Architekturbeton

Filigrane ­Statement-Möbel

Godelmann erweitert mit individuell gefertigten Möbeln aus Beton sein Angebot für die Raumgestaltung. Die aus feinem Architekturbeton hergestellten Unikate sind elegant in der Form, die Haptik der natürlich wirkenden Oberfläche ist sanft. Der Werkstoff und die Endprodukte werden in der hauseigenen Beton-Manufaktur in der Oberpfalz nach eigener Rezeptur CO2-neutral und von Hand hergestellt. Laut Hersteller liegt dieser Architekturbeton weit über der höchsten Güteklasse im Sichtbetonbereich. Dank der freien Formbarkeit des Materials entstehen in Handarbeit nicht nur Designfliesen für die Wand, sondern auch Waschbecken, Wohndekorationen und Mobiliar für den Innen- und Außenbereich.

www.godelmann.de

Betonlasuren

Veredelter Sichtbeton

Treppenhäuser zählen zu den am meisten frequentierten Bereichen, besonders in öffentlichen oder gewerblichen Bauten. Zudem sind sie vielfach in Sichtbeton ausgeführt. In der Regel besteht vonseiten der Bauherren und Architekten der Wunsch, die Flächen unter Beibehaltung der charakteristischen Optik und Haptik farbig zu gestalten und sie gleichzeitig gegen Verschmutzung zu schützen. Hierfür bietet die auf den Schutz und die Kolorierung von mineralischen Oberflächen spezialisierte PSS Interservice GmbH Betonlasuren auf Basis der „faceal Colour“-Technologie mit hydrophober und vor allem oleophober Ausrüstung an. Letztere ermöglicht, dass sich zum Beispiel Fettspuren durch Abfingern rückstandsfrei einfach abwischen lassen. In puncto Farbgebung kann der Deckungsgrad der semitransparenten Lasur individuellen Wünschen angepasst werden. Das ist zum einen objektspezifisch mittels der faceal-Colour-Farbmetrik sowie in faceal-Colour-Standard- und sämtlichen RAL- und NCS-Bunttönen möglich, kann aber auch feinnuanciert Ton in Ton in abgestuftem Betongrau angelegt werden. Eine transparente Version ist ebenfalls verfügbar. Sie wird auch mit der besonders abriebfesten Hochleistungs-Imprägnierung „faceal Oleo HD“ angeboten. Deren Leistungsfähigkeit wird durch die Auszeichnung als RAL-zertifizierter Graffitischutz unterstrichen. Die bei Sichtbeton häufig auftretenden Läufer von Betonmilch und optische Ungleichmäßigkeiten lassen sich mit der Kolorierung ebenfalls ausgleichen.

www.pss-interservice.de

Komplettsystem

Aufzug im ­Fertigschacht

Mit ihrer Produktkombination, bestehend aus vorkonfektionierter „Gen2“-Aufzugstechnik von Otis und einem modularen Fertigteil-Aufzugsschacht von Max Bögl, gehen die Unternehmen neue Wege. Schachtelemente und Aufzugskomponenten werden im Werk des Bauunternehmens präzise vorgefertigt und montiert, was eine hohe Fertigungsqualität gewährleistet. Die Aufzugsschächte sind in ihrer Höhe flexibel anpassbar und erfüllen alle Anforderungen an den Brand- und Schallschutz. In der Standardausführung sind acht Module (Haltestellen) übereinander möglich. Weitere Haltestellen müssen individuell geplant werden. Die Lieferung auf die Baustelle erfolgt just in time und die Montage beansprucht nur wenige Stunden. Durch die vorinstallierte Aufzugstechnik reduziert sich zudem die Inbetriebnahmezeit der Aufzüge vor Ort. Das Komplettsystem kann außen am Gebäude oder im Innenbereich eingesetzt werden.

