Brandschutz

Schiebetüren für Fluchtwege

Der Anbieter von automatisierten Lösungen für Türen, GU Automatic, hat für Türen in Flucht- und Rettungswegen mit Anforderungen an den Brandschutz eine Kombination mit einem Feuerschutzabschluss von Hörmann vorgestellt. Die Systemkombination ist für den Innenbereich von Gebäuden bauaufsichtlich zugelassen. Dazu wird die Automatik-Schiebetür vor die Feuer-Rauchschutztür montiert, die über eine Feststellanlage auf 180 Grad offen gehalten wird. Die Rahmenprofile dieser Tür sind in dieser Stellung in der gleichen Flucht wie die der Seitenteile angeordnet, sodass sich eine harmonische, nahezu parallele Profilansicht ergibt. Im Brandfall öffnen die Türflügel der Schiebetür automatisch und bleiben geöffnet. Die Türflügel der Feuerschutztür schließen sicher durch die Obentürschließer. Über Türdrücker oder Panikdruckstangen kann die Feuerschutztür in Fluchtrichtung nach DIN EN 179 oder DIN EN 1125 jederzeit geöffnet werden und so einen sicheren Fluchtweg gewährleisten.

www.gu-automatic.de

Feuerschutztüren

Geräuscharmer Türschließer

Für das sichere und selbstständige Schließen von Feuer- und Rauchschutztüren hat Geze den „TS 5000 SoftClose“ auf den Markt gebracht. Der Türschließer wird vorzugsweise dort eingesetzt, wo eine Tür mit minimaler Lautstärke sicher schließen soll − zum Beispiel bei Wind und Sog oder bei wechselnden Druckverhältnissen in Schleusen und Treppenhäusern. Die Montage erfolgt schnell und einfach und kann zudem nachträglich auf Bestandstüren erfolgen. Auch das korrekte Einstellen des Endschlags ist ganz bequem über nur ein einziges Ventil und ohne zusätzliche Anbauteile möglich. Die Schließgeschwindigkeit ist zwischen 15 und 0 Grad stufenlos und von vorn einstellbar.

www.geze.de

Fassade und Innenraum

Brandschützende Holzprofile

Mit „Proteco25“ hat Mocopinus eigenen Angaben zufolge als erster Anbieter Vollholzprofile auf den Markt gebracht, die Brandsicherheit und Design vereinen. Möglich wurde das durch die Entwicklung eines speziellen Herstellungsverfahrens, wobei die Vollholzprofile werkseitig zweifach mit Brandschutzfarbe veredelt und mit einem eigens für die Kesseldruckimprägnierung hergestellten Feuerschutzsalz auf Basis von Phosphorverbindungen behandelt werden. Die natürlichen brandschützenden Eigenschaften von Holz werden durch diese Behandlung verstärkt. Proteco25 ist nach DIN EN 13501-1 (Euroklasse B-s2, d0) in Verbindung mit DIN EN 13823 und DIN EN ISO 11925-2 als schwer entflammbar klassifiziert. Die Profile aus Nordischer Fichte werden sowohl für Fassaden als auch für Innenräume in verschiedenen Farben und Oberflächenstrukturen angeboten. Sonderfarben sowie individuelle Profilformen sind ebenfalls möglich.

www.mocopinus.de

Merkblatt

Luftdichte Aufzugsschächte

Wie die Lüftungsöffnungen von Aufzugsschächten nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) nun luftdicht auszuführen sind, hat der Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e. V. (FVLR) gemeinsam mit dem Fachverband Luftdichtigkeit im Bauwesen e. V. (FLiB) und der Gütegemeinschaft Rauch- und Wärmeabzugsanlagen e. V (GRW) in einem neuen Merkblatt erarbeitet. Üblich war bisher, dass die für die Lüftung und Entrauchung im Brandfall notwendigen Öffnungen als einfache, permanente Öffnung im Dach oder in der Fassade ausgeführt wurden und in der Regel nicht verschlossen wurden. Nach dem GEG ist dieser Energieverlust aufgrund dieser Leckage in der Gebäudehülle nicht mehr vertretbar. Nach der entsprechenden Anpassung der Musterbauordnung (§ 39) dürfen die Öffnungen jetzt mit Abschlüssen versehen werden. Voraussetzung ist, dass diese im Brandfall selbsttätig und zusätzlich von mindestens einer Stelle aus manuell geöffnet werden können. Das Merkblatt steht auf den Webseiten der beteiligten Verbände zum kostenfreien Download bereit.

