Wärmedämmung

Die lange Lebensdauer war entscheidend

Bei Wohnhäusern aus den 1950er-Jahren ziehen die Eigentümer aufgrund der hohen Sanierungskosten häufig einen Abriss in Betracht. Eine Wärmedämmung aus vorgemauerten Poroton-Ziegeln konnte einen Münchner Bauherrn jedoch vom Gegenteil überzeugen.

Wohnanlagen aus den 1950er-Jahren lassen sich wegen der hohen Energiesparauagen kaum zu vertretbaren Kosten sanieren. Hinzu kommt, dass neben der schlechten Wärmedämmung und veralteter Technik der Grundrisszuschnitt meist nicht mehr heutigen Vorstellungen entspricht. Der Beamtenwohnungsverein (bwv), dem auch vier solcher Häuser mit dem Baujahr †1958 im
Münchner Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg gehören, entschied sich dennoch für eine Sanierung. Zu diesem Ergebnis gelangte der Bauherr nach intensiver Prüfung und Wirtschaftlichkeitsberechnung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekturbüro Guggenbichler + Netzer Architekten. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Dämmung der Fassade mit dem Poroton-WDF von Schlagmann. Hierbei werden perlitgefüllte Ziegel an der Bestandswand hochgemauert, verdübelt und anschließend auf herkömmliche Weise verputzt. Aufbau und Materialien gewährleisten bei diesem System eine robuste, massive Ausführung, die für Langlebigkeit steht. Axel Wirner, nebenamtlicher Vorstand im Beamtenwohnungsverein und hauptamtlicher Baudirektor bei der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Bau und Verkehr, sagt: „Innerhalb von 50  Jahren muss jedes verbaute Wärmedämmverbundsystem mindestens einmal ausgewechselt werden. Unter Berücksichtigung der Wartungsintervalle ist bei einem Betrachtungszeitraum von 50 Jahren die Wärmedämmfassade damit die eindeutig wirtschaftlichere Wahl.“ Für die Architekten ist sie daher eine besonders nachhaltige und effektive Variante des Dämmens.

Im Zuge der Sanierung wurden auch die Balkone auf der Südseite optimiert. Sie sind jetzt energetisch vom Gebäude getrennt und erhielten verglaste Schiebe-Elemente, die als Klimapuffer dienen sowie eine ganzjährige Nutzung erlauben. Durch die Erweiterung des zweiten Obergeschosses in Form einer Aufstockung entstanden zusätzlich sechs großräumige Maisonettewohnungen. Die Haustechnik wurde komplett erneuert. Dies beinhaltete auch die Installation einer 50  Quadratmeter großen Solarthermieanlage auf dem Dach, die den Gasbrennwertkessel als neue Heizzentrale unterstützt. Alle Maßnahmen addiert, ergeben den Standard eines KfW-Effizienzhauses 100.

Die Lösung, wie mit den Fensteröffnungen verfahren wurde, ist bei diesem Sanierungsvorhaben erwähnenswert. Die bauzeitlichen doppelverglasten Holzfenster waren noch gut erhalten, sodass eine Überarbeitung durch den Schreiner genügte. Die Verbesserung von Isolierung und Schallschutz wurde durch den Vorbau zusätzlicher Isolierglas-Wendefenster erzielt, die wie Schwingfenster nach außen hin aufklappbar sind. Diese Vorsatzfenster wurden plan in die Poroton-Fassade eingefügt, sodass ein optisch bündiger Abschluss der Fassade entsteht und die Fenster praktisch wie Bilderrahmen wirken.

www.poroton-wdf.de

Instandsetzung, Kirchturn

Neu interpretiert

Bei der Instandsetzung des unter Denkmalschutz stehenden Kirchturms der Berliner Kirche St. Judas Thaddäus gingen alle Beteiligten neue Wege. Statt die ursprüngliche Optik der Turmoberfläche zu imitieren, zeigt sie jetzt abstrahierte Bibelverse.

In der Nachkriegszeit war Berlin zum Aushängeschild für neue, moderne Architektur geworden. Eine wichtige Rolle spielten in dem Zusammenhang die damals entstandenen Sakralbauten. Eindrucksvolles Beispiel ist St. Judas Thaddäus in Tempelhof, das einzige erhaltene von den insgesamt drei Berliner Kirchenbauwerken des auf katholischen Sakralbau spezialisierten Architekten Reinhard Hofbauer. Mittlerweile zeigten sich am Glockenturm allerdings massive Betonschäden. Die Karbonatisierung der aus heutiger Sicht zu geringen Betondeckung sowie die Bauweise mit Ziegelsplittbeton begünstigten die Korrosion der Stahlbewehrung. Teilweise waren größere Fassadenteile abgeplatzt. Nach dem vom Büro RWP – Beratende Ingenieure für Bauphysik GmbH & Co. KG erstellten Konzept erfolgten die Arbeiten nach dem Instandsetzungsprinzip R (Repassivierung), bei dem der Korrosionsschutz durch die Wiederherstellung des alkalischen Milieus sichergestellt wird. Dabei wurde der Beton zunächst so weit abgetragen, wie er infolge der Korrosion der Bewehrung geschädigt war. Die Oberflächenvorbereitung der Bewehrung erfolgte gemäß DAfStb-Instandsetzungs-Richtlinie. Die Flächen wurden schließlich mit einem drei Zentimeter dicken Trockenspritzmörtel (Beanspruchbarkeitsklasse M”) geschlossen. Um die Dauerhaftigkeit zu gewährleisten, wurde eine zusätzliche Bewehrung aus Carbongewebe eingesetzt. Auf der Ober“äche sollten nach Vorgaben des Landesdenkmalamtes Berlin zunächst die Struktur der Schalungsstöße sowie ein Raster von runden Klarglaseinsätzen nachgebildet werden, was sich jedoch als technisch nicht realisierbar herausstellte. Umgesetzt wurde ein im Büro D:š Architektur in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Klaus Zolondowski entwickelter Ansatz einer Neuinterpretation mit abstrahierten Bibelversen, die von den Mitarbeitern der mit der Instandsetzung beauftragten Firma Tarkus IngenieurSanierung GmbH aus Berlin auf die Fassade projiziert wurden. Dabei entstanden kleine, sehr stabile Grate, die, über die gesamte Ober“äche verteilt, einem Verschalungsmuster ähnlich waren und die ursprüngliche senkrechte Gliederung der Fassade aufnehmen. Nach Abschluss der Oberfl“ächengestaltung wurde die Fassade mit Granulat Druckluftstrahlen bearbeitet, um einen leichten Alterungsprozess zu simulieren. Zum Schluss verklebten die Betoninstandsetzer die runden Pressglaslinsen, die sämtlich erneuert wurden.

