Baustoffklasse A2. „Tektalan A2-Basic“ ist die einfachste Dämmplatte mit robuster Holzwolle-Oberfläche. Bei „Tektalan A2-SmartTec“ ist die Oberfläche in einem Naturfarbton egalisiert. „Tektalan A2-Protect“ erlaubt die Ertüchtigung von Bestandsdecken bis auf die Brandschutzklasse F120 A. „Tektalan A2-Silent“ erreicht mit einem w-Wert von 0,9 eine Schallabsorption der Klasse A. Und mit den Dämmplatten der Serie „Tektalan A2-Lumax“ werden Deckendämmung, Oberflächengestaltung und Beleuchtung in einem Produkt kombiniert.

www.knaufinsulation.de

Brandschutz

Brandabschottung im Holzbau

Für das Abschotten von Deckendurchbrüchen für gebäudetechnische Installationen werden im Holzbau aufgrund bislang fehlender Standards meist die im Massivbau zugelassenen Abschottungen verwendet. Dafür müssen die Durchbrüche mit Gips verkleidet oder mit Beton ausgegossen werden. Die Folge ist ein hoher Zeitaufwand bei großer Schmutz- und Feuchtebelastung. Lignatur und Hilti haben gemeinsam mit ihren speziellen Brandabschottungen für Sammel- und Einzeldurchbrüche hierfür eine Alternative auf den Markt gebracht. Steigschächte mit Heizungs-, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Elektroinstallationen werden einfach mit dem Hilti-Brandschutzstein verschlossen. Dazu wird der Brandschutzstein auf der Baustelle in einen im Werk vorgefertigten Standard- oder Maß-Deckendurchbruch des Lignatur-Elements eingepasst – lediglich die Leitungsdurchführungen im Brandschutzstein müssen noch ausgeschnitten werden. Sämtliche Deckendurchführungen erreichen so die geforderte Feuerwiderstandsklasse.

www.lignatur.ch

Klimamembran

Schwer entflammbar

Mit der „Vario KM FirePlex“ stellt Saint-Gobain Isover laut eigenen Angaben die weltweit erste schwer entflammbare (Euroklasse B-s1, d0) Klimamembran vor. In Kombination mit nicht brennbaren Dämmstoffen aus Mineralwolle können damit Konstruktionen geplant und umgesetzt werden, die maximale Brandsicherheit bieten. In Brandprüfungen wurde zudem nachgewiesen, dass es zu keinem brennenden Abtropfen kommt und Rauchgase nur in sehr geringem Ausmaß entstehen. Die Vario KM FirePlex besitzt einen sd-Wert von 0,3 – 5 Meter und stellt damit auch den Feuchteschutz der Wand- und Dachkonstruktionen sicher. Außerdem soll sie zuverlässig gegen Ausdünstungen älterer Holzschutzmittel in den Innenraum schützen. Die zur Verlegung erforderlichen Komponenten, wie Klebeband und Dichtstoff, wurden ebenfalls passend zum System neu entwickelt.

www.isover.de/vario

Rettungswege

Steuerung für Fluchttüren

Für ihre aktuelle Rettungswegtechnik ePED (electrically controlled Panic Exit Device) hat die Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH ein elegantes und äußerst kompaktes Fluchtwegsystem mit Touch-Display im Terminal vorgestellt. Darin sind vier verschiedene Module integriert: Schlüsselschalter, Not-Auf, beleuchtetes Piktogramm und Anzeige der Zeitverzögerung. Somit vereint diese Fluchttürlösung sämtliche Steuerungselemente hinter einem einzigen kleinen Bildschirm. Mit ePED wird sowohl bei der Betätigung des Notschalters als auch im Störungsfall die Tür sicher freigegeben. Das Display-Türterminal übernimmt dabei sämtliche Funktionen, die ein herkömmliches Fluchttürsteuerungsterminal bietet. Möglich wird das, weil hier zwei bisher unabhängige Systeme miteinander gekoppelt wurden: die Sicherheitsfunktion der Verriegelung eines Notausgangs und die Steuerung der Türtechnik.

