Fassade und Dach

Von Ginstergelb bis Pastelltürkis

Die Planer von hammeskrause architekten sind neue Wege gegangen, um für zwei Schulen im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eine Mensa zu gestalten. Nachdem die Form des Baukörpers gefunden war, entwickelten sie gemeinsam mit den Schülern eine kunterbunte Hülle. Ziel dieser Herangehensweise war es, dass sich die Schüler der unterschiedlich ausgerichteten Einrichtungen mit dem Projekt identifizieren sollten. Projektleiter Joep Kuys: „Wir wollten ein Campusherz gestalten, das für alle Schüler schlägt.“

Das gesamte Areal prägten bis dahin zwei Schulgebäude aus den 1960er-Jahren mit viel Beton und einem Flachdach. Dem setzten die Architekten mit der Wahl eines Satteldaches für den Mensaneubau eine konträre Gestaltung entgegen. Um dies noch stärker hervorzuheben, sollte die äußere Hülle vom Boden bis zum First wie mit einer Haut bekleidet wirken. Gewählt wurde hierfür die Aluminium-Dachraute im Format 44 mal 44 Zentimeter von Prefa. Die farbliche Gestaltung der Rauten wurde gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Die vier Gruppen, bestehend aus zwölf Schülern beider Schulen, präsentierten nach sechs Workshops ihre Konzepte: „Zirkuszelt“, „Blumenwiese“, „Picknickdecke“ und „Tuned by letters“. Dabei legte das Architekturbüro viel Wert darauf, dass die Schüler ihre Arbeiten auch untereinander diskutierten, sodass Elemente der verschiedenen Entwürfe miteinander verschmolzen. „Das Partizipative gelingt selten bei Großprojekten, umso mehr freut es uns, dass wir hier den Weg miteinander gehen durften“, resümiert Architekt Nils Krause. Die Rauten wurden schließlich in den Sonderfarben Ginstergelb, Karminrot, Normminzgrün und Pastelltürkis hergestellt und vom Handwerksbetrieb Altvater aus dem baden-württembergischen Nufringen strikt nach Plan verlegt. Die praktische Umsetzung ihrer Ideen wurde in den Pausen stets von den Kindern verfolgt.

www.prefa.de

Aluminiumfassade

Wohnungen in Göteborg

Die Architektin Åsa Askergren und das Architekturbüro White haben im Göteborger Stadtentwicklungsgebiet Lindholmshamnen ein Wohnprojekt realisiert, das den Charme dieses ehemaligen Industriehafengeländes aufgreift und modern interpretiert. Geplant wurde ein Ensemble mit 133 Wohnungen für Familien, Singles, Studenten und Paare, die sich auf ein sechs-, ein acht- und ein 16-stöckiges Haus verteilen. Dazwischen befindet sich ein nur drei Geschosse hoher Kindergarten. „Wir haben hier klassische Formen mit innovativen Materialien kombiniert – basierend auf der Idee von Monolithen“, beschreibt Åsa Askergren ihr Konzept. Um diesen prägnanten Eindruck zu erzeugen, harmonieren die in den Erdfarben Ziegelrot, Dunkelgrün und Grau gehaltenen Fassaden mit der Umgebung und ändern zudem je nach Lichteinstrahlung ihr Erscheinungsbild. Als Fassadenbekleidung wurden Rauten aus Aluminium von Prefa gewählt. ­Entscheidend waren dafür neben dem Design im Industrial-Look auch Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Produkte bestehen zu einem hohen Teil aus recyceltem Aluminium. Für die Um­setzung des 6.000-Quadratmeter-Projekts war der Spenglerbetrieb Er-Jill verantwortlich.
An Inhaber Daniel Eriksson und seine Mitarbeiter stellte die Verlegung der ­insgesamt rund 100.000 Rauten hohe Anforderungen. Je ­höher das Gebäude, desto beschwerlicher ­wurden die Arbeiten bei Kälte und Sturm.

www.prefa.de

 

Dreidimensionale Optik

Versetzte Füllungen, scheinbar schwebende Griffe, asymmetrische Vertiefungen: Das sind nur einige Gestaltungsoptionen, die Weru mit seinen „Atris-style“-Haustüren in 3D-Optik eröffnet. Um die Möglichkeiten des individuellen Designs noch zu steigern, ist jedes der 18 Aluminium-Türen-Modelle in rund 200 RAL-Farben erhältlich; darunter auch einige in Metallic-Tönen und matter Struktur. Integrierte Gesteinsapplikationen diverser Schiefer- und Sandsteinarten sowie Beton oder Holz erweitern das Spektrum. Mit einem oder zwei Haustür-Seitenteilen lassen sich auch breitere und damit repräsentative Eingänge zu Wohnhäusern und Gewerbeobjekten konfigurieren. Darüber hinaus werden spezielle Ausstattungspakete in Bezug auf Sicherheit und Komfort angeboten.