www.aufzug-mit-fertigschacht.de

Weiterentwicklung

Weißzement noch weißer

Der zum irischen Konzern CRH gehörende Zementhersteller Danucem hat sein Sortiment an Weißzementen von zwei auf elf Sorten erweitert. Dadurch lassen sich die Ansprüche von Planern an Architekturbeton differenzierter verwirklichen. So besitzen die neuen Weißzemente einen besonders hohen Weißgrad, der dem Beton eine leicht bläuliche Schattierung für elegante Oberflächen verleiht. Außerdem sind mithilfe der Zemente scharfkantige, fehlerfreie Ecken sowie äußerst dünne Elemente realisierbar. Im Falle einer Pigmentierung werden die Farbergebnisse brillanter. Je nach Bedarf härten die Betone auch schneller oder langsamer aus und sind resistenter gegen chemische Einflüsse und robuster gegen mechanische Angriffe. Bisher heißen die Weißzemente „CRH-White“. Ihr neuer Name „Rohožník-White“ dokumentiert den Ort der Herstellung in der Slowakei. Eigenen Angaben zufolge betreibt CRH heute mit die modernsten und umweltfreundlichsten Produktionsanlagen in ganz Europa.

www.danucem.com

Beton

Flache Entwässerungsrinnen

Richard Brink hat die Betonrinnen vom Typ „Fortis“ um nur 80 Millimeter hohe Rinnen erweitert. Es sind die flachsten ihrer Art im Sortiment des Herstellers. Sie sind 155 Millimeter (DN 100) breit und mit Stahlzargen zur Aufnahme von Gussrosten ausgestattet. Die Rinnen entsprechen der Belastungsklasse C 250 und halten somit Belastungen bis zu 25 Tonnen stand. Ergänzend ist ein Sinkkasten mit einem 80 Millimeter hohen Rinnenanschluss und einem seitlichen DN-100-Ablaufstutzen verfügbar. Ist kein Sinkkasten erforderlich, können Betonrinnen mit senkrecht abgehenden Ablaufstutzen verwendet werden. Das Angebot passender Gussroste wurde ebenfalls ausgebaut. So ist der Rost des Typs „Prisma“ nun auch in der Beanspruchungsklasse B 125 erhältlich und durch die leichtere Konstruktionsweise zudem kostengünstiger. Das einheitliche Design für verschiedene Belastungen ermöglicht die homogene Abdeckung sämtlicher Betonrinnen.

www.richard-brink.de

Neubau und Sanierung

Stahl-Beton-Verbund-Lösung

Eine historische Kappendecke, verrostete, nicht mehr tragfähige Stahlträger, dazwischen alter Beton oder Steine: Solche Herausforderungen innerhalb eines Sanierungsprojekts führten bis dato meist zum Abriss und Neuaufbau der Kappendecke. Mit der Stahl-Beton-Verbundkonstruktion „Stabeko“ gibt es jetzt eine Alternative. Entwickelt wurde sie von der auf Holz-Beton-Verbundsysteme (HBV) spezialisierten Elascon GmbH, die ihr Know-how für eine Lösung bei Stahl-Beton-Decken nutzte. Wo beim HBV die Holzbalken über Schubverbinder mit der neuen Betonschicht verbunden werden, nehmen beim Stahl-Beton-Verbund die Stahlträger die Schubverbinder auf und koppeln sie mit der neuen, bewehrten Betonschicht. Der alte Beton fungiert hierbei als verlorene Schalung. Als Schubverbinder dienen beim System Stabeko die eigens dafür konzipierten Kopfbolzen „TFuse“ und „VFuse“. Sie werden auf der Baustelle mit einem leicht zu handhabenden Setzgerät einfach in die Stahlträger „geschossen“ und so fixiert. Im Anschluss muss nur noch die Bewehrung verlegt und die Betonschicht aufgebracht werden. Somit sind die Stahlträger mit den Kopfbolzen und der neu aufgebrachten Betonschicht optimal miteinander verbunden.

Die Konstruktion zeichnet sich aufgrund der nur wenige Zentimeter dünnen Betonschicht durch ein vergleichsweise geringes Gewicht und eine niedrige Aufbauhöhe bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit, Biegesteifigkeit und Feuerbeständigkeit aus. Gegenüber der Abrissvariante ist diese Lösung deutlich kostengünstiger. Das Stabeko-System eignet sich ebenso für Stahl-Beton-Verbund-Decken in Neubauten, wo Stahl verwendet wird. Zum Beispiel lassen sich Decken in Hallen üblicherweise nur realisieren, indem die Bolzen an die Stahlunterkonstruktion angeschweißt werden. Das erfordert einen Verarbeiter, der über eine Schweißlizenz sowie über eine entsprechende Genehmigung des Elektrizitätswerkes verfügt. Auch dauern die Arbeiten deutlich länger. Werden die Bolzen dagegen lediglich „aufgeschossen“, kann die Herstellung der Decken mit geringerem Aufwand und schneller erfolgen. Das Stabeko-System eignet sich für alle auf dem Markt erhältlichen Verbundbleche und Trapezprofile. Alle relevanten Bemessungsanforderungen entsprechend Eurocode 4 der Stahl-Beton-Verbundlösung sind in einem Bemessungsprogramm als Download hinterlegt.