Die fachgerechte Ausführung der Arbeiten wurde durch eine Eigen- und Fremdüberwachung sichergestellt, die Bedingung bei der Auftragsvergabe war. Fachfirmen mussten bei der Abgabe ihres Angebotes eine entsprechende Eignung nachweisen und die Qualikation der Mitarbeiter und Poliere (zum Beispiel den SIVV-Schein) im Sinne der DAfStb-Instandsetzungs-Richtlinie belegen. Die bauordnungsrechtlich zwingend notwendige Fremdüberwachung wurde durch die dafür anerkannte Prüf- und Überwachungsstelle der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken durchgeführt, die die Arbeiten positiv beurteilten.

www.betonerhaltung.com

Unterdeckbahn für Wetterextreme, einfache Absturzsicherung, Sonnenschutz mit Durchblick, Lichtbänder für Tageslicht

Was fürs Dach

Kunst unter natürlichem Licht

Eine ehemalige Industriehalle wird durch Sattel-Lichtbänder zu einem Tageslicht-Museum.

Die Gemeinde Traunreut im Chiemgau hat seit der Eröffnung der Stiftung „Das Maximum“ im Jahr für Kenner und Liebhaber der Gegenwartskunst etwas Besonderes zu bieten: Der in New York lebende Kunstförderer Heiner Friedrich zeigt in den Hallen einer ehemaligen Munitionsverarbeitungsanlage herausragende Werke bedeutender Künstler – darunter Andy Warhol, Georg Baselitz, Imi Knoebel und John Chamberlain. Für die Umnutzung in ein Museum für Gegenwartskunst verfolgte Friedrich das Konzept, die Kunstwerke nicht aufwendig mit Spots und indirekter Beleuchtung in Szene zu setzen, sondern sie im wechselnden Licht der Tages- und Jahreszeiten zu zeigen, was die Farben unterschiedlich wirken lässt und den Betrachter reizt, die Exponate immer wieder neu zu entdecken.

Das Tageslicht gelangt vornehmlich über Oberlichter, die entlang der Firste verlaufen, in die Ausstellungsräume. In den zuerst sanierten Hallen zeigten sich allerdings punktuell bereits kleinere Undichtigkeiten. Deswegen entschieden sich Architekt Schorsch Brüderl aus Traunreut und der Bauherr bei der Modernisierung eines weiteren Gebäudefl˜ügels für eine neue Lösung zur Belichtung. Der Raum sollte zwar ebenfalls mit einem Sattel-Lichtband nach oben geöffnet werden, allerdings mit einer öffenbaren Variante und industriell vorgefertigten Fensterelementen. Damit sollte das Risiko kleinerer Fehler bei der Montage der Fensterelemente vor Ort, die später Undichtigkeiten zur Folge haben können, vermieden werden. Die Wahl ›fiel auf das modulare Oberlicht-System von Velux. Zum Einsatz kamen bei den beiden jeweils 25 Meter langen Sattel-Lichtbändern insgesamt einhundert Module, davon sind 32 Stück motorisch öffenbar. Die Öffnungsfl˜ügel tragen zur Belüftung der Räume bei.

Welche optischen und funktionalen Unterschiede zwischen einer herkömmlichen Oberlichtrealisierung, an der in der Regel verschiedene Lieferanten und Handwerker beteiligt sind, und der industriell vorgefertigten Lichtbandlösung bestehen, lässt sich bei den Ausstellungshallen im Maximum gut vergleichen: Die Halle mit dem modularen Oberlicht-System ist ungleich heller und das fi›ligrane Sattel-Lichtband fügt sich perfekt in die zurückhaltende Innenarchitektur ein. Dazu trägt neben den schmalen und dezenten Profi›len auch die komplett verdeckte Motorik bei den ¡32 zu öffnenden Flügeln bei. Im geschlossenen Zustand ist kein Unterschied zwischen zu öffnenden und fest stehenden Flügeln erkennbar. Für die Sicherheit sowie blendfrei einfallendes Tageslicht zur perfekten Präsentation der Kunstwerke wurde die Drei-Scheiben-Isolierverglasung mit Sun-Beschichtung gewählt. Diese weist neben hervorragenden U-Werten deutlich geminderte Tv-, TUV-und g-Werte auf. Der niedrige g-Wert gewährleistet den sommerlichen Wärmeschutz. Ebenfalls zur Vermeidung einer ungewollten Raumaufheizung trägt der niedrige TUV-Wert bei, der die eingehende UV-Strahlung absenkt und damit auch die Kunstwerke vor schädigenden Alterungsprozessen schützt.

www.velux.de

Puristisches Design und Used-Look

Creaton baut mit zwei neuen Modellen sein Komplettsortiment für das Steildach weiter aus: Der Tondachziegel „Etrusko“ in Vintage-Optik, verfügbar in Naturrot, Naturrot geflammt und Toskana engobiert, erzeugt durch die konisch verlaufende Deckwulst eine markante Licht-Schatten-Wirkung auf der Dachfläche. Das neue Modell im Segment der Betondachsteine heißt „Kapstadt“. Statt Used-Look und mediterranem Flair bestimmt die Optik dieses Produkts eine klare, geradlinige Formensprache. Dem modernen Design entspricht auch das Farbangebot in Klassikrot, Zinkgrau, Dunkelgrau und Schwarz. Die Oberfläche des Kapstadt ist für einen besseren Schutz gegen Verschmutzung sowie Algen- und Moosablagerungen zweifach veredelt (Produktlinie Duratop pro).

www.creaton.de

Wetterfeste Unterdeckbahnen

Die neuen Bitumen-Unterdeckbahnen „TOP Difutex NSK“ (diffusionsoffen) und die „TOP TS 40 NSK“ (nicht diffusionsoffen) von Bauder sind extrem robust und verhindern als zweite wasserführende Ebene das Eindringen von Nässe nicht nur während der Bauphase, sondern vor allem auch dann, wenn die Dachdeckung bereits beschädigt ist. Statt der üblichen dreilagigen Ausführung bestehen diese Bahnen aus fünf Lagen, sodass sie selbst punktuellen Höchstbelastungen, wie bis zu 300 Liter Starkregen innerhalb weniger Stunden auf den Quadratmeter Dachfläche, zuverlässig standhalten. TOP Difutex NSK und TOP TS 40 NSK sind auf Schlagregen und Hagelschlag geprüft und dabei als nahtselbstklebende Bitumenbahne leicht und einfach zu verlegen.

