Modulbau

Erweiterung des Katholischen Klinikums Mainz

Das Katholische Klinikum Mainz (kkm) hat in zwei Bauabschnitten rund 5.600 Quadratmeter mehr Fläche in Form einer Aufstockung erhalten. „Geschwindigkeit war oberstes Gebot“, betont Dr. Jörg Eikamp, Leiter der Abteilung Organisationsentwicklung des kkm. „Dank der Modulbauweise konnten wir jeden Tag einen Baufortschritt sehen, der in konventioneller Bauweise nicht so schnell machbar gewesen wäre.“ In der Vergangenheit hatte man zudem beim konventionellen Bauen eine hohe Belastung für Mitarbeiter und Patienten in Kauf nehmen müssen. Der Bauherr sah sich deshalb auf Messen um, hat Referenzprojekte besucht, dort Mitarbeiter befragt und sich schließlich davon überzeugt, dass Gebäude in Modulbauweise konventionellen Bauten qualitativ ebenbürtig sind. Die Entscheidung fiel in diesem Fall auf die Alho Systembau GmbH.

Mit 95 Metern Länge und 20 Metern Tiefe bietet das um insgesamt 69 Module aufgestockte Klinikum einen eindrucksvollen Anblick. Für die Überbauung wurden die Bestandsgebäude 204 und 400 gebäudeübergreifend dreigeschossig in Modulbauweise aufgestockt. Wie das am besten realisiert werden konnte, plante Alho in intensiven Besprechungen zusammen mit Bauverantwortlichen des Klinikums und der Sander Hofrichter Architekten GmbH, die für den Entwurf und Teile der Werkplanung verantwortlich zeichnet. „Mit Raummodulen zu planen und zu bauen, war für uns zwar nicht neu, doch mit Modulbau-Projekten in dieser Komplexität und Größe hatten wir noch wenig Erfahrung“, berichtet der leitende Architekt Martin Hof.

Um die Lasten der Aufstockung in die Stützen des Bestandsgebäudes 204 abzuleiten, wurde es mit einem 50 Zentimeter hohen Stahlträgerrost konstruktiv aufgerüstet. Das Bestandsgebäude 400 wurde mit einer Stahltragkonstruktion – ähnlich einem Tisch – überbaut. Dafür wurde das Tragwerk aus Fachwerkträgern mit aufgelegter Stahlbetonplatte im Zwischenraum der beiden Gebäude über schräg stehende Stahlverbundstützen und vor der Südfassade des Gebäudes 400 durch senkrecht stehende Stahlverbundkreuzstützen fundamentiert. Die aufgelegte Stahlbetonplatte, die auch den Abstand zwischen den Gebäuden überspannt, bildet mit dem Traggitter auf Gebäude 204 eine niveaugleiche Aufstellfläche für die Module. In allen Geschossen erfolgt eine Anbindung an den bauseits bereits vorhandenen massiven Treppen- und Aufzugsturm. Optisch hebt sich die Modulerweiterung durch eine moderne, vorgehängte Fassade von den Bestandsgebäuden ab.

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