Backstein und Aluminium

Architektursprache passend zum Unternehmen einzusetzen, war das Ziel von Architekt Carl Michael Römer beim Neubau des Büro- und Geschäftshauses des traditionsreichen Hamburger Schuhhauses Schüttfort. Dabei legt er viel Wert darauf, dass sein Entwurf das städtebauliche Umfeld mit den markanten Klinker- und Backsteinbauten widerspiegelt. Optisch schließt die Straßenfassade daher an die großen Kontor- und Geschäftshäuser der Hansestadt an. Sie ist in drei Bauteile mit Backstein- und Pfostenriegelfassade sowie großen, einladenden Glasflächen gegliedert. Die rückwärtige Fassade des viergeschossigen Neubaus erlaubte einen größeren gestalterischen Spielraum. Hier wählte der Architekt in Anlehnung an einen Schuh eine geschwungene Form und als Bekleidung Aluminium-Wandrauten von Prefa in Mayagold. „Um den Büros auf dieser Seite außerdem eine natürliche Belichtung zu garantieren, sind wir dort zudem mit der Fassade zurückgesprungen, haben große Fenster und für die Mitarbeiter(innen) eine Dachterrasse integriert“, so Römer. Die Wandrauten überzeugten neben dem ansprechenden Erscheinungsbild durch die optimale Verwendungsmöglichkeit bei geschwungenen Flächen. „Besonders praktisch ist die Leichtigkeit und Formbarkeit des Materials“, sagt Römer. Deshalb wählte man mit „Falzonal“ auch für das Dach ein weiteres Produkt des Herstellers. Die Falztechnik ermöglicht eine filigrane, lineare Teilung der Dachfläche. So ergaben die etwa 58 Zentimeter breiten Scharen in Verbindung mit den großzügigen Gauben eine markante Gliederung des Daches.

Technik: Produkte

Ideen für Fassaden

Objektbeispiele für die Gestaltung mit verschiedenen Lösungen aus Metall, Putz und Holzfaser-Dämmung.

Komplett umhüllt
Ein Ferienhaus in Ungarn fügt sich in die Landschaft ein – auch weil durch die Aluminium-Bekleidung Dach und Fassade miteinander verschmelzen.

Die Architekten Zoltán Bachmann und Agnes Borsos realisierten mit einem Ferienhaus im ungarischen Kövágószölös ein kleines, aber feines Objekt. Der Ort in der Nähe von Pécs liegt im Naturschutzgebiet Jakab-Berg. Die harmonische Einbettung des Hauses in diese faszinierende Umgebung hatte für die Architekten oberste Priorität. Agnes Borsos: „Es sollte sich zurücknehmen und auch in der Fläche klein bleiben.“ Verwirklicht wurde dies mit einem traditionellen Satteldach über rechteckigem Gebäudegrundriss, bei dem Dach- und Wandflächen miteinander verschmelzen. Dafür wurde das Haus komplett mit einer Aluminium-Bekleidung von Prefa überzogen. Da diese gestalterische Lösung keine außenseitig angebrachten Dachrinnen erlaubt, hat man sie hier komplett weggelassen und die Konstruktion hinterlüftet. Das Regenwasser wird direkt vom Dach über die Fassade in einen extra im Gehweg installierten Ablauf eingeleitet. Agnes Borsos: „So funktioniert die Fassadenverkleidung nicht nur technisch, sondern sieht auch architektonisch sehr schlicht aus.“ Ausgeführt wurde sie mit „Prefalz“ in Hellgrau, den in Stehfalztechnik zu verlegenden Aluminiumbändern des Herstellers. Sie sind durch ihre Geschmeidigkeit leicht verformbar und bieten daher eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten an Dach und Fassade. Neben dem Erscheinungsbild war für die Architekten auch die Langlebigkeit des Materials entscheidend. Der Eigentümer sollte keine Arbeit damit haben, sondern das Haus genießen und seine Freizeit entspannt darin verbringen.

www.prefa.de

Faszinierendes Lochblech-Motiv
Es ist etwas Besonderes, wenn man historische Motive mittels einer gelochten Metallfassade darstellen kann.