www.bauder.de

3D-Sonnenschutz für Dachverglasungen

Mit „Okasolar 3D“ bietet der Isolierglashersteller Okalux einen Sonnenschutz für den Scheibenzwischenraum von Dachverglasungen. Im Unterschied zu Lamellensystemen ergänzen hier Querstege die Hauptlamellen zu einem dreidimensionalen Raster. Die spezifische Geometrie des Systems mit optimierten Querschnitten, Neigungswinkeln und Abständen wurde von einem renommierten Lichtlabor berechnet und entwickelt. Ergebnis ist ein Tageslichtsystem, das die direkte Einstrahlung des Sonnenlichts zu jeder Tages- und Jahreszeit verhindert. Selbst seitliche Einstrahlung bei tief stehender Ost- oder Westsonne wird ausgeblendet. Außerdem ermöglicht das Raster auch nach Norden eine gute Durchsicht und ist daher für diff“uses Tageslicht maximal durchlässig – so sind die Helligkeitsverhältnisse im Innenraum unabhängig von den Witterungsbedingungen entsprechend konstant.

www.okalux.de

Praktische Seitenschutz-Absturzsicherung

Der Dachdeckermeister Karl-Josef Simon, Geschäftsführer der Firma Sifatec, hat eine Absturzsicherung entwickelt, die bei temporären Arbeiten auf dem Dach – von der Sanierung oder Begrünung bis zur Anbringung von Solaranlagen – den Gerüstbau einfacher und preiswerter machen soll. Die Einrüstkosten halbieren sich, bei hohen Gebäuden sind sogar Einsparungen von 75 Prozent möglich, gibt das Unternehmen an. Die Basis des Systems bildet ein patentierter Einhängemechanismus, der es ermöglicht, dass die Gerüstteile an der Flachdachkante, der Attika oder an den Sandwich-Paneelen einfach und stabil befestigt werden können. Weitere vorbereitende Arbeiten sind nicht notwendig, denn nur das Dach wird eingerüstet. Dadurch werden auch keine Absperrungen vor dem Gebäude erforderlich und Bürgersteige und Hauseingänge bleiben frei. Auch auf dem Dach befindliche Lichtbänder, Lichtkuppeln, Höhenversätze und vieles mehr lassen sich mit wenigen Handgri“en einrüsten. Außerdem wird die Dachfläche nicht durch Gewichte zusätzlich belastet. Für Materialtransporte sind Außenaufgänge mit Beschickungsö“nung möglich. Die Absturzsicherung ist von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geprüft und für bis zu 100 Meter hohe Gebäude zugelassen; bei der Nutzung als Arbeitsgerüst gilt die Zulassung bis zu 40 Meter Höhe. Sifatec bietet auch die Dienstleistung des Auf- und Abbaus an.

www.sifatec.de

Wärmeschutz, Denkmalschutz

Für Wärmeschutz und Denkmalschutz

Für die Sanierung einer gründerzeitlichen Fassade war ein Putzsystem auf Naturkalkbasis die einzige Lösung.

Ein viergeschossiges Wohnhaus aus der Gründerzeit in Berlin-Mitte bot nach jahrelangem Leerstand und vernachlässigter Sanierung ein trauriges Bild. „Den Zustand konnte man getrost als marode bezeichnen“, erklärt der Projektleiter vom planenden Büro Bruno Fioretti Marquez Architekten aus Berlin. Im Zeitraum von anderthalb Jahren wurde das Gebäude entkernt und modernisiert. Eine der größten Herausforderungen lag in der denkmalgerechten Gestaltung der Fassade unter Berücksichtigung der Au‹agen der Energieeinsparverordnung. Es musste eine Lösung gefunden werden, die sowohl die Anforderungen der Energieeinsparverordnung als auch die des Denkmalschutzes erfüllte. Letzterer machte zur Aufl‹age, die Laibungen so wenig wie möglich zu vertiefen und gestalterisch Bezug zum abhandengekommenen Fassadendekor zu nehmen. Mit einem Wärmedämmverbundsystem wären jedoch die geplanten prismatischen Prägungen zur vertikalen Gliederung und Akzentuierung von Faschen nicht möglich gewesen. Da bei solchen Fassaden oft Spannungen auftreten, schieden auch herkömmliche Sanierputze wegen ihres Zementanteils aus. Die Lösung war ein rein mineralisches Sanierputzsystem auf Naturkalkbasis des Schweizer Herstellers Haga, das aus fünf Komponenten besteht: Bio-Grundputz als Spritzbewurf, bis zu fünf Zentimeter Isolierputz „Biotherm“ in einem Arbeitsgang, Einbettmörtel mit Armierungsgewebe, zwei Zentimeter Modellierputz in zwei Lagen (mit Prägungen) und Calkosit Schlussbeschichtung. Mit dem Putzaufbau konnte der erforderliche U-Wert erreicht werden. Der lag vor der Sanierung bei 1—,18—˜ W/mšK. Beim Außenmauerwerk zur Straßenseite ließ sich der UWert mit einem ›œ30 Millimeter dicken Isolierputz auf 0œ,78ž˜ W/mšK reduzieren und auf der Hofseite wurde mit Ÿœ60 Millimeter Isolierputz ein U-Wert von œ0,59 W/mšK erreicht. Die Kombination des Isolierputzes mit dem Kalk-Modellierputz ermöglichte es zudem, die typischen Fassadenprägungen mit bis zu zwei Zentimetern Tiefe herzustellen.

www.haganatur.de

Neues vom Modulbau

Strandlocation auf Zeit

Container sind die prädestinierte Lösung für temporäre Nutzungen.