www.stabeko.de

Abklebesystem

Fugendichtung für Beton

Sika hat sein Abklebesystem „Tricoflex“ zur Fugen- und Rissabdichtung von Betonbauwerken weiterentwickelt. Der Klebstoff des neuen Systems „Sikadur-Combiflex TF“ besitzt eine deutlich bessere Viskosität und ist optimal auf die Dichtstreifen und Fugenbänder abgestimmt. So wird ein höherer Verarbeitungskomfort bei gleichzeitig geringerem Materialverbrauch erzielt. Alle erforderlichen Funktionsprüfungen für die allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse für Arbeits-, Sollriss- und Dehnfugen liegen vor. Sikadur-Combiflex TF kann vor oder nach der Betonage, in und unter Bodenplatten sowie an Decken und Wänden des gesamten Gebäudes eingesetzt werden. Die Vielseitigkeit der Dichtstreifen und Fugenbänder ermöglicht die Abdichtung nahezu aller Fugen und Geometrien – auch an Materialübergängen wie zu Metall oder Kunststoff ist der Einsatz möglich. Somit eignet sich das System für Neubauten, den Anschluss an Bestandsgebäude und die Sanierung von Bauwerken.

www.sika.de

Sichtbeton

Schallschutz im Treppenhaus

Mit der neuen „Tronsole Typ P“ von Schöck lassen sich filigrane Fertigteilpodeste aus Sichtbeton einfach in das Treppenhaus einheben. Das vom DIBt zugelassene Trittschalldämmelement erfüllt die höchste Schallschutzstufe III nach VDI 4100. Es zeichnet sich durch seine geringe Einbauhöhe sowie eine hohe Tragfähigkeit bis 65 kN aus. Das eröffnet Spielräume für architektonische Besonderheiten, wie beispielsweise Podeste mit einer Höhe von lediglich 18 Zentimetern, umlaufende Luftfugen oder effektvolle Inszenierungen durch integrierte Lichtbänder. Nach dem Einheben des vorgefertigten Podestes in das Treppenhaus werden das Tragelement und das Wandelement einfach zusammengesteckt und seitlich durch entsprechende Aus­sparungen in der Wand in die im Podest befindliche Hülse eingefahren. Durch die akustische Entkopplung müssen weder ein schwimmender Estrich verlegt noch Trocknungszeiten berücksichtigt werden. Das Podest ist ­sofort begehbar.

www.schoeck.com

Innenausbau

Ultradünne Beton­platten

Die Efecto-Betonschreiner bieten für den Innenausbau individuelle Sichtbetonlösungen aller Couleur. Sie verwenden dafür vorgefertigte Platten, die gegenüber Ortbeton aufgrund der industriellen Herstellung eine gleichbleibende Qualität in Sichtbetonklasse 3 aufweisen. Durch den Zuschlag von Pigmenten sind verschiedene Farbnuancen von Weiß bis Schwarz möglich. Zusätzlich werden unterschiedliche Oberflächen von seidig-glatt über sandgestrahlt bis rau-rustikal angeboten. Die Platten werden, ähnlich wie Holzpaneele, auf Maß geschnitten, geschliffen, verklebt und sichtbar oder unsichtbar zusammengefügt. Bei statischer Belastung, zum Beispiel für den Möbel- und Innenausbau, kommen 13 Millimeter schlanke Betonplatten mit Glasfaserbewehrung zur Anwendung. Für vollflächig auf dem Untergrund verklebte Wandbekleidungen werden zehn Millimeter dünne Paneele ohne Bewehrung eingesetzt.