Lochbleche sind vielseitig einsetzbar, doch in der Regel ist eine Musterauswahl vorgegeben. Moradelli Metal Design aus Kirchheim bei München hat sich deshalb darauf spezialisiert, die individuellen Vorstellungen von Architekten zu verwirklichen. Wie gefragt das Know-how des Unternehmens ist, zeigt die Ende letzten Jahres fertiggestellte Metallfassade am Gebäude der neuen gastronomischen Einrichtung „Klara“ am Marktplatz in Hanau. Zunächst hatte sich die Montage verzögert, weil der Hersteller für die geplanten 420 Quadratmeter goldeloxierter Metallbleche gewechselt werden musste. Die Fassade, die letztendlich im Lochblechraster „PerfoART“ von Moradelli angefertigt wurde, zeigt historische Hanauer Marktplatz-Szenen. Als Vorlage dienten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ausgesucht hatte sie der „Klara“-Architekt Ulrich Wagner. Auf Basis der eingescannten Bilder wurden die entsprechenden Maschinenprogramme entwickelt. Größe und Dichte der vielen Tausend in die drei Millimeter starken Aluminiumbleche gestanzten Löcher ergeben das gewünschte Bild, einschließlich der Tiefenwirkung. Die Löcher messen zwischen zwei und vierzehn Millimeter. Abschließend wurden die Bleche hellbronzefarben eloxiert.

www.moradelli.de

Dynamische Wechsel
Die Fassade einer Industriehalle entspricht mit abwechselnd planebenen und geschwungenen Metallprofilen dem technischen Charakter der darin hergestellten Bauteile.

Die Geislinger GmbH aus Österreich stellt Schwingungsdämpfer und Kupplungen für Großmotoren her. Der neue, 4.500 Quadratmeter große Industriebau war notwendig geworden, um die Faserverbundfertigung am Firmenstandort in Bad St. Leonhard zu bündeln. Auf dem nach Norden ansteigenden Grundstück hat das Architekturbüro Atelier Volkmar Burgstaller aus Salzburg die Halle in den Hang eingeschoben. Sie wird über 14 große Sheddächer belichtet. Die Fassade sollte auf Wunsch des Bauherrn die Corporate Identity des Unternehmens zum Ausdruck bringen. Diese Aufgabe lösten die Architekten mit einer vorgesetzten, hinterlüfteten Metallfassade von Domico. Hier spiegelt vor allem der Metallic-Effekt der gewählten Beschichtung in RAL 9006 Weißaluminium den technischen Charakter des Unternehmens besonders gut wider. Um zusätzlich Dynamik und Schwingung zum Ausdruck zu bringen, wechseln planebene und geschwungene Profile einander ab. Zusätzlich erzeugen sie ein bewegtes Licht- und Schattenspiel, was den dynamischen Eindruck in Verbindung mit der um 15 Grad geneigten Verlegung noch verstärkt. Während die ebenen Profile des Fassadensystems „Planum“ zum Standard-Sortiment des Herstellers gehören, sind die geschwungenen Profile der „Swing“-Fassade neu auf dem Markt. Sie werden großflächig verlegt oder, wie bei diesem Objekt, mit Planum kombiniert – stets lassen sich durch ihre leicht wellenförmige Kontur reizvolle gestalterische Effekte erzielen. Swing wird wie Planum durchdringungsfrei befestigt. Die Montage kann waagrecht, senkrecht oder schräg erfolgen; die Profile sind in einer Deckbreite von 800 Millimetern und einer maximalen Länge von zwölf Metern verfügbar. Sie werden in 1,5 Millimeter dickem, verzinktem und farbbeschichtetem Stahlblech sowie in 1,8 Millimeter dickem, farbbeschichtetem oder eloxiertem Aluminium angeboten.

www.domico.at

Abgerundete Lösung
Die selbsttragenden Verbund-Elemente wurden auch deshalb für die Fassade eines neuen Möbelkompetenzzentrums eingesetzt, weil sie sich der gerundeten Kontur des Bauwerks gut anpassen ließen.