Vom Wassersport abhängige Urlaubsregionen benötigen zur Versorgung der Gäste flexible Lösungen, besonders dann, wenn sie wie am Strand von Harlesiel an der Nordsee zur Seeseite hin liegen. Niko Goretzki, der hier eine Strandlounge mit Sonnenterrasse, Getränken und Snacks betreibt, sagt: „Spätestens im Herbst, wenn Sturmuten drohen, muss sie abgebaut werden.“ Er hat sich deshalb für eine Mietanlage aus Containern von ELA entschieden, die dort für sechs Monate im Einsatz ist. Überzeugt hatte den Betreiber vor allem aber das Gesamtpaket des Anbieters, das Kundenwünsche berücksichtigt und von der Angebotsbearbeitung und der Betreuung durch den Außendienst über die Raummodule selbst bis hin zur Lieferung, Montage und schlüsselfertigen Übergabe alles Notwendige umfasst. Die komplette Innenausstattung kann auf Wunsch ebenfalls übernommen werden. Die Strandlounge in Harlesiel umfasst einen Lager- und Vorbereitungsraum sowie den gastronomischen Bereich mit dem Kiosk. Letzterer besteht aus zwei Premiummodulen, die eine Verkaufsfläche von “” Quadratmetern bieten. Für die optimale Nutzung des Raums wurden die Zwischenwände entfernt. Der ˜™ Quadratmeter große Lager- und Vorbereitungsraum fišndet in einem Lagercontainer Platz. Um die eingelagerten Gegenstände vor Diebstahl zu schützen, ist die Doppeltür mit einer extraschweren und abschließbaren Verriegelung versehen. Für einen maritimen Look wurde der Verkaufsraum in diesem Fall mit einer Holzverkleidung versehen, die zum Ambiente der Sonnenterrasse passt.

www.container.de

Vorausschauend geplant

Die Erweiterung einer Firmenzentrale ließ sich aufgrund der gewählten Modulbauweise schnell und ohne nennenswerte Eingrie in den Bestand realisieren.

Zum Ausbau ihres Firmenstandortes entschied sich die Fagsi Vertriebs- und Vermietungs GmbH 2010  mit Sitz im nordrhein-westfälischen Morsbach für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes in Modulbauweise ihres Mutterkonzerns Alho. Das dreigeschossige Gebäude und die elf Meter hohe Halle mit acht Krananlagen, die die LHVH Architekten GbR aus Köln geplant hatten, erhielten zwei Jahre nach Inbetriebnahme von der Bundesstiftung Baukultur den „Preis für vorbildliche Gewerbebauten“.

2016 planten LHVH Architekten dann die Erweiterung des Gebäudekomplexes. Seine Abmessungen von 126 mal ‹61 mal 11 Metern in gestalterische Harmonie zu bringen, spannungsvoll zu gliedern und unterschiedliche Verwaltungs- und Produktionsabläufe wie selbstverständlich in einem Ensemble zu vereinen, stellte hohe Anforderungen an die architektonische Gestaltung. Den Architekten kam dabei zugute, dass sie bereits beim ersten Gebäude eine mögliche Erweiterung einplanten, indem sie die systembedingten Vorteile der Modulbauweise nutzten. Das sind vor allem ihre Flexibilität und ihre Anpassungsfähigkeit bei sich ändernden Anforderungen. Da sie über eine tragende Skelettstruktur verfügt, die variable Grundrisseinteilungen und -änderungen erlaubt, und in der Regel alle Innenwände nicht tragend ausgebildet sind, können diese frei entfernt oder versetzt werden. So erforderte der Anschluss des Erweiterungsbaus an den Bestand auch nur minimale bauliche Eingri’ffe.

Architekt Frank Holschbach: „Mit der Fagsi-Hauptzentrale möchten wir gerne zeigen, welche Potenziale in der Bauweise stecken. Architekten denken per se modular, denn auch bei konventioneller Bauweise setzt sich ein Gebäude aus einer Vielzahl von vorgefertigten Bauelementen, wie Mauersteinen, Betonelementen etc. zusammen. Darum spricht nichts dagegen, auch in großteiligeren Elementen, nämlich in präzise im Werk und nach individuellen Plänen vorgefertigten und teilweise bereits mit Funktionen ausgestatteten Raummodulen zu arbeiten.“

Durch den Erweiterungsbau wurde das Bestandsgebäude praktisch direkt verlängert – und das in nur –14 Wochen, ohne den Betrieb nennenswert einzuschränken. Auf ein betoniertes Untergeschoss wurden 24 vorgefertigte Raummodule montiert und im Anschluss ausgebaut. Insgesamt entstanden so 1.530 Quadratmeter an neuer Fläche. Aufgrund der identischen Gebäudehöhe sowie der einheitlichen Fassadenbekleidung in Form dunkler, wärmegedämmter Metallkassetten setzt der Neubau den Bestand fort, als würde er schon immer dazugehören. Statisch ist das Gebäude so vorbereitet, dass eine zukünftige Erweiterbarkeit durch eine Aufstockung erfolgen kann.

www.alho.de

Aufenthaltsqualität deutlich erhöht

Statt in einer lauten Halle auf den Anschlussflug zu warten, können sich Reisende am Terminal C des Airports Berlin-Tegel zukünftig in einer neuen Lounge entspannen.

Das dreigeschossige Gebäude wurde in Modulbauweise von Cramo Adapteo in nur sechs Wochen errichtet. Der Projektleiter des Unternehmens Uwe Wöckel sagt: „Die Herausforderung lag hier in der Realisierung bei laufendem Betrieb auf dem Flugzeugvorfeld. Aus diesem Grund konnte die Montage nur nachts erfolgen.“ Das Geschehen auf dem Vorfeld können Reisende dafür aber jetzt durch die Panoramaverglasung des Gebäudes ganz entspannt verfolgen. Besonders bieten sich dafür die bequemen Sitzmöbel direkt vor der groߊächigen Verglasung in der zweiten Etage an. Komfort war dem Bauherrn aber auch auf allen anderen Ebenen wichtig. So ermöglichen viele Ruhezonen mit Serviceleistungen, wie Zeitungen, Getränkeangebot und Bu’et, eine Auszeit von Hektik und Eile vor dem AbflŠug. Im Erdgeschoss be”nden sich der Empfangsbereich und die Dining Area. Neben Tischen und Stühlen im Essbereich gibt es Hochtische mit mehreren Steckdosen für jeden Arbeitsplatz. Und last, but not least lassen sich auf der o’enen Dachterrasse Starts und Landungen der Flugzeuge genießen. Neben der komfortablen Ausstattung zeugen auch die energetische Versorgung und der Gebäudebetrieb von hohem Niveau. Die Klimatisierung erfolgt über eine Heiz- und Kühldecke in allen Räumen, die mit einer MSR-gesteuerten Luft-Wasser-Wärmepumpe betrieben wird. Zentral steuerbare Jalousien verschatten die Glasfronten. Und ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Fluchttreppenhaus, Brandschutzkonzept, Sicherheitsbeleuchtung und Türüberwachung sorgt im Hintergrund für einen sicheren Aufenthalt in der Lounge.

www.cramoadapteo.de

Am Ende soll es einen Neustart geben

Am Beispiel eines Modulgebäudes hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik eine Studie zu dessen Wiederverwendbarkeit durchgeführt.