www.efecto.de

Dämmung

Wärmebrücken-Killer

Die neue Produktfamilie „Sconnex“ von Schöck reduziert durch ihren hohen Dämmeffekt die konstruktiven Wärmebrücken an Stahlbetonwänden und -stützen sowie Mauerwerk auf ein Minimum. Damit lässt sich laut Hersteller erstmals eine durchgehende Wärmedämmebene um das Gebäude planen. Der „Typ W“ für Stahlbetonwände wird auf Geschossdecken beziehungsweise Bodenplatten am Wandfuß oder unterhalb von Geschossdecken am Wandkopf eingesetzt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Drucklager aus ultrahochfestem Faserbeton, das sehr hohe Kräfte auf kleinster Fläche aufnehmen kann. Auf diese Weise wird die konstruktive Wärmebrücke extrem effektiv gedämmt und die daraus resultierende Erhöhung der Oberflächentemperatur der Wand ermöglicht eine tauwasser- und schimmelpilzfreie Lösung. Dadurch kann zudem die sonst notwendige und unattraktive Flankendämmung an den Wänden komplett entfallen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der „Typ P“ für Stahlbetonstützen. Auch hier wird durch die niedrigen Wärmeleitfähigkeiten der Produktkomponenten der Wärmestrom durch die Stahlbetonstütze erheblich reduziert und die Flankendämmung kann eingespart werden. Das ermöglicht zugleich auch eine Ausführung der Stützen in Sichtbetonoptik. Eine Zulassungserteilung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) wird im zweiten Quartal 2021 erwartet. Die Typen W und P sind vom Passivhaus Institut als Passivhaus-Komponente zertifiziert; der Typ P ist bislang die einzige ­Lösung für Stützenanschlüsse.

Der bisher als „Novomur“ bekannte „Typ M“ der Sconnex-Produktfamilie ist ein energiesparender Kimmstein, der für die ­Sockeldämmung von Mauerwerkswänden eingesetzt wird. Er dient als erste Steinreihe des Mauerwerks ober- oder unterhalb von Geschossdecken oder ­Bodenplatten. Neben der Reduzierung der Wärmebrücke in diesem Bereich verhindert das nach DIN 4108 wasserabweisende Element, dass Feuchtigkeit während der Bauphase oder durch angrenzendes Erdreich in die Wand eindringt. Feuchtebedingte Schäden und erhöhte Wärmeverluste werden so ­vermieden.

www.schoeck.de

Weißbeton

Kirow-Werke in Leipzig

In Leipzig hat Oscar Niemeyer mit einer Kugel aus Beton und Glas ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen. Kernstück des kurz vor seinem Tod im Jahr 2012 angefertigten Entwurfs ist eine Skulptur in Form einer Kugel, die auf dem Dach der Leipziger Kirow-Werke sitzt. Der geschäftsführende Gesellschafter des Herstellers von Eisenbahnkränen Ludwig Koehne hatte sich als Bewunderer der Niemeyer-Architektur 2011 an den Altmeister per Brief gewandt und die Bauaufgabe geschildert: Es sollte ein „kurvig“ geformter Speise- und Tanzsaal auf dem Kantinengebäude entstehen. Sein Wunsch fand in Brasilien Gehör und im Juli 2020 wurde Eröffnung gefeiert. Realisiert wurde die im Durchmesser zwölf Meter große Kugel durch den Leipziger Architekten Harald Kern.

Herausfordernd dabei war nicht nur die Planung der überaus schwierigen Schalung, sondern auch die Herstellung des Betons. Ausgeschrieben war die Ausführung in weißem Sichtbeton der Klasse SB 4. Demnach sollte die Kugel so glatt und so weiß wie möglich werden. Nach zahlreichen Versuchen und der Produktion diverser Farbmuster wurde ein reiner, eigens für das Projekt eingefärbter Weißbeton der Festigkeitsklasse C 30/37 in der Konsistenzklasse F5 mit dem Portlandzement „Face“ von Dyckerhoff Weiss eingesetzt. Bei der Herstellung des Betons durch Berger Beton aus Passau war die zielgenaue Verwendung aller Komponenten entscheidend. Darüber hinaus musste der Beton so in die 20 Zentimeter dünne Kugelschale eingebaut werden, dass keine Fehlstellen entstanden.

Eine weitere Herausforderung bestand in der Fertigung und dem Einbau der kurvenförmigen Glasaugen in die Kugel. Die verwendeten Flüssigkristallfenster lieferte das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck. Die bereits bei Displays in Elektronikgeräten etablierte Technologie bewirkt in den sogenannten schaltbaren Architekturverglasungen des Herstellers einen Sonnenschutz binnen weniger Sekunden, wobei Transparenz und Farbneutralität der Gläser erhalten bleiben.

www.dyckerhoff.com