 

Türsystem

Barrierefrei ­zertifiziert

Schörghuber hat Türen auf den Markt gebracht, die als System nach DIN 18040 auf Barrierefreiheit zertifiziert sind. Das System umfasst Türblatt, Zarge, Drücker, Schloss, Bänder, Türschließer und Bodendichtung. Wesentlicher Bestandteil der Zulassung ist der für das Öffnen und Schließen der Tür notwendige Kraftaufwand, der so gering wie möglich sein sollte. Die geprüften Türelemente erreichen die nach DIN EN 12217 und DIN EN 1154 erforderliche Klasse sowie Größe 3. Verfügbar sind die Türelemente als ein- oder zweiflügelige Ausführung sowie als platzsparende Schiebetür ohne Bodenschwelle in den Türblattstärken 42, 50 oder 70 Millimeter. Alle Varianten können mit unterschiedlichen Funktionen, Oberflächen und Zargen kombiniert werden. Zum Beispiel ist Brandschutz in den Klassen T 30 und T 90, Schallschutz mit Rw,P = 32, 37 und 42 Dezibel sowie Rauchschutz und Einbruchhemmung der Kategorien RC 2 und RC 3 möglich.

www.schoerghuber.de

Sicherheit

Modulare Brandschutztüren

Um aktuelle und künftige Klassifizierungsziele flexibel und mit möglichst geringem Aufwand für Planer und Verarbeiter realisieren zu können, hat Heroal sein neues Brandschutztürsystem modular aufgebaut. „FireXtech D 93 FP“ erfüllt die Brandschutzklassen E I2 30 bis E I2 90 sowie die Rauchschutzklassifizierung S 200/Sa gemäß Produktnorm EN 16034. Damit eignet sich das System für die Innen- und Außenanwendung im Wohn- und Objektbau. Es wird im zertifizierten Werksverbund geliefert und kann vom Verarbeiter direkt weiterverarbeitet werden, ohne dass Vorbereitungen am Profilsystem erforderlich sind. Aufgrund der Bautiefe von 93 Millimetern können Gläser oder Füllungen bis 65 Millimeter realisiert werden, wodurch auch Dreifach-Isoliergläser mit größeren Scheibenzwischenräumen aufgenommen werden können. Optional ist die Ausstattung mit einer durchlaufenden, schwellenlosen Nullbarriere inklusive Drainage für barrierefreie Lösungen möglich.

www.heroal.de

Fassade

Brandriegel-Kit und Rechner

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden in komplett nicht brennbarer Ausführung erfordern ab Gebäudeklasse 4 Brandsperren. Rockwool hat hierfür seit Langem das „Fixrock BWM Brandriegel Kit“ im Programm. Es ist ein System der Brandschutzklassifizierung A2-s1, d0 und besteht aus drei Komponenten: zwei miteinander verklebten Dämmstoffplatten mit unterschiedlicher Rohdichte und einem darauf abgestimmten Abstandhalter. Welcher der Brandriegel geeignet ist, lässt sich jetzt schnell und einfach mithilfe des Brandriegel-Rechners ermitteln. Nach Eingabe des Abstands zwischen Wand und Bekleidung sowie der Dicke der Flächendämmung nennt der Rechner die benötigte Brandriegelgröße und den erforderlichen Zuschnitt. Ergänzend zum Online-Tool enthält die Broschüre „Dämmung in der vorgehängten hinterlüfteten Fassade“ detaillierte Informationen.