Die Königsdisziplin der Nachhaltigkeit heißt Cradle-to-Cradle. Nach diesem Prinzip endet ein Produktzyklus nicht beim Recycling oder bei der Entsorgung, sondern das Produkt soll unmittelbar weiterverwendet werden. Das ist schwierig bei Gebäuden, die aus zahllosen Einzelteilen bestehen. Die Modulbauweise könnte hier eine Lösung sein. Mindestens 96€‚ Prozent aller hierbei verwendeten Materialien lassen sich durch die konsequente Vermeidung von Verbundsto…ffen in den Wertstoff…kreislauf zurückführen und wiederverwerten. Seit einiger Zeit fordern Verbände wie die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) eine Weiterentwicklung des EnEV-Nachweises, in dem die Ökobilanzierung über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet wird. Der Anbieter modularer Bausysteme Kleusberg hat daher gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik eine Studie durchgeführt, in der diese Thematik aufgegriff…en und am Beispiel eines –8.800 Quadratmeter großen Bürokomplexes für das Versandhandelsunternehmen Otto in Hamburg untersucht wurde. Das Projekt eignete sich besonders gut, da der Bauherr während der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auf dem Otto-Campus adäquate Büros benötigte, die später gegebenenfalls zurückgebaut werden sollen. So konnte von der Planung bis zur Fertigstellung und folgenden Wiederverwendung der gesamte Produktkreislauf abgebildet und untersucht werden.

In einem ökologischen Vergleich betrachtete man unter anderem die Umweltwirkungen des Treibhauspotenzials eines Modulgebäudes im Vergleich zu denen anderer Bauweisen. Der Betrachtungszeitraum belief sich hier auf drei Lebenszyklen eines Gebäudes à 20 Jahre. Der Ansatz der Wiederverwendbarkeit der Module ermöglicht es, den Energiebedarf für die Herstellung der Bausto…e auf verschiedene Nutzungsphasen zu verteilen, und verschaff…t so einen maßgeblichen Vorteil gegenüber anderen Bauweisen, der mit der Anzahl der Lebenszyklen sogar noch größer wird. Am Ende eines Lebenszyklus lassen sich modulare Stahlskelettgebäude wieder abbauen und Gebäudesegmente können ohne großen Umbau in einem neuen Projekt zum Einsatz kommen.Nach dem Cradle-to-Cradle-Betrachtungsprinzip – „von der Wiege bis zur Wiege“ – wird ein Gebäude also bereits im Herstellungsprozess als Ressource für die nächste Nutzungsphase optimiert. Materialien, Rohstoff…e und Wertstoffe gehen nicht verloren, sondern können nach ihrem Gebrauch weitestgehend zurückgewonnen und wiederverwertet werden. Durch die Mehrfachnutzung der Gebäudekonstruktion ist eine deutliche Reduzierung des Treibhauspotenzials der verbauten Materialien gegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat Ziel-, Referenz- und Grenzwerte formuliert, wonach die von Kleusberg verbauten Materialien im Bereich „A+“ der Energiee§zienzskala liegen und somit die Werte der DGNB erfüllen.

www.kleusberg.de

Kombinierte Bauweise aus Kalksandstein und mineralischer Dämmung

Voll mineralisch

Ein Einfamilienhaus wurde mit einer kombinierten Bauweise aus Kalksandstein und einer mineralischen Dämmung errichtet.

Das Einfamilienhaus vor den Toren Hamburgs ist architektonisch kompakt gestaltet und zeichnet sich durch eine klare Linienführung aus. Weiß verputzte Außenwände mit Akzenten in Anthrazitgrau sowie eine Haustür in kräftigem Rot setzen die sachliche Eleganz optisch in Szene. Bei der Entscheidung für eine geeignete Bauweise war dem Bauherrn, einem Bauingenieur, ein hoher Qualitätsstandard wichtig. Errichtet wurde das Wohnhaus mit der Silka-Funktionswand von Xella – einer Außenwand-Konstruktion, die rein mineralisch aufgebaut ist. Hierfür wird 24 Zentimeter dickes Kalksandstein- Mauerwerk mit dem Multipor- Wärmedämmverbund-System (WDVS) zusammengeführt. Zur Herstellung der Dämmplatte werden lediglich Kalk, Sand, Zement und Wasser benötigt; auch die anderen Systembestandteile sind mineralischer Natur. Multipor ist daher der Baustoffklasse A1 gemäß EN 13501-1 „nicht brennbar“ zugeordnet und verhindert im Brandfall auch die Ausbreitung des Feuers. Anders als bei vielen nicht mineralischen Dämmstoffen, die zur Minimierung der Brandgefahr standardmäßig mit Flammschutzmitteln ausgerüstet sind, werden bei Multipor in der Produktion keine Flammschutzmittel eingesetzt, gibt der Hersteller an. Bei Feuer entstehen daher auch keine giftigen Dämpfe und Rauch. Weiterhin erreicht die Silka-Funktionswand gegenüber Wänden aus monolithischen Hochlochziegeln oder Wänden aus Hochlochziegeln, die mit Standard-EPS oder Mineralwoll-Lamellen gedämmt sind, einen deutlich höheren Schallschutz. Daher bietet sich die Konstruktion besonders für den Bau von Mehrfamilienhäusern an. Die vertikale Flankenschallübertragung sei hier deutlich geringer als bei Systemen mit Hochlochziegeln. Positiv wird zudem der sommerliche Hitzeschutz bewertet. Aufgrund der langen Phasenverschiebungsdauer kommt die Sonnenwärme erst mit einer Verzögerung von über zehn Stunden und in abgeschwächter Form im Innenraum an. An dem Wohnhaus wurde die Multipor-Dämmung einlagig in 22 Zentimeter Dicke verlegt. Aufbau und Montage gleichen dem
eines herkömmlichen WDVS, hier systemimmanent mit einem mineralischen Oberputz als Abschlussbeschichtung und dem Anstrich mit einer mineralischen Farbe. Materialbedingt siedeln sich daher an der Oberfläche weder Pilze noch Algen an.