Die Unternehmensgruppe Finke aus Paderborn eröffnet im Herbst dieses Jahres an der Bundesautobahn A 2 in Hamm-Rhynern ein Möbelkompetenzzentrum – konzeptioniert und entworfen vom Architektur- und Innenarchitekturbüro Blocher Blocher Partners aus Stuttgart. Das Kompetenzzentrum beherbergt die Häuser „Finke – das Erlebnis Einrichten“ und „Carré – schnell und schön einrichten“. Die Gestaltung des Baukörpers vermittelt Dynamik, Leichtigkeit und Modernität. Die konstruktive Außenhülle ist ringsum mit Metallpaneelen versehen, sodass an dem Gebäudekomplex praktisch keine „Rückseiten“ entstehen. Großzügig verglaste Fassadenausschnitte markieren Eingangsbereich und Sonderzonen, wie für die Restaurants. Die insgesamt etwa 10.000 Quadratmeter große Fassade besteht aus großformatigen Elementen mit einer Abmessung von circa sechs mal 0,9 Meter. Sie wird mittels LED-Technologie sanft beleuchtet, was die räumliche Wirkung betont, die Materialqualität optisch hervorhebt und zusätzliche Akzente setzt. Bei der Wahl eines geeigneten Systems entschied sich Finke für „Qbiss One“ des Herstellers Trimo, eines im slowenischen Trebnje ansässigen Anbieters von Komplettlösungen für die Gebäudehülle. Qbiss One ­wurde dem hohen Gestaltungs- und Qualitätsanspruch gerecht und erfüllte eine wesentliche Bedingung: Die Fassadenelemente mussten der gerundeten Kontur des Bauwerks angepasst werden können. Dies konnte der Hersteller gewährleisten, denn die Elemente sind ab einem Mindestradius von zwei Metern biegbar. Die Qbiss-One-Elemente besitzen einen Isolationskern aus Mineralwolle mit einer Rohdichte von 120 kg/m3, Baustoffklasse A1, der mit verzinktem, farbbeschichtetem Stahlblech ummantelt ist. An den Einrichtungshäusern kamen die Paneele in einer Dicke von 240 Millimetern und mit einem U-Wert von 0,17 W/m2K zum Einsatz; die Feuerwiderstandsklasse entspricht der Einstufung EI 120 nach EN 13501-2. Mit einer Wasserdichtigkeit von 900 Pascal hält das System auch Schlagregen in Orkanstärke stand. Die Elemente sind selbsttragend und werden mit einer von außen unsichtbaren Befestigung auf die Betonstützen des tragenden Rohbauskeletts montiert. Durch eine neue, vollautomatische Produktionstechnologie werden bei Trimo die Stahlbleche tiefgezogen. Das ermöglicht formgenaue Elemente mit exakten Ecken, die im verlegten Zustand präzise Schattenfugen bilden. Ob horizontal, vertikal, horizontal versetzt, vertikal versetzt oder schräg – Planern bieten die unterschiedlichen Verlegearten breiten gestalterischen Spielraum. Darüber hinaus lassen sich mit den Profilen aus dem Zubehör-Programm dekorative Akzente setzen: LED-beleuchtete Fugen, wie bei diesem Objekt realisiert, sind ebenso möglich wie individuelle Detaillösungen für Ecken oder Schrägen.

www.qbiss.eu/de

Struktur-Mix
Geputzte Fassaden sind nach wie vor beliebt und es eröffnen sich immer wieder neue gestalterische Varianten.

Putzfassaden in den vielfältigsten Farben und Strukturen prägen nach wie vor unsere Städte und Dörfer – trotz Glas, Stahl und Beton. Der traditionelle Baustoff unterliegt keiner formalen oder konstruktiven Einschränkung; deshalb hat sich Putz bis heute einen hohen Stellenwert erhalten. Gerade in den letzten Jahren lässt sich ein überraschend fantasievoller Umgang mit Strukturen, Effekten und Farbigkeiten feststellen.