www.rockwool.de

Brandschutz

Textiler Feuerschutzvorhang

Hörmann hat sein Brandschutzprogramm um den textilen Feuerschutzvorhang „FlexFire“ erweitert. Der nur 0,5 Millimeter dünne Vorhang aus V4A-Draht-verstärktem Glasfilamentgewebe eignet sich für Einbausituationen, wo weder oberhalb noch seitlich der Öffnung ausreichend Platz – zum Beispiel für ein Schiebetor – vorhanden ist. Der FlexFire ist in Abmessungen von bis zu fünf mal fünf Metern und bis zur Feuerbeständigkeitsklasse E 120 erhältlich. Die Schließung im Brandfall erfolgt innerhalb von nur sechs Sekunden pro Meter. Der Vorhang bietet damit auch beim Einsatz zur Trennung großer Brandabschnitte in öffentlichen Gebäuden, Hotels oder Kaufhäusern Sicherheit. Der Betrieb erfolgt mit einer Feststellanlage nach EN 14637. Optische Rauchschalter überwachen den Torbereich und sorgen für eine zuverlässige Schließung des Vorhangs bei Rauchdetektion. Der Anschluss an eine bauseitige Brandmeldezentrale ist mithilfe der Steuerung ebenfalls möglich.

www.hoermann.de

Brandschutz

Flexibel dank Funkmelder

Bosch Building Technologies bietet mit seiner neuen Generation von Funkmeldern eine flexible Brandschutzlösung an, die nahezu vollständig auf eine Verkabelung verzichtet. Sie eignet sich daher ideal für historische Gebäude, Nachrüstungen und Erweiterungen im Bestand sowie für temporäre Installationen. Dank der Kombination aus zwei Frequenzbändern und einer hoch zuverlässigen Mesh-Technologie bietet das neue Funk-Brandmeldesystem eine ­hohe Systemverfügbarkeit und maximalen Schutz. Die Lösung besteht aus einem Gateway, das kabelgebunden an die Brand­meldeanlage angeschlossen wird, sowie aus bis zu 30 Detektoren und zehn Handfeuermeldern, die per Funk mit dem Gateway kommunizieren und daher kabellos an ­beliebiger Stelle installiert werden können. Es können bis zu zehn Gateways miteinander vernetzt werden, die mit jeder Brand­meldezentrale des Herstellers kompatibel sind.

www.boschbuildingtechnologies.com

Treppenhauszentrale

Rauchableitung und Lüftung

Geze hat seine Treppenhauszentralen „THZ N4“ und „THZ Comfort N4“ zur Rauchableitung und Belüftung komplett überarbeitet. Sie wurden mit einem stärkeren Netzteil ausgestattet, womit sich ein weiterer Fensterantrieb versorgen lässt. Beide Modelle sind außerdem mit einer Schnittstelle für das Serviceterminal „ST220“ des Herstellers ausgerüstet. Dadurch erfolgen Inbetriebnahme und Wartung schneller und komfortabler; die verschiedenen Parameter, Betriebszustände und Störmeldungen werden in Klartext angezeigt. Eine Weiterleitung der Signale, zum Beispiel an die Gebäudeleittechnik, ist ebenfalls möglich. Wind- oder Regenmelder können ohne Zusatzmodul angeschlossen werden. Ihre kompakten Maße prädestinieren die Zentralen zudem für die Montage auch in engen Treppenhäusern. 4,5 Ampere Ausgangsstrom genügen, um bis zu vier Fensterantriebe betreiben zu können.

www.geze.de

Brandschutz

Beschichtung für Fluchtwege

Mit „StoFloor Industry EH 200“ bietet StoCretec ein baurechtlich zugelassenes Beschichtungssystem, das die Anforderungen an Flucht- und Rettungswege erfüllt. Es besteht aus der Grundierung „StoCryl EH 100“ und der Beschichtung „StoCrete EH 200“. Bei einer Schichtdicke von drei Millimetern ist das Gesamtsystem nicht brennbar (Klasse A2fl-s1 gemäß EN 13501-1: 2007). Für ein unfallfreies Begehen wird die Beschichtung in den Rutschhemmklassen R 10 und R 11 angeboten. Die guten Verlaufseigenschaften sowie die rasche Aushärtung erlauben zudem einen schnellen Einbau. Für farbige Oberflächen empfiehlt der Hersteller den matten Wasserlack „StoPox MS 200“ und den glänzenden Wasserlack „StoPox WL 100“ als Versiegelungen. Sie werden in einer Schichtdicke unter 0,5 Millimeter aufgebracht und beeinflussen die brandschutztechnische Bewertung nicht.

www.stocretec.de