www.xella.com

 

ALHO Holding GmbH

Bezahlbarer Wohnraum mit ALHO Modulbauweise

Architektonisch, finanziell und nachhaltig attraktiv

Der Wohnungsmarkt in Deutschland verändert sich drastisch: Junge Menschen zieht es in die Städte, weil sie dort Bildungsangebote finden, Familien und Arbeitssuchende wandern hingegen in das gut angebundene Umland wirtschaftsstarker Ballungsräume ab. Nach Erhebungen der deutschen Bauindustrie müssten bis 2020 bundesweit jährlich mehr als 400.000 Wohneinheiten durch Umbau oder Neubau erstellt werden – davon allein 80.000 Mietwohnungen im Sozialen Wohnungsbau. Die ALHO Modulbauweise leistet einen Beitrag zur Deckung dieses extrem hohen Bedarfs und setzt dabei ihre Vorteile gezielt ein: kurze Bauzeit, dauerhafte Flexibilität und nachhaltig kostengünstige Bauqualität. Dank Vorfertigung und parallel verlaufenden Produktions- und Bauabläufen garantiert die Bauweise zudem extrem verkürzte Finanzierungsperioden und trägt damit zur Realisierung bezahlbaren Wohnraums bei.

ALHO ist bekannt für qualitätsvolle Modulbauten in den Sparten Büro- und Verwaltungsgebäude, Bildungsbauten und Gesundheitsimmobilien. Dass sich die Modulbauweise zudem bestens für modernes Wohnen eignet, zeigt die kontinuierlich steigende Nachfrage in diesem Bereich. So ist in jüngster Vergangenheit bundesweit architektonisch ansprechender Geschosswohnungsbau auch mit ALHO realisiert worden. Führende deutsche Wohnungsbauunternehmen suchen die Zusammenarbeit mit dem Modulbauspezialisten aus Friesenhagen. Zahlreiche Wohnanlagen in ALHO Modulbau-Qualität werden derzeit geplant oder befinden sich in der Realisierungsphase. Die Vorteile der flexiblen, schnellen Bauweise setzen sich nachhaltig durch, während sachlich inkorrekte Vergleiche mit temporären Containeranlagen im Bewusstsein der Entscheider immer weniger Nachhall finden.

Individualität in Serie

Modulgebäude sind vom Architekten individuell entworfene Gebäude, denen in puncto Grundrisskonzeption und Gestaltung keine Grenzen gesetzt sind. Was die Fassadenausbildung angeht, ist alles möglich, was auch der Massivbau bietet – von Auskragungen oder versetzten Anordnungen bis hin zu in die Fassade integrierten Terrassen und Balkonen. Wann immer Neubauten mit vielen identischen Nutzungseinheiten erstellt werden – wie beim Geschosswohnungsbau – macht der Einsatz von Moduleinheiten wegen ihrer seriellen Reproduzierbarkeit und damit einhergehenden Wirtschaftlichkeit besonders viel Sinn. Dabei sind unterschiedlichste Gebäudekonfigurationen denkbar –Laubenganghäuser, Punkthäuser, Gebäuderiegel und Blockrandbebauungen in einer Höhe bis zu sechs Geschossen.

Finanzielle Vorteile von Anfang an

Die Vorteile der Modulbauweise sind für Wohnungsbaugesellschaften, Bauträger, Investoren, öffentliche wie private Bauherren attraktiv, denn sie machen sich bereits von Anfang an bezahlt: Zwar sind die Kosten für die Erstellung eines Modulgebäudes mit denen eines konventionell errichteten vergleichbar. Aber aufgrund der witterungsunabhängigen Vorfertigung kann das ganze Jahr über gebaut und das Gebäude bis zu 70 Prozent schneller fertiggestellt werden. Bereits der Baugenehmigungsprozess wird durch typengeprüfte Statiken, ausgereifte Detaillösungen und feststehende Brandschutzgutachten beschleunigt. Hierdurch lässt sich die Finanzierungsperiode erheblich verkürzen, und kürzere Finanzierungszeiten wirken sich wiederum positiv auf die anfallenden Zinsen aus. Die Immobilien können zudem schneller in Betrieb genommen, verkauft oder vermietet werden, erzielen also früher Einnahmen. Zudem steht der Modulbau durch seine industrielle Fertigung mit zertifizierten Abläufen und stetigen Kontrollen für eine hervorragende Qualität. Bedenkt man, dass „Kostentreiber Nummer eins“ am Bau die Mängel und deren Beseitigung ist, bietet der Modulbau einfach Sicherheit – technisch, zeitlich und finanziell.

Modulbau-Flexibilität bringt Zukunftssicherheit

Wenn sich Bauherren in der Wohnungswirtschaft für ein Gebäude in Modulbauweise entscheiden, entscheiden sie sich zugleich für konkurrenzlose Flexibilität und damit für eine hohe Zukunftssicherheit. Das ALHO Bausystem mit seiner freitragenden Stahlskelettstruktur und den nichttragenden Wänden bietet die Möglichkeit, den Wohngebäudekomplex an sich wandelnde Anforderungen sehr flexibel anzupassen. Schnell und unkompliziert können Wände versetzt oder geöffnet werden, auch das Aufstocken und Anbauen ist ohne viel Schmutz und Lärm jederzeit möglich und prädestiniert die Modulbauweise auch für die urbane Nachverdichtung. Diese flexible Anpassung der Raumsituation an den aktuellen Bedarf gewährleistet eine maximale Flächeneffizienz. Die ursprüngliche Investition ist daher unabhängig von der mittel- und langfristigen gesellschaftlichen Entwicklung gesichert.

Optimale Life Cycle Balance

Nachhaltig und kostengünstig bauen ist kein Widerspruch. Modulgebäude haben systembedingt in Sachen Nachhaltigkeit und Life Cycle Kosten gegenüber konventionellen Gebäuden Vorteile. Konkrete Berechnungen an unterschiedlichsten Projekten der verschiedenen Sparten sind immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass der Modulbau rund 12 Prozent günstiger in der Life Cycle Kosten-Betrachtung abschneidet als konventionell errichtete Gebäude. Dies gilt auch für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau.