www.assaabloy.de

Brandschutz

F30-TREPPE AUS HOLZ

Die Bäthe Treppen GmbH, die Franz Hasler AG und die Schreinerei und Treppenbau Ihle GmbH haben in einer eigens gegründeten Projektgruppe eine Brandschutztreppe mit F30-Zertifizierung auf den Markt gebracht. Die „BST“ (Brandschutztreppe) entstand in mehrjähriger Entwicklungsarbeit, bei der unter anderem Materialquerschnitte, Verschraubungen, Leim-Zusammensetzung und die Statik optimiert wurden. Kernstück der Konstruktion bilden sogenannte Fire-Stop-Elemente, die auch unter widrigsten Umständen eine längere Begehbarkeit der Treppe gewährleisten. Das hat die Materialforschungs- und Prüfungsanstalt (MFPA) Leipzig in umfangreichen Abbrandtests geprüft. Dabei wurden diverse Holzarten und Einbausituationen untersucht, bevor die Treppe das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis Nr. P-SAC02/III-953 erhalten hat. Somit stehen für die BST beim Einsatz in den Gebäudeklassen 1 bis 3 nicht nur verschiedene Holzarten und Geländer-Systeme zur Wahl, sondern die Konstruktion lässt sich auch an die jeweilige Einbausituation individuell anpassen.

www.baethe.de

Brandschutztür

PLATZSPARENDE ­NISCHENTÜR

Ob in Museen, Hotels, Verwaltungsgebäuden oder Banken – die Trennung der Brandabschnitte erfolgt oft an Zugängen zu Treppenhäusern oder Fluren – mit begrenztem Platz für Türen. Für solche baulichen Situationen bieten die Nischentüren von Schörghuber gestalterische und funktionale ­Vorteile: Im geöffneten Zustand liegen sie flächenbündig und platzsparend in einer Wandnische. So bleibt nicht nur die maximale Durchgangsbreite erhalten, sie fallen – auch durch die Wahl der Farbe – optisch kaum auf. Im Brandfall schließen sie automatisch und trennen zuverlässig verschiedene Gebäudeteile voneinander ab. Nischentüren können wahlweise ein- oder zweiflügelig mit verschiedenen Funktionen wie T30- oder T90-Brandschutz, Rauchschutz, Schallschutz bis Rw,P = 37 dB oder Einbruchhemmung in der Widerstandsklasse RC 2 ausgeführt werden. Sondergrößen und -ausführungen, beispielsweise XXL-Superformat-Nischentüren mit integrierter Schlupftür, sind ebenfalls möglich. Wichtig ist, die Nische in der Wand früh in der Planung zu berücksichtigen.

www.schoerghuber.de

Abdichtung

INTEGRIERTER BRANDSCHUTZ

Alwitra hat eine neue EPDM-Dach- und Dichtungsbahn im Angebot. Die „Evalastic VG“ ist unterseitig mit einem Glas-/Polyestervlies (GV/PV) kaschiert, das sowohl als Brandschutzlage als auch als Dampfdruckentspannung und Bewegungsausgleich wirkt. Für die fachgerechte Fügung ­mittels Heißluft ist zudem ein einseitiger Schweißrand vorhanden. ­Evalastic VG stellt damit eine ­wirtschaftliche Lösung auf unkaschierten EPS-Hartschaumplatten dar. Mögliche Verlegearten sind: mechanisch befestigt, lose verlegt mit Auflast sowie geklebt. Als bitumen- und lösemittelfreies Produkt eignet sich die Bahn in der Regel auch zur direkten Verlegung auf Bitumenbahnen und den meisten kaschierten Dämmstoffen. Darüber hinaus reflektiert ihre helle Oberfläche die Wärmestrahlung gut, was die Erwärmung der Dachfläche reduziert.

www.alwitra.de