In der Regel werden Putzoberflächen in Verbindung mit der Fassadendämmung erstellt. Üblich sind gebrauchsfertige, pastöse Putze in Form von Dispersionsputzen, organisch vergüteten Silikatputzen oder Silikonharzputzen. Vorteil dieser Materialien ist ihre Vielfalt an Strukturvarianten, Farbtönen und Körnungen. Neben den traditionellen Kratz-, Scheiben-, Rillen-, Roll-, Modellier-, Filz- oder Spritzputzen in Kornstärken (je nach Putz) von weniger als einem bis zu sechs Millimetern liegen zurzeit sehr feine, fast glatte Oberflächen mit Körnungen bis maximal zwei Millimeter im Trend. Beliebt sind auch gefilzte oder gespachtelte Flächen. Mit Dispersionsputzen lassen sich außerdem neuartige effektvolle Oberflächen realisieren – zum Beispiel durch das Einblasen von unterschiedlichen dekorativen Materialien wie Glimmer, natürlichen und kolorierten Körnungen sowie Siliziumcarbid. Putze mit unterschiedlichen Körnungen werden ebenfalls gern kombiniert, auch farblich differenziert. Akzentflächen an den Öffnungen bilden eine weitere gestalterische Variante.

Ergänzt wird diese Bandbreite an Möglichkeiten durch die große Auswahl an Farben, da Dispersionsputze nicht nur mit anorganischen, sondern auch mit organischen Pigmenten einfärbbar sind. Das Spektrum reicht dabei von hellen, pastellfarbigen Nuancen bis hin zu kräftigen, satten Tönen – ohne dass ein zusätzlicher Anstrich aufgebracht werden muss. Selbst dunkle, intensive Farbtöne sind bei Fassaden längst Realität. Durch die gezielte Auswahl von Pigmenten und Systemkomponenten sind bei einem Wärmedämmverbund-System Hellbezugswerte von kleiner >20 möglich.

www.putz-dekor.org

Holzhaus am Wasser
Weil Holz leichter ist als Mauersteine, war die Holzbauweise für das Ferienhaus am See die bessere Lösung.

Der Berliner Architekt Jochen Eichner hat für eine Bauherrengemeinschaft am Großen Pälitzsee im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Ferienhaus für drei Generationen geplant. Dabei kamen ihm seine praktischen Erfahrungen als gelernter Maurer sehr zugute. Statt des ursprünglich vorgesehenen Mauerwerkbaus empfahl er seinen Auftraggebern, auf dem Seegrundstück ein Haus aus Holz zu bauen. Es ist rund 20 Tonnen leichter; eine teure Pfahlgründung auf dem nur mäßig belastbaren Baugrund ließ sich so vermeiden.

Der Rohbau wurde in Holzrahmenbauweise mit Holzfaserdämmung durch die Firma Opitz Holzbau aus Neuruppin erstellt, die alle Elemente werkseitig vorgefertigt hatte. Für das Dachtragwerk kam eine gewichtsoptimierte Konstruktion aus Nagelplattenbindern zum Einsatz. Die Wandtafeln trafen gedämmt, aber noch unverputzt auf der Baustelle ein. Hierfür wurden bereits während der Vorfertigung die 60 Millimeter dicken Holzfaserdämmplatten des Wärmedämmverbund-Systems von Inthermo im rationellen Großformat am Holzrahmen der bis zu zwölf Meter langen Wände verklammert. Lediglich einzelne kleinere Elemente blieben unbeplankt, um in den Gefachen vor Ort noch Elektro- und Sanitärinstallation vornehmen zu können. Erst danach wurden diese Bereiche mit flexiblen Holzfaser-Dämmmatten ausgedämmt und mit kleinformatigen Holzfaserplatten geschlossen. Als Endbeschichtung des Wärmedämmverbund-Systems wählten die Bauherren in Abstimmung mit dem Architekten den dazu passenden Silikonharzputz des Herstellers mit einer Körnung von zwei Millimetern. Zur farblichen Gestaltung der 570 Quadratmeter großen Fassadenfläche wurden die Außenwände abschließend zweimal mit der auf das Dämmsystem abgestimmten „HFD-Color Spezial“-Farbe gestrichen, wobei zwei helle, harmonisch aufeinander abgestimmte Sonderfarbtöne verwendet wurden.

www.inthermo.de