Text: Iris Darstein-Ebner © RUESS PUBLIC B, Stuttgart

 

Weitere Informationen:
ALHO Holding GmbH, Juliane Brendebach, Marketingleitung
Hammer 1, 51597 Morsbach
Telefon +49 (0)2294 696 177 | Telefax +49 (0)2294 696 277
marketing@alho.com | www.alho.com
Fotos: ALHO Holding GmbH

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Asola Technologies GmbH

Nachhaltig – Energieeffizient – Lebenswert

Das Bauwesen hat einen erheblichen Anteil daran verantwortungsvoll mit knappen Ressourcen umzugehen sowie eine für den Nutzer lebenswerte Umwelt zu schaffen. So ist vor Jahren die Diskussion entbrannt, das nachhaltiger gebaut und saniert werden sollte, um Klima- und Umweltschutzziele umzusetzen. Seitdem ist das Thema Dauergast in einschlägigen Fachmagazinen und Foren, auf Fachtagungen der Branche sowie Regierung. Theoretisch ist mittlerweile jeder umfassend aufgeklärt und auf dem neuesten Stand, Berührungsängste gibt es dennoch nach wie vor und die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten sind defizitär.

achhaltige Gebäude entstehen durch die Umsetzung verschiedenster Maßnahmen. Eine Möglichkeit ist die Implementierung von Maßnahmen zur eduzierung des Energieverbrauchs, denn neben der Wärmeerzeugung ist der Stromverbrauch eines Gebäudes der kostenintensivste Posten und somit ein wichtiger Aspekt in Bezug auf nachhaltige Gebäudeplanung.

Wir von asola Technologies haben uns auf die Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten Bauelementen zur Effizienzsteigerung der Gebäudehülle spezialisiert und begleiten unsere Kunden über alle Phasen des Gebäude-Lebenszyklus, theoretisch und praktisch!

Unsere Produkte, unsere Strategie, unsere Vision

Unter energieeffizienten Bauelementen zur Effizienzsteigerung der Gebäudehülle verstehen wir gebäudeintegrierte, stromerzeugende Photovoltaikelemente, die in ihrer Eigenschaft sowohl klassische Baumaterialien ersetzen und zugleich Verbindung zwischen energetischem Baukonzept und ästhetischem Anspruch an die moderne Architektur sind. Gebäudeintegrierte, also BIPV-Bauelemente, können neben ihrer stromerzeugenden Eigenschaft noch mit Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel Sonnen-, Blend- oder Sichtschutz ausgestattet werden, was ihren Einsatz ielfältig und noch interessanter macht. Wir konzipieren Produkte für die Anwendungsbereiche Fassade, Überkopfverglasung und Absturzsicherung, in den Ausführungen Verbundsicherheitsglas als Kalt- oder Isolierverglasung. Weiterhin führen wir sphärisch gewölbte Solargläser in unserem Portfolio. Alle Elemente werden kundenspezifisch entwickelt und sind nahezu frei in Größe und Form. Unsere Produkte sind geprüft und zertifiziert. Wir fertigen in Deutschland und verwenden ausschließlich qualitativ hochwertige und geprüfte Komponenten, die eine langfristige Funktionsfähigkeit garantieren.

Mit unseren Bauelementen möchten wir Möglichkeiten und Chancen aufzeigen, die Herausforderung nachhaltiges Bauen, Green Building anzugehen und zum Vorteil aller zu nutzen. Denn nach Energieeffizienzstandards zu bauen bedeutet abgesehen vom geringen Mehraufwand bei Bau- bzw. Modernisierungsmaßnahmen, eine weitgehende Unabhängigkeit von Energiepreisentwicklungen sowie Betriebskostenersparnis, Wertstabilität durch vorausschauend, nachhaltig geplante Gebäude mit hoher Lebensdauer für die Generation von heute und morgen, und schlussendlich ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz.

Verabschieden wir uns von der Denke, das Photovoltaik immer mainstream und unästhetisch sein muss. Die Photovoltaik von früher, also klassische Aufdachanlagen und Solarparks, ist nicht zu vergleichen mit den heutigen gebäudeintegrierten Anwendungen, die die Individualität ihrer Bewohner widerspiegelt und dem Gebäude einen besonderen Charakter verleiht.

Möglich ist, was gefällt. Es gibt nur eine Bedingung: die Entscheidung für energieeffiziente, solare Bauelemente muss gleichzeitig mit der Entscheidung ein Bauvorhaben zu realisieren fallen, insbesondere wenn es um große Fassadenflächen oder Überkopfverglasungen mit Isolierglas geht. Ein intensiver Austausch zwischen Bauherr, Architekt und unseren Entwicklungsingenieuren in dieser frühen Planungsphase, ist die Voraussetzung, um den Ansprüchen an eine homogene Gebäudeoptik und den Leistungsanforderungen der Anlage gleichermaßen gerecht zu werden. Selbstverständlich lassen sich auch Sanierungsmaßnahmen mit gebäudeintegrierter Photovoltaik realisieren, die genaue Herangehensweise und Umsetzung ist im Einzelfall zu betrachten.

Bei all den guten Gründen und Vorsätzen ein „Green Building“ zu realisieren, darf die wichtigste Messgröße nicht außer Acht gelassen werden, nämlich der Mensch und seine Bewertung hinsichtlich Nutzbarkeit und Akzeptanz. Dazu gehört es Bauherren, Architekten, Statikern sowie allen am Bauvorhaben Beteiligten umfassend und verständlich zu vermitteln an welchem Punkt energieeffizientes Bauen beginnt, wie man die Theorie in die Praxis umsetzt und das technische Lösungen wie optische Möglichkeiten aufgezeigt werden.

Unsere Vision ist durch nachhaltige Energie die Zukunft für Generationen zu gestalten und zu sichern. Wir leben diese Vision und verwirklichen sie mit unseren innovativen Produkten, die im Gegensatz zu klassischen Photovoltaikanlagen nahezu unsichtbar bleiben und ihren Platz in einzigartigen Gebäudekonzepten finden. Das ist unser Beitrag zu einer neuen Baukultur – nachhaltig, energieeffizient, lebenswert.

nora systems GmbH

Musizieren auf gemeinsamem Boden

Neuer Klang im alten Kulissenlager der Staatsoper Unter den Linden in Berlin: Dort kommen in der Barenboim-Said Akademie seit Herbst 2016 rund 100 junge Stipendiaten aus der nahöstlichen Konfliktregion zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Während der dreijährigen musikalischen Ausbildung proben und lernen die jungen Leute auf Kautschukböden von nora systems. Für den Bauherren bei seiner Entscheidung besonders zentral: die Aspekte „umweltgerecht“ und „gute Verträglichkeit“. Daher wurden die Böden nach nora system blue verlegt – dem weltweit einzigen Bodenbelagssystem, das ein derartig zertifiziertes Gesamtkonzept anbietet.

Für gesundes Studieren und Arbeiten: Umweltgerechtes Bodenaufbau-System

Der Bodenbelag noraplan uni ist in der Akademie auf einer Fläche von rund 3.500 m² in einer Sonderfarbe verlegt, welche die industrielle Anmutung des Gebäudes unterstreicht.
Für uns waren die Ökologie und die Nachhaltigkeit der Böden sowie die Sicherheit des Systems ganz wichtig“, begründen Architekt Heiko Klement, rw+ Gesellschaft von Architekten mbH, und Dr. Carsten Siebert, CFO/COO der Barenboim-Said-Stiftung, ihre Entscheidung. Schließlich verbringen sowohl die Studierenden als auch die Mitarbeiter der Akademie einen großen Teil des Tages in den Räumen. „Da spielt die Qualität der Innenraumluft eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden“. Bodenbeläge aus Kautschuk von nora systems sind seit jeher frei von Weichmachern und Halogenen und tragen daher schon lange das Umweltsiegel „Der Blaue Engel…weil emissionsarm“. nora system blue geht jedoch noch einen Schritt weiter und verbindet emissionsarme nora Kautschuk-Beläge mit emissionsarmen Verlegewerkstoffen. So kann es zwischen den einzelnen Bestandteilen keine schädlichen Wechselwirkungen geben. Zudem werden ausgewählte Verarbeiter speziell auf nora system blue geschult. Weil jeder einzelne Systembaustein höchste Sicherheit garantiert, wurde auch die Gesamtheit des Systems vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Von nora system blue profitieren im Übrigen nicht nur die Gebäudenutzer, sondern auch die Planer. So sind Architekten bei öffentlichen Ausschreibungen mit nora system blue auch in rechtlicher Hinsicht bestens abgesichert: Die Prüfkriterien des TÜV Rheinland können als Beleg dafür herangezogen werden, dass die verwendeten Materialien umweltgerecht sind und den Anforderungen an nachhaltiges Bauen entsprechen.

Für modernen Industriecharme: Widerstandsfähige Kautschukböden in Sonderfarben

Nach Ansicht von Bauherren und Architekten passt der Kautschukboden noraplan uni perfekt zum Gebäude. Der Bestandsbau stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und besteht aus ganz unterschiedlichen Materialien – von Sandstein über Trümmerziegel bis hin zu Stahlbeton. Einige Elemente des ehemaligen Kulissenlagers wie die Stahlträger, das Geländer, die offenen Deckenkonstruktion und die verschiebbare Transportbühne sind denkmalgeschützt und somit erhalten geblieben. Dass das Gebäude etwas verwinkelt und nicht ganz symmetrisch ist, kommt den neuen Nutzern in hohem Maße entgegen. Wegen der Raumakustik dürfen die Wandflächen in Räumen, in denen musiziert wird, gar nicht ganz parallel verlaufen. Ansonsten käme es zu ungünstigen Schallbrechungen. Der Farbton der Böden ist eine Sonderanfertigung von nora systems: „Die Bodenfarbe hebt die Struktur der Räume hervor, unterstreicht die industrielle Anmutung des Bauwerks und wirkt dabei dezent und unaufdringlich“, erläutert Klement. „Der bräunliche Rotton erinnert in seiner Farbgebung an Rostschutz-Anstriche und setzt einen attraktiven Kontrast zu den weiß getünchten Wänden“. Auch die matte Oberfläche der Kautschuk-Beläge sagte den Verantwortlichen zu.

Ein weiterer Vorteil der nora Böden ist ihre Widerstandsfähigkeit. Aufgrund ihrer extrem dichten, geschlossenen Oberfläche sind sie äußerst robust. „Die Verschleißfestigkeit war für uns ebenfalls ein wesentlicher Aspekt, schließlich werden wir in der Akademie pro Jahr mehr als 100 Konzerte veranstalten und somit viel Publikumsverkehr haben. Zudem wird das Foyer als Begegnungsraum dauerhaft öffentlich zugänglich sein“, so Siebert. Wegen ihrer geschlossenen Oberfläche benötigen die nora Böden keine Beschichtung und sind somit äußerst pflegeleicht. Ihre Dauerelastizität macht sie darüber hinaus auch besonders komfortabel. „Kautschuk ist ein gutes Material – umweltfreundlich, ergonomisch, warm und einladend“, lautet das Fazit von Bauherren und Architekten. So ist dem erfolgreichen musikalischen Zusammenwirken der jungen Musiker der ideale Boden bereitet.

Fassade

Keramik in Baguetteform

Die Hochschule für Musik in Karlsruhe wurde um ein modernes Multimediahaus erweitert, einen streng kubischen Bau der Stuttgarter Architekten 3P, Feuerstein Rüdenauer & Partner. Extrem glatte, helle Putzflächen an der Fassade stehen im Kontrast zu einer dunklen, stark profilierten Keramikbekleidung. Geometrische Formen, Art der Glasur sowie die Farbgebung wurden von den Architekten in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Möding Keramikfassaden zuvor detailliert geplant, um die gewünschte Optik zu erzielen. Die Bekleidung besteht aus erdfarbenen, 25 Zentimeter breiten und 1,25 Meter hohen Baguetteplatten, die in vier verschiedenen Geometrien gefertigt wurden. Durch ihre versetzte, zum Teil gespiegelte Anordnung erzeugen sie ein skulpturales Fassadenrelief. Die speziell für dieses Projekt entwickelte Glasur sowie der polygonale Querschnitt der Ziegelelemente bewirken je nach Standpunkt und Sonnenstand ein wechselndes Erscheinungsbild der großflächigen